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  1. #1
    Träger Ehrennadel Gold Avatar von Vielfischangler
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    Hochwasser vs. Fischbestände

    Eine Frage die mich immer wieder beschäftigt, wenn ich Bilder aus Hochwassergebieten sehe ist:

    "Wie wirkt sich das Hochwasser auf den Fischbestand aus?"

    An der Oder z.B. ist das im Grunde nicht zu spüren. Natürlich verbleiben in Restlöchern und Totarmen immer wieder Fische. Aber im Hauptstrom ist nicht zu merken, das der Fischbestand sich verändert hat.

    Ich habe aber, um auf die eingangs gestellte Frage zurück zu kommen, auch keine großen Flüsse vor Augen, sondern kleine Bäche und Flussläufe. Die Bilder, welche aktuell in den Medien sind, zeigen überflutete Orte , Straßen, Felder etc..

    Wo bleiben die Fische eines Baches, der im Normalfall 5-10m breit ist? Orientieren sie sich noch am alten Flussbett?

    Wie sind eure Erfahrungen nach einem Hochwasser?

    Gruß VFA
    Geändert von Vielfischangler (03.06.2013 um 10:04 Uhr)
    http://www.fisch-hitparade.de/signaturepics/sigpic43177_1.gif

  2. Der folgende Petrijünger sagt danke an Vielfischangler für diesen nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Allround-Angler Avatar von Flossenjäger
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    Hallo VfA!

    Ich war gestern wieder einmal unterwegs auf der A9, A99...von Berlin nach Oberösterreich unterwegs, wie bei einer Fahrt unter Wasser. Von Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Salzburg bis Oberösterreich gab es Katastrophenalarme. Feuerwehren, THW, BW im Einsatz. Totalsperrung der A8 München-Salzburg bei Bernau am Chiemsee wegen Überflutung! Höchster Pegelstand der Donau bei Passau von 12m, höher als die Rekordflut seit dem Jahre 1954! Staus ohne Ende....Gesperrte Bundesstraßen wegen Überspülung der Fahrbahnen.

    Bei meiner Fahrt hab ich mir ebenfalls Gedanken über die Auswirkungen des Hochwassers auf die Fischbestände gemacht. Mir ist bekannt, dass durch Ausspülungen auf Wiesen, Nebenarme oder kleinere Gräben und Abläufe ein gewisser Bestand abhanden kommt. Gut beobachten kann man das vergleichsweise an Gebirgsbächen, die bei Normalpegel z.B. Forellen am Standort halten, nach Sturzfluten plötzlich verschwunden sind. Andersherum werden auch welche in Gumpen ohne Fischbestand hineingetragen. Teilweise nutzen die Fische solche Veränderungen auch selbst zum Abwandern und finden sich zum großen Teil in den Flußunterläufen oder Einmündungen von Seen wieder.

    An den Elbwiesen, wie auch an der Oder wird ein Teil an Fischbeständen nach der Überflutung vom Hauptstrom abgeschnitten und hält sich dann bis zur nächsten Überflutung in den sich dort gebildeten Wasserlachen und Nebenarmen auf. Die Fische werden aber auch zumeist durch tierische Räuber oder dem Menschen herausgefangen oder verenden gar, wenn diese Wasserflächen irgendwann wieder austrocknen oder verlanden.

    Gruß!
    Geändert von Flossenjäger (03.06.2013 um 13:04 Uhr)
    Du kannst den Hahn zwar einsperren, die Sonne geht dennoch auf.

    Sapere ande
    Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
    (Immanuel Kant)


  4. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei Flossenjäger für den nützlichen Beitrag:


  5. #3
    Träger Ehrennadel Gold Avatar von Vielfischangler
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    Zitat Zitat von Flossenjäger Beitrag anzeigen
    Die Fische werden aber auch zumeist durch tierische Räuber oder dem Menschen herausgefangen oder verenden gar, wenn diese Wasserflächen irgendwann wieder austrocknen oder verlanden.

    Gruß!
    Genau das konnte ich auch schon beoachten. Aber wie sieht es z.B. in der Ilm, der Weißeritz oder all den anderen Gebirgsbächen, z.B. im bayrischen, aus? Finden die z.B. Forellen alle wieder ins Bach-/ Flussbett zurück? Wie hoch sind die Verluste?

    Könnte mir vorstellen, dass anständig nachbesetzt wird, um den Bestand zu stützen.

