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  1. #1
    Petrijünger
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    Spiegelkarpfen sterben

    Hallo,
    habe einen Weiher mit 4000² m Wasserfläche und mir sterben jeden Tag so 20 Karpfen, sind bestimmt schon 80 Stück und zwar hab jetzt einen gefangen der kurz vorm Sterben war, hab mir denn Karpfen angeschaut und mir ist aufgefallen das der Karpfen weiße Flecken an denn Kiemen hat und die Augen weit nach innen stehen bzw eingefallen sind !?

    Was ist das für eine Krankheit und was kann man dagegen tun ?

    Danke schon mal !.
    Geändert von Achim P. (24.05.2009 um 13:54 Uhr) Grund: Rechtschreibung u. Satzzeichen angepasst!

  2. #2
    Steinbachangler Avatar von Steinbachfischer
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    Habe mal was im Internet gesucht. Könnte bei dir der Fall sein.

    Das Koi Herpes Virus (KHV), eine höchst infektiöse Fischkrankheit, kann bei gewöhnlichen Karpfen zu einer erheblichen Sterblichkeit führen. Historisch gesehen trat der erste Ausbruch des KH-Virus erstmals 1998 auf, wurde dann 1999 in Israel bestätigt. Seitdem wurden Fälle in den Vereinigten Staaten, Europa und Asien gemeldet.

    Jetzt hat die Seuche Europa erreicht und in Thüringen und Sachsen bereits in zwei Teichwirtschaften zum Tod von insgesamt 150 Tonnen Speisekarpfen geführt. Fischereiverbände fordern deshalb dringend, beim Handel mit Kois Gesundheitszertifikate und Grenzkontrollen zur Pflicht zu machen und bei Verdachtsfällen Quarantänemaßnahmen vorzuschreiben

    Was ist KHV? Gegenwärtig wird das KHV als ein DNA-Virus klassifiziert, zugehörend zur Virusfamilie Herpesviridae(d.h. Herpesvirus). KHV wurde in Koi- und Speisefischen diagnostiziert. Andere verwandte Cyprinidenrassen wie zum Beispiel der gemeine Goldfisch und der Graskarpfen scheinen vom Koi Herpes Virus unberührt zu bleiben. Wie bei anderen Herpes-Virus-Infektionen wird angenommen, dass das Virus latent im infizierten Fisch verbleibt. Dem Virus ausgesetzte oder bereits erholte Fische sollten daher als potentielle Krankheitsüberträger angesehen werden.

    KHV kann den Verlust von 80-100% der betroffenen Population bedeuten. Am anfälligsten scheinen die Fische bei Temperaturen zwischen 22 Grad Celsius und 27 Grad Celsius zu sein. Diese Viruskrankheit befällt Tiere verschiedenen Alters, jedoch haben Studien mit verschieden alten Fischen gezeigt, dass Jungfische anfälliger für die Krankheit sind als Erwachsene.

    Wie macht sich KHV bemerkbar ? Das Krankheitsbild des KHV ist oft unspezifisch. Die Sterblichkeit kann bei betroffenen Populationen sehr schnell einsetzen, erste tote Fische sind bereits nach 24 bis 48 Stunden nach dem Einsetzen der ersten Krankheitszeichen zu beobachten. In experimentellen Studien starben 82% der Fische, die dem Virus bei einer Temperatur von 22 Grad Celsius ausgesetzt waren, innerhalb von 15 Tagen. Eine KHV - Infektion kann schwere Kiemenverletzungen und Sterblichkeitsraten verursachen.

    In manchen Fällen scheinen bakterielle und parasitäre Infektionen, die die eigentlichen Schäden, die das Virus hervorruft, verdecken, das naheliegendste Problem zu sein. Verhaltenstechnisch verweilen infizierte Fische oft an der Wasseroberfläche, schwimmen lethargisch und weisen Atemnot und unkoordiniertes Schwimmverhalten auf. Äußere Anzeichen können Kiemennekrosen mit weißen und roten Flecken (ähnlich der Columnariskrankheit), blutende Kiemen, eingesunkene Augen, blasse Flecken oder Blasen auf der Haut sein. Mikroskopische Untersuchung der Kiemenlamellen offenbaren oft hohe Zahlen an Bakterien und verschiedene Parasiten.

    Innere Anzeichen des KHV sind uneinheitlich und unspezifisch, aber sie können Verklebungen in der Leibeshöhle und gesprenkelte Erscheinungen der inneren Organe hervorrufen. Koi mit Kiemennekrosen weisen oft weiße und rote Flecken auf. Diese Nekrosen können den Anzeichen der Kolumnariskrankheit entsprechen.

    Wie werden Fische mit dem Koi-Herpes-Virus infiziert? Der Herpesvirus, der für KHV verantwortlich ist, scheint sich gleichermaßen auszubreiten, wie die meisten Viren. Übertragungsmethoden sind direkter Kontakt mit infizierten Fischen, mit Flüssigkeiten infizierter Fische und/oder mit Wasser oder Schlamm infizierter Systeme. In Abhängigkeit der Wassertemperatur können sich Fische, die dem Virus ausgesetzt sind und befallen werden, mit dem Virus infiziert werden und entwickeln dann die Krankheit und sterben oder werden zu Trägern des Virus.

