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  1. #1
    Petrijünger
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    Welche Fischart laicht Anfang September?

    Hallo zusammen,

    ich habe letzte Woche am Fischwasser ein Erlebnis gehabt, bei dem ich fachkundige Meinung benötige.

    Ich war letzten Sonntag an einem Seitenarm des Schwarzen Regens fischen, die Lufttemperatur lag bei ca. 25°C und das Wasser war ziemlich trüber, ca. 30cm Sichttiefe. Das Gewässer ist an dieser Stelle langsam fließend ca. 10Meter breit und zwischen 20cm und 1,4Meter tief.

    Etwa 3-4 Meter vom Ufer entfernt befinden sich zwei große flache Steine ca. 30cm unter Wasser.

    Aufmerksam wurde ich auf das ganze Spektakel, da die Wasseroberfläche an den beiden Seinen ständig von Schwanz- und Rückenflossen durchbrochen wurde. Deswegen kletterte ich auf einen Baum und sah mir das Spektakel ca. eine halbe Stunde an.

    Es waren schätzungsweise zwischen 10 und 20 Fische in eine Größe um die 50cm, die um die Stelle der beiden flachen Steine immer wieder die Wasseroberfläche mit den Schwanz- und Rückenflossen durchbrochen. Das Verhalten war nicht aggressiv, eher eine aneinander drängen, Nasentypische Fressspuren konnte ich an den Steinen auch nicht erkennen. Leider konnte ich auch nur die Flossen, nicht den Ganzen Körper oder gar den Kopf sehen.

    Die einzige Erklärung die mir für dieses Verhalten einfällt, wäre das die Fische gelaicht haben.

    Schon am Wasser sind mir keine Fischarten eingefallen, die um diese Zeit laichen. Zu Hause habe ich dann im Internet gesucht, aber überhaupt nichts was in Frage kommen würde.

    Die Fische waren ca. 50cm lang, hatten eine kleine Rückenflosse und soweit erkennbar einen länglichen Körper. Meine Vermutung waren Nasen oder Barben. Ich dachte auch mal ein der Nähe eine Nase erkannt zu haben, die sich seitlich gedreht hatte und die Silberne Flanke mit Profil zu erkennen gab, diese war aber etwas abseits und deutlich kleiner.

    In diesem Flussabschnitt kommen folgende Fische vor, Nase, Brassen, Döbel, Barsch, Hecht, Zander, Barben (nur sehr selten).

    Hat irgendjemand eine Idee was ich da beobachtet habe, wie gesagt, es war Anfang September und mir fällt keine heimische Fischart ein, die um diese Zeit laicht.

    Schöne Grüße

    Daniel

  2. #2
    Blei-Versenker
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    Bachsaibling vielleicht?

    Das Vorkommen lag ursprünglich nur im Osten Nordamerikas, wegen seiner Attraktivität für die Angelfischer wurde der Bachsaibling auch in Südamerika, Neuseeland, Asien und um 1880 in Teilen Europas (Skandinavien, Grossbritanien und Alpenregion) erfolgreich eingeführt.

    Der Bachsaibling ist ein territorialer Standfisch. Als typische Kaltwasserart lebt er in den schnell fliessenden, obersten Abschnitten der Flüsse und Bäche (obere Forellenregion).

    Laichzeit September bis November. Das Ablaichen findet in flachen Kiesgruben in starker Strömung statt, häufig nahe der Quellregion. Eizahl ca. 2000 je kg Gewicht der Weibchen, Eidurchmesser 3.5 - 5 mm, Schlupf nach ca. 100 Tagen bei einer Wassertemperatur von 5°C.

    http://www.provinz.bz.it/forst/fischerei/1388.asp

  3. #3
    Petrijünger
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    Hallo Tommy,

    danke für die schnelle Antwort.

    Bachsaibling würde zeitlich zutreffen, auch die Körperform. Allerdings glaub ichs nicht, aus folgenden Gründen:
    -Ich kann mich nicht erinnern eine Fettflosse gesehen zu haben
    -Die Fische wären ziemlich kapital gewesen
    -Es waren relativ viele Fische an den beiden Steinen (10 bis 20). Ich glaube das Laichverhalten ist ähnlich wie bei Bachforellen. Die Milchner kämpfen also um die Rogner, ich hätte aber das ganze Spektakel nicht als Kampf interpretiert.
    -Die Strömung im Seitenarm ist relativ langsam, für die Bachsaiblinge würde sich der schneller Hauptarm besser anbieten.
    -Meine Beobachtung bezieht sich auf zwei große flache Steine, die Bachsaiblinge würden aber zur Eiablage Kiesgruben benötigen.

    Ich denke es spricht leider zuviel gegen Saiblinge, schade hätte mich gefreut. Ich weiß dass vor einigen Jahren mal Tigerforellen (Kreuzung Bachforelle und Bachsaibling) eingesetzt wurden. Ein Laichverhalten dürfte aber sehr unwahrscheinlich sein, da diese sich nicht fortpflanzen können und vermutlich das selbe Verhalten wie Bachforellen an den Tag legen würden.

