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  1. #1
    Waller-Hunter Avatar von Chicobo
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    Question Desinfektion der Fische

    Hallo zusammen,

    ich bin im besitz von 2 Fischteichen. Einer zzt leer.
    Nun weiss ich, das man im Sommer vorbeugend und spätestens bei Befall von Pilz, Viren und co Peressigsäure zur Desinfektion der Schleimhäute anwendet! Aufgrund der Abbaubarkeit der Säure in Essig & Wasserstoff. Nun meine Frage, die Imker verwenden Oxalsäure zur Desinfektion Ihrer Bienenstöcke, kann man hier nicht auch dieses in geringer Dosis in die Anlage bringen, da es ebenso Oxidiert!?

    Es gibt zwar eine Liste mit X-Herstellern zur Desinfektion von Ställen und co, aber nie wirklich für Teichanlagen.

    Ich möchte erstens die Umwelt nicht belasten & zweitens meine teuren Fische nicht! Aber ebenso möchte ich die Hygiene in meinen Anlagen aufrecht erhalten!

    Weiss da jemand mehr? Denn ich finde Peressigsäure ist schon ein scharfes Mittel! Und Oxalsäure hingegen harmlos!

    danke für eure Hilfe.

    LG
    Mit freundlichen Petri Grüßen
    Kim
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  2. #2
    Moderator / Tinca-Fan Avatar von angelhoschi76
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    Hallo Chicobo,

    Den leeren Teich würde ich mit Branntkalk behandeln. Der hat ebenfalls eine desinfizierende Wirkung, hilft beim Abbau der Schlammschicht und unterstützt die Nährstofffreisetztung aus dem Schlamm. Die Kalkung im Herbst durchführen und den Teich über den Winter ausgefrieren lassen. Im Frühjar wieder anstauen und dann nach ca. 3 Wochen den ph-Wert kontrollieren. Wenn dieser im neutralen Bereich liegt sollte der Besatz erfolgen.

    Teiche mit Fischen darin würde ich nur desinfizieren, wenn es einen Anlass gibt, z.B. Pilzbefall. Das ist aber ein Thema, an das ich mich ohne Rat vom Fachmann nicht ranwagen würde. Frag doch mal bei Angelvereinen in Deiner Gegend den Gewässerwart oder ev. bei einer Fischzucht. Bislang bin ich da immer gut beraten worden.
    Viele Grüße
    Angelhoschi76


    Heute ist Angelwetter... denn angeln kann man bei jedem Wetter!

  3. #3
    Waller-Hunter Avatar von Chicobo
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    Hi & danke schon mal für deine Info.
    An sich haben wir keine Probleme, nur hatten wir jetzt durch den Kormoran einige verletzte Tiere, die zwar nen echt fiten Eindruck machen, aber mit Blick von oben weisse Stellen besitzen. entnimmt man diese, sieht man Augenscheinlich nicht viel. Wir vermuten eine Bakterielle Erkrankung. Unser Lieferant hat uns damals Peressigsäure empfohlen, diese bekommt man aber als Normalo kaum noch! Ich kann diese zwar über meine Firma bestellen, möchte ich aber nicht unbedingt. ( Entsorgungsnachweise, Aufbewahrung etc ) Denn bisher habe ich nur einen Händler , der mir 5 Liter verkauft, die ich benötige. Sonst nur 25 aufwärts und das ist mir zu riskant der Lagerung wegen!

    Jetzt sah ich gerade, das man auch Ameisensäure ( kommt in der Natur vielfach vor ) ebenso zur Desinfektion einsetzen kann. Nur steht dort nie wirklich ob es in die Lebenanlage darf oder nur für das Arbeitsmaterial anzuwenden ist!

    Mit dem Branntkalk, ist mir bewusst! Danke dafür
    Mit freundlichen Petri Grüßen
    Kim
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  4. #4
    Schnitzeltechniker/Rebell Avatar von Jack the Knife
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    weisse Stellen besitzen. entnimmt man diese, sieht man Augenscheinlich nicht viel. Wir vermuten eine Bakterielle Erkrankung.
    Könnte auch eine Pilzerkrankung im Anfangsstadium sein.

    Früher wurde dafür bzw dagegen Malachitgrün benutzt, ob man dies heute noch bekommt ist mir unklar, für Aquaristik über diverse Händler ist der Bezug möglich.
    In der Fischzucht für Speisefische wurde die Benutzung verboten, in der Aquaristik und der Zierfischzucht soll der Einsatz noch erlaubt sein.

    Nun meine Frage, die Imker verwenden Oxalsäure zur Desinfektion Ihrer Bienenstöcke
    Die Oxalsäure nutzt ein Imker auch nur, wenn er die Varroamilbe im Bienenstock hat.
    Geändert von Jack the Knife (23.07.2014 um 11:14 Uhr)
    mfg Jack the Knife

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.

    Henry Ford, amerikanischer Industrieller

    Pessimisten sind Optimisten mit negativer Erfahrung !

  5. #5
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    Vorsicht mit Malachit Grün.

    Das Mittel ist stark krebserregend.

    Es ist grundsätzlich verboten, beim Speisefisch gibt es davon auch keine Ausnahmen.

    Bei der Hälterung wertvoller Fische bekommt man ggf. eine Sondergenehmigung, die in der Regel mit sehr vielen Auflagen versehen ist. Vor allem muss sichergestellt werden, dass so behandelte Fische nie mehr in die Gewässer zurückkommen.

    Ein Beispiel ist die Hälterung von abgelaichten Lachsen in grossen Rundstrombecken. Normalerweise gehen diese ja nach dem laichen ein.
    Mit Rekonditionierungsmethoden bekommt man den grösseren Teil wieder aufgepäppelt. Ohne Malachit hätte man da keine Chance.
    Das heißt aber auch, wenn die Tier 3-4 Jahre lang abgestreift wurden, sind sie Sondermüll und müssen auch so behanelt werden.

    Ich denke mal, das Mittel scheidet aus.

  6. #6
    Super-Profi-Petrijünger
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    Zitat Zitat von Chicobo Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich bin im besitz von 2 Fischteichen. Einer zzt leer.
    Nun weiss ich, das man im Sommer vorbeugend und spätestens bei Befall von Pilz, Viren und co Peressigsäure zur Desinfektion der Schleimhäute anwendet!
    Hüte Dich vor solchen "reflexartigen" Aktionen. Die haben schon unzählige Fische mit dem Leben bezahlt. Behandlungen, wie sie Dir vorschweben, sind nur in Anlagen notwendig, in denen die Fischdichte extrem ist und deshalb diverse Parasiten und Erreger überhaupt erst die Chance haben, zum Problem zu werden. Und dann sollten diese Behandlungen von Fachleuten ausgeführt werden, die wissen, was sie da tun. Per-Essigsäure, Oxalsäure oder Ameisensäure nach der "bewährten" MUP-Variante (Methode des unbekümmerten Probierens ...) einzusetzen, bringt mit größter Wahrscheinlichkeit entweder gar keinen Effekt oder kostet weit mehr Fische das Leben, als gar nichts zu tun. Davon abgesehen ist der Umgang gerade mit Per-Essigsäure auch für den Zweibeiner am Teichrand nicht ungefährlich!

    Allein bei Per-Essigsäure gibt es im Handel unterschiedliche Konzentrationen bzw. mit Zusatzstoffen aufbereitete Mischungen. Allen gemeinsam ist der Effekt, dass sich der reaktive Teil ab dem Moment der Herstellung unaufhaltsam von selbst zerlegt und damit die Wirkkonzentration verändert. Vor dem Hintergrund sind Dosierhinweise für Per-Essigsäure etwa so präzise wie die Horoskope in der Tageszeitung.

    Was ich Dir hier schreibe, sind die gesammelten Erfahrungen aus fast zwölf Jahren Fischzucht, in denen ich einige hundert Liter Per-Essigsäurelösung eingesetzt habe. Wegen ein paar Kratzern nach Kormoranbeflug würde ich gar nichts veranstalten. Auch wenn Dir in den nächsten Tagen einzelne Fische mit solchen Verletzungen eingehen, nimm das hin uns halte die Füße still.

  7. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Bollmann für den nützlichen Beitrag:


  8. #7
    Waller-Hunter Avatar von Chicobo
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    Hi und danke. Ich habe täglich mit natronlauge, ameisensäure u Co zu tun. Die Wirkungen sind mir bekannt. Nur nicht auf die fische ! Daher ja meine Fragen
    Mit freundlichen Petri Grüßen
    Kim
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