Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. #1
    Allrounder Avatar von Florian R.
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    Wie verhalten sich Großaale im Drill?

    Hallo Aalspezies, meine frage richtet sich an Leute die schon einmal das Vergnügen hatten einen 90+ Aal zu drillen. Wie kämpft denn ein solches Tier a) im Freiwasser und b) im spärlichen Seerosenfeld? Damit meine ich typische Verhaltensmuster. Sind die Großen erstmal gar nicht vom Grund hochzubekommen, schlagen sie einfach wild um sich und probieren rückwärts zu schwimmen oder legen sie auch mal meterlange seitlich Fluchten hin?

    Wäre nett wenn wir jemand seine Erfahrungen schildern kann. Hatte vorgestern beim Nachtangeln nen Monsterbiss auf 8cm Köfi, den ich erstmal nicht hochbekommen habe weil er sauschwer war und gebockt hat und dann ist er blitzartig 3 Meter nach links in die Seerosen und hat dort die Oberfläche druchbrochen und noch nen Gang zugelegt und mir von der geschlossenen Bremse 2 Meter runtergezerrt eh sich die 40er Monofile nach nem übelsten Platscher verabschiedet hat (Schnurende war rauh, kein Schleim dran).

    Vermute stark, dass es ein Wels war der 120+ Klasse, aber da ich den fisch nicht wirklich gesehen habe im Dunkeln bin ich mir nicht sicher. Große Aale sollen ja auch Mordsfights liefern und richtig Kraft haben.

    Danke für Feedback Flo

  2. #2
    Schnitzeltechniker/Rebell Avatar von Jack the Knife
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    Hi Florian ,

    früher hatte ich öfter das Vergnügen größere Aale zu Drillen , als ich ihnen noch gezielt nachgestellt habe , meine PB´s beim Aal liegen bei 90-100cm , heute gehören sie bei mir gelegentlich zum Beifang in diversen Seen , die keinen Zugang zu Bächen oder Flüssen haben.

    Man muß sie so schnell wie möglich vom Grund hochbekommen , damit sie sich nicht festsetzen können , egal an was .
    Sie nehmen auch schon mal Schnur , ziehen links oder rechts weg , drehen sich um die eigene Achse und legen auch den "Rückwärtsgang "ein , sie probieren mit allen Mitteln sich zu befreien , bzw sich festzusetzen .
    mfg Jack the Knife

    Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.

    Henry Ford, amerikanischer Industrieller

    Pessimisten sind Optimisten mit negativer Erfahrung !

  3. #3
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von 2911hecht
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    Hallo mein grösster Aal war 1,02m,den habe ich in einen kleinen See gefangen.Gebissen hat er auf eine kleine Rotfeder,nach einem Gewitter.Der Biss war am Anfang sehr zögerlich,nur einen Meter Schnur hat er ganz langsam genommen.Danach hat er aber nur noch die Schnur von der Rolle gerissen,ich schätze so 30 bis40 Meter.Nach etwa 2Minuten habe ich angeschlagen,Hacker dachte ich.Die Bewegung in der Rute war aber noch deutlich zu spüren,er war nur im Kraut.Mit etwas mehr Druck gelang es mir den Aal aus dem Kraut zu befreien,er kam dann gleich an die Oberfläche.Der hat total getobt,die Geräusche die der gemacht hat haben mich im glauben gelassen ich habe einen richtig guten Hecht an der Angel!Das Aale solche Kraft haben hätte ich mir nie träumen lassen!Ich musste zweimal Schnur geben,da er einfach mal den Rückwertsgang eingelegt hatte,unglaublich!Kurz vorm Ufer habe ich allen Mut zusammen genommen und ihn einfach nur mit der Rute hinter mir ins Gras geschleudert.Es war mein Fisch des lebens und gleichzeitig Fisch des Jahres in Mecklenburg Vorpommern!2,3kg hatte der Aal,aber kämpferisch gefühlte 10kg.

  4. #4
    Petrijynger Avatar von yog_
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    also große ( ~90er ) aale sind wirklich sehr schwer an der rute, aber nicht sonderlich schnell. sie bauen starken druck auf, versuchen meist richtung versteck/grund zu flychten und liefern imho keine einheitliche flucht - es fyhlt sich eher nach nem dezent wackelnden baumstamm an. dein biss war definitiv ein aal und kein waller, denke ich mal. meine wallerbisse (zumindest hier im rhein) bewegten sich zuerst kaum, um dann wie ein uboot ins tiefe zu ziehen -.-.
    gruß!

    edit : naja, scheinbar gibts kein einheitliches drillverhalten ^^.

