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  1. #1
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    "...auch wenn er verenden sollte"

    "......sowie jeder Fisch, der unter den nachfolgenden Mindestmaßen liegt, muss sofort (ohne zu hältern) ins Wasser zurückgesetzt werden, auch wenn er verenden sollte."

    Dies ist ein Auszug aus der Gewässerordnung eines niedersächsischen Angelvereins.

    Mein doch recht gesunder Verstand sagt mir, dass diese Regelung absoluter Schwachsinn ist und nicht in Einklang zu bringen ist mit dem Tierschutzgesetz. Jeder Jäger ist angehalten/verpflichtet, angeschossenes Wild aufzustöbern um ihm den Fangschuss zu geben. Wir Angler jedoch sollen nicht mehr lebensfähige Fische ins Wasser zurücksetzen, um sie ihrem quälenden Schicksal zu überlassen.

    In der niedersächsischen Fischereiverordnung konnte ich keinen entsprechenden Passus finden. Sollte es diesen auch nicht geben, ist es einem Vrein überhaupt gestattet, solch hanebüchene Verordnungen zu erlassen?

    Was sagt das Tierschutzgesetz darüber?

    Über Antworten würd ich mich sehr freuen.

    Thomas.....der immer noch mit dem Kopf schüttelt.

    PS: Der Name des Vereins tut jetzt mal noch nichts zur Sache

  2. Folgende 14 Petrijünger bedanken sich bei schweyer für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Wuppi
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    Mit Waaidgerecht hat das ja wohl nichts mehr zu tun !

    Sollte ein Fisch schwer verletzt sein, sollte man Ihn auch erlösen können
    Gruß

    Wuppi

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  5. #3
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    Um es knapp zu machen:

    Ich weiß nicht, wie das Recht (Tierschutzgesetz) richtig ausgelegt wird.
    Meines Erachtens ist jedoch, das Zurücksetzen von stark verletzten Tieren fahrlässige Tötung und in diesem Sinne würde dann das hier gelten:


    Tierschutzgesetz
    Dritter Abschnitt
    Töten von Tieren

    Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
    § 4

    (1) Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat.

    Meines Erachtens leidet ein verletzt zurück gesetzter Fisch an Schmerzen und sind diese Verletzungen lebensbedrohlich (was der kundige Angler erkennen sollte), dann sollte man das Tier sofort töten.

    Demzufolge ist die Satzung dieses Vereins ein ganz klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Denn es liegt ja keine natürliche Verletzung mit Todesfolge vor, sondern eine künstliche Verletzung durch den Angler, woran der Fisch sterben kann....so long...

    Petri und Grüße!
    Chris

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  7. #4
    Profi-Petrijünger Avatar von buntschuh
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    tja, ich weiß nicht, aber solche hanebüchenen passagen findste ja alle naselang. in bayern galt bis 1998 noch die todesstrafe http://de.wikipedia.org/wiki/Verfass...C3.84nderungen; einzig ausgesetzt, weil das bundesrecht das landesrecht brach.

    ich denke mal, hier ist es ähnlich. ich bin kein jurist, aber das tierschutzgesetz ist bundesangelegenheit und entsprechend eindeutig: http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__4b.html

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  9. #5
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    Eigentlich sagt da der §1 auch schon alles:

    § 1

    Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen

    Und das ein schwer verletztes Tier zusätzliche Schmerzen hat, wenn man es wieder freilässt, steht wohl außer Frage.

  10. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Chris88 für den nützlichen Beitrag:


  11. #6
    Petrijünger Avatar von norfsen
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    Hallo Schweyer,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Vielleicht erinnerst du dich noch an meine Thread bzgl. der Regelung "Lebendiger Köderfisch"? Hier ging es um eine Art Freifahrtschein für Mitglieder eines Angelvereins (ebenfalls Niedersachsen).

