Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Profi-Petrijünger Avatar von Anglernachwuchs 95
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    Fliegen Vorfach notwendig?

    Hallo,
    Ich kenne mich mit Fliegenfischen nicht sehr gut aus.
    Ich war erst einmal Fliegenfischen und zwar in Italien im Urlaub.
    Leider erfolglos. Einen Fehlbiss hatte ich und zwar von einem Schneider auf eine kleine Goldkopfnyhmpfe. Ich hatte kein Fliegenvorfach also hab ich an die Flugschnur ein Stückchen (ca. 2,5 m) 25ziger Angelschnur gebunden Geht das auch? Und noch eine andere Frage. Ist es normal das die Trockenfliegen bei Strömung untergehen?

    Vielen Dank

    Tim

  2. #2
    Flyfisher Avatar von Eberhard Schulte
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    Hallo,
    Das sich verjüngende Vorfach hat schon seinen Sinn. Es begünstigt sehr das Strecken des Vorfaches, was vor allem beim Trockenfliegen-Fischen sehr wichtig ist. Auch Naßfliegen u. kleine Nymphen wirft man besser mit einem sich verjüngenden Vorfach. Nur bei größeren Streamern und schweren Nymphen (z. B. fürs Barbenfischen) kann man ein durchgehend gleich starkes Vorfach benutzen. Du kannst knotenlos verjüngte Vorfächer kaufen. Wenn Du etwas Gutes willst, kosten sie schon ihr Geld. Billiger ist,sie selbst zu knüpfen. Dazu benötigst Du mehrere Spulen mit verschieden starkem Monofil. Ich beginne meist mit einem Stück 0,40 mm, das etwa einen Meter lang ist. Daran wird mit Blutknoten oder doppeltem Hausfrauenknoten ein Stück von 0,35 mm angeknotet. Es sollte ca. 35 cm lang sein. Daran kommt ein Stück von 0,30 mm und so weiter. Das sog. Tippet, also die Vorfachspitze, sollte wieder länger sein, also ca. 60 - 65 cm. Wie stark das Tippet sein sollte, hängt davon ab, auf was Du fischen willst. Zu Anfang zumindest wäre für Forellen beispielsweise ein Tippet von 0,20 mm richtig. Später kannst du es auch dünner wählen. Diese Herstellung ist auf die Dauer weitaus billiger, als ständig knotenlos verjüngte Vorfächer zu kaufen.
    Zu Deiner Frage bezüglich der Trockenfliegen läßt sich sagen, daß keine Fliege ewig schwimmt. Irgendwann hat sie sich vollgesogen u. geht dann unter. Auch dann kann sie, wie eine Naßfliege auch, Fische zum Anbiß verleiten. In eingermaßen ruhiger Strömung sollte eine wirklich gut gebundene Trockenfliege, die auch noch mit einem Gel oder Öl als Schwimmhilfe betupft ist, aber schon eine Weile schwimmen. Durch den Vor - und Rückschwung beim Wurf trocknet sie ja auch wieder, weil sie dabei aufgesogene Nässe wieder abgibt.
    Ich hoffe, daß ich dir helfen konnte.
    Gruß
    Eberhard

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  4. #3
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    Klar kannst du auch eine normale Monoschnur nehmen, diese sollte dann allerdings sehr dünn sein, je nach Bedingung 0,18mm.

    Der Fisch soll die Verbindung zwischen Flugschnur und Fliege halt nicht sehen...

    Nein Trockenfliegen sollten nicht untergehn.
    Wenn sie dies tuen musst du sie fetten, dann bleiben sie an der Oberfläche.


    Edit:

    Eberhard war mal wieder schneller

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  6. #4
    Fliegenbader Avatar von trietze
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    Hallo Tim,

    prinzipiell kannst du mit einem Stück Mono als Vorfach fischen. Es lässt sich nur nicht gut werfen. Soll heißen, Fliegenvorfächer sind von der Wurfschnur bis zur Fliege verjüngt. Das bewirkt beim werfen ein Rollen durch die Luft, der Schnur bis ins Vorfach.
    Links zum Vorfach (kleine Auswahl): link1; link2; link3


    Das Untergehen deiner Trockenfliege kann an den Schwimmeigenschaften der Fliege selbst liegen, sie nicht richtig trocken geworfen wurde oder dein Monovorfach sie nach unten gezogen hat.
    Da ich aber deine Materialien nicht kenne, kann ich nicht genau sagen, woran es liegen mag.
    Ich hoffe, auch ich konnte ein wenig helfen.