  5. #5
    Raubfischfreak Avatar von Tim Kuehn
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    Zitat Zitat von 2911hecht Beitrag anzeigen
    Hallo mein grösster Aal war 1,02m,den habe ich in einen kleinen See gefangen.Gebissen hat er auf eine kleine Rotfeder,nach einem Gewitter.Der Biss war am Anfang sehr zögerlich,nur einen Meter Schnur hat er ganz langsam genommen.Danach hat er aber nur noch die Schnur von der Rolle gerissen,ich schätze so 30 bis40 Meter.Nach etwa 2Minuten habe ich angeschlagen,Hacker dachte ich.Die Bewegung in der Rute war aber noch deutlich zu spüren,er war nur im Kraut.Mit etwas mehr Druck gelang es mir den Aal aus dem Kraut zu befreien,er kam dann gleich an die Oberfläche.Der hat total getobt,die Geräusche die der gemacht hat haben mich im glauben gelassen ich habe einen richtig guten Hecht an der Angel!Das Aale solche Kraft haben hätte ich mir nie träumen lassen!Ich musste zweimal Schnur geben,da er einfach mal den Rückwertsgang eingelegt hatte,unglaublich!Kurz vorm Ufer habe ich allen Mut zusammen genommen und ihn einfach nur mit der Rute hinter mir ins Gras geschleudert.Es war mein Fisch des lebens und gleichzeitig Fisch des Jahres in Mecklenburg Vorpommern!2,3kg hatte der Aal,aber kämpferisch gefühlte 10kg.
    Wirklich sehr Mutig von dir, sowas kann auch schnell in die Hose gehen bei 1.02cm.
    Gruß Tim

  6. #6
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von 2911hecht
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    Da hast Du Recht,es wirklich sehr riskand und ich würde mich heute noch schwarz ärgern wenn es nicht geklapt hätte.Aber Aale dieser grösse zu keschern ist auch gefährlich,das habe ich auch schon erfahren müssen.

  7. #7
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von 2911hecht
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    Im übrigen habe ich den Aal ja gemeldet und wiegen lassen,sein alter wurde auf 50Jahre geschätzt.Ich wollte es nicht glauben,kann das wirklich sein?Und wie kann man das überhaupt feststellen?Kennt sich einer aus von Euch?

  8. #8
    Fischgenießer
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    Hai!

    Hatte mal Anfang-Mitte der 90-er das Vergnügen an 2 privaten Baggerseen zu fischen wo 1964 mit Aalen besetzt wurde nur leider keine eigenen Bilder davon.

    Die meissten waren Breitköpfe von ca. 4 pfd. , die Spitzköpfe hatten meist 2 pdf., einige wiederum allerdings auch 4 pfd.

    Es gab ziemlich viel Hornkraut am Grund, was aber gut nachgiebt. Also bis auf ein Exemplar haben die unter den Bedingungen gar nicht so arg viel Terz gemacht. Man konnte sie ganz gut auch mal ein Stück Schnur nehmen lassen lassen. Im Fliesswasser sieht das aber sicher anders aus....

    Und der eine den ich nicht bekommen hab: da war meine Ausrüstung einfach deutlich zu schwach. Tagsüber, konnte ihn also gut sehen. Hat nahe am Ufer gebissen, war also keineswegs ausgedrillt und hab ihn nur an die Oberfläche bekommen. Da hat er dann ne Zeitlang getobt bei voll gekrümmter Rute, konnte ihn jedoch keinen Zentimeter näher an den Kescher bekommen.

    Geschätzte 5-6 pfd. Hab an derselben Stelle vorher einen von 5,5 pfd erwischt, selbe Angel aber länger laufen lassen. Das ärgert mich heute noch, hätte ihm noch ein Stück Schnur geben sollen.

    Verloren hab ich ihn weil er sich wie doll um die eigene Achse gedreht hat und damit das Vorfach durchscheuerte. Einen Kiefer haben die Burschen ja auch....

    Also pauschal gesagt machen die großen eher bedächtig.
    Nicht wie die kleinen für die man am Ufer eher 3 als 2 Hände braucht. Mit einem geeigneten Kescher gibts bei grossen auch keine Verwicklung im Netz. Kleine hebe ich allerdings immer einfach so raus.

