Ergebnis 1 bis 12 von 12
  1. #1
    Gesperrt
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    Tötliche Fracht?

    Die Wettervorhersage für letzten Samstag versprach Regen mit Unwetterwarnung,
    Idealbedingungen für einen Aalansitz unter einer Brücke.

    Nach 3 Std setzte dann auch der erwartete Regen ein.
    Das Wasser stieg und färbte sich langsam braun.
    Leider blieben die erhofften Bisse aus.
    Nach 2 Std Dauerregen war es vorbei mit der Angelei,
    gewaltige Massen Kläranlageninhaltes zogen an mir vorbei,
    um zT. an den Schnüren zu zerren.
    Wutentbrannt zerschnitt ich die Zellstoffverseuchten Montagen,
    an ein Weiterangeln war nicht mehr zu denken.

    Wieviel kurzfristigen Fäkalieneintrag halten junge Bachforellen wohl aus?
    An wen kann ich mich neben der Polizei wenden damit solche Unfälle in Zukunft verhindert werden.

  2. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Hans im Glück für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Profi-Petrijünger
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    Hallo Hans,
    das ist natürlich ärgerlich und macht einen wütend. Aber es geht aus deinem Bericht nicht hervor, was passiert ist. Wenn es ein Unfall war kannst du niemanden dafür verantwortlich machen.
    War es aber Schlamperei ( also bewußte Fahrlässigkeit) oder sogar Vorsatz, weil man die Hochwasserwelle ausnutzen wollte um den Dreck loszuwerden, würde ich Anzeige erstatten. Wichtig ist, dass sich die Anzeige gegen den Verantwortlichen der Kommune
    richtet ( Leiter des Kärwerkes und den Bürgermeister ). Diese Anzeige würde ich bei der
    Staatsanwaltschaft erstatten.

  4. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei fofftein für den nützlichen Beitrag:


  5. #3
    Flyfisher Avatar von Eberhard Schulte
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    Die Anzeige würde ich auf jeden Fall erstatten. Sollte es sich dann wirklich nachweisbar um einen Unfall gehandelt haben, so wird die Sache eben eingestellt. Aber auch an einem Unfall kann grobe Fahrlässigkeit schuld sein. Die Staatsanwaltschaft interessiert sich mit Sicherheit auch dann noch dafür, bis eindeutig geklärt ist, daß man niemandem ein schuldhaftes Verhalten anlasten kann. Also, nicht genieren, sondern bei so einer Sauerei sofort Anzeige bei der StA erstatten.
    Gruß
    Eberhard

  6. Folgende 6 Petrijünger bedanken sich bei Eberhard Schulte für den nützlichen Beitrag:


  7. #4
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Rapfenjäger
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    Ich gebe Eberhard recht, damit sowa nicht öffters passiert sollte schon
    vorsorglich ein Riegel davorgeschoben werden auch wenn es mit harten
    Bandagen sein muss, z.B. Anzeige.
    Grüsse aus dem Frankenland,
    Robert

  8. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Rapfenjäger für den nützlichen Beitrag:


  9. #5
    Profi-Petrijünger Avatar von Jubo
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    Hallo zusammen

    Ich sehe das auch so wie meine zwei vorposter. So eine Sauerei sollte auf jeden Fall zur Anzeige gebracht werden. Selbst bei einem Unfall gibt es einen Verantwortlichen und der sollte zur Rechenschaft gezogen werden.
    Aber um bei der Frage von Hans zurück zu kommen, ob junge Bachforellen denn in so einer Fäkalienbrühe überleben können, weiß ich natürlich auch nicht. Meine Meinung ist die, wenn es "nur" Fäkalien waren dann müssten das die jungen Bachforellen schon einigermaßen wegstecken. Wenn aber andere Giftstoffe mit ins Gewässer gelangt sind, dann könnte die ganze Sache natürlich auch anders aussehen.
    Da kann man wirklich nur hoffen, dass die Brut überlebt und den Bestand mit sichert.
    Grüße aus dem Hessenland

    Jürgen

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  11. #6
    Flyfisher Avatar von Eberhard Schulte
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    Moin!
    Zu der Frage bezüglich der jungen Bachforellen läßt sich folgendes sagen:
    Da es sich hier wohl (hoffentlich) um einen Einzelfall handelt, dürfte bei den jungen BaFos wohl kein allzu großer Schaden entstanden sein. Sind sie aber dauerhaft solchen "Genüssen" ausgesetzt, dürfte das Überleben für sie schwierig werden. Zumindest würden sie wohl, bei aller sonstigen Standorttreue, abwandern, wenn solche Vorfälle zur Regel würden.
    Gruß
    Eberhard

