Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 26
  1. #1
    Im Norden zu Hause Avatar von Bernd Zimmermann
    Registriert seit
    06.09.2007
    Ort
    1xxxx
    Alter
    63
    Beiträge
    1.700
    Abgegebene Danke
    3.937
    Erhielt 2.982 Danke für 920 Beiträge

    Internationales Jahr der Artenvielfalt 2010

    Durch die Kormoranproblematik ist ein anderes wichtiges Ereignis noch gar nicht so ins Bewusstsein der meisten gerückt.
    Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2010 zum
    "Internationalen Jahr der Artenvielfalt" erklärt.

    Damit soll auf den akut drohenden Verlust von Tieren und Pflanzen, man spricht hier von "Biodiversität", weltweit aufmerksam gemacht werden.
    Anläßlich eines Festaktes zur Eröffnung des UN-Jahres der biologischen Vielfalt im Naturkundemuseum in Berlin hat unsere Bundeskanzlerin dazu aufgerufen den weltweiten Artenschutz zu stärken, da in beängstigten Tempo Arten und Lebensräume verschwinden.
    Sie unterstützt das Ziel der UN-Initiative, weltweit auf die bedrohte Lebensvielfalt der Erde aufmerksam zu machen.
    Weltweit sind mehr als 16.000 Arten vom Aussterben bedroht, davon ein Viertel aller Säugetiere und ein Drittel aller Amphibien.
    Jedes Jahr wird eine Waldfläche von 13 Millionen Hektar zerstört.

    Durch die Zerstörung der Biodiversität wird die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Lebensgrundlage der Menschen zerstört.
    Vor allen die Armen in den Entwicklungsländern sind die Leidtragenden.

    Auf Naturheilmittel sind mehr al 70% der Weltbevölkerung angewiesen, weil ihnen nichts anderes zur Verfügung steht.
    Desweiteren leben über 3,5 Milliarden Menschen von Lebensmitteln aus den Ozeanen.
    Biologische Vielfalt ist auch die Grundlage von Forschung und Herstellung von Lebensmitteln, dieser Schatz geht unwiederbringlich verloren.

    Der Mensch zerstört seine Lebensgrundlage durch Umweltverschmutzung, Raubbau an natürlichen Ressourcen, Abholzung und Kriege.

    Wichtig ist es auch die Entwicklungsländer in den Prozeß mit ein zu beziehen, da die meisten biologischen Ressourcen aus diesen Ländern kommen, überwiegend von den Industriestaaten genutzt werden, ohne die Ursprungsländer an den Gewinnen zu beteiligen.
    Wenn eine gerechtere Verteilung der Gewinne erfolgen würde, wäre dies ein wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung.

    Deutschland will sich stärker für den Schutz der Biodiversität einsetzen.

    Einen Wermutstropfen gibt es allerdings.
    Von der Gefährdung der "Fauna unter Wasser" insbesondere der Gefährdung der Fische in den Binnengewässern und Ozeanen die den größten Teil der Biomasse darstellen, hören und lesen wir wieder nichts.

    Unerwähnt bleibt regelmäßig dieser wesentliche Bereich unserer Natur.

    Das in den Naturschutz-Gesetzen eindeutig verankerte Staatsziel,
    "Nachhaltige Nutzung der Natur und seiner Güter" wird im Zusammenhang "mit der Unterwasserfauna" insbesondere der "Fischfauna" von interessierter Seite gerne übersehen.

    Deshalb muß der Öffentlichkeit "im Internationalen Jahr der Artenvielfalt" ins Bewusstsein gerufen werden das 74% der in Deutschland vorkommenden Süßwasser-Fischarten in der "Roten Liste" geführt werden.
    In Bayern z.B. sind 80% der kieslaichenden Fischarten gefährdet oder stark gefährdet.
    In anderen Ländern wie z.B. der Schweiz und Österreich sieht es auch nicht viel besser aus.
    Die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Gewässer, die Verbeserung der Lebensräume und damit bessere Überlebenschancen sollte oberstes Ziel
    sein.

    Die Unterwasserwelt ist bei vielen Menschen nicht gegenwärtig.

    Unbesteitbar sind Fische ein wichtiger Bestandteil des äquatischen Ökosystems und ein Indikator für die Qualität unserer Gewässer, da sie sehr sensibel auf Veränderungen reagieren.

    Nur ein ganzheitliches Denken in der umfaßenden Kategorie "biologische Vielfalt (Biodiversität) in der Natur" kann zur Lösung der anstehenden Aufgaben beitragen und sichert eine lebenswerte Zukunft für unsere Enkel und alle nachfolgenden Generationen auf der Erde.