    Wie beeinflusst die Wassertemperatur die KHV-Krankheit? Der Virus scheint eine Inkubationszeit von 14 Tagen zu haben, aus der Folge der Einführung infizierter Fische zu gesunden Fischen. Allerdings kann die Inkubationszeit länger dauern, infolge entsprechender Temperatur und möglicherweise kann ein zweiter Auslöser notwendig sein, Krankheitsausbrüche auftreten zu lassen. Sterblichkeit, die auf das Auftreten des KHV zurückzuführen sind, treten typischerweise bei Temperaturen zwischen 18° und 27° Celsius auf. Fast keine Sterblichkeit ist bei Fischen, die unter 18°C gehalten werden aufgetreten, und es gibt keine Berichte, wonach die Krankheit bei oder über 30°C aufgetreten wäre.

    Woher weiß ich, ob meine Fische KHV haben? Positive Diagnosen von KHV erfordern verschiedene Testmethoden in Zusammenarbeit mit einem Fischgesundheitsspezialisten und einem Diagnoselabor für Fischkrankheiten. Direkte Methoden beinhalten Prozeduren, die nach gegenwärtigen Viren oder "Virenteile" suchen. Indirekte Methoden beinhalten Prozeduren, die statt nach Viren oder Virenteilen zu suchen, stattdessen nach Immunreaktionen (z.B. Antikörper) suchen.

    Viele Grüße Steinbachfischer

  3. Folgende 9 Petrijünger bedanken sich bei Steinbachfischer für den nützlichen Beitrag:


  4. #3
    Boiliebademeister Avatar von RedScorpien
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    also ich denke mal das es was mit dem ph wert zu tuhn hat denn
    starke abweichung des ph werts führen bei fischen zu schweren schädigungen
    säurekrankheiten sprich zu niedriger ph wert
    meist grauer schleier auf den kiem und die kiem selber sind braun gefärbt

  5. #4
    Petrijünger
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    was kann man dann machen wenn Es die Koi krankheit ist ?
    und was bei zu hohen Ph wert ?weil sterben nur Karpfen schleien nicht mal die kleine bachforellen sind zwar nur 5 stück drin .
    was ist ein zu hoher ph Wert ?

    danke schon mal

  6. #5
    Boiliebademeister Avatar von RedScorpien
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    okay da die anderen fische nciht aussterben denke ich mal das es nicht an einem zu niedrigen ph wert liegt am besten mal ein tierarzt holen und der kann das problem deiner fische 100% bestimmen ferndiagnose und dazu zu einer handlung raten ist nciht vielversprechend denn ich will dir keine tipps geben wenn es nicht daran liegt und du das ganze vieleicht verschlimerst und dan heist es ich habe gesagt das sollst du so machen


    also mein tipp

    ruf dir ein tierarzt und der sollte sich deine fische angucken und dann weiste was sache ist
    Geändert von RedScorpien (24.05.2009 um 13:54 Uhr)

  7. #6
    Petrijünger
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    Ja versteh ich schon bin froh über jeden tip !

  8. #7
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    Hi,

    was Du beschreibst, passt leider zur klassischen Symptomatik der Koi-Herpesvirose ... Bitte sorge dafür, dass Fische aus dem Weiher zur Untersuchung gebracht werden und vorerst keine Fische aus Deinem Weiher in andere Gewässer gelangen.

    Gleichzeitig solltest Du den Lieferanten des aktuellen Besatzes im Weiher darüber informieren, dass Du besagte Probleme hast.

    Viele Grüsse

    Lars

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  10. #8
    Kaulbarschangler Avatar von Andreas_s
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    Question

    Hallo, tritt dieser Virus verstärkt bei Karpfen auf oder sind alle Cypriniden gleichermaßen betroffen?
    Wie sieht der Übertragungsweg aus, kann der KHV auch durch nasses Gerät (Kescher) übertragen werden?
    Danke!

  11. Der folgende Petrijünger sagt danke an Andreas_s für diesen nützlichen Beitrag:


  12. #9
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    Hallo Andreas,

    tatsächliche Krankheitssymptome zeigt nur der Karpfen (Cyprinus carpio), wobei der Krankheitsverlauf ganz von den Rahmenbedingungen abhängt, so dass man vom akuten Verenden des nahezu gesamten Bestandes bis hin zum völlig symptomlosen Verlauf der Infektion alles erleben kann.

