Hallo zusammen,

ich bin schon zwei Mal nach dem Groß Radener See gefragt worden. Bei beiden Angelfreunden war aber der Radener See gemeint, wie sich rausgestellt hat.

Hier in paar Info's zum Gewässer "Radener See":

Liegt direkt an der B104(kann man vom Auto aus sehen)
Größe ca 120 ha. (Aal, Hecht, Zander, Karpfen, Wels etc.)
Gewässer wird von der Radener Seenfischerei bewirtschaftet. Mitglieder vom Angelverein können mit der normalen Jahresangelberechtigung dort angeln.
Auf dem See sind keine Boote erlaubt! Auch keine Schlauchboote.
Die Waldseite darf nicht mit Autos befahren werden! Der Förster ist da recht hurmorlos, wie ich gehört habe.
Andere Infos bitte bei der Radener Seenfischerei erfragen.

Das Gewässer ist vor allem den Aaljägern ein Begriff. Anderen Fischen wird dort kaum nachgestellt, soviel ich selber weiß(Beifänge wie Karpfen, Hecht, Wels kommen aber vor.)

Der See ist von einem breiten Schilfgürtel umgeben. Die Stellen findet man im flachen Wasser dahinter. Am besten mal Satellitenfotos ansehen. Die Ausbuchtungen im Schilf sind gut zu sehen, das sind die Stellen.
Wathose an und da die Spieße ins Wasser drücken und dann raus mit den Angeln. Vom Land aus ist der See praktisch nicht zu beangeln(GEht zwar, aber dann wirds ein ruhiger Abend und man kann sich der weiblichen Begleitung widmen :-))).

Der See weißt eine große Besonderheit auf. Von der Badestelle aus gelangt man zu einer Sandbank weit auf dem See. Die erkennt man an den alten Holzstangen, die dort stehen. Im Sommer steht man dort max. bis zu den Knien im Wasser. Allerdings empfehle ich dringend einen Ortskundigen, der den Weg dorthin zeigen kann. Die Stelle nennt sich Rohrspitze. Da musste dann ein Schlauchboot mitziehen für den ganzen Kram. Legt man sich da nachts mal rein, hat der Fischer nichts dagegen. Von der Stelle aus wirft man in einen Graben im See. Da schwimmt der Aal. Abends kommen die Fischadler ihr Fischbrötchen holen...immer wieder ein Schauspiel, wenn die wie eine Bombe im Wasser aufschlagen und sich dann was mitnehmen. Noch ein Hinweis...Wenn eine dunkle Wolke im Sommer auftaucht, dann sofort runter von der Rohrspitze. Man ist sonst der höchste Punkt weit und breit. Außerdem dauert es ne Weile bis zum Ufer...in der Hektik läuft man auch schnell ein bischen verkehrt und dann hört der Spaß spätestens auf, wenns tief wird. Wir hatten hier vor einigen JAhren einen kurzen, aber sehr, sehr heftigen Sturm, der hunderte Bäume entwurzelt hat. Da war ich auf der Rohrspitze...und habs zum Ufer geschafft...knapp!

Die hiesigen Anglern begegnen Fremden auf der Waldseite schon mal mit etwas rauerem Ton...aber es stehen keine Namensschilder an den Stellen.

Ansonsten ist dort alles sehr versteckt am See, ein ortskundiger Angler ist eine sehr große Hilfe!!

Grüße
Ole