    Die Verantwortung für die Natur in Teilbereichen, einzelne Arten ohne Berücksichtigung des schädlichen Einflußes auf das Ökosystem, eine vermeintliche Schutzbedürftigkeit aus propagandistischen Gründen, wie die Wahl des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010, steht offensichtlich im Widerspruch zu den Zielen der Vereinten Nationen.
    Wie jeder weiß, setzt Artenvielfalt einen effektiven Schutz des Lebensraumes und Ökosystem voraus.

    Wir alle brauchen einen Arten und Naturschutz mit ganzheitlichen Denken zum Wohle unserer Erde.


    Gruß Bernd

  2. Folgende 16 Petrijünger bedanken sich bei Bernd Zimmermann für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Bernd Gutsche
    Registriert seit
    09.12.2007
    Ort
    13189
    Alter
    57
    Beiträge
    541
    Abgegebene Danke
    832
    Erhielt 706 Danke für 284 Beiträge
    Ja Bernd hast du schon recht denn mit der fortschreitenden Industriealisierung nunmehr
    ja auch in China usw. wird es nötig sein umzudenken wenn unser Planet noch ein wenig
    weiterexistieren soll.Mehr will ich jetzt dazu erstmal nicht sagen.
    Petri Bernd G.

  4. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Bernd Gutsche für den nützlichen Beitrag:


  5. #3
    Gesperrt Avatar von VDA
    Registriert seit
    04.05.2010
    Ort
    95321
    Beiträge
    8
    Abgegebene Danke
    18
    Erhielt 6 Danke für 5 Beiträge
    Bernd damit wurde der Nagel auf den Kopf getroffen.
    Das ganze Problem geht jeden etwas an, und hört weder vor der eigenen Haustüre auf wo jemand gefärdete Tiere in Terra / Aquarien züchtet, noch endet es unter der Wasserfläche der Gewässer für Vogelschützer.
    Das selbe betrifft uns als Angler wo bei vielen Petrijüngern die Grenze außerhalb des Wassers liegt.
    Doch seit wann kennt die Natur diese Grenzen ?
    Daher ist Grenzübergreifendes Denken angesagt, wo man als Angler nicht nur an seine Nutzfische denkt.
    NaBu , Vogelschutz, Tierschutzvereine, Vereine von Naturfreunden und Angler sollten sich endlich einmal die Hand reichen und sich nicht gegenseitig angreifen.

  6. #4
    Im Norden zu Hause Avatar von Bernd Zimmermann
    Registriert seit
    06.09.2007
    Ort
    1xxxx
    Alter
    63
    Beiträge
    1.700
    Abgegebene Danke
    3.937
    Erhielt 2.982 Danke für 920 Beiträge
    Hi VDA,
    genau das ist die Problematik.
    Anscheinend interessiert sich keiner so richtig für dieses Thama, das eigentlich alle etwas angehen sollte.
    Für die Natur ist es nicht fünf vor zwölf - sondern schon fünf nach zwölf.

    Gruß Bernd

  7. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Bernd Zimmermann für den nützlichen Beitrag:


  8. #5
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Steve1969
    Registriert seit
    16.06.2006
    Ort
    47798
    Beiträge
    500
    Abgegebene Danke
    7
    Erhielt 510 Danke für 182 Beiträge
    Schon recht, ich spreche mal das seit Jahren kaum beachtete Biensterben an
    Seit geraumer Zeit verschwinden immer mehr Bienenvölker spurlos, nach der Bienenmilbe und anderen eingeschleppten Krankheiten ist dies die größte Katastrophe welche kaum beachtet wird.

    Schon Einstein sagte, zuerst stirbt die Biene dann der Mensch!

    Aber was will man auch schon erwarten, in einer Gesellschaft in der Profit und Reichtum über alles zählt und wo der mensch vor sich selber auch nicht halt macht.

    Am Ende bleibt eigentlich nur ein Fazit das die Erde auf uns nicht angewiesen ist, wir aber auf die Erde und wir tun unser Bestes das wir uns auf Dauer nicht überleben.

    So sind wir Menschen aber nunmal, dumme, gierige haarlose Affen die den Baum auf dem sie sitzen schon lange selber angezündet haben.

    Selbst solche Ansinnen wie das Jahr der Artenvielfalt sind doch wieder mal Augenwischerei der nichtsnutzigen Politikerkaste, wir sollten uns lieber mal Gedanken um unseren Schutz machen

    Nur frage ich mich ob der Mensch als Spezies es überhaupt wert ist....

