Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 21
  1. #1
    Kaulbarschangler Avatar von Andreas_s
    Registriert seit
    07.08.2005
    Ort
    17
    Beiträge
    893
    Abgegebene Danke
    1.634
    Erhielt 503 Danke für 269 Beiträge

    Question Staudenknöterich

    Hallo an euch,
    habt ihr evtl. eigene Erfahrungen mit Staudenknöterichgewächsen an euren Gewässern, ist die Art wirklich so dominant, wenn sie denn da ist?
    Danke voraus!
    Gruß Andreas

  2. #2
    Ballistic Separator Avatar von Dr. Fu Man Shu
    Registriert seit
    22.07.2011
    Ort
    40545
    Beiträge
    317
    Abgegebene Danke
    171
    Erhielt 400 Danke für 196 Beiträge
    Hallo,

    also ich kenne ihn von der Spree und der Schwarzen Elster. Kommt hier schon vor solange ich denken kann (und auch schon davor). Wirklich dominant ist die Art nicht. Es gibt zwar hier und da mal ein paar Meter Ufer die zugewachsen sind, jedoch kann sich der Staudenknöterich nur durchsetzen wenn die Konkurrenz ihrerseits nur aus Gräsern oder Kräutern besteht. Sobald Gehölze (Erle, Weide,...) am Gewässer vorkommen oder es etwas schattig ist, hat der Staudenknöterich keine Chance mehr. Ich kann mir vorstellen, dass offene Flächen schnell in Besitz genommen werden. Er lässt sich aber meiner Meinung nach gut kontrollieren, da man ihn nicht übersehen kann und er auch keine nennenswerte Selbstaussaat hat (wie wir es ja von anderen invasiven Pflanzen kennen).
    "Tu was du musst, sieg oder stirb und lass Gott die Entscheidung."

  3. Der folgende Petrijünger sagt danke an Dr. Fu Man Shu für diesen nützlichen Beitrag:


  4. #3
    Aalspezi
    Registriert seit
    13.02.2011
    Ort
    49134
    Alter
    36
    Beiträge
    219
    Abgegebene Danke
    117
    Erhielt 74 Danke für 52 Beiträge
    Zitat Zitat von Andreas_s Beitrag anzeigen
    Hallo an euch,
    habt ihr evtl. eigene Erfahrungen mit Staudenknöterichgewächsen an euren Gewässern, ist die Art wirklich so dominant, wenn sie denn da ist?
    Danke voraus!
    Gruß Andreas
    huhu,
    Welche Knöterichart meinst du genau?gibt da viele Pflanzen,die im deutschen Sprachraum als Knöterich bezeichnet werden...

    wenn du den "Fallopia sachalinensis" meinst, das ist ein Teufelszeug...kaum bekämpfbar.....und glaub mir,als Gärtner weiß ich,wovon ich rede...
    Bildet ausläufer ohne Ende,unterdrückt alles andere,Abgeschnitte äste wachsen in windeseile wiederan......
    und die Pflanzen sind resistent gegen die meisten Pflanzenkrankheiten und Schädlinge......
    Das einzige,was hilft,ist FEUER.....oder die ganz harte chemische Keule....das sollte dann aber ein Fachmann machen,gerade in der nähe von Gewässern

  5. Der folgende Petrijünger sagt danke an Aalspezi Osnabrück für diesen nützlichen Beitrag:


  6. #4
    Ballistic Separator Avatar von Dr. Fu Man Shu
    Registriert seit
    22.07.2011
    Ort
    40545
    Beiträge
    317
    Abgegebene Danke
    171
    Erhielt 400 Danke für 196 Beiträge
    Er wird wohl entweder F. sachalinensis oder F.japonica meinen.
    P.s. zur Not gibts ja noch RoundUp per Direktinjektion
    Geändert von Dr. Fu Man Shu (11.01.2012 um 22:09 Uhr)
    "Tu was du musst, sieg oder stirb und lass Gott die Entscheidung."

  7. Der folgende Petrijünger sagt danke an Dr. Fu Man Shu für diesen nützlichen Beitrag:


  8. #5
    Aalspezi
    Registriert seit
    13.02.2011
    Ort
    49134
    Alter
    36
    Beiträge
    219
    Abgegebene Danke
    117
    Erhielt 74 Danke für 52 Beiträge
    Rounup hilft nur,wenn es auf grüne pflanzenteile trifft.....und da das zeug verholzt,hilft es eh nicht soooo gut......selbst mit dem neuen roundup ultra brauchst du 2 spritzgänge....und dann kann es sein,das die wurzeln trotzdem wieder austreiben.....und bei roundup ist das problem,das es wirklich megagiftig im gewässer ist....da reicht ein falscher spritzer....bei uns in der gemeinde haben die das mal geschreddert und in den beeten verteilt.....war wie aussaat....schöne ******e

  9. Der folgende Petrijünger sagt danke an Aalspezi Osnabrück für diesen nützlichen Beitrag:


  10. #6
    catch & grill ;-) Avatar von FREI-Bier
    Registriert seit
    23.07.2010
    Ort
    01157
    Alter
    45
    Beiträge
    93
    Abgegebene Danke
    41
    Erhielt 60 Danke für 30 Beiträge
    Wikipedia zum Staudenknöterich:

