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  1. #1
    Oberster Fischereimeister
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    Ist ein Wasserkraftwerk wirklich "Grün"

    Sorry jetzt habe ich erst bemerkt das das ein ziemlich krasser gegenspruch ist. Meinte ja eigentlich sinnvoll Tiere schützen ist ok aber an der richtigen Stelle halt.

    Wie kann man eigentlich einen neuen thread eröffnen?

    Ich poste anbei einfach mal das was ich meinte das die Wasserkraftwerke für den A.... Sind und worauf ich hinaus wollte.
    Ps: wie immer Lug und Betrug, alle sagen Wasserkraftwerke wären umweltschonend naja hier mal echte Fakten:

    Methan 25 mal schädlicher als CO2

    Strom aus Wasserkraft ist weitaus weniger umweltschonend als vielfach angenommen. Stau-
    seen setzen Methan frei, als Treibhausgas 25mal schädlicher als Kohlendioxid.

    Dass Wasserkraftwerke Umweltschäden verursachen, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt
    sein. Diese Umweltschäden reichen von der starken Schädigung der Fischbestände bis zur Ver-
    hinderung der Selbstreinigung der Fließgewässer, vom gestörten Grundwasseraustausch bis hin
    zu enormen Hochwasserschäden, wie die letzten Gerichtsprozesse zeigen.

    Die Internationale Kommission zum Schutz der Donau hat „Guidance Paper on Hydropower“
    aufgelegt, in dem die vielfältigen Schäden durch Wasserkraftwerke dargestellt sind. Bisher
    wurde immer behauptet, Wasserkraft verursache wenigstens keine Klimaschäden.

    Die „eawag“ (Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässer-
    schutz) hat erst vor kurzem eine Studie veröffentlicht, die Wasserkraftwerke schonungslos
    entlarvt. Eine Forschergruppe dänischer, deutscher und schweizer Wissenschaftler hat euro-
    päische Stauseen untersucht und dabei festgestellt, dass solche Staue auch in unseren gemäß-
    igten Breiten sehr hohe Methanmengen ausstoßen. Dabei muss man wissen, dass Methan die
    25-fache Treibhausgaswirkung gegenüber CO2 hat!

    Wie entsteht nun dieses Methan?

    Alle Fließgewässer führen organische Abfälle mit sich. Diese Abfälle werden im Schotter-
    zwischenraum der Bäche und Flüsse von Kleinlebewesen zersetzt, dabei wird Kohlendioxid
    frei. Ein völlig natürlicher Vorgang. In den Stauräumen allerdings werden die Abfälle von
    Sand und Schlamm bedeckt und zersetzen sich ohne Sauerstoff. Anstelle von Kohlendioxid
    entsteht Methan mit - wie schon erwähnt - 25mal höherer Wirkung auf das Klima.

    Die Forschergruppe hat nun nachgewiesen, dass z.B. die Saarstauseen mit einer Fläche von
    ca. 1km² im Jahr 120 t Methan freisetzen. Die Schadwirkung entspricht 20 Millionen Auto-
    kilometern. Und das bei nur 1 km² Staufläche! Österreich allein hat über 5.000 Wasserkraft-
    werke mit den entsprechenden Stauräumen.

    Aus keiner Statistik geht hervor, wie viele Quadratkilometer Stauraum es weltweit gibt – aber
    die Wirkung all dieser Wasserkraftwerke auf das Weltklima darf man auf keinen Fall unter-
    schätzen! Wasserkraft ist also keinesweg so klima- und umweltfreundlich, wie die Werbung
    verspricht.

