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  1. #1
    Profi-Petrijünger
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    Question Forellenbesatz / Pilz ohne Ende

    Wir haben letzten Samstag an unserem Vereinsweiher frischen Forellenbesatz bekommen.
    Forellen der Größe 300g-3000g.
    Beim Besatz waren kaum Beschädigungen an den Fischen erkennbar, die ein oder andere hatte leichte "Druckstellen" am Maul, was durch den Transport ja nicht ungewöhnlich ist.

    Aber jetzt, 6 Tage danach sieht man wirklich sehr viele, vor allem die großen Tiere, mit enormem Pilzbefall, von der Beschreibung her der Gattung Saprolegnia, also wattebauschartige Pilze. 2 oder 3 der großen und 3 oder 4 kleine sind auch schon verendet.

    Mal davon abgesehen, dass der Lieferant was zu hören bekommt: Wie könnten wir, wenn überhaupt, den Pilzbefall stoppen, weil dieser ja ohne Behandlung zum Tod führt. Der Weiher ist ca. 20x40m groß. Besatz an Forellen sind ca. 110 Stück. Es sind zwar auch ca. 200 Saiblinge drin aber von denen wurde noch kein Tier gesichtet.

  2. #2
    Überlistungsexperte Avatar von wolfsbarschfischer
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    40 mal 20 meter hört sich für mich einwenig zu klein an-wenn gut 300 fische drin schwimmen sollen...Ich denke wenn nur eine forelle die den pilz hat eine andre berührt,dass diese ihn dann auch bekommt.Also das er eine übertragbare krankheit ist.
    Ist nur eine Vermutung von mir(zu viele Fische im zu kleinen Gewässer und übertragbare Krankheit).Es gibt sicherlich noch leute die dir hierzu gerne weiterhelfen
    mfg Hannes

  3. #3
    Salmonidenfreund Avatar von Harzer
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    Erste Frage.
    Habt ihr keinen Gewässerwart der sich in solchen Dingen auskennt bzw. geschult ist?
    Den der sollte wissen wie und warum Mykosen entstehen.
    Zweite ist.
    Hat der Weiher zu und Ablauf?
    Denn das Problem ist das freiverkäufliche Mittel gegen Mykosen Kupfersulfat oder Kupferchlorid enthalten und dieses Zeug ist für Wirbellose und Welse tödlich giftig
    auch in kleinsten Dosierungen.
    Im Aquarium geht Malachitgrün, aber das ist bei Speisefischen nicht erlaubt. Aus gutem Grund.
    Mein Vorschlag wäre schleunigst einen Tierarzt und einen Fischwirt zuzuziehen und mit denen Maßnahmen besprechen.
    Aber schnell, denn die Fische die erkrankt sind sterben Euch alle weg.
    Gruss Armin
    Geändert von Harzer (09.04.2011 um 12:59 Uhr)

  4. Der folgende Petrijünger sagt danke an Harzer für diesen nützlichen Beitrag:


  5. #4
    Petrijünger Avatar von hechtnarr
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    Des kommt vom Transport. Ist meistens bei Zandern oder Forellen der Fall.
    Grund: Die Forellen sind in einem engen Behälter und reiben sich gegenseitig die Schleimhaut weg. Obwohl die Forelle Rundschuppen hat kommt es doch auch des Öfteren vor.

  6. #5
    Salmonidenfreund Avatar von Harzer
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    Kann sein vom Transport, aber Mykosen können auch die Folge einer Gasblasenerkrankung sein wobei die Schuppentaschen der Fische betroffen waren. Bei flächigen Verpilzungen.
    Auf jeden Fall immer eine Sekundärinfektion und am häufigsten mit
    Saprolegnia.
    Gruss Armin

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  8. #6
    Profi-Petrijünger
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    Der Weiher hat Zu- und Ablauf durch einen natürlichen Bach.

    Sind Ansteckungen für andere Fische zu erwarten, die nicht bei dieser Lieferung dabei waren und schon lange im Gewässer sind ?
    Geändert von Sauerstoffklau (11.04.2011 um 09:51 Uhr)

  9. #7
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    110 Forellen, 200 Saiblinge plus Altbesatz (wie sieht der aus?). Und das auf 800 qm? Das schreit ja nach der Verbreitung von ansteckenden Fischkrankheiten.....

