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  1. #1
    Petrijünger
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    Blut im Wasser als ''Fischdünger'' ???

    Guten morgen ich hab neulich eine Story von nem älteren Angler gehört und wollt mich mal dazu interessehalber schlau machen.

    Früher gab es hier in der Gegend ne Schlachterei (Jahrzehnte her)
    jene hat das anfallende geronnene Blut beim Schlachten in den angrenzenden Fluss abgeleitet. (was natürlich verboten war und irgendwann aufgefallen ist) Muss so in den 80 igern gewesen sein

    Die Angler berichten davon das durch das stetig zugeführte Blut die Fische wesentlich größer und vitaler waren, als die Fische die heute dort rumschwimmen.

    Was meint ihr kann dort was wares dran sein oder sind das nur subjektive Erfahrungen ?

    Kann Blut wirklich einen großen Einfluss auf das Wachstum der Fische haben ? Immerhin ist es sehr nährstoffreich und geronnenes Blut lässt sich wohl auch prima von den Fischen aufnehmen.

    Wie siehts mit dem Gewässer an sich aus ?

    Was für folgen entstehen dadurch wenn man es in Maßen anwenden würde?

    Anmerkung:
    Ich frage nur interessehalber nach, ich habe somit nicht vor sowas selbst zu tun. Frage mich grade nur ob Blut wirklich so nen guten Einfluss auf das Fischwachstum haben kann und was für folgen das fürs Wasser haben kann.

  2. #2
    gesperrt Avatar von Fuerstenwalder
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    Die Einleitungen werden zum einen stetig und zum anderen das Wasser dort erwärmt haben, dadurch ist es durchaus denkbar, dass die Fische dort gut genährt und auch agiler waren.
    Einen Text nicht verstanden? Klick :-)

    R.I.P. Guido

  3. #3
    Allrounder Avatar von renelischke
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    Moin,

    dasselbe hatten wir bei uns im Dorf auch. Eine kleine Metzgerei hat über den Ablauf geronnenes Blut etc. in den angrenzenden Bach geleitet. Die Forellen haben es mit wohlwollen aufgenommen und wuchsen recht schnell ab. Folgen für das Gewässer konnte / kann ich nichts zu sagen. Denke, da es sich um ein Fliessgewässer handelt, dass sich das erhöhte Nährstoffaufkommen relativ schnell verteilt hat, was sich bei einem stehenden Gewässer sicher negativ ausgewirkt hätte.
    Heute ist die Metzgerei geschlossen, die Forellen die man früher oft in beachtlichen Größen gesehen hat sieht man heute nicht mehr so häufig.

  4. #4
    Der mit dem Barsch tanzt Avatar von Andree68
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    Wir haben früher bei Vereinsmeisterschaften mit Blut das Anfuttermittel angesetzt.
    50 Liter Trog Blut und dann dort ordentlich das Futtermittel untergemischt .

    Aber wie gesagt, das reichte dann für die ganze FLussstrecke und den ganzen Verein aus. Besonders Weißfisch ist drauf steil gegangen.

  5. #5
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von 2911hecht
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    Also wenn sowas gemacht wurde,dann wohl richtig!
    Sprich,sämtliche Schlachtabfälle eingeleitet!
    Ob sie nun deshalb besser abwachsen glaube ich nicht wirklich.Eine Lockwirkung wäre es allerdings!

  6. #6
    Allrounder Avatar von renelischke
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    Ich denke schon das die Forellen besser abgewachsen sind bei dem Zusatzfutterangebot

    Maul auf -> Wurst rein ^^

  7. #7
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    Ich denke, die Beobachtungen, dass am Auslauf meist sehr grosse Fische stehen, trifft zu.

    Der Schluss, dass die örtlichen Fische durch das Einleiten von Blut stark wachsen, ist nur bedingt richtig. Der Hauptgrund ist, dass sich die Fische hinter dem Auslauf aufreihen. Dabei wird eine Reihenfolge erkämpft, je weiter vorne, desto besser. Bin ich die Nr. 20 in der Reihe, habe ich kaum noch Chancen auf ein Häppchen.
    Wird der Auslauf stillgelegt, löst sich die Reihe auf und die Fische suchen neue Standplätze.

    Das Blut hat zwar eine grosse Lockwirkung, trotzdem ist die nutzbare Nahrung ja begrenst. Das sind nur Klumpen vom geronnenen Blut und ein paar Fleischstückchen.