    Und wieder wird ein "Mythos der Wasserkraft" entkräftet. Der Ausweg aus der Misere kann
    nur Energieeffizienz heißen. Schluss mit der sinnlosen Energievergeudung. Auch Energie ist
    ein Gut, das nicht unbeschränkt vergeudet werden darf. (Quelle: OEKF)

  2. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei Timchilli88 für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    gesperrt Avatar von Fuerstenwalder
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    Stauseen verursachen global 0,5% Methan und Kohlendioxid vom gesamten Ausstoß. Außerdem ist das ein alter Hut, längst bekannt. Aber ein wenig klappern gehört ja zum Handwerk, liebes Österreichisches Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz.
    Anstelle von Kohlendioxid entsteht Methan mit - wie schon erwähnt - 25mal höherer Wirkung auf das Klima
    Nach neuestens Forschungen sogar 33fach. Nachzulesen bei Wikipedia.
    Wenn ihr das für aktuell haltet auf eurer Webseite, dann schlaft mal bitte weiter.
    Geändert von Fuerstenwalder (24.02.2014 um 08:30 Uhr)
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    R.I.P. Guido

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  5. #3
    Gummizuppler Avatar von Neutzel
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    Ob alt oder neu, find ich dennoch gut das sowas immer mal wieder angesprochen/in Erinnerung gerufen wird.
    mfg Jens


    ...manche Dinge greift man mit Worten so vergeblich an wie Geister mit Waffen

    IG Thueringer Gewaesserperlen

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  7. #4
    gesperrt Avatar von Fuerstenwalder
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    Da die Problematik Wasserkraftwerk nicht ausgestanden ist, ist das durchaus richtig. Gerade wenn man an den Umbau der Turbinen denkt, damit das Fischsterben auf ein Minimum reduziert wird. Oder am Besten gegen Null geht.

    Es hilft aber niemandem, wenn man dreieinhalb Jahre alte Nachrichten als neu verkauft, etwas Panik in die eigene Kommentierung mischt und Fakten verschweigt, um am Ende zu dem Schluss zu kommen, dass ein Mythos der Wasserkraft widerlegt sei.

    Wenn du das hier liest, ist dann auch gleich der Mythos der ökologischen Tierhaltung zerstört?
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    R.I.P. Guido

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  9. #5
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    Ich geb euch recht, ist schon älter das Thema aber trotzdem interessant und immer noch aktuell da uns immer noch vorgegaukelt wird wie toll ein Wasserkraftwerk ist.

  10. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Timchilli88 für den nützlichen Beitrag:


  11. #6
    gesperrt Avatar von Fuerstenwalder
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    Wer es sich heutzutage immer noch vorgaukeln lässt, interessiert sich nicht für das Thema, ist blauäugig oder nicht Willens das Problem zu erkennen. Nicht, dass ich gegen kritische Berichte bin, aber das was der OEKF da auf seiner Webseite publiziert ist nichts weiter als billige Stimmungsmache. Allein der Umstand, dass man verschweigt, wie hoch der Anteil an Methanerzeugung wirklich ist, sagt mir, dass dieser Bericht nicht seriös ist. Statt dessen tut man so, als wäre man gerade darauf gekommen, dass ein Stausee Unmengen von Methan produziert. Auf so was kann man bei einer sachlichen Diskussion getrost verzichten.
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    R.I.P. Guido

  12. Der folgende Petrijünger sagt danke an Fuerstenwalder für diesen nützlichen Beitrag:


  13. #7
    Brahma27
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    Für mich ist nicht die Erzeugung der Energie interessant, sondern der Verbrauch und der Umgang damit. Das ist für mich die Wurzel allem Übels.
    P.S.: ich nehme mich da nicht aus!!!

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  15. #8
    Profi-Petrijünger Avatar von jürgen W. aus T.
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    Zitat Zitat von Timchilli88 Beitrag anzeigen
    Ich geb euch recht, ist schon älter das Thema aber trotzdem interessant und immer noch aktuell da uns immer noch vorgegaukelt wird wie toll ein Wasserkraftwerk ist.
    Die Fakten ändern sich aber nicht, von daher können wir das Rad nicht neu erfinden.
    Aber neben dem Gegenwind für Wasserkraft, nach dem endlich vollzogenen Ausstieg aus dem Wahnsinn Atomkraft, kann jeder mithelfen damit keine umweltzerstörende Energieerzeugung im großen Stil aufgebaut wird, indem er möglichst nicht übermässig Energie verbraucht.
    Schönen Tag noch Jürgen W. aus T.

