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  1. #1
    Neuer Petrijünger
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    Teich mit Rotaugen überbevölkert- Hechte einsetzen?

    Hallo liebe Angler,

    seit mehreren Jahrzehnten befinden sich zwei Teiche in einer Kiesgrube in dem Besitz meiner Familie. Wir haben uns nie sonderlich große Gedanken um Sachen wie Fischbesatz oder ähnliches gemacht.
    Der Teich dient gleichermaßen zum Abkühlen an heißen Sommertagen, als auch zum hobbymäßigen Angeln.
    Mein Vater und ich haben beide mal in unserer Jugend einen Fischereischein gemacht, hängen geblieben ist davon allerdings nicht sehr viel.

    Was mich allerdings schon immer gestört hat, war die Tatsache, dass die Teiche mit Rotaugen überbesiedelt zu sein scheinen.
    Um das Ganze mal zu veranschaulichen:
    Wenn ich mit ein wenig Brotteig angle, dauert es (keine Übertreibung) höchstens 10 Sekunden bis ich einen Biss habe. Allerdings fängt man kaum etwas anderes als kleine Rotaugen von wenigen Zentimetern.

    Es handelt sich um zwei Teiche mit jeweils etwa 2500m² bei einer Wassertiefe von 3,5-4 Metern.

    Eingesetzt haben wir dort nie etwas seit der Teich in unserem Besitz ist. Neben Rotaugen sind eine Menge Spiegelkarpfen von ganz klein bis ganz groß, Giebel und Gründlinge im Teich.
    Vor Jahren haben wir auch regelmäßig Zander gefangen. Ob immernoch welche drin sind, kann ich nicht sagen. Gefangen haben wir ewig keinen mehr, angelten aber auch allenfalls im Schnitt 1-2x im Monat.
    Auch Aale haben wir eine Zeit lang oft gefangen, aber hier gilt gleiches wie für die Zander.

    Da ich den Teich nun wieder öfters zum Angeln nutzen möchte, würde ich ganz gerne eine gewisse Fischvielfalt in den Teich hineinbekommen und vor allem diese grauenvoll hohe Anzahl an Rotaugen ganz gerne ein wenig reduzieren.

    Daher meine Fragen:
    -Eignen sich Hechte für ein solches Gewässer? Hätte die Möglichkeit, Hechte von 30-40cm zu bekommen, die ich in meinem Teich einsetzen könnte. Falls ja: Wie viele sollte ich pro Teich nehmen?

    -Was für Fischarten sind noch geeignet für ein solches Gewässer, um ein bisschen mehr Vielfalt hineinzubekommen?

    -Habt ihr sonst noch Tipps zur "Pflege" von Fischbestand und des Teiches für einen absoluten Laien?

    Danke vielmals im Voraus!

  2. #2
    Petrijünger
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    Moin Moin. Wenn du die Möglichkeit hast, unterhalte dich doch mal mit einem Fischwirt über diese Sotuation. Ansonsten würde ich mal den Ph Wert des Wassers testen und Fische einsetzen, die es früher auch schon gegeben hat. Eventuell auch ein Paar Barsche, die halten die Brut in Schacht. Eine allgemeine Bestandskontrolle im Vorfeld würde dir Verraten, was überhaupt noch drin ist.

  3. Der folgende Petrijünger sagt danke an Stimpy für diesen nützlichen Beitrag:


  4. #3
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    Hallo,

    der Fisch muss zum Gewässer passen.

    Es macht keinen Sinn hier über Besatz zu diskutieren ohne zu wissen, ob das Gewässer für die Art geeignet ist.

    Um Hecht zu setzen muss das Gewässer gewisse Bedingungen erfüllen.
    Es muss
    -klar sein, Hechte sind Augenjäger
    -Pflanzenreich sein, wegen der Deckung, Hechte sind Lauerjäger
    -flache Uferbereiche haben als Standplatz für Junghechte
    -insgesamt viele Deckungsmöglichkeiten haben.
    Nach der Zahl der Verstecke/Reviere richtet sich der maximal mögliche Bestand.

    Auf gar keinen Fall Hechte von 30-40 cm besetzen!

    Hechte verhindern eine Überpopulation indem sie sich gegenseitig fressen.
    Dadurch gibt es in der Regel nie mehr Hechte als Standplätze. Wer kein Revier hat und in das Nachbarrevier gerät ist tot.

    Hechte von einheitlich 40 cm können sich aber nicht gegenseitig fressen. Dann wächst eine starke Generation heran, die später alle aufkommende Junghechte eleminiert. In der Folge gerät der gesammte Altersaufbau der Hechtpopulatioon aus den Fugen.

    Hechtbesatz immer mit Brut im Mai. Hundert Brütlinge reichen schon, wenn der See geeignet ist und Deckung bietet. Die Brut muss aber einzeln ausgesetzt werden. Nur in dieser Größe reguliert sich der Bestand über Kannibalismus selbst.

    Bevor wir über andere Arten diskutieren, bitte einmal das Gewässer kurz beschreiben.

    Winde

  5. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei Winde für den nützlichen Beitrag:


  6. #4
    Neuer Petrijünger
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    Erst einmal vielen Dank für die schnelle, ausführliche und vor allem ausgesprochen hilf- und lehrreiche Antwort.

    Zu den gestellten Fragen:

    Wirklich klar ist das Wasser nicht, da es sich wie gesagt um einen Teich in einer ehemaligen Kiesgrube handelt, ein stehendes Gewässer ohne Frischwasser-/Bachzulauf.
    Andererseits wurden an anderen Teichen in der Kiesgrube schon desöftern Hechte gefangen, obwohl diese Teiche ja die gleiche/eine ähnliche Trübung aufweisen.

    Bezüglich Pflanzenreichtum und Deckungsmöglichkeit:

    Der eine Teich ist sehr stark mit Schilf bewachsen, der andere nur an einer Teichseite. Beide Teiche verfügen darüber hinaus über eine kleine Fläche (ca. 30m²) mit Seerosen.
    Ansonsten wüsste ich an Unterwasserpflanzen nicht viel. Algen sind keine vorhanden und auch sonst wüsste ich nichts weiteres an Unterwasserpflanzen.
    Ansonsten sind beide Teiche nahezu vollständig von Bäumen umgeben, die teilweise auch in das Wasser hineinragen und somit vielleicht noch in gewisser Weise Deckungsmöglichkeiten bieten könnten?!

    Flache Uferbereiche sind an beiden Teichen an allen Seiten vorhanden.

    Zur weiteren Beschreibung des Gewässers bezüglich anderer Fischarten:

    Ehrlich gesagt, weiß ich gerade gar nicht, was ich bis auf die kurze Beschreibung im ersten Post und die Beantwortung der Fragen in diesem Post noch großartig zum Gewässer beschreiben sollte.

    Wie gesagt, habe mich nie wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt und betrete da gerade absolutes Neuland.
    Sollten also noch Punkte von mir außer Acht gelassen sein, werde ich die selbstverständlich gerne noch beantworten.

    Nochmals vielen Dank für die tolle Hilfe hier!

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