    In dem selben Angelverein gibt es noch folgende Bestimmungen:

    Dort steht unter den "Allgemeinen Bestimmungen":

    10.
    Untermaßige oder zu schonende Fische sind vorsichtig vom Haken zu lösen und sofort zurückzusetzen; sie dürfen nicht mitgenommen werden, selbst dann nicht, wenn sie bluten und mit dem Eingehen gerechnet werden muss (Fischereigesetz).

    Geht es ebenfalls um den Verein?

    gruß norfsen

  12. Der folgende Petrijünger sagt danke an norfsen für diesen nützlichen Beitrag:


  13. #7
    Flußangler Avatar von Mr. Friedfisch
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    Das ist schon krass! Könnte mir vorstellen das der Verein damit gegen Petrijünger vorgehen will, die jeden Fisch egal ob Untermaßig oder Schonzeit bedingt Gesperrt, mit der begründung:" Der hatte tief geschluckt" ans Messer liefern.

  14. Der folgende Petrijünger sagt danke an Mr. Friedfisch für diesen nützlichen Beitrag:


  15. #8
    Super-Profi-Petrijünger
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    Zitat Zitat von norfsen Beitrag anzeigen
    Hallo Schweyer,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Vielleicht erinnerst du dich noch an meine Thread bzgl. der Regelung "Lebendiger Köderfisch"? Hier ging es um eine Art Freifahrtschein für Mitglieder eines Angelvereins (ebenfalls Niedersachsen).

    In dem selben Angelverein gibt es noch folgende Bestimmungen:

    Dort steht unter den "Allgemeinen Bestimmungen":

    10.
    Untermaßige oder zu schonende Fische sind vorsichtig vom Haken zu lösen und sofort zurückzusetzen; sie dürfen nicht mitgenommen werden, selbst dann nicht, wenn sie bluten und mit dem Eingehen gerechnet werden muss (Fischereigesetz).

    Geht es ebenfalls um den Verein?

    gruß norfsen

    Da würde mich wiederum interessieren, warum dahinter "Fischereigesetz" steht? Soll das heißen, diese Handlungen sind rechtlich belegt?

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  17. #9
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    Zitat Zitat von Mr. Friedfisch Beitrag anzeigen
    Das ist schon krass! Könnte mir vorstellen das der Verein damit gegen Petrijünger vorgehen will, die jeden Fisch egal ob Untermaßig oder Schonzeit bedingt Gesperrt, mit der begründung:" Der hatte tief geschluckt" ans Messer liefern.
    So siehts aus. Wenn man dem Tier die Qualen ersparen will, fachgerecht erlösen und danach zurück ins Wasser. Findet sich bestimmt ein Abnehmer.
    Geändert von wrdaniel (27.06.2012 um 20:07 Uhr) Grund: RS

  18. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei wrdaniel für den nützlichen Beitrag:


  19. #10
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    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es sich dabei um einen recht großen Verein handelt und ich gehe davon aus, dass die Gewässerordnung nicht abends zwischen dem fünften und sechsten Bier aufs Papier gekritzelt wurde.

    Dies macht die Sache für mich noch bedenklicher und trauriger.

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  21. #11
    In ewiger Erinnerung Avatar von Alter Däne
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    Habe gerade mal die Landesfischereiordnung NDS durchgesehen - das ist ja NIX, und schon gar keine Fischereiordnung.
    Zum eigentlichen Thema:
    Ich halte die in der Gewässerordnung vorgeschriebene "Handhabung" mehr als fragwürdig, da sie im krassen Widerspruch zum Tierschutzgesetz steht.
    Eine Gewässerordnung kann das Tierschutzgesetz niemals aushebeln ! Sie kann nur eine Orientierung sein.

    Ich würde in dem Fall den Fisch von seinen Qualen erlösen (waidgerecht) und ihn dann in das Gewässer zurücksetzen (im Stück oder auch zerkleinert) - da gibt es bestimmt genug Räuber, die auf so etwas warten.

    Und wenn mich deshalb jemand anp....n will, lasse ich es auf den Richterspruch ankommen.

