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  1. #1
    Petrijünger
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    Question Neuseeland Fjord-Tipps für einen Angle-Laien

    Hallo,

    gleich mal vorneweg: Ich bin kein Angler und werd wohl auch nie ein richtiger werden, aber ich bin sehr gerne autak draußen unterwegs, und wenn ich wo bin, wo das Angeln erlaubt ist, ergänze ich gerne den Speiseplan durch ein bisschen Fisch und spare mir so Gepäck.

    Das hab ich auch schon mal gemacht, bei Seekajaktouren auf norwegischen Fjorden. Wir hatten keine Ahnung, haben die Rute mit irgendeinem bunten Pilker vor einem Kliff hin und hergezogen und hatten nach kurzem einen Seelachs und eine Makrele dran. Durch Schlag auf den Kopf getötet, vorsichtig alles rausgeholt was nicht nach Filet aussah und in Alufolie mit Gemüse gefüllt, gegrillt. Wunderbar. Hier gibt's Fotos davon:

    http://members.financial.com/~schmaus/norge06/slides/IMG_1483.html

    So, jetzt zu meinen eigentlichen Fragen:
    Im Februar werde ich 10 Tage in Neuseeland in ruhigen Fjorden herumpaddeln und wollte dort wieder ganz gerne einen Teil der Verpflegung mit Fisch decken. Habe mir dazu eine günstige Angel besorgt (keine Alurolle, wegen Salzwasser) und ein paar Pilker, Gummifischlein und ähnliches. Bei der