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  13. #7
    gesperrt Avatar von Fuerstenwalder
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    Hallo Hans,
    wenn du dir sicher bist, dass es ungeklärtes Wasser war, dann einfach zur Polizei und Strafantrag gegen Unbekannt stellen. Auf den Dienststellen wissen sie dann schon, welche §§ in Btracht kommen, spätestens der Staatsanwalt, der das auf den Tisch bekommt weiss es. Nur zu lange warten darfst du nicht.
    Gruß Dirk
    Einen Text nicht verstanden? Klick :-)

    R.I.P. Guido

  14. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Fuerstenwalder für den nützlichen Beitrag:


  15. #8
    Coepenicker-Fishing-Devil Avatar von 270CDIT-Model
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    Hi Hans!
    Pfui Deibel kann man da nur sagen,hoffentlich hat es keine großen Nachwirkungen.
    Ich kann mich meinen Vorrednern(oder Schreibern)nur anschließen,
    Anzeige ist auf jeden Fall das Richtige.
    Ich kann mich noch daran erinnern wie die Wuhle bei uns Ausgebaggert wurde,
    da sind die Klohäuschen von den Kleingärtnern gleich mit weggerissen worden.
    Die hingen nämlich an den ins Wasser führenden Rohren.
    Das war nicht schlecht,denn danach haben alle dichte Klärgruben gebaut.
    Gruß Frank.

  16. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei 270CDIT-Model für den nützlichen Beitrag:


  17. #9
    Profi-Petrijünger Avatar von cybershot
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    Hallo,
    um bei einem solchen Problem nach Teer und Federn zu rufen, bedarf es doch etwas mehr wissen über den Kanalbau.
    Grundsätzlich wird bei Abwasserkanälen in Ein-, und Zweileitersystemen unterschieden. Das Einleitersystem führt die häuslichen Abwasser und das Wasser welches über Gullis eingeleitet wird in einer Röhre ab. Das Zweileitersystem führt die Abwasser getrennt. Nun kann gemäß der Neigung einer Abwasserröhre und des Querschnittes der Röhre nur bestimmte Mengen Abwasser abgeführt werden. Jeder kann sicher nachvollziehen, dass man den Querschnitt einer Abwasserröhre aus ökonomischen Gründen nicht auf einen Jahrhundertregen auslegen kann. Kommt es nun zu einer Regenspende die außerhalb der Auslegungsparameter liegt und handelt es um ein Einleitersystem, werden Abwasser ungeklährt eingeleitet. Das ist nun mal so.
    Gut finde ich das allerdings auch nicht. :-(
    Wie das jetzt im Detail aussieht, kann ich von hier natürlich nicht beurteilen aber vielleicht helfen diese Informationen die Sachlage besser zu beurteilen.
    Captura Y Suelta
    Uwe

  18. Der folgende Petrijünger sagt danke an cybershot für diesen nützlichen Beitrag:


  19. #10
    Torsten1
    Gastangler
    Fäkalien reichen natürlich vollkommen aus um Bachforellen und andere Fische,Lebewesen zu töten.
    Und das geht ganz fix.
    Allein der eintretende Sauerstoffmangel reicht dafür aus.
    Anzeige ist klar und das sollte immer sofort passieren.Zwecks Beweissicherung.Ist die Brühe erst verdünnt,wird eine genaue Analyse und Beweisführung oftmals schwer.

  20. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei Torsten1 für den nützlichen Beitrag:


  21. #11
    Profi-Petrijünger
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    @Eberhard:
    Das junge Bachforellen einen einzelnen Fäkalieneintrag
    überstehen, da hab ich ganz andere Erfahrungen gesammelt.
    1m³ Fäkalieneintrag in einem Bach bei uns im Jahr 06/2006 reichte aus , auf 400 meter unseren Bf - Brutbesatz aus 2005 sowie Groppen,Gründlinge und Schmerlen zu töten.
    Selbst Nährtierchen wie Bachflohkrebse waren verschwunden.
    Die Selbstreinigung des Baches war langwierig ,aber in 04/2007 waren die Narben verheilt.
    Kommt auch auf die Durchflussmenge eines Baches/ kleinen Flusses an,aber Schaden an der Fauna im Wasser entsteht immer.
    Gruß

    Albert

  22. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei albigud für den nützlichen Beitrag:


  23. #12
    Daheim an Rhein und Main Avatar von zucki
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    @fofftein

    Ich muss dir da mal wieder sprechen es gibt Auflagen zum betreiben einer solchen Anlage.Du musst unzählige sicherheiten einbauen das im Havariefall nichts in die Umwelt gelangt. Sprich Auffangbecken Umpumpanlagen usw.Also bei einem Unfall sind Notfallpläne ausgearbeitet für Feuerwehr und sonste Institutionen.

  24. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei zucki für den nützlichen Beitrag:


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