    .................................................. ......................

    Mir ist egal wer dein Vater ist, wo ich fische gehst du nicht über das Wasser.



    Angelverein Lengerich

  16. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei jürgen W. aus T. für den nützlichen Beitrag:


  17. #9
    Profi-Petrijünger
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    Hallo,

    Die Diskussion geht doch überhaupt nicht um die Frage erneuerbare Energie, ja oder nein.
    Es geht ja noch nicht einmal um die Frage Wasserkraft ja oder nein.

    Es geht vielmehr um die Frage kleine Wasserkraft (< 1Mw) ja oder nein.

    Wenn ich mehrere tausend Anlagen in die Flüsse bauen muss um 0,3 % des Bundesdeutschen Stroms zu produzieren, wird die Frage erlaubt sein, ob Nutzen und Umweltschäden in einem gesunden Verhältnis stehen.

    Jetzt werden laufend neue fischfreundliche Anlagen propagiert. Die haben jede Menge Umweltpreise errungen und sind von der EU mit Millionen gefördert. Jetzt läuft solch eine Anlage.

    Im Betrieb zeigt sich.
    -Unterhalb der Anlage lagert sich Kies ab und es muss deshalb laufend gebaggert werden.
    -Die Mortalität ist deutlich über der Vorhersage.
    -Der Abstieg ist ungeeignet
    -Salmoniden steigen nur vereinzelt ein.

    Aber jetzt steht das halt.

    In den Niederlanden stehen Wasserkraftanlagen vor dem wirtschaftlichen aus, weil deutscher, subventionierter Ökostrom die Preise an der Strombörse in den Keller zwingt.

    Kleinkraftanlagen haben vorangig die Aufgabe den Lebensabend des Investors finanziell abzusichern.

  18. Der folgende Petrijünger sagt danke an Winde für diesen nützlichen Beitrag:


  19. #10
    gesperrt Avatar von Fuerstenwalder
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    Zitat Zitat von Winde Beitrag anzeigen
    Es geht vielmehr um die Frage kleine Wasserkraft (< 1Mw) ja oder nein.
    Auch darum geht es hier nicht. Es geht darum, dass sich in Staubecken, egal welcher Größe, Sedimente ablagern, die zu einem geringem Teil zum Treibeffekt beitragen.
    In den Niederlanden stehen Wasserkraftanlagen vor dem wirtschaftlichen aus, weil deutscher, subventionierter Ökostrom die Preise an der Strombörse in den Keller zwingt.
    Nicht schön für die Niederländer, hat aber nix mit dem Thema zu tun. Weil hier hier nicht ökologische Gründe, sondern fehlerhafte Wirtschaftspolitik das Problem ist.
    Kleinkraftanlagen haben vorangig die Aufgabe den Lebensabend des Investors finanziell abzusichern.
    Kleinkraftanlagen gehören oftmals den Gemeinden bzw. den Stadtwerken, die wiederum den Gemeinden gehören. Sofern die Gemeinde nicht irgendwann mal äußerst kurzsichtig war und ihre Stadtwerke verkauft hat.. Wie sieht der Lebensabend einer Gemeinde aus? Oder anders gefragt, woher hast du deine Theorie?
    Einen Text nicht verstanden? Klick :-)

    R.I.P. Guido

  20. #11
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    Habe jetzt mal Alle Antworten von euch durchgelesen und das fand ich echt interessant. Danke auch für die weitere Informationen.

  21. #12
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    Keine Technik ohne Kehrseite

    Hi, war mir neu, dass Stauseen auch die Umwelt belasten abgesehen von der zerstörten Umwelt, die beim Aufstauen untergeht.


    Vermutlich hat jede Technik ihre Kehrseite.

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