  9. #9
    Petrijynger Avatar von yog_
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    50 jahre? junge, ich angel eh nicht mehr auf aal, aber falls ich jemals noch einen als beifang an der route haben werde, schlage ich die garantiert nimmer ab . krass...

  10. #10
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von 2911hecht
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    Wir reden von einem See nicht von Flüssen,dieser Aal hätte sich niemals Fortpflanzen können!

  11. #11
    Schnitzeltechniker/Rebell Avatar von Jack the Knife
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    Im übrigen habe ich den Aal ja gemeldet und wiegen lassen,sein alter wurde auf 50Jahre geschätzt.Ich wollte es nicht glauben,kann das wirklich sein?Und wie kann man das überhaupt feststellen?Kennt sich einer aus von Euch?
    Hi ,

    das Alter jeden Fisches kann man anhand der Gehörsteinchen/-knöchelchen , auch Otholiten genannt , feststellen .

    Nach einigen Biologen/Wissenschaftlern werden Aale in freier Wildbahn zwischen 10-15 Jahre alt , in Gefangenschaft und in geschlossenen Gewässern sollen sie ,und da streiten die Wissenschaftler , 35-50 Jahre alt werden , andere meinen ein Alter bis 80 Jahre wäre möglich .
    mfg Jack the Knife

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  12. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Jack the Knife für den nützlichen Beitrag:


  13. #12
    Fischgenießer
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    Zitat Zitat von 2911hecht Beitrag anzeigen
    Im übrigen habe ich den Aal ja gemeldet und wiegen lassen,sein alter wurde auf 50Jahre geschätzt.Ich wollte es nicht glauben,kann das wirklich sein?Und wie kann man das überhaupt feststellen?Kennt sich einer aus von Euch?
    Keine Ahnung wie man das feststellen kann (außer Radio-Carbon-Methode), aber 30 Jahre können sie definitiv alt werden. Mein See wurde ja nur 1964 einmal besetzt.

    Kenne noch ein anderes Beispiel: Im Hernsheimer Schlossteich (Worms) wurde beim abfischen mal ein Bursche gefunden der über 12 pfd. hatte und dt. Rekord wenn er mit einer Angel gefangen wäre.

    Nur gibt es da seit langer Zeit keine Zuwanderungsmöglichkeit, außer zur Zeit des 2. Weltkrieges. Später wurden die zuführenden Gräben trockengelegt. Industrie angesiedelt, Grundwasser ist extrem gesunken durch deren Pumpen und Rheinbegradigung. Mein Vater hat mit seinen Kumpels in dem Schlosstümpel während der Nachkriegszeit gefischt.
    Auf große Aale u. A..

    Des glaubt mir jetzt sicher kein Mensch. Außer mein Vater

  14. Der folgende Petrijünger sagt danke an Skronch für diesen nützlichen Beitrag:


  15. #13
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von 2911hecht
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    Zitat Zitat von Jack the Knife Beitrag anzeigen
    Hi ,

    das Alter jeden Fisches kann man anhand der Gehörsteinchen/-knöchelchen , auch Otholiten genannt , feststellen .

    Nach einigen Biologen/Wissenschaftlern werden Aale in freier Wildbahn zwischen 10-15 Jahre alt , in Gefangenschaft und in geschlossenen Gewässern sollen sie ,und da streiten die Wissenschaftler , 35-50 Jahre alt werden , andere meinen ein Alter bis 80 Jahre wäre möglich .
    Das muss man sich mal vorstellen,da habe ich einen Fisch gegessen der wahrscheinlich 20 Jahre älter war als ich.Traurig aber wahr!

  16. Der folgende Petrijünger sagt danke an 2911hecht für diesen nützlichen Beitrag:


  17. #14
    Fischgenießer
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    Das ist doch nicht traurig.
    Eher dass unsere Kinder kaum eine Chance habe das je wieder zu erleben.


    Ist eigentlich nicht eher traurig was man da mitunter aus dem Supermarkt bezieht und munter verzehrt?

    So manch einer am Wasser hinterlässt genug Spuren davon. Aber wehe dem jemand schlachtet seine heilige Kuh um sie zu essen. Sorry, eben werd ich wider OT.

  18. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Skronch für den nützlichen Beitrag:


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