    Invasive Pflanze

    Der Sachalin-Staudenknöterich gehört zu den invasiven Pflanzen und bildet in europäischen Auwäldern und Hochstaudenfluren sehr dichte Bestände, die die Verjüngung der Gehölze und krautiger einheimischer Pflanzen unterbinden. Die Bekämpfung gilt als sehr aufwändig. Mehrmaliges Mähen ist nur dann erfolgreich, wenn das Mahdgut entfernt wird, da liegende Stängel sich wieder bewurzeln können.
    Geändert von FREI-Bier (12.01.2012 um 01:11 Uhr)

  11. Der folgende Petrijünger sagt danke an FREI-Bier für diesen nützlichen Beitrag:


  12. #7
    Ballistic Separator Avatar von Dr. Fu Man Shu
    Registriert seit
    22.07.2011
    Ort
    40545
    Beiträge
    317
    Abgegebene Danke
    171
    Erhielt 400 Danke für 196 Beiträge
    @Aalspezi: deshalb hab ich ja auch die Möglichkeit der Direktinjektion genannt
    Ich denke der Staudenknöterich verhält sich je nach Konkurrenzsituation unterschiedlich und setzt sich bei weitem nicht gegen alle einheimischen Pflanzen und an allen Standorten durch. Wenn man natürlich eine offene Fläche am Gewässerufer hat oder man sich bei der Bekämpfung etwas trottelig anstellt (wie in deinem Beispiel dargestellt), dann hat er natürlich leichtes Spiel. Ein weiterer Grund warum an Spree und Elster keine Massenbestände auftreten, vermute ich im exzessiven Vorkommen von Wildschweinen, die gern mal nach den Rhizomen graben. Kenne hier wirklich kein extremes Vorkommen von Staudenknöterich, so wie es in der Literatur beschrieben wird.

    P.s.
    Also fischgiftig ist RoundUp (Glyphosat) ja angeblich nicht, wird ja in den Tropen teilweise gegen Wasserpflanzen eingesetzt:
    http://www.roundup.de/690.php
    Geändert von Dr. Fu Man Shu (12.01.2012 um 00:46 Uhr)
    "Tu was du musst, sieg oder stirb und lass Gott die Entscheidung."

  13. Der folgende Petrijünger sagt danke an Dr. Fu Man Shu für diesen nützlichen Beitrag:


  14. #8
    Aalspezi
    Registriert seit
    13.02.2011
    Ort
    49134
    Alter
    36
    Beiträge
    219
    Abgegebene Danke
    117
    Erhielt 74 Danke für 52 Beiträge
    ja,ultra max,da ist etwas mehr wirkstoff drin.die formulierung soll besser sein.
    also das wirkt suuuper gegen wasserpflanzen....und damit kippt meist das ökosystem...fischgiftig ist es nicht,aber das dann egal....
    der wirkmechanismus funktioniert über phytohormone,glaube kaum,das das injezieren großartig wirkung hat,auser verätzung an der stelle.ich kenne stellen,wo das zeug krass wächst,bei uns gerne an entwässerungsgräben,wo es sonnig ist.....so schlimm wie bärenklau ist es aber nicht

  15. Der folgende Petrijünger sagt danke an Aalspezi Osnabrück für diesen nützlichen Beitrag:


  16. #9
    Ballistic Separator Avatar von Dr. Fu Man Shu
    Registriert seit
    22.07.2011
    Ort
    40545
    Beiträge
    317
    Abgegebene Danke
    171
    Erhielt 400 Danke für 196 Beiträge
    Meines Wissens wirkt es über die Blockade des Produktionsweges für essentielle Aminosäuren. Das mit den Phytohormonen sind dann andere Herbizide (z.B. 2,4-D ).
    Probier es mal aus. Wird ja übers Phloem in der gesamten Pflanze transportiert, wie beim spritzen auch. Vorteil der Injektion ist ja, dass kein Wirkstoff neben den Zielort gelangt. Nachteil, der höhere Arbeitsaufwand.
    Das mit dem Ökosystem ist wohl auf den Reisfeldern und Wasserstraßen in den Tropen ziemlich wurscht.
    "Tu was du musst, sieg oder stirb und lass Gott die Entscheidung."

  17. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Dr. Fu Man Shu für den nützlichen Beitrag:


  18. #10
    Super-Profi-Petrijünger
    Registriert seit
    20.11.2005
    Ort
    03249
    Alter
    51
    Beiträge
    1.666
    Abgegebene Danke
    1.590
    Erhielt 1.831 Danke für 899 Beiträge
    Schon die Möglichkeit,dass dieser Versuch(Anpflanzung) voll nach hinten losgehen könnte,verbietet eben solches.
    Da hilft es auch nicht zu wissen...das ,,RoundUp''etc.der Pflanze den Rest geben.Und auch nicht,auf welche Weise dies dann geschieht.

    Gruß Jörg
    über Gewässermeldungen mit tatsächlichen Bestand an Karauschen,speziell Elbe/Elster-Kreis, wäre ich euch sehr dankbar.

