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  1. #1
    Petrijünger
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    Südjüdland - Rodekro und Frueskov

    Wir waren am zurückliegenden WE auf Junggesellenabschieds-Tour (vom Willi) nach DK; wir (das sind: sein Bruder Harry, sein kommender Schwager Patrick, sein Arbeitskollege Kai, wir zwei dicke Kumpels (Krauthi und ich) sowie Herr Willi höchst selbst) sind am Donnerstag gegen 24:00 Uhr in Rheinland-Pfalz mit drei Autos Richtung Norden aufgebrochen um etwa nach 6,5 Stunden Fahrt (incl. Pause) und 670 Km in Rodekro am Freitag morgen in der Dämmerung am See 1 anzukommen. Vorherrschende Windstärke 8-9, in Böen 10-teils 11, wir blieben direkt vorne an der Kante, so dass die Hälterung wurftechnisch sehr gut für uns zu erreichen war.

    Auspacken (das Angel-Gerödel lag natürlich zuoberst, waren ja auch keine Frauen dabei ), Thermoklamotten an und ab dafür, 07:02 Uhr, die erste Montage versinkt im See... 07:02 Uhr und 35 Sekunden - BISS - anschlagen - Willi hat die erste Trutte per PB (grün) und BiMa an Grundmontage überreden können - es sollten weitere folgen ... !

    Wasserqualität des See 1 = überragend, sehr klar und neutral riechend (da haben wir in DK leider auch schon anderes erlebt)

    In der Folge dann nach dem Hellwerden Karten beim "rollenden Boten" gekauft und dann den (Gott sei Dank) sehr frühen Besatz abgewartet... was aber (noch vor dem Besatz) schon alles los war im See - das sprengte unsere kühnsten Vorstellungen von den "mächtigen Restbeständen" des Preisangelns letzte Woche !!! Die Tiere waren an jeder Ecke aktiv und katapultierten sich teil spektakulär aus dem Wasser !!

    Wir angelten gemischt mit je einer aktiven und einer ruhenden Rute, letztgenannte brachte mit 2-3 m Vorfächern auftreibend an Grundbleimontage ziemlich sicher den Fisch, jedenfalls die meisten an diesem Tag.

    Der Wind war in der Angelzeit manches mal ein echtes Problem, da beim Schleppen leider nicht immer zeitgerecht für den Angler klar war, ob dass nun ein vorsichtiger Anfasser der Fische oder wieder die heftige Folge einer Böe war, die da die Spitze bzw. die Schnur in Bewegung kommen ließ. Nichts desto trotz wurde geworfen, was die Ruten hergaben und alles wurde gut.

    Tagesendergebnis am Freitag nach 8 Stunden Rutenbewegung: Willi schlappe 7 oder 8 Stück (bis 3,5 Kilo), Kai hatte 3, Patrick 2, Krauthi und Harry hatten leider kein Glück und verloren 3 oder 4 durch Ausschlitzen des Hakens vor dem Keschern (durchweg alle Fische hatten sehr vorsichtig und knapp gebissen) und meinereiner konnte ein 9,5 Pfd-Exemplar per Schleppen auf "Kuss der Schlange" in weiß (1 gr an 4m-Sbirovorfach geschleppt) zum Landgang überreden.

    Samstag morgen waren wir ab 05:00 Uhr in Frueskov - um es kurz zu machen: Saubere Anlage, aber weeeesentlich kleiner in Realtität denn es die geschickt aufgenommenen und eingestellten Internetvideos glauben machen wollen.
    Besatz war irgendwie Glücksache, denn von den eigentlichen Kilos des Samstagbesatzes (lt. I-Net 225 Kilo) kamen für die über anwesenden 40 Angler um 09.00 Uhr etwa 40-50 Kilo und gegen 12 Uhr nochmals knappe 40 Kilo ins Wasser - vom beworbenen EXTRABESATZ (200 Kg - direkt "vor die Füße der Angler") war leider gar nicht zu sehen... . die Fische wurden nur an der Schutzhütte ausgesetzt - alleine das widerspricht allen Versprechungen !

    Zweifelsohne ein sehr freundlicher Besitzer, Wasserqualität im deutlich akzeptablen Bereich, Toiletten und Schlachtraum pikobello - nur fiel die Angelei für nahezu alle Anwesenden (also nicht nur bei uns) sehr übersichtlich bei bestem Forellenwetter aus... Wir konnten (mühsam) erangeln: Krauthi 3 (davon 2 größere Goldis mit 4-5 Pfd), Willi und Kai je 2 Goldis (bis knapp 3 Pfd), der dreifache Rest : Fehlanzeige. Die restlichen Angler fingen die ein oder andere goldige, "Lachse" waren sehr rar und irgendwie nicht an die Rute zu bekommen, egal welche Methode versucht wurde (und das waren nicht wenige).