    Trotzdem vielen Dank für die Antwort. Ich hab überhaupt keine Fischart gefunden, die um diese Jahreszeit laicht.

    Schöne Grüße
    Daniel

  4. #4
    Weißfischfan Avatar von Peter85
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    Schätze mal das Wasser hatte bei den Aussentemperaturen auch noch so zwischen 17 und 20 Grad ? Also Winterlaicher wie Forellen und Saiblinge die zu früh dran wären kann man wohl ausschließen. Von Lachsen liest man dass die gelegentlich schon ab September laichen - aber bei den Temperaturen? Wohl auch nicht.

    Nasen sind immer recht früh dran, meist so März bis Mai. Andere Weißfische sind auch meist spätestens im Juli fertig. Ne späte Barbe?

    Koppen laichen im Herbst, passen aber nicht zu der von Dir beschriebenen Grösse.

    Tja, mir gehen allmählich auch die Arten aus

    Vielleicht ja doch eher sowas wie "Ringelpiez mit Anfassen" Barben stehen ja gern mal recht eng im Trupp zusammen.

    Petri,
    Peter
    Ein Dankeschön an Jeden, der letztes Mal seinen Angelplatz sauber verlassen hat

  5. #5
    Profi-Petrijünger
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    Hallo,

    von Döbeln und Barben ist bekannt, dass sie in guten Jahren im Herbst noch einmal laichen.

    Diese sogenannte Winterbrut hat zwar nur geringe Chancen den Winter zu überstehen aber scheinbar ist es den Alttieren einen Versuch wert.

    Die beschriebene Stelle ist aber weder für Döbel, noch für Barben ein geeigneter Laichplatz.

    Ansonsten kommt noch die Schleie in Betracht. Sie laicht den ganzen Sommer bis in den September hinein immer wieder kleine Mengen Eier ab.

    Andere Arten scheiden aus.

    Ich denke nicht, dass es sich bei deiner Beobachtung um laichende Tiere gehandelt hat.

    Winde

  6. #6
    The Voice of Austria Avatar von oberesalzach
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    Auch so mancher Bachforellenstamm ist oft schon sehr früh mit dem Laichgeschäft drann. Habe bei uns in der Salzach schon im September Bachforellen beim Ablaichen beobachten können. Habe vor 14 Tagen eine Bafo gefangen (45 cm ) deren Laich war schon sehr ausgereift. Nicht umsonst beginnt in Oberösterreich die Bachforellenschonzeit schon am 16. September.

    lg. Peter

  7. #7
    Webhamster
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    Hi,

    ich tippe auf einen Trupp Barben. Passt von der groesse und auch vom Verhalten. Mit Laichgeschaeft hat das aber nix zu tun ;-)

    regards
    Peter

  8. #8
    Petrijünger
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    Ja, Barben oder Nasen würden von der Größe und Körperform am besten passen.

    Aber wenn die nicht gelaicht haben, was haben die dann gemacht? Fressspuren waren keine an den Steinen zu sehen. Kuscheln bei Fischen ist mir nicht bekannt.

    So ein Mist, ich hätts mit dem Handy filmen sollen. Egal, damit hätte man sicher nichts erkannt.

  9. #9
    Webhamster
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    Hi,

    wenn es Barben waren, muessen nicht unbedingt Fressspuren zurueckbleiben.
    Barben sind ja nicht zwangsweise Rasenmaeher, die Algen abweiden. Den Barben geht es normalerweise um das Krebs- und Wurmgetier in den Algenbuescheln.

    regards
    Peter

  10. #10
    Petrijünger
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    Ja, aber das die sich beim Fressen "balgen"?
    Ich werd das Rätsel wohl nicht lösen können.

  11. #11
    Profi-Petrijünger
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    Hallo,

    man sollte nicht nur die in Frage kommenden Arten betrachten, sondern auch die beschriebene Laichstelle.

    So sieht eine Laichstelle für Kieslaicher doch wohl eher nicht aus!

    winde

  12. #12
    Kaulbarschangler Avatar von Andreas_s
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    Viele Fische können unter kontrollierten Bedingungen mehr als 1x im Jahr ablaichen.
    Alles eine Frage der Temperaturen und der Gewöhnung. Fachbücher beschreiben häufig nur den Durchschnitt, evtl. hast du auch eine Ausnahme oder regionale Sonderheit beobachtet, die Brut muss ja nicht unbedingt hochkommen.
    MfG

  13. #13
    Petrijünger
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    Ich vermute dann Nasen oder Barben.
    Hab gerade gelesen, dass dieses Jahr sogar die Apfelbäume ein zweites Mal geblüht haben, da der Spätsommer so gutes Wetter hatte.

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