  19. Der folgende Petrijünger sagt danke an Koalabaer für diesen nützlichen Beitrag:


  20. #11
    Ballistic Separator Avatar von Dr. Fu Man Shu
    Registriert seit
    22.07.2011
    Ort
    40545
    Beiträge
    317
    Abgegebene Danke
    171
    Erhielt 400 Danke für 196 Beiträge
    Jörg, es geht ja um die Bestände die schon vorhanden sind! In diesem Fall kann es schon hilfreich sein, zu wissen wie man die Pflanze bekämpfen kann.
    Übrigens hab ich letztens gelesen, dass Staudenknöterich jetzt auch als Energiepflanze/ nachwachsender Rohstoff angepflanzt wird/ werden soll. Es gibt auch schon Versuchsfelder. Soll auch nen ziemlich hohen Brennwert haben und sich auch gut fermentieren lassen. Die Produktivität ist ja einschlägig bekannt.
    Das kann ja dann heiter werden.
    "Tu was du musst, sieg oder stirb und lass Gott die Entscheidung."

  21. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Dr. Fu Man Shu für den nützlichen Beitrag:


  22. #12
    Kaulbarschangler Avatar von Andreas_s
    Registriert seit
    07.08.2005
    Ort
    17
    Beiträge
    893
    Abgegebene Danke
    1.634
    Erhielt 503 Danke für 269 Beiträge
    Danke für eure schnellen Antworten!

  23. #13
    Aalspezi
    Registriert seit
    13.02.2011
    Ort
    49134
    Alter
    36
    Beiträge
    219
    Abgegebene Danke
    117
    Erhielt 74 Danke für 52 Beiträge
    Zitat Zitat von Dr. Fu Man Shu Beitrag anzeigen
    Meines Wissens wirkt es über die Blockade des Produktionsweges für essentielle Aminosäuren. Das mit den Phytohormonen sind dann andere Herbizide (z.B. 2,4-D ).
    Probier es mal aus. Wird ja übers Phloem in der gesamten Pflanze transportiert, wie beim spritzen auch. Vorteil der Injektion ist ja, dass kein Wirkstoff neben den Zielort gelangt. Nachteil, der höhere Arbeitsaufwand.
    Das mit dem Ökosystem ist wohl auf den Reisfeldern und Wasserstraßen in den Tropen ziemlich wurscht.
    Hehe,hab gerade im Gewächshaus probeweise nen alten Oleander mit der Spritze bearbeitet........bin ich mal gespannt......hab mal in meinen Unterlagen nachgeschaut,wenn man es genau sieht,Ist es Ein Enzym,was vom Glypostat ersetzt wird,und da durch können sich wichtige Aminosäuren nicht mehr bilden....
    Siehe Wikipedia....ist ganz gut da erklärt.
    Mal ne Frage interessenshalber.....Wofür verwendest du die Methode mit er Spritze? wenn ich selektiv Pflanzen töten will,hab ich so einen Tupfer....das geht im Verhältnis zu injezieren doch sehr schnell.
    Ich kenne ein beispiel aus meinem Heimatdorf,da hat ein Landwirt seine Feldspritze an nem Bach ausgewaschen....und der war innerehalb von ein paar Tagen Pflanzenleer,trotz Strömung.war damals große ******e,weil da viele jungfische und Brut drinwaren....

  24. Der folgende Petrijünger sagt danke an Aalspezi Osnabrück für diesen nützlichen Beitrag:


  25. #14
    Aalspezi
    Registriert seit
    13.02.2011
    Ort
    49134
    Alter
    36
    Beiträge
    219
    Abgegebene Danke
    117
    Erhielt 74 Danke für 52 Beiträge
    Achso.....roundup wirkt systemisch,das ist mir schon klar,hab aber oft festgestellt,das z.b bei jungen Birken und wilden Brombeeren die Blätter zwar absterben,aber die Pflanze neu austreibt.Bei dem ollen Knöterich ist das genauso,die Rizome sind hartnäckig....fast so schlimm wie Bambus...

  26. Der folgende Petrijünger sagt danke an Aalspezi Osnabrück für diesen nützlichen Beitrag:


  27. #15
    Aalspezi
    Registriert seit
    13.02.2011
    Ort
    49134
    Alter
    36
    Beiträge
    219
    Abgegebene Danke
    117
    Erhielt 74 Danke für 52 Beiträge
    Zitat Zitat von Koalabaer Beitrag anzeigen
    Schon die Möglichkeit,dass dieser Versuch(Anpflanzung) voll nach hinten losgehen könnte,verbietet eben solches.
    Da hilft es auch nicht zu wissen...das ,,RoundUp''etc.der Pflanze den Rest geben.Und auch nicht,auf welche Weise dies dann geschieht.

    Gruß Jörg
    Hi..das ist sehr löblich von Dir....wenn solche Pflanzen als Energiepflanzen angebaut werden,kann das große Probleme geben,denke ich.....
    aber die Landwirtschaft hat da so eine starke Lobby,die machen das einfach....

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Foren-Regeln Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
HTML-Code ist an.

Lesezeichen