    So ein "Ding" gehört verboten !

    Auf jeden Fall würde ich diese Gewässerordnung mal der OFB vorlegen - mal sehen, was die Leute dazu sagen.

    Gruß

    Detlef

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  23. #12
    Flyfisher Avatar von Eberhard Schulte
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    Guten Abend!
    Schon immer war ich der Auffassung, daß man einen untermaßigen oder durch Schonzeit geschützten Fisch, der an den Haken ging u. dabei so verletzt wurde, daß er blutete (z. B. im Kiemenbereich) unverzüglich waidgerecht töten und ihn dann kleingeschnitten dem Wasser wieder zu führen sollte. Aale, Krebse u. sonstige Lebewesen sorgen dann schon für die Verwertung. Den Fisch lebend verletzt zurückzusetzen, halte ich für einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, welches Bundesrecht ist. Eine solche Gewässer-"Ordnung" sollte einmal von der Staatsanwaltschaft begutachtet werden. Ich glaube, dann könnte dieser Verein etwas erleben, was ihm nicht gefallen würde. Unmöglich, so etwas !!!
    Gruß
    Eberhard

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  25. #13
    Profi-Petrijünger Avatar von Quappenonkel
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    In NDS hat jeder 4 te Verein solche Sätze inne,da hat der Staatsanwalt aber verdammt viel zutun,und auch in anderen Bl's gibt es diesen Satz öfter.

    VDSF erfindung......

    Das Bayrische Abknüppelgesetz verstößt auch gegen das TSG,und was ist bis Dato passiert???

    Jenau nüscht.


    mfg

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  27. #14
    Kaulbarschangler Avatar von Andreas_s
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    Warum ist das so schlimm, wer dagegen handelt und von einem FA überprüft
    wird muss sich halt erklären. Nicht jeder schätzt den Zustand des verletzten
    Fisches richtig ein, etwas Blut bedeutet noch lange nicht den Tod des Fisches.
    Nebenbei wird bei unserer Art der Jagd das Tier immer leicht oder schwer
    verletzt, ob gelandet oder nicht, das Nachsuchen erledigen die anderen
    Wasserbewohner/"Raubtiere".

  28. #15
    Angel Punk Avatar von farmer1980
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    Zitat Zitat von Eberhard Schulte Beitrag anzeigen
    Guten Abend!
    Schon immer war ich der Auffassung, daß man einen untermaßigen oder durch Schonzeit geschützten Fisch, der an den Haken ging u. dabei so verletzt wurde, daß er blutete (z. B. im Kiemenbereich) unverzüglich waidgerecht töten und ihn dann kleingeschnitten dem Wasser wieder zu führen sollte. Aale, Krebse u. sonstige Lebewesen sorgen dann schon für die Verwertung. Den Fisch lebend verletzt zurückzusetzen, halte ich für einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, welches Bundesrecht ist. Eine solche Gewässer-"Ordnung" sollte einmal von der Staatsanwaltschaft begutachtet werden. Ich glaube, dann könnte dieser Verein etwas erleben, was ihm nicht gefallen würde. Unmöglich, so etwas !!!
    Gruß
    Eberhard
    Der Meinung bin ich aber auch, denke nämlich auch wenn die "Vereinsregeln" einer vom Tierschutz oder ein normal denkenter Gesetzes Vertreter in die Finger bekommt den stellen sich doch die nacken haare auf man kann doch kein verletztes geschweigenden ein schwer verletztes Tier wieder ins wasser zurücksetzen.

    Sorry für meine ansicht aber glaube den jungs und mädels die sich sowas einfallen lassen sollte man woll mal nen finger abschneiden und dann wieder auf arbeit jagen damit sie wissen was das das soll.

    einfach nur unverständlich für mich und sowas macht mich echt sauer!

    Mfg Farmer

  29. Der folgende Petrijünger sagt danke an farmer1980 für diesen nützlichen Beitrag:


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