  9. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei Steve1969 für den nützlichen Beitrag:


  10. #6
    Profi-Petrijünger
    Registriert seit
    28.11.2007
    Ort
    91611
    Beiträge
    187
    Abgegebene Danke
    249
    Erhielt 68 Danke für 48 Beiträge

    Biodiversität

    Hier wird wieder ein Stück freifließendes Gewässer bedroht:
    http://rettetdiemur.at/unterschreiben/

  11. Der folgende Petrijünger sagt danke an Ossipeter für diesen nützlichen Beitrag:

    VDA

  12. #7
    Gesperrt Avatar von VDA
    Registriert seit
    04.05.2010
    Ort
    95321
    Beiträge
    8
    Abgegebene Danke
    18
    Erhielt 6 Danke für 5 Beiträge
    Danke Peter, denn solche Problematik kannte ich von der Isar her.

    Steve dein Beispiel passt genau .
    Gärten werden am liebsten mit Staubsauger gereinigt, und man wundert sich, wenn die Kirsche wenig trägt. Hornissennester werden aus Nistkästen geworfen, aber man regt sich auf, wenn man " Schädlinge " im Garten hat.
    An den Ufern von Gewässern werden Erdwespenlöcher zugestampft , nur weil man schon immer auf den Fleck angelte und Angst vor den Wespen hat.
    Angler füttern Neugierige Schwäne an, und sich am nächsten Tag sauer weil sie immer wieder kommen und in die Schnur schwimmen.
    Dann werden sie mit Stöcken , Steinen und der Schleuder verjagd.

  13. Der folgende Petrijünger sagt danke an VDA für diesen nützlichen Beitrag:


  14. #8
    Im Norden zu Hause Avatar von Bernd Zimmermann
    Registriert seit
    06.09.2007
    Ort
    1xxxx
    Alter
    63
    Beiträge
    1.700
    Abgegebene Danke
    3.937
    Erhielt 2.982 Danke für 920 Beiträge
    Denke den meisten ist es egal was mit der Natur passiert.
    Das beste Beispiel ist die momentale Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.
    Man denkt mit der heutigen Technik ist alles möglich, doch weit gefehlt.
    Wenn ich dann die Sprüche von BP höre, so schlimm ist es nicht wir bekommen es schon in den Griff, Geld ist genügend vorhanden, da gehen meine Nackenhaare hoch.
    Den bedrohten Fischern hat man von Seiten von BP jetzt einen 5000 Dollarscheck in die Hand gedrückt, damit erstmal Ruhe ist.
    Was das ganze für weitreichende Folgen für das Ökosystem hat interessiert eigentlich niemanden so richtig.
    Irgenwie wird das schon wieder.
    Man regt sich über das schlechte Wetter und den Klimawandel auf, im selben Atemzug werden täglich mehrere Hetar Regenwald abgeholzt.
    Der Regenwald ist ja weit weg.....
    Aber dass, das für unser Klima sehr entscheidend ist geht bei den meisten nicht in die Birne.
    Aber man muß ja gar nicht so weit gehen, wenn man sieht wie in Deutschland teilweise mit der Natur umgegangen wird sträubt auch das die Nackenhaare.

    Gruß Bernd

  15. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Bernd Zimmermann für den nützlichen Beitrag:


  16. #9
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Thunfisch
    Registriert seit
    06.12.2005
    Ort
    64625
    Alter
    56
    Beiträge
    2.295
    Abgegebene Danke
    7.999
    Erhielt 5.609 Danke für 1.635 Beiträge
    Zitat Zitat von Bernd Zimmermann Beitrag anzeigen
    Anscheinend interessiert sich keiner so richtig für dieses Thama, das eigentlich alle etwas angehen sollte....
    ...Denke den meisten ist es egal was mit der Natur passiert....
    Hi Bernd,

    erstmal Danke für deinen Eingangsbeitrag.
    Allerdings ist das Thema auch nicht ganz einfach und wird von allen möglichen Interessengruppen entsprechend ihrer Ausrichtung interpretiert und zurechtgedeutet. Es tut zwar weh, aber ich will das mal an einem Beispiel verdeutlichen, das hier in der FiHi grade diskutiert wird und diese Mentalität ganz gut beschreibt.

