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  1. #1
    Knallharter Karpfenkiller
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    Kraut wächst und wächst

    Hallo
    ich habe einen kleinen Privatteich ca 20 mal 20 meter
    leider verkrautet er immer mehr
    er ist ein nutzweiher also für die zucht
    so kommt es nicht in frage das cih rotaugen oder andere fische einsetzte
    ein graskarpfen ist schon drin von ca 1 m
    doch er schafft es nicht
    kennt ihr irgendwelche legalen mittel um den krautwuchs zu stoppen?

  2. #2
    Flyfisher Avatar von Eberhard Schulte
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    Moinsen!
    Es ist ein Irrglaube, daß Graskarpfen bereits hoch stehendes Kraut dezimieren können. Sie fressen junge Sprossen, aber dichte Krautfelder können sie auch nicht bewältigen. Ein paar Graskarpfen mehr könnten vielleicht im Frühjahr schaffen, daß kein oder nur noch wenig Kraut nachwächst, indem sie das neu sprossende Zeug fressen. Wahrscheinlich aber ist alles, was Du anfängst, nur eine Lösung auf Zeit, da ich annehme, daß der Teich ziemlich flach ist. Wo die Sonne bis zum Grund kommt, wächst auch immer Kraut. Da kannst Du nur immer wieder abmähen, aber eine dauerhafte Lösung ist das nicht. Mit einem Boot u. einer Schleppharke dürfte aber das Abmähen nicht so schwer sein.
    Gruß
    Eberhard

  3. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Eberhard Schulte für den nützlichen Beitrag:


  4. #3
    Profi-Petrijünger Avatar von stierkopf
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    Wir haben einen see mit ca. 10 Ha grösse der im Sommer auch sehr verkrautet ist. Wir
    ziehen ein bis zwei mal im Jahr das Kraut mit Seilwinden heraus.
    Ist zwar eine schweißtreibende Arbeit und der erfolg ist auch nicht von großer Dauer
    aber anderst wäre der see nicht befischbar.

  5. Der folgende Petrijünger sagt danke an stierkopf für diesen nützlichen Beitrag:


  6. #4
    Petrijünger
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    Das Gewässer ist vermutlich eutrophiert (Zu viele Nährstoffe Nitrate/Phosphate im Wasser). Wäre keine Kraut drin, hättest du vermutlich mit Schwebalgen oder/und Fadenalgen zu kämpfen und das Wasser wäre sehr trüb. Vermutlich ist es momentan eher klar.
    Hilfreich ist nur das Finden und Beseitigen der Nährstoffquelle. Brunnenwasser? Futterreste? Laub? Zu viel Besatz? Prüfe mal Phosphat- und Nitrat/Nitrit-Gehalt und ev. auch Eisen des einlaufenden sowie des stehenden Wassers. Die Sets dazu gibts im Aquaristik-Handel.
    Das positive ist, dass die Biomasse im Gewässer die Nähstoffe bindet. Mann muss sie nur noch entnehmen. Also, das Kraut muss raus und so gelagert werden, dass das verottende Kraut nicht bei jedem Regen wieder in Wasser gespühlt wird. Das muss man so oft wiederholen, bis sich der Nährstoffgehalt des Wasser auf niedrigem Niveau einpendelt. Dann sollte das Kraut auch deutlich weniger wuchern.

    So viel zur Theorie

    Gruß
    Kai

  7. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei Baerbel für den nützlichen Beitrag:


  8. #5
    Webhamster
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    Zitat Zitat von Baerbel Beitrag anzeigen
    Prüfe mal Phosphat- und Nitrat/Nitrit-Gehalt und ev. auch Eisen des einlaufenden sowie des stehenden Wassers.
    Die theoretische Hilfe finde ich mal Klasse. So oder so aehnlich sieht es naemlich aus.
    Hinzufuegen moechte ich gerne, dass Du auch nach Ammoniak testen solltest. Meist ist naemlich hier der Ursprung der Eutrophierung zu suchen. Durch die grosse Substratflaeche(Kraut), koennen grosse Mengen Nitrat/Nitrat schon abgebaut sein. Die Quelle z.B. Kot oder Kadaver bringen erst das Ammoniak ins Gewaesser. Siehe hier Nitrifikation
    Wie, "Wer", Was abbaut, entnimmst Du dem Stickstoffkreislauf
    .
    regards
    Peter

  9. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei zottel für den nützlichen Beitrag:


  10. #6
    Allrounder Avatar von Bleikopf
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    Wieso wird schon wieder so ein Thread eröffnet, wo der andere Thread zu diesem Thema noch frisch ist...