    Ps.: Eberhard war wieder einmal schneller. Macht aber nichts .

    Herzliche Grüße Thomas

    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
    (Zitat:Albert Einstein)



  7. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei trietze für den nützlichen Beitrag:


  8. #5
    Profi-Petrijünger Avatar von Anglernachwuchs 95
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    Hallo und vielen Dank für die Antworten,
    Wo bekommt man ein Vorfach? Im Angelgeschäft? Und nimmt man auch für jede fliege ein neues Vorfach? Und ich hab zum Trockenfliegen Trockenhalten so ein Fliegenspray fand ich aber nicht so wirkungsvoll und hab es im Schrank liegen lassen. Nächstes mal werde ich sie mitnehmen.
    Und noch nebensächlich: Weiß jemand wo man günstig Trockenfliegen
    bekommt ?

    mfG Tim

  9. #6
    Fliegenbader Avatar von trietze
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    Hallo Tim,

    hmm, wie soll ich dir jetzt am besten antworten, ohne das du mich mißverstehst.
    Ich hatte dir 3 Links gepostet. Wenn du sie und die Suchfunktion des Forums bemüht hättest, so könntest du die Frage des Vorfaches jetzt selbst beantworten.
    Das soll jetzt nicht gleich wieder der erhobene Zeigefinger sein aber ein wenig Selbststudium schadet doch nicht, oder?

    Einen empfehlenswerten Shop für Fliegen findest du hier.



    Herzliche Grüße Thomas

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    (Zitat:Albert Einstein)



  10. Der folgende Petrijünger sagt danke an trietze für diesen nützlichen Beitrag:


  11. #7
    Hardbait-Freak Avatar von Sascha Heuter
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    Nabend zusammen, ich fische mit der fliegenrute meistens mit Streamern, Nymphen und Nassfliegen, weil die Oberflächenaktivitäten selten mal ausreichend lang andauernd sind bei uns an der oberen Rurstrecke. Wenn man denn mal ein Muster gefunden hat, hörts auch fast schon wieder auf mitm Steigen.
    Schwimmpräparate braucht man nur beim Trockenfischen, damit die Trockenfliege länger überm Wasser bleibt als eine nicht präparierte.
    Ich persönlich fische Nassfliegen ab 0.12-0.14mm, Nymphen mit 0.14-0.16mm, Streamer meistens auch mit nem 0.16er Vorfach. Da benutze ich meistens Stroft.
    Der Köder muss im Wasser und die Schnur muss nass sein !

  12. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Sascha Heuter für den nützlichen Beitrag:


  13. #8
    Flyfisher Avatar von Eberhard Schulte
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    Hallo Sascha,
    leider ist heutzutage die Naßfliege zwar nicht gerade in Vergessenheit geraten, aber ist doch zugunsten der Nymphe eine seltener benutzte Fliege. Das ist gewiß sehr bedauerlich, weil die Naßfliege viele Vorteile in sich vereinigt. Beispielsweise kann man sie in Gewässern, welche bis fast unter die Oberfläche verkrautet sind, im Gegensatz zur beschwerten Nymphe immer noch einsetzen.
    Freue mich, daß einige so wie Du sie doch noch benutzen. Für mich ist das Trockenfischen war das Nonplusultra, aber trotzdem sind Naßfliege u. leichte Nymphe oft fängiger, weil die Steigphasen oft nur kurz sind, wie Du ja auch geschrieben hast. Ich persönlich empfehle Anfängern beim Flifi grundsätzlich, erst einmal mit der Naßfliege anzufangen. Sie wirft sich genauso, wie die Trockenfliege, aber mit der Präsentation kann man längst nicht so viel falsch machen, wie mit der Trockenen. Eine dreggende Trockenfliege verscheucht den anvisierten Fisch fast mit Garantie. Das kann mit der Naßfliege nicht geschehen, weil sie bis zu ca. 10 - 20 cm unter der Oberfläche geführt wird. Deshalb diese Empfehlung hier auch für den Themenstarter.
    Gruß
    Eberhard

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