    "Biodiversität" bedeutet zunächst mal lt. Wiki:

    Biodiversität oder biologische Vielfalt bezeichnet gemäß dem Übereinkommen über biologische Vielfalt (CBD) die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören. Dies umfasst die Vielfalt innerhalb der Arten (Artenvielfalt) und zwischen den Arten und die Vielfalt von Ökosystemen.[1] Sie bezieht sich entsprechend auf alle Aspekte der Vielfalt in der lebendigen Welt.
    Das Beispiel ist der Tröt "Ein kleines Paradies wurde platt gemacht".
    Was hier als "Paradies" beschrieben wird, ist natürlich in den Augen jedes Anglers tatsächlich eins. Aus Sicht der Biodiversität hat aber die Artenvielfalt nach der "Renaturierung" zugenommen. Die vorher künstlich angelegte Wasserfläche hat mit Sicherheit nicht annährend so vielen Arten einen Lebensraum geboten, wie das jetzt der Fall ist. Schon 07 habe ich die Frage gestellt "So schön das erste Foto von Spaik für uns Angler auch aussieht, von einer "Naturlandschaft" (was auch immer das sein soll..) ist dieser Stausee doch noch etwas entfernt, oder? Sicher war das mal ein idyllisches Tal in dem ein kleiner Bach sich seinen Weg suchte, bevor dort der (künstliche) Damm errichtet wurde. Leider wurde dann durch den Dammbau der "Lebensraum anderer Lebewesen" zerstört. Oder interessiert uns - betriebsblind wie wir sind - nur alles was Flossen trägt?"

    Biodiversität zu erreichen, kann nämlich auch mal gegen die eigenen Interessen gehen. Dann interessiert es plötzlich niemanden mehr, wie wertvoll eine Trockenwiese sein kann, dass die Rückkehr zuvor vertriebener Arten tatsächlich ein Erfolg ist, auch wenn es sich "nur" um Schmetterlinge handelt - schließlich ist ja ein Angelparadies zerstört worden.

    Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: mich hätte es auch tief getroffen, wenn das mein Revier gewesen wäre. Auch ich hätte zuerst den Schaden an der Fischwelt beweint und auch die Tatsache, dass die Vielfalt nach dem Rückbau zugenommen hat, wäre da nur ein kleiner Trost gewesen. Aber so ist das nun mal, wir können nicht nur nach Renaturierung rufen und Appelle für den Schutz der Biodiversität beklatschen um dann, wenn wir plötzlich bei der Ausübung unseres Hobbys negativ betroffen sind, in Tränen auszubrechen und die Initiatoren als Idioten beschimpfen.
    Nur mal so zum Nachdenken...

    Gruß Thorsten

  17. Folgende 6 Petrijünger bedanken sich bei Thunfisch für den nützlichen Beitrag:


  18. #10
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Bernd Gutsche
    Registriert seit
    09.12.2007
    Ort
    13189
    Alter
    57
    Beiträge
    541
    Abgegebene Danke
    832
    Erhielt 706 Danke für 284 Beiträge
    Ich verstehe Bernd Z.sein Anliegen und werde es bei unserem 1.Angeltreffen (was am 5.6.
    bei Falkenrehde stattfindet) auch diskutieren.

  19. #11
    Im Norden zu Hause Avatar von Bernd Zimmermann
    Registriert seit
    06.09.2007
    Ort
    1xxxx
    Alter
    63
    Beiträge
    1.700
    Abgegebene Danke
    3.937
    Erhielt 2.982 Danke für 920 Beiträge
    Hi Thorsten,
    über den Begriff "Biodiversität" könnte man bestimmt noch längere Diskussionen führen.
    Zum Beispiel, was ist ein Moor oder ein Vogel usw. usw. in Euro wert.
    Das sind z.B. Überlegungen die von politischer Seite ausgehen, es muß alles in Zahlen ausgedrückt werden.
    Dabei ist Natur nicht mit Geld auf zu wiegen.
    Ich sehe das ganze nicht nur aus anglerischer Sicht, sondern in der Gesamtheit.
    Nur was mich immer ein bisschen in Erstaunen setzt, das was sich unter der Wasseroberfläche befindet sieht man einfach nicht (oder will es nicht sehen).
    Aber wie es im Leben so ist, es gibt immer zwei Seiten und jeder sieht es aus seiner Sicht.