    Andere Arten und hier besonders die Vertreter der Karpfenartigen funktionieren als so genannte Carrier. Sie infizieren sich mit dem Virus, vermehren es und scheiden es aus, ohne jedoch selbst sichtbar zu erkranken. Infizierte Fische (Karpfen und andere Arten), die die Infektion mit dem Virus überlebt haben, tragen das Virus sehr wahrscheinlich lebenslang in sich und scheiden es insbesondere dann aus, wenn Sie irgendwelchen Stressfaktoren ausgesetzt werden. Ein ganz wichtiger Parameter ist dabei die Wassertemperatur. Folgt einer Phase mit Wassertemperaturen über 20°C eine rasche Abkühlung mit anschliessender Erwärmung, kommt es in Karpfenbeständen besonders oft zu akuten Ausbrüchen, wie hier im Thread beschrieben. Äusserlich erkennbares und charakteristisches Symptom ist das gleichzeitige Auftreten von extremen Veränderungen an den Kiemen (Nekrosen, also das Absterben von Kiemengewebe) und stark eingefallene Augen bei den betroffenen Fischen.

    Die Krankheit ist entsprechend den Bestimmungen der Fischseuchenverordnung anzeigepflichtig. Der Halter eines betroffenen Bestandes ist verpflichtet, das Fischsterben dem zutändigen Amtstierarzt anzuzeigen. Dieser wird dann gemeinsam mit dem Halter die notwendigen Schritte einleiten, um den Weiher zu sanieren und das Übergreifen auf andere Karpfenbestände zu verhindern.

    Die Übertragung erfolgt primär über die Strasse ... also mit dem Zukauf von Fischen aus anderen Beständen. Wenn man aber mit dem gleichen Kescher oder anderen Gerätschaften infizierte Fische transportiert und ohne Desinfektion (vollständige Trocknung reicht hier aus) den nächsten Bestand mit den selben Gerätschaften in Kontakt bringt, ist eine Übertragung möglich.

    Viele Grüsse

    Lars

  13. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei Bollmann für den nützlichen Beitrag:


  14. #10
    Dackel Fischer Avatar von theduke
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    @ Danke Lars für die Infos.
    Ist es bekannt welche Bundesregionen mittlerweile stark betroffen sind.??
    Oder wie man Vorsorge treffen kann, einen Karpfen den man besetzen möchte, vorher dessen Krankheit zu erkennen ?
    Mich warf es gerade aus den Socken, als ich diesen Thread und die Auswirkungen gelesen hatte. " Tägl. 20 " Karpfen.
    Gruß Wolfi
    http://wolfsangler.de.tl/
    Das Angeln macht aber nur soviel Spass, solange die Natur auch passt.

  15. #11
    Boiliebademeister Avatar von RedScorpien
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    und kam schon was raus was es wa bzw. was es ist ?

  16. #12
    Karpfendompteur
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    Zitat Zitat von theduke Beitrag anzeigen
    Ist es bekannt welche Bundesregionen mittlerweile stark betroffen sind.??
    Oder wie man Vorsorge treffen kann, einen Karpfen den man besetzen möchte, vorher dessen Krankheit zu erkennen ?
    Mich warf es gerade aus den Socken, als ich diesen Thread und die Auswirkungen gelesen hatte. " Tägl. 20 " Karpfen.
    Moin

    Besonders in Sachsen, aber auch in Bayern gibt es schon einige Regionen, die massiv mit dem Virus verseucht sind - nur leider ist es nicht ohne entsprechende Laboruntersuchungen zu erkennen, ob die Fische Träger der Vieren sind - wenn erst Symptome erkennbar sind, ist es in der Regel innerhalb weniger Tage bzw. Wochen alles erledigt und die meisten Fische gestorben - schützen kann man sich nur schwer, da ja auch andere Fischarten den Virus übertragen können, obwohl sie nicht erkranken, nur vorbeugen kann man etwas, in dem man nur noch zeitnah untersuchte Fische kauft bzw. wenn man die Möglichkeit hat, gar keine Fische einkauft, sondern vom Ei bis zum Speisefisch alles selbst produziert....


  17. Der folgende Petrijünger sagt danke an Fischpaule für diesen nützlichen Beitrag:


  18. #13
    Boiliebademeister Avatar von RedScorpien
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    und schon herrausbekommen was da los ist mit deinen fischen

  19. #14
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Rapfenjäger
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    Schade das der Bestand von KHV befallen ist das ist natürlich ein grosser Schaden.

    Um den PH-Wert in griff zu bekommen streuen die Teichwirte hier in Franken
    Kalk auf den Gewässergrund im ausgelassenen Zustand, kann man euren See ablassen?
    Grüsse aus dem Frankenland,
    Robert

  20. #15
    Profi-Petrijünger
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    Hier das Infoblatt des Friedrich Löffler Institutes der Insel Riems ,welches federführend in der Bekämpfung des KHV
    ist und wo alle gemeldeten Fälle in Deutschland ausgewertet werden.

    Desweiteren ein Infoblatt vom Freistaat Thüringen
    Angehängte Dateien Angehängte Dateien
    Geändert von albigud (08.06.2009 um 19:24 Uhr)
    Gruß

    Albert

  21. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei albigud für den nützlichen Beitrag:


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