    Gruß VFA
    http://www.fisch-hitparade.de/signaturepics/sigpic43177_1.gif

  6. #4
    Petrijünger Avatar von denis_fisch
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    Hallo. ich wohne in thüringen im landkreis greiz. dort in greiz wurden schon viele leute evakuiert. die ganze innenstadt ist überflutet. die weiße elster hat schon die brücke überschwemmt. und in berga sieht man von den fußballtoren auf dem sportplatz nur noch 20 cm rausgucken. ich schätze mal das die fische sich an den hauptlauf im fluss orientieren werden und sich dort "ruhigere stellen" suchen werden. LG Denis

  7. #5
    The Voice of Austria Avatar von oberesalzach
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    Wie ihr ja sicher gehört habt waren wir in Salzburg auch sehr vom Hochwasser betroffen. hier ein kleiner Bildbericht: http://www.youtube.com/watch?feature...&v=IedvmzyecIQ

  8. Der folgende Petrijünger sagt danke an oberesalzach für diesen nützlichen Beitrag:


  9. #6
    Petrijünger Avatar von denis_fisch
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    ach du sau... so sieht auch die weiße elster aus. und in der straße daneben steht mein lieblingsangelladen :'( manno. hoffentlich überlebt er es^^

  10. #7
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Enzio
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    na ganz soooo schlimm wie in Salzburg sieht es bei uns zum Glück nicht aus ... aber die Höchststände sind bei uns ja leider noch nicht durch ...

    http://www.fisch-hitparade.de/angeln.php?t=79409

    aber irgendwann muss es ja mal zum Regnen aufhören ...

    Gelegenheitsangler ... bei jeder sich bietenden Gelegenheit

  11. #8
    Allround-Angler Avatar von Flossenjäger
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    Servus und Hallo!

    Wie mir heute erzählt wurde, sind hier in der Region auf Grund der Überschreitung des Normal-Pegels eines Flusses einige Fischzuchtanlagen überflutet worden. Die darin befindlichen Saiblinge konnten somit die Flucht ergreifen und haben sich an der Verbindung zu einem zweiten Flußlauf eingefunden. Vermutlich werden sie in den angrenzenden See abwandern, so wie dies bereits schon vor einigen Jahren der Fall war. Gut zu erkennen sind sie an ihrer einheitlichen Größe und dass sie sich zumeist in Gruppen aufhalten.

    Ich kann mir denken, dass dies in einigen Teichanlagen in den vom Hochwasser betroffenen Regionen so abgelaufen ist.

    Vielleicht kennt da noch jemand ein Beispiel?

    Sehr nachteilig wirkt sich das Hochwasser auf die Wasserqualität der Bäche, Flüsse und Seen aus, da auch beispielsweise Heizungsöl aus den überspülten Anlagen und Fäkalien aus der Kanalisation freigesetzt werden, womit das ökologische Gleichgewicht nach der Flut sicherlich noch länger stark beeinträchtigt ist.

    Bei der Gelegenheit und Dank all denjenigen, die sich derzeit mit großer Aufopferung an der Eindämmung und Bekämpfung des Hochwassers beteiligen!

    Gruß!
    Du kannst den Hahn zwar einsperren, die Sonne geht dennoch auf.

    Sapere ande
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  13. #9
    Ballistic Separator Avatar von Dr. Fu Man Shu
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    Hallo,

    der Rhein hat zwar momentan nur ein normales Hochwasser aber wenn ich hier an den überschwemmten Wiesen entlang laufe kann ich ziemlich viele Jungfische direkt am Ufer beobachten. Ca. 10 - 20 m weiter auf den Wiesen kann man Abends auch größere Fische springen und rauben sehen. Ich glaube für die Jungfische kann sowas durchaus von Vorteil sein, da Sie erstens neue Nahrungsquellen erschließen können und sich zweitens auf überfluteten Flächen bessere Versteckmöglichkeiten finden als im Hauptstrom. Blöd ist natürlich wenn Sie dann nicht mehr zurückkehren können. Aber ich denke mal die werden zumindest hier am Rhein alle wieder in den Hauptstrom zurückkehren sobald das Hochwasser zurück geht.
    "Tu was du musst, sieg oder stirb und lass Gott die Entscheidung."