  10. Der folgende Petrijünger sagt danke an AlanS für diesen nützlichen Beitrag:


  11. #8
    Allrounder Avatar von Bleikopf
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    Also nix gg deinen Verein, aber >300 Fische einzusetzen auf <1ha is schon sehr fahrlässig und wirkt nicht ökologisch durchdacht. Und davor waren ja sicher auch schon Fische im Gewässer. War in meinen Augen ein Fehler.

    Zu große Population auf engstem Raum sorgt für Stress unter den Fischen. Stress wiederum sorgt für enorme Empfindlichkeit gegenüber Krankheiten. Und wenn sich jetzt einige der Fische infizieren und so viele andere Individuen in ihrer Nähe sind, liegt es nah, dass sich immer mehr Fische anstecken.

    Was auch sein kann, ist, dass die Fische sich durch den überhöhten Stress, der durch die zu hohe Populationsdichte entsteht, gegenseitig angreifen (aus Überforderung, Nahrungskonkurrenz, etc..) und die Fische sich so gegenseitig Wunden zufügen, die dann verpilzen..

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  13. #9
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    Außer ca. 2000 Moderlischen, die als Nahrungsquelle gedacht waren, sind nur noch 3 Karpfen drin. Der Weiher war über den letzten Sommer / Winter abgelassen und brach liegen lassen.

    Die knapp 200 Saiblinge sieht man gar nicht, scheinen also auch gesund zu sein. Aber die waren auch beim Transport getrennt gehältert.

    Über Sinn oder Unsinn kann man hier zwar diskutieren, bringt aber im Endeffekt nix.
    Für mich stellt sich nur die Frage des ansteckens gesunder Fische. Es wurden auch ca. 50 Forellen (über 2000gr/Stück) im größeren Weiher (ca. 3 mal so groß) eingesetzt. Davon zeigen einige, die man sieht vom Rand aus den gleichen Pilz.
    Die kleineren Forellen wurden dort nicht eingesetzt, weil der Hechtbestand ziemlich groß ist und die Verluste in den letzten Jahren zu groß waren.

  14. #10
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    Der größere Weiher (mit immerhin 2.400 qm!!!!!) beherbergt also nicht nur 50 Forellen über 2 kg, sondern auch noch einen ziemlich großen Hechtbestand???? Das ist ja schlimmer als in vielen FoPus! Euren Gewässerwart sollte man schnellstens des Amtes entheben.....

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  16. #11
    Profi-Petrijünger
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    Zitat Zitat von Sauerstoffklau Beitrag anzeigen
    Über Sinn oder Unsinn kann man hier zwar diskutieren, bringt aber im Endeffekt nix.
    Hm ... auch das hilft mir persönlich, der sich, unabhängig von unserem Gewässerwart, versucht ein Bild über die Situation zu machen nicht wirklich weiter ;-)

    Davon ab, ich bin sicherlich nicht vom Vermessungsamt, wenn ich die Größe der beiden Weiher SCHÄTZE. Der große Weiher dürfte SCHÄTZUNGSWEISE 70x150 Meter haben, meine Aussage 3 mal so groß, war daher vielleicht nicht ganz zutreffend, sollte aber auch nur der Frage vorbeugen, warum nicht die anderen auch im großen Weiher sind.

    Jetzt aber nocheinmal, Sinn oder Unsinn bei diesem Besatz ist völlig abseits des Themas, Anschuldigungen an einen Gewässerwart haben auch keinen Sinn, weil dieser das hier nicht lesen kann.

    Ich möchte nur wissen, ob außer dem von mir bereits abgeschriebenen diesjährigen Forellenbesatz auch Altbesatz in Gefahr ist und bitte deshalb darum, dass Leute, die davon Ahnung haben hier antworten.

  17. #12
    Salmonidenfreund Avatar von Harzer
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    Dazu solltest Du oder der Verein einen Spezialisten hinzuziehen.
    Einen Tierarzt wie schon geschrieben, der durch eine genaue Untersuchung am Fisch die Art des Pilzes feststellen kann und sich direkt ein Bild davon machen kann wie man jetzt vorgeht um a den übrigen Bestand zu erhalten und b die bereits erkrankten Fische evtl noch zu retten, was ich aber leider für nicht realistisch halte.
    Alle anderen Ferndiagnosen in Ratschläge die hier kommen werden Dir nichts bringen.
    Logisch denn ohne exakte Fakten keine exakte Diagnose.
    Gruss Armin

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  19. #13
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    Hallo,

    Pilzsporen befinden sich überall im Wasser. Normalerweise wird das Immunsystem eines gesunden Fisches damit fertig. Erst wenn der Fisch durch ein anderes Ereignis oder eine Erkrankung, aber auch Stress geschädigt ist, haben die Pilz eine Chance.Der Pilz ist also nicht Ursache, sondern Folge.