    Nicht zu vergessen, dass das Blut im Gewässer stark Sauerstoff zehrend wirkt.

  8. #8
    Profi-Petrijünger Avatar von Quappenonkel
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    Am Ebro der Auslauf der Geflügelschlachterei hat mir damals viele drills gebracht.



    Auch Blutwurst auf'n teller sorgt dafür das Mutti sich auf abends freut



    mfg

  9. #9
    Schnitzeltechniker/Rebell Avatar von Jack the Knife
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    Was meint ihr kann dort was wares dran sein oder sind das nur subjektive Erfahrungen ?
    Da Blut eine wahre Energiebombe darstellt(hoher Nährwert, viele wichtige Mineralien- und Spurenelemente, dazu Vitamine, Fett und Eiweiße, usw etc) , wenn es geronnen war, können es die Fische klumpenweise einsammeln, egal ob in der Strömung oder am Grund.

    Da es eine sichere Nahrungsquelle war, absolut plausibel, daß die Fische gut abwuchsen.

    Früher wurden in den Fischzuchten gezielt Schlachtabfälle ( Haut, Fett, Knochen, Innereien, usw etc) verfüttert, kenne noch einige Zuchten, die die alten Fleischwölfe oder Kutter im Keller stehen haben.
    Die Fütterung mit Schlachtabfällen wurde allerdings aus fundierten Gründen verboten.

    Kann Blut wirklich einen großen Einfluss auf das Wachstum der Fische haben ? Immerhin ist es sehr nährstoffreich und geronnenes Blut lässt sich wohl auch prima von den Fischen aufnehmen.
    Siehe oben!

    Diverse Bestandteile aus der Schlachtung werden ja zu Pellets oder Boiliebestandteilen verarbeitet.
    Wie siehts mit dem Gewässer an sich aus ?

    Was für folgen entstehen dadurch wenn man es in Maßen anwenden würde?
    Zusätzlicher Nahrungseintrag/Nährstoffeintrag (Eutrophierung), egal welcher Art, ist für ein Gewässer immer eine zusätzliche Belastung, aus welchem Material dieser Eintrag besteht ist eigentlich Nebensache.

    Ungeklärte Abwässer dürfen heutzutage nicht mehr eingeleitet werden, zum Glück für die Gewässer, man bedenke, welche Kloaken es sonst geben würde, bzw wieviele Gewässer früher auf Grund des unkontrollierten Eintrags gekippt sind.
    Sieht man ja zum Teil in südlichen oder östlichen Ländern, was dort mit Gewässern passiert, wenn täglich Abwässer ungeklart eingeleitet werden.

    Mit Schlachtabfällen anfüttern bzw fangen, geht beim Krebsfang sehr gut, allerdings nutzt man da Fischköpfe und Karkassen diverse Fische, wie Aal, Wels, sollte man damit auch anlocken können,allerdings befördert man die Abfälle nicht lose ins Gewässer, sondern nutzt Futterkörbe oder ähnliche Behältnisse, danach entsorgt man die Abfälle hinterher fachgerecht.
    Geändert von Jack the Knife (05.08.2014 um 18:31 Uhr)
    mfg Jack the Knife

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.

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  10. Der folgende Petrijünger sagt danke an Jack the Knife für diesen nützlichen Beitrag:


  11. #10
    Super-Profi-Petrijünger
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    Sehr interessant! Ist es verboten, das immer noch anzufüttern? Nur ala lockstoff im hauptfutter sozusagen?

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  12. #11
    Schnitzeltechniker/Rebell Avatar von Jack the Knife
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    Zitat Zitat von Chris88 Beitrag anzeigen
    Sehr interessant! Ist es verboten, das immer noch anzufüttern? Nur ala lockstoff im hauptfutter sozusagen?

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    Schlachtabfälle gelten als Problemmüll, sie zum Anfüttern zu Nutzen wäre also illegale Müllentsorgung im weiteren Sinne, gut für das Gewässer ist es zudem auch nicht, geschweigen denn, wenn sie zum Faulen beginnen, deshalb nicht umsonst in der Fischzucht verboten, ebenso sollte man sie als privater Angler nicht nutzen, denn Gewässerverschmutzung ist kein Kavaliersdelikt.

