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  1. #1
    Friedfischer
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    Talking Der Hakenlöser

    Hallo Zusammen,

    Es ist gut einen Monat her dass ich mit einem Freund eine Woche zum angeln war.
    Die Fische waren prima, das Wetter nicht. Soweit so gut.
    Bis es mir gelungen ist (nach ca. 18 Jahre angeln) erstmals einen Haken in die eigene Haut bzw. darunter zu rammen. Irgendwie ist das richtig peinlich.
    Genauer gesagt war es ein Drilling in meiner linken Hand. Die Spitze saß gut im Fleisch und ließ sich nicht mehr herausziehen.
    So ist das wenn meiner seiner Passion untreu wird und sich kurzfristig mal den Beutegreifern widmen will.

    Nach kurzem Schmerz, nahm ich die Sache mit Galgenhumor. Meinem Freund war es nicht nach Witzen zumute.
    Naja, was tun? Camp komplett abbauen mit Drilling in der Hand und dann zum Arzt? Nööö... das wär zu aufwendig. Zum kurzfristigen Aufpassen war auch niemand da.
    Da ich eh kein Fan von Ärzten bin, musste also improvisiert werden.
    Was haben wir denn als Werkzeug? Ein gutes Messer war schnell gefunden, Desinfektionsmittel auch.
    Nunja, so begann das Procedere, bei dem meinem Freund ständig schlecht wurde. Ich verstand die Aufregung nicht, dabei hatte doch den Haken in meiner Hand und ich hatte doch auch geschnitten.
    Irgendwann habe ich dann den Widerhaken durch das dünne Fleisch glänzen sehen... soo bald geschafft.
    Und siehe da, der Haken war draußen und meine Hand blutete weniger als gedacht. Prima, also Wunde ausgesaugt, ausgespült und schnell noch den Verbandskasten vom Auto geplündert und das ganze versorgt.

    Letztendlich war alles halb so schlimm, nach einer Woche war nicht mehr viel von der Wunde zu sehen.
    Allerdings habe ich wenig Lust das ganze nocheinmal durchzuspielen.
    Es soll auch keine Anleitung zur Nachahmung sein (macht es wenn es geht nicht - der Schnitt ins eigene Fleisch kostet Überwindung und schmerzt ordentlich), ich wollte einfach mal vom Geschehen berichten.

    Viele Grüße
    Geändert von BSsw-KA (28.09.2010 um 09:51 Uhr)

  2. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei BSsw-KA für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Freier Fischer Avatar von doug87
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    Definitiv nicht zur Nachahmung empfohlen....

  4. #3
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    Kann passieren, aber glaube es wäre einfacher den Haken durchzuschieben und abzukneifen.Kostet auch weniger Zeit

  5. #4
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    Das mit dem Aussaugen der Wunde soll man nicht machen, soviel ich gehört habe! Es verstärkt angeblich die Infektionsgefahr und macht auch sonst keinen Sinn. Obs stimmt, dass weiss ich auch nicht...wo sind die Sanitäter unter uns??

    Gruß
    Ole
    Echte Angler essen keinen Honig...Sie kauen gleich die Bienen!

  6. #5
    Allrounder Avatar von Tacklebrother
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    Aus diesem Grund befindet sich in meiner Spin-Ausrüstung dauerhaft ein (qualitativ hochwertiger!!) Saitenschneider.
    Glücklicherweise habe ich ihn noch nie benötigt.
    Allein der Gedanke, mit einem im Gesicht oder an der Hand baumelnden Wobbler, die Notaufnahme eines Krankenhauses zu betreten…

    Gute Besserung
    Tacklebrother
    "Erzähl Leuten, die dich kennen, kein Anglerlatein und schon gar nicht Leuten, die die Fische kennen." - Marc Twain

  7. #6
    Brahma27
    Gastangler
    [quote=AalOle;399092]Das mit dem Aussaugen der Wunde soll man nicht machen, soviel ich gehört habe! Es verstärkt angeblich die Infektionsgefahr und macht auch sonst keinen Sinn. Obs stimmt, dass weiss ich auch nicht...wo sind die Sanitäter unter uns??

    Das stimmt. Im menschlichen Mund sind Unmengen an Bakterien- deshalb ist auch der Biss eines Menschen am gefährlichsten. Am besten etwas bluten lassen und dann steril abdecken. Tetanusimpfung nicht vergessen. Alles andere wird von selbst.
    Grüsse, Nils

  8. #7
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Holtenser
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    Hi

    Wer sich mit einem unsterilem Messer ( Desinfektionsmittel sorgen für Keimarmut nicht Keimfreiheit) in der Hand rumprokelt kann auch guten gewissens die Wunde aussaugen, die Keime von Messer und Haken sind unter Garantie phatogener als alles was in der menschlichen Mundhöhle lebt.

    Nächstes mal haken durchschieben abkneifen verbinden. Sollte der Haken tiefer sitzen ab zum Arzt die Gefahr der Verletzung von Nerven und Sehnen etc ist gerade in der Hand einfach zu hoch. Kann mir etwas besseres vorstellen, als bis ans Ende meines Lebens mit einer Klaue rumzurennen nur weil ich mir einen Nerv zersäbelt habe.

    Gruss
    Olli

  9. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei Holtenser für den nützlichen Beitrag:


  10. #8
    Petrijünger
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    ... und vielleicht auch mal an die Tetanusimpfung denken...

  11. #9
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Hechtforelle
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    Gutes Statement Olli.
    Beim Haken durchschieben abkneifen und verbinden sei noch gesagt das es an dieser Stelle wichtig ist das die letzte Tetanus Impfung nicht länger als 10 Jahre her sein sollte da man sonst auch Probleme kriegen könnte.

    edit: oh, rolling stone war schneller.
    MFG, Nicki

  12. #10
    Friedfischer
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    Hallo,

    Wie gesagt, es ist keine Empfehlung zur Nachahmung!

    Man sollte zumindest halbwegs wissen was man tut. Sowohl was die Stelle betrifft wie auch die Umstände. Tetanus-Impfung halte ich eh für Pflicht - nicht nur wenn eine solche Verletzung auftritt.
    Es ist es fast unmöglich Sehnen und Nervenbahnen an sich selbst kontrolliert zu zerschneiden, die benötigte Kraft bzw. die Schmerzintoleranz sind einfach zu groß dafür dass man dabei einen Schnitt kontrolliert ansetzen kann.

    Ein Saitenschneider hat vielleicht ein Spinnangler immer bei sich - ich nicht. Daher konnte der Haken nicht abgekniffen werden.

    Viele Grüße

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