    Damit ist aber noch immer die Ursache nicht geklärt.
    Es können Transportschäden sein. Hier sind mechanische Verletzungen vom Transport möglich.

    Häufig ist die Ursache ein "Verbrennen" durch zu viel reinen Sauerstoff auf dem Transport. Im Gewässer löst sich der Sauerstoff aus dem Blut und bildet auf den Kiemen Blasen, die später aufplatzen. In schweren Fällen bilden sich Sauerstoffblasen unter der Haut. Wenn die Tiere nach dem Besatz sehr häufig springen, ist das ein Hinweis.

    Weitere Möglichkeiten sind Stress durch Besatz in völlig ungeeignete Habitate, eine hohe Keimzahl im Wasser oder auch Chemische Werte außerhalb des Toleranzbereiches.

    Aus der Tatsache, das die Saiblinge noch nicht gesehen wurden zu schließen, ihnen gehe es gut, zeugt zumindest von einer positiven Grundeinstellung.

    Von der Verpilzung geht keine Gefahr für gesunde Fische aus. Wie bereits erwähnt, kommen die Pilzsporen überall im Wasser vor.

    Was kann man tun?

    Gar nichts!

    Eine Behandlung im Gewässer ist nicht möglich.
    Selbst eine Behandlung mit dem (verbotenen) Malachit, würde die betroffenen Fische nicht retten und vor allem, würde es die wahren Ursachen nicht bekämpfen.

    Die Ursachen für die Verpilzungen stehen ja noch nicht einmal fest.

    Zu den Zuständen am Gewässer und zu den dafür Verantwortlichen -kein Kommentar!

    Winde

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  21. #14
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    Die Wasserwerte wurden vor dem Besatz kontrolliert und waren ausnahmslos in Ordnung.
    Bei den bis jetzt verendeten Tieren ist zu erkennen, dass sich der Pilz von "aufgedotzen" Stellen, die sicherlich beim Transport aufgetreten sind, ausgebreitet hat.

    Auf jeden Fall schonmal vielen Dank für die Infos und Meinungen.

    Was mich persönlich aber jetzt auch wieder interessiert ... jeder "verflucht" hier die Besatzzahl der Fische auf die Größe des Gewässers.

    Wie ist denn die Richtformel für einen Salmonidenbesatz ?

    Ich hab davon keine ahnung, aber sooo übertrieben find ich es jetzt nicht ... selbst wenn der Weiher 40x20x1,8m hat (was sicherlich eng geschätzt ist) sind das 1440 m³ - sprich fast 5 m³ Wasser pro Forelle. Hört sich für mich als Leihe nicht gerade gestapelt an ?

  22. #15
    Profi-Petrijünger
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    Hallo,

    ich "verfluche" nicht in erster Linie die Besatzdichte.

    Wenn dir selber nicht auffällt, dass hier etwas nicht stimmt, finde ich das bedenklich.

    Das ist doch kein Besatz. Dieses Wort verbietet sich hier.

    Keine der besetzten Arten hat in dem Gewässer eine Lebensgrundlage.

    Brauchen sie wohl auch nicht. Sie brauchen nur bis 1. Mai oder Vatertag überleben und wenn möglich nicht verpilzen.
    Dann können sich auch die Vereinsmitglieder als Großfischjäger fühlen, die sonst nicht wissen, wie man eine Rute zusammensteckt.

    Die besetzen Fische schleppen Krankheiten ein, und wissen möglicherweise nicht, dass sie nur Moderlieschen fressen sollen. In ihrer Unwissenheit bringen sie dann die Brütlingsbestände aller vorhandenen Arten auf null.

    Das ist doch Forellenp... in Reinkultur, mit dem Unterschied, dass ich in den Forellenteichen keinen einheimischen Fischbestand schädige.

    Die Schuld auf den Fischzüchter zu schieben ist einfach.
    Selbst Tiere mit moderaten mechanischen Verletzungen müssen nicht verpilzen. Da spielt das Besatzgewässer sicher auch eine Rolle.

    winde

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