    Fazit: Relativ teurer Spaß (was anderes soll es ja in diesen Anlagen auch nicht machen) für Leistungen, die leider nicht oder nur zu geringen Teilen erbracht wurden.
    Ja, auf die Verteilung des Besatzes auf bis zu 5 x wurde hingewiesen - was nützt das aber den Anwesenden, die nach 8 Stunden den See verlassen müssen und bis dahin nur 2 x einen sehr dürftigen Teil (für die eigentlich ausgelobten 425 Kilo) des Besatzes erleben durften - da bleibt leider ein sehr bitterer Nachgeschmack ... !!

    Sonntag wieder Rodekro - das gab`s auch nach langer, durchzechter und lustiger Junggesellenabschiedsnacht in Flensburg mit manchem "Highlight" (der Kavalier genießt und schweigt - und steigert so die Neugier der mitlesenden Damenwelt ) keinerlei Zaudern, Zögern oder Nachdenken (schon gar nicht nach der teils negativen Erfahrung des Vortages in Fruskov, das nur 6 Autominuten vom Haus entfernt war) - ab 07:30 Uhr am Wasser bei minus 2 Grad, strahlendem Sonnenschein und fast keinem Wind - eventuell noch vorhandener Restalkohol wurde ratzfatz durch heftiges Rutenschwingen ab 08.00 Uhr beim Schleppen abgebaut .

    Auch hier wieder das "Phänomen" Willi - die ersten drei Einwürfe des Morgens mittels stat. Montage (mit PB grün und Bima, 2 m auftreibend) brachten ihm noch im Absinken (in der Nähe der Hälterung) die ersten drei Fische - alle 3-5 Pfund schwer.

    Dann machten die Fische und wir eine Fangpause, die bei Harry, Patrick und mir für den Rest des Tages anhielt - Herr Willi ( auch der Herr Könisch genannt ) legte so richtig los - Abschluss-Endergebnis nach 6 Stunden manch toller Drills :

    1 x Klopper von 7.684 Gramm - Tagesrekord - hätte eine Woche vorher zum 1. Preis verholfen

    Weitere acht Trutten mit Stückgewichten von 3- knapp 8 Pfund ==> Tagesergebnis (nur für Willi) : amtlich gewogene 23.600 Gramm !

    Die wenigen Bilder am Ende des Beitrages zeigen die Ausbeute unseres "Fishing-Hereos".
    Die im letzten Bild abgelichteten drei Herren konnten gestern Mittag binnen 1,5 Stunden per Fliegenrute am 1er ebenfalls hervorragende Fänge erzielen, die schweren Expemplare waren mit 1 x über 6 Kg, 1 x 5,5 Kg sowie 1 x knapp 5 Kilo (plus die "Kleineren") zu verzeichnen .

    Fazit zu Rodekro: Netter, freundlicher Besitzer, sehr nette Cheffin, netter Mitarbeiter, tadellos saubere und sehr gebrauchsfähige Anlage (sowohl die Gewässer als auch deren Umfeld/Schlachthaus/Toilette/Service im Kiosk), die zu zahlenden Preise (für`s Angeln) sind für die erbrachte Gegenleistung (Besatz "satt" - an beiden Tagen!!!! - da mag sich der Herr aus Frueskov unbedingt und sehr gerne mal ein Beispiel dran nehmen...) voll in Ordnung !

    Wer u.U. etwas zum Meckern findet/finden will , hat bis dato wahrscheinlich noch nicht die erforderlichen Vergleichserlebnisse (wie wir) gemacht - diese Anlage wird uns bestimmt wieder sehen.

    Liebe Grüße von einem mittlerweile "ausgeschlafenen" Eddy (nur 9 Stunden Schlaf in 96 Stunden Erlebnistour sind eben für ältere Menschen nix mehr) - der über das Erlebte (nicht nur beim Fischen) das Grinsen noch nicht aus dem Gesicht bekommen hat.