    Ich persönlich würde es nur als Bestandteil im Hauptfutter(Blutmehl, Lebermehl, Fischmehl usw etc) einsetzen, bzw als einzelnes im geschlossenen Futterkorb, wie Innereienstreifen oder ähnliches.
    Geändert von Jack the Knife (05.08.2014 um 18:27 Uhr)
    mfg Jack the Knife

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  13. #12
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    Zitat Zitat von Jack the Knife Beitrag anzeigen
    Schlachtabfälle gelten als Problemmüll, sie zum Anfüttern zu Nutzen wäre also illegale Müllentsorgung im weiteren Sinne, gut für das Gewässer ist es zudem auch nicht, geschweigen denn, wenn sie zum Faulen beginnen, deshalb nicht umsonst in der Fischzucht verboten, ebenso sollte man sie als privater Angler nicht nutzen, denn Gewässerverschmutzung ist kein Kavaliersdelikt.

    Ich persönlich würde es nur als Bestandteil im Hauptfutter(Blutmehl, Lebermehl, Fischmehl usw etc) einsetzen, bzw als einzelnes im geschlossenen Futterkorb, wie Innereienstreifen oder ähnliches.
    Hey, sorry für meine missverständliche Ausdrucksweise! Ich meine keine Feststoffe, sondern reines Blut im Milliliterbereich! Das zählt auch dazu?
    Danke schonmal für deine Antwort!

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  14. #13
    Schnitzeltechniker/Rebell Avatar von Jack the Knife
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    Ich meine keine Feststoffe, sondern reines Blut im Milliliterbereich! Das zählt auch dazu?
    Blut gerinnt nach einer Weile, wenn man es nicht richtig behandelt.

    Blut wird zur Weiterverarbeitung mit Essig gerührt damit es flüssig bleibt, nicht gerührtes Blut stockt mit der Weile entweder wie Wackelpudding oder verklumpt.

    Ob literweise oder milliliterweise wo soll da der Unterschied sein?
    Verboten bleibt verboten.
    mfg Jack the Knife

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  15. #14
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    Jupp, das es klumpt weiß ich. Dachte da gibt es vllt. einen kleinen aber feinen Untschied zwischen festen Schlachtabfällen und flüssigem Blut.

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  16. #15
    Petrijünger
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    Zitat Zitat von Jack the Knife Beitrag anzeigen
    Blut gerinnt nach einer Weile, wenn man es nicht richtig behandelt.

    Blut wird zur Weiterverarbeitung mit Essig gerührt damit es flüssig bleibt, nicht gerührtes Blut stockt mit der Weile entweder wie Wackelpudding oder verklumpt.

    Ob literweise oder milliliterweise wo soll da der Unterschied sein?
    Verboten bleibt verboten.

    Nun es reicht aus Blut direkt nach dem Schlachten ein paar Minuten ordentlich zu rühren und dann durch nen sieb zu kippen.
    Dann gerinnt auch nix mehr.

    Essig wird meines Wissens so gut wie nie genutzt da Essig ja den Geschmack des Blutes erheblich verändert.

    Man schlägt so quasi Sauerstoff unter das Blut mitdem das Blut dann reagiert, nen kleiner Teil gerinnt und wird dann abgesiebt der rest bleibt dann dauerhaft flüssig.

    Gerinnungshemmer sind zwar bequem aber im endeffekt absolut unnötig.

    Für die Fische selbst wäre wohl geronnenes Blut am besten da sie das halt fressen können und es sich nicht so schnell mit dem wasser vermischt.

    Aber is auch einerlei wenns doch verboten ist.

    Wie schauts denn mit Leber aus ?

    Meine Angelfreunde wollten versuchen mit Leberbrocken zu angeln.

    Speziell auf die Afrowelse wollten sie das mal interessehalber versuchen.

    Da ich berufsbedingt kostenlos an Leber rankommen könnte.

    Der Plan war den Adrigen Teil der Leber zu nutzen, damit sie am Haken nicht sofort abrutscht. Da Leber ja doch sehr empfindlich ist und sich ja bereits mit dem Finger locker durchdrücken lässt.
    Alternativ gekochte Leber verwenden.

    Würde das Sinn machen ? Könnte man mit sehr geringen Mengen damit Angeln ohne dem Gewässer zu schaden ?

    Da Leber ja einen sehr intensiven Geruch hat und im Wasser sich dieser Geruch schnell und gut verbreiten würde, haben wir uns gefragt ob das vielleicht nen guter Köder sein könnte. Fraglich nur ob die Raubfische drauf stehen und obs erlaubt ist.

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