  11. Der folgende Petrijünger sagt danke an Bleikopf für diesen nützlichen Beitrag:


  12. #7
    Profi-Petrijünger
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    Zitat Zitat von zottel Beitrag anzeigen
    Die theoretische Hilfe finde ich mal Klasse. So oder so aehnlich sieht es naemlich aus.
    Hinzufuegen moechte ich gerne, dass Du auch nach Ammoniak testen solltest. Meist ist naemlich hier der Ursprung der Eutrophierung zu suchen. Durch die grosse Substratflaeche(Kraut), koennen grosse Mengen Nitrat/Nitrat schon abgebaut sein. Die Quelle z.B. Kot oder Kadaver bringen erst das Ammoniak ins Gewaesser. Siehe hier Nitrifikation
    Wie, "Wer", Was abbaut, entnimmst Du dem Stickstoffkreislauf
    .
    regards
    Peter
    Hallo,

    ich denke, der Ammoniakwert sagt nichts aus zum Nährstoffgehalt eines Gewässers.

    Organisches Material wird zu Ammonium und/oder Ammoniak abgebaut.
    Wie das Mengenverhältnis dieser beiden Stoffe ist, bestimmt der PH Wert.

    In der nächsten Stufe wird aus diesen beiden Verbindungen das Nitrit, daraus schließlich das Nitrat. Diese Nitrat erst ist ein Pflanzendünger.

    Wenn ich einen hohen Ammoniakgehalt im Teich messe, kann das viele Ursachen haben, die mit dem Nährstoffgehalt nichts zu tun haben.

    -das Gewässer muss tatsächlich sehr viel organisches Material verdauen.
    -der PH Wert ist entsprechend hoch.
    -der Abbau hin zum Nitrit funktioniert nicht, es kommt zum Stau.

    Ammoniak und Nirtit sind wichtige Testwerte, da beide Verbindungen für Fische sehr giftig sind.

    Sie lassen aber keine sicheren Rückschlüsse auf den Nährtoffgehalt zu, da die Menge,wie gezeigt von ganz verschiedenen Faktoren abhängt.

    Winde

  13. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Winde für den nützlichen Beitrag:


  14. #8
    Superprofi Petrijünger Avatar von Goderich
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    Mal eine andere Frage: Welches Kraut wächst denn in Massen in dem Teich? Es gibt da Untersuchungen die besagen, dass "höhere Wasserpflanzen" besonders in nicht Eutrophierten Gewässern wachsen, da sie keine Konkurrenz duch die "nideren" haben. Ein Gewässer ohne Pflanzen gibt es nicht oder sollte es nicht geben.
    Es muss also beiweitem nicht an den Werten liegen sondern kann auch schlicht durch die Bodenbeschaffenheit und die Tiefenstruktur des Gewässers zu Pflanzenwuchs kommen. Dann hilft wohl am ehesten die Harke.
    ...sagt Steffen

  15. #9
    Kaulbarschangler Avatar von Andreas_s
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    Question

    Welche Fische hast du denn drinn?
    Denke das Kraut kann auch beruhigend wirken und lässt die Naturnahrung sprießen, spart die Kosten für Futter.

  16. #10
    Knallharter Karpfenkiller
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    also
    das mit den untersuchen hört sich gut an aber ich habe niemals so viel geld
    bin 15 jahre alt
    besatzung
    ca 10 2 kilo karpfe
    und 200 brut karpfen und 200 schleien
    ein bisschen überfüllt ist er...

  17. #11
    Petrijünger
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    Ein entsprechendes Test-Set kostet je Substanz zwischen 10 und 20 Euro. Dieses reicht i.d.R. für bis zu 50 Messungen. Messe einfach mal den Nitrat-Wert und vergleiche die Messwerte mit den Empfehlungen aus der Aquaristik. Ich empfehle dir das JBL Nitrat Test-Set.

    mfG
    Kai

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