    Gruß Bernd

  20. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Bernd Zimmermann für den nützlichen Beitrag:


  21. #12
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Thunfisch
    Registriert seit
    06.12.2005
    Ort
    64625
    Alter
    56
    Beiträge
    2.295
    Abgegebene Danke
    7.999
    Erhielt 5.609 Danke für 1.635 Beiträge
    Hi Bernd,

    der reine Begriff "Biodiversität" ist zunächst völlig wertfrei. Es gibt keine wertvolle, teure oder gute bzw. schlechte Biodiversität.
    Wie du ja schon ausgeführt hast, soll das "Internationalen Jahr der Artenvielfalt" auf den akut drohenden Verlust von Tieren und Pflanzen hinweisen und etwas die Sensibilität für das Thema wecken.

    Aber natürlich kommt auch ganz schnell das Geld ins Spiel. Nehmen wir das Beispiel von Steve, die Bienen. In den USA gibt es mittlerweile einen riesigen Bienenmarkt. Dort werden Bienen tatsächlich als Zeit- und Leiharbeiter verkauft. In der Phase, in der große Monokulturen zwingend auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen sind, werden tausende von Bienenvölkern von Ort zu Ort gefahren um gegen gutes Geld einen Job zu verrichten. Früher, als es noch Wiesen gab, die Bienen über das ganze Jahr ernähren konnten, war das selbstverständlich nicht nötig.

    Schon dieses eine Beispiel zeigt, dass wir den Verlust von Artenvielfalt u.U. teuer bezahlen müssen.

    Nur was mich immer ein bisschen in Erstaunen setzt, das was sich unter der Wasseroberfläche befindet sieht man einfach nicht (oder will es nicht sehen).
    Genau! Das hat dazu geführt, dass so etwa ab mitte der 70er Jahre fast nur noch Fische mit Geschwüren durch die Nordsee dümpelten. Man hat es halt einfach nicht gesehen, welche Konsequenzen das dumme aber billige Verklappen von sog. "Dünnsäure" auf die Umwelt hat. Erst als Naturschützer darauf aufmerksam machten und die Fischereiindustrie einfach zu viel Ausschuß produzierte (wer kauft schon Geschwürschollen) wurde darüber nachgedacht...
    Gelernt haben wir seit dem nix. Auch heute noch denkt BP, sie könnten den Schaden im Golf mit Geld ausgleichen. Welche komplex zusammenhängenden Lebensgemeinschaften dort nachhaltig zerstört werden, wird sich erst nach und nach zeigen. Übrigens steht - nicht nur dort - der Mensch mittendrin in der Lebensgemeinschaft und ist damit natürlich auch betroffen vom Verlust der Artenvielfalt...

    Gruß Thorsten

  22. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Thunfisch für den nützlichen Beitrag:


  23. #13
    Im Norden zu Hause Avatar von Bernd Zimmermann
    Registriert seit
    06.09.2007
    Ort
    1xxxx
    Alter
    63
    Beiträge
    1.700
    Abgegebene Danke
    3.937
    Erhielt 2.982 Danke für 920 Beiträge
    Hallo Thorsten,
    irgendwann wird es auch der letzte Mensch verstanden haben das man Geld nicht essen kann.
    Man muß die Menschen immer wieder für die Natur sensibilisieren.
    Ich finde es gut, das auch wir als Angler einen kleinen Beitrag zum Erhalt unserer Natur beitragen können.

    Gruß Bernd

  24. Der folgende Petrijünger sagt danke an Bernd Zimmermann für diesen nützlichen Beitrag:


  25. #14
    .
    Registriert seit
    08.01.2009
    Ort
    72622
    Alter
    57
    Beiträge
    2.002
    Abgegebene Danke
    2.406
    Erhielt 4.053 Danke für 1.310 Beiträge
    Zitat Zitat von Thunfisch Beitrag anzeigen



    Man hat es halt einfach nicht gesehen, welche Konsequenzen das dumme aber billige Verklappen von sog. "Dünnsäure" auf die Umwelt hat.
    Gruß Thorsten
    Hallo Thorsten,

    das hast Du aber schön geschrieben. Ich würde eher sagen, man hat es nicht sehen wollen bzw. sogar bewusst verschwiegen. Genauso siehts oder sah es doch mit legaler Einleitung von Industrieabwässern in Flüssen wie den Rhein aus. Von den illegalen Mengen ganz zu schweigen.

    Grüße Thomas

  26. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei schweyer für den nützlichen Beitrag:


  27. #15
    Rückkehrer
    Registriert seit
    18.03.2008
    Ort
    8
    Beiträge
    498
    Abgegebene Danke
    1.395
    Erhielt 1.126 Danke für 285 Beiträge

  28. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei CasaGrande für den nützlichen Beitrag:


Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Foren-Regeln Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
HTML-Code ist an.

Lesezeichen