  14. #10
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    An der Weser sieht's genauso aus

  15. #11
    Wobbler-Sammler Avatar von aspiusaspius
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    Zitat Zitat von Vielfischangler Beitrag anzeigen
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    Gruß VFA

    Hallo Vielfischangler, ich war heute an der Abens ( Kleines Flüßchen in Niederbayern ) um mal nach zu sehen was das Hochwasser, das diesmal wirklich heftig war, angerichtet hat. Das Wasser ist ins Bett zurück gekehrt. Ich bin mehr als zwei Kilometer entlang gegangen und konnte keine Forellen entdecken, die auf den Wiesen zurück geblieben sind. Auch keine Vogelaktivitäten die darauf hin deuten könnten. Aber dafür konnte ich , im noch angetrübten Wasser, vier Forellen auf Streamer fangen. Die Fische kommen mit solchen Extremsituationen besser zurecht als viele glauben.
    Vorgestern wurde im bay. Fernsehen ein Beitrag gesendet mit dem Titel Tiere im Hochwasser, da geht es unter anderem auch um Fische . Es lohnt sich mal rein zu klicken.

    http://www.br.de/fernsehen/bayerisch...mmung-100.html

    Gruß

  16. Folgende 10 Petrijünger bedanken sich bei aspiusaspius für den nützlichen Beitrag:


  17. #12
    Allround-Angler Avatar von Flossenjäger
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    Kleine Episode von gestern:

    Mein Arbeitskollege fährt nach Feierabend an einer tief gelegenen Wiese an der Traun entlang und konnte dort augenscheinlich vier BaFo´s um die 40cm entdecken, denen der Weg zurück in den Fluss versperrt war. Er kam dann bewaffnet mit seiner Spinnrute und einem Mepps-Spinner zurück und konnte zwei davon in kürzester Zeit fangen. Beide hatten abgestumpfte Flossen und müssen demnach aus einer Zuchtanlage stammen.

    Ich selbst hatte in meiner Lehrzeit an der Havel in Potsdam bei Hochwasser auf einem überfluteten Kinderspielplatz mit einem Angelkollegen gefischt. An einem Klettergerüst hatten wir einige stattliche Brassen und kleinere Plötzen mit der Stipprute gefangen, bei ca. 30-50cm Wassertiefe! Eine Woche später tobten an der gleichen Stelle wieder Kinder herum. Dieser Angelausflug war einer meiner kuriosesten überhaupt.
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  18. Der folgende Petrijünger sagt danke an Flossenjäger für diesen nützlichen Beitrag:

    HTK

  19. #13
    Profi-Petrijünger Avatar von Pokergott
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    Ihr wollt doch wissen wo sich die Fische bei Hochwasser rum treiben...

    http://www.bild.de/regional/leipzig/...0606.bild.html

    Ich frag mich wer da dümmer geschaut hat

  20. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Pokergott für den nützlichen Beitrag:


  21. #14
    Träger Ehrennadel Gold Avatar von Vielfischangler
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    Respekt!

    Die Mühe muss man sich erst einmal machen!

    http://www.mz-web.de/bitterfeld/nach...,23301834.html

    VFA
    http://www.fisch-hitparade.de/signaturepics/sigpic43177_1.gif

  22. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Vielfischangler für den nützlichen Beitrag:


  23. #15
    in dubio pro lucio Avatar von ...andreas.b...
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    Zitat Zitat von Vielfischangler Beitrag anzeigen
    Die Mühe muss man sich erst einmal machen!
    Das ist richtig! Die Mühe muss man sich erst einmal machen. Hoffentlich haben sie die Kois gleich aussortiert, denn die werden von den vorhandenen Prädatoren so gut wie nicht gefressen!

    Gestolpert bin ich aber über die letzten beiden Sätze:
    Auch Fischer Tom Bernau, der den Fang der retardierten Moräne eingestellt hat, wird sich freuen. Durch den Nährstoffschub wird es nun mehr Plankton, Wasserflöhe etc. geben, so dass die Moräne wieder was zu fressen hat und wachsen kann.
    Was möchte die Autorin des Artikels uns damit mitteilen?
    Der Fischer Tom Bernau hat den Fang der "retardierten Moräne" eingestellt! Okay! Was ist das? Eine neue unbekannte Fischart? Retardiert, aus dem lateinischen retardare - verzögern, bezeichnet einen zeitlich verzögerten Ablauf. Eine Moräne ist eine Sedimentablagerung durch Gletschereis, bei uns meist als Endmoräne der letzten Eiszeit bekannt. Was bitte will dieser Fischer fangen? Oder woher hat diese Frau diese Sätze kopiert?
    Viele Grüße aus'm Osten
    Andreas

    Deutscher Hechtangler-Club e.V.
    Catch & Decide

    >> Alle Angler sind Gastangler, fast überall! <<

    "My worst nightmare is, when I am dead, that my wife sell my Fishingstuff for what I said I paid"

  24. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei ...andreas.b... für den nützlichen Beitrag:


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