    P.S. 1: Weitere Fotos sollen alsbald auf der HP von Kronen-Kurt folgen - sagte seine Frau

    P.S. 2: An alle, die denken, dass man mit 0,18er Vorfächern diesen teils "Trümmern" von Fischen nicht Herr werden kann - wir haben ausschließlich mit 0,18 (entweder Gamakatsu-Fertig-Haken 10er mit 0,18er-Schnurr oder FC 1 von STROFT in 0,18er Stärke) an 0,20er Hauptschnur (auch von STROFT - was sonst) geangelt - da ist bei sehr gut eingestellter Bremse an einer halbswegs vernünftigen Rolle und einer vernünftigen Rutenwahl (Feeder- oder Matchruten bis 4,50, schön weich) kein einziger Fisch abgerissen ... nach dem Fang der größeren Exemplare macht man sich ganz einfach mal ein neues Vorfach dran, kostet zwar die Winzigkeit von ca. 20 - 40 Cent, lohnt sich aber .

    Die (zumeist) älteren "Alles- und Alles-Besser-Wisser" von gestern (das die alle aus Berlin kamen, war bestimmt Zufall ), die mit 0,25er Vorfach und teils 0,35 Hauptschnur an brandungsrutenartigen Fischfanggeräten zugange waren/sind, wundern sich dann lautstark darüber, dass sie nix fangen und (Originalzitat quer über den See gegen 11.30 Uhr) "wir denen all deren Fische wegfangen" - Megabrüller !!


    P.S. 3: Für alle aufmerksamen Bildbetrachter - ja, mein 10-jähriger hat das Datum der Kamera beim "Herumspielen" und Ausprobieren letzte Woche wohl verstellt, habe ich erst beim Betrachten der Bilder bemerkt und bitte mir diese "Unschärfe" nachzusehen.

    Und hier die Fotos :

    1.) Junggesellen-Abschiedsklopper = 7.684 Gramm

    2.) Fangergebnis vom 18.10.09 = 23.600 Gramm total

    3.) Vor der Zerlegearbeit der großen Trutte

    4.) Filets "satt"

    5.) Fangergebnis der "anderen Kolonne "
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  2. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Elfchen_19 für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Petrijünger
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    Hallo.

    Vielen Dank für den Bericht. Sehr schön.

    Überlege, schon die ganze Zeit, ob ich da auch einmal hinfahre.
    Dänemark ist immer eine Reise wert.

    Das mit dem "groben" Gerät fällt mir aber auch hier in Deutschland auf.
    Schon erstaunlich mit was für Knüppeln und Tauen die unterwegs sind.

    Ich habe da noch ein paar kurze Fragen.
    Kannst Du was zu den anderen Teichen dort sagen ?
    Es soll ja vier davon geben - einer nur für Gruppen.
    Irgendwelche Infos über die Zimmervermietung vor Ort aufgeschnappt ?
    http://rodekro-fiskepark.dk/index.php/1301077


    herzlichst
    nicksen

  4. #3
    Petrijünger
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    ...

    Ich habe da noch ein paar kurze Fragen.

    Kannst Du was zu den anderen Teichen dort sagen ? Es soll ja vier davon geben - einer nur für Gruppen.


    Stimmt, die Nr. 4 ist nur für Anmietung gedacht, wurde mir von Anglern vor Ort erzählt. wenn Du einmal für Deine Stundenzahl bezahlt hast, darfst Du zwischen den teichen 1-3 nach Deinem Gusto wechseln, wie's Dir beliebt.
    Zum angeln an 2 und 3 kann ich nichts sagen, habe aber nach Angelschluss in der Hütte mitbekommen, dass dort eigentlich auch gut besetzt und gefangen wurde.

    Irgendwelche Infos über die Zimmervermietung vor Ort aufgeschnappt ?

    Ausser, dass die dort am Eingang zur Anlage befindlichen Hütten ziemlich teuer sein sollen (sie sehen leider auch sehr klein und spartanisch aus) keine weiteren Infos.
    Ggf. orientierst Du Dich ja mal in der Nähe nach einer Provatunterkunft oder einem kl. Appartment - dürfte jetzt in der kalten Jahreszeit für sehr kleines Geld zu bekommen sein. So hat unser erst 3 Jahre altes 6-Mann-Haus ca. 35 km weiter (direkt an einer Marina am Flensbug-Fjord auf dänischer Seite gelegen) incl. eingebauter Sauna und Whirpool für eine Woche nur 400 Euro gekostet - im Sommer wäre mehr als das Dreifache für die identische Mietdauer zu bezahlen.

    Petri Heil dort und viel Spaß

    Eddy
    Geändert von Elfchen_19 (12.11.2009 um 21:05 Uhr)

  5. #4
    Petrijünger
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    Ok.
    Vielen Dank für die Antwort.


    herzlichst
    nicksen

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