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Thema: Aalwetter

  1. #1
    Petrijünger
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    Aalwetter

    Hallo ihr lieben,

    es ist.................. AALWETTER wie mein Opa immer sagte

    Ich werd mich heut Abend mal auf die Pirsch machen. Es soll ja Gewittern heut, ich hoffe nicht zu stark, sodass ich raus kann. Wassertemperatur beträgt momentan 23°C, heute sollen es 31°C Lufttemperatur werden und morgen auch nochmal 29°C. Ich denke die Vorraussetzungen sind gegeben für gute Fänge.

    Ich beangle eine ruhig gelegene Stelle an unserem See (max.1m - 2m tief) mit einem kleinen Seerosenfeld, der Untergrund besteht zu 80% aus Steinpackung und alten Bäumen inkl. im Wasser liegenden Wurzeln und überhängenden Weiden am Ufer. Zum Einsatz werden Tauwürmer kommen + 6er Haken.

    Nun noch meine Frage, vor einer Woche bissen die Aale recht "spitz", ich hatte schon nur einen halben Tauwurm bzw. Stücke am Haken aber die nahmen den Köder ins Maul und schwammen ein paar Meter, dann Pause. Das ganze spiel ging minden 5 mal. Nach erfolglosem Anschlag das gleiche von vorn. Kaum war die Montage im Wasser zog der Köder wieder ab.
    Was kann ich dagegen tun? Noch kleinere Haken? Leider konnte an dem Abend auch nur ein untermaßiger Aal sicher gehakt werden.

    Ich hoffe die Macht ist mit mir und ich kann ein paar Schlängler überlisten.

  2. #2
    Profi-Petrijünger
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    tja, wenn sie nicht wollen, dann wollen sie nicht. dieses herumspielen mit dem köder kenne ich auch, wenn auch eher aus dem frühjahr. ich werd heute abend auch rausfahren, aale angeln. hoffentlich regne ich nicht zu sehr ein.

    mir is das flachwasser im übrigen schon zu warm, bei mir gehts ab juli meist nur noch in der rinne oder den löchern.

    grüße




    I dont always talk to art students, but when I do, I ask for large fries.

  3. #3
    Blechschwinger Avatar von Tommy80
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    Zitat Zitat von die-caro Beitrag anzeigen
    Nun noch meine Frage, vor einer Woche bissen die Aale recht "spitz", ich hatte schon nur einen halben Tauwurm bzw. Stücke am Haken aber die nahmen den Köder ins Maul und schwammen ein paar Meter, dann Pause. Das ganze spiel ging minden 5 mal. Nach erfolglosem Anschlag das gleiche von vorn. Kaum war die Montage im Wasser zog der Köder wieder ab.
    Was kann ich dagegen tun? Noch kleinere Haken? Leider konnte an dem Abend auch nur ein untermaßiger Aal sicher gehakt werden.
    Aale verschwinden erst mit dem Köder- und schlucken ihn dann. Nach zwei solcher Stops kannst du anschlagen. Natürlich muss die Schnur dafür frei ablaufen können. Das ist auch ein Grund warum ich ungern mit Posen auf Aal angeln gehe, die Bisserkennung ist heikel, Fehlbisse vorprogrammiert, vor allem bei ordentlichem Wind.

    Wenn du Schnürsenkel vermeiden willst, hilft nur ein größerer Haken (Größe 4, manche gehen sogar Richtung 2) und u.U. sogar zwei Tauwürmer.

  4. #4
    Petrijünger
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    Wie gesagt ich habe mindestens 4-5 mal abziehen lassen und dann erst angeschlagen, in der Hoffnung sie hängen. Habe auch auf Grund gefischt mit Tiroler Hölzl.

    Nunja, ich werde das Glück heut nochmal herausfordern

  5. #5
    Allround-Angler Avatar von Flossenjäger
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    Servus, Caro!

    Deine Frage wäre unter der Rubrik Angeltechniken etwas besser aufgehoben, denke ich mal.

    Ich möchte dir aus meinen Erfahrungen vom Aalfischen berichten, vielleicht nützt es dir etwas.

    Die Sache mit dem Haken:

    Nimm ruhig Wurmhaken der Größe 2-4, Vorfachstärke 0,30mm Mono und Länge 50 bis 70cm. Ein Fehler wäre es, noch kleinere Haken zu nehmen. Ein guter Aal (kein Schnürsenkel) ab 55cm stülpt sich regelrecht über den Wurmköder. Ich nehme entweder einen großen Tauwurm, besser sind aber zwei, die bewegen sich verführerischer. Ein Tauwurm und an der Spitze einen Dendrobena (Mistwurm) ist auch hervorragend. Ich lasse sogar manchmal die Hakenspitze rausschauen, es wird trotzdem gebissen.

    Ein Herumzuppeln ist eher ein Hinweis auf Kleinfische oder Brassen.

    Du willst ja einen richtigen Aal fangen und der beißt auch energisch, sodass sich die Rute biegt! Zu 90% der von mit gefangenen Aale hatten sich selbst angeschlagen und den Haken geschluckt, selbst bei Hakengröße 2!

    Die Sache mit der Grundmontage:

    Einerseits ja und andererseits ist eine Posenmontage besser. Hast du sehr viele Hindernisse auf dem Grund (wie Äste, große Steine) oder du angelst im Seerosenfeld oder im Schilfgürtel, ist die Posenmontage entschieden besser. Die Schnur verläuft von der Wasseroberfläche senkrecht zum Grund, das ist sehr von Vorteil bei der Bisserkennung und die Gefahr von Hängern ist in diesen Situationen entschieden besser gebannt als wenn der Aal die Grundmontage durch diese Hindernisse zieht und diese verwickelt!

    Hast du solche Hindernisse nicht und es ist eine starke Drift vorhanden, ist die Grundmontage mit Anti-Tangle-Boom die bessere.

    Wie bereits von einigen beschrieben, schnappt sich der Aal den Köder und zieht erstmal damit einige Meter ab. Dann würgt er diesen hinunter, was er ebenso auch mit einem KöFi macht. Ich nehme die Schnur deshalb bei geöffneten Bügel in die Hand und lass ihn abziehen. Nachdem er Stopp gemacht hat, zieht er energisch los und erst dann erfolgt der Anhieb!

    Geht das ganze mal schief, unbedingt die Stelle merken und wieder anwerfen! Oft beißt er da ein zweites mal.

    Den Aal nicht drillen, sondern zügig ans Ufer pumpen, da er sofort jedes Hindernis ausnutzt, um sich zu verstecken bzw. damit die Montage zu verwickeln. Mindestens 0.30, besser 0,35mm Monofile verwenden. Die meisten Aale beißen in solchen schwülwarmen Sommernächten in unmittelbarer Ufernähe. Das Vorfach mit Haken abschneiden und nicht erst versuchen, herauszuoperieren, auch wenn du zu kleine Aale releast. Also immer genügend gebundene Haken mitnehmen!

    Viel Erfolg und Petri Heil!
    Geändert von Flossenjäger (07.07.2014 um 20:20 Uhr) Grund: ein Wort vergessen und zugefügt
    Du kannst den Hahn zwar einsperren, die Sonne geht dennoch auf.

    Sapere ande
    Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
    (Immanuel Kant)


  6. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Flossenjäger für den nützlichen Beitrag:


  7. #6
    Dackel Fischer Avatar von theduke
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    Die beste Aalzeit (je nach Frühlingstemperaturen) ist Mitte April bis Mitte Juni, denn dann schlagen sich Aale die Bäuche voll und wandern auch richtig in stehenden Gewässern oder in Flüssen am Steinufer entlang.
    Im Mai laufen Aale am besten und das war früher schon die beste Saison
    um einige Schlangen auf die Platte zu legen.

    Fluss direkter Anschlag wenn die Aalglocke bimmelt, dabei die Rute relativ steil aufgerichtet nah an der Uferkante ausgelegt.

    Stehendes Gewässer mit Teich-Seerosen im Juli.
    Mein Rat wie ich meine Montage auslege.
    Sehr fein, Hauptschnur kann gerne aus geflochtener 0.18mm bestehen (Seerosenfelder), Knicklichtpose fein ausjustiert, Haken wäre entweder ein 4-6er Wurmhaken oder ein 4-6er Butthaken mit einem langen Schenkel.
    Gerade jetzt beißen die Aale vorsichtiger, die Weissheit deines Opas passt so nicht ganz.

    Ich vergleiche Aalbisse im Juli immer gerne mit Schleien.
    Die Pose wandert, taucht nur 1 Sekunde ab, dann wieder auf, wandert und man muss den Zeitpunkt abwarten bis sie richtig zieht.
    Den Wurm kürzer aufziehen, und mehr auf Mistwurm setzen, denn wie gesagt der Aal ist zu dieser Jahreszeit gesättigt und seine Mahlzeiten liegen ihm fast vor der Haustüre, und er kann sich seine Mahlzeiten aussuchen.
    Geändert von theduke (08.07.2014 um 01:49 Uhr)
    Gruß Wolfi
    http://wolfsangler.de.tl/
    Das Angeln macht aber nur soviel Spass, solange die Natur auch passt.

  8. Der folgende Petrijünger sagt danke an theduke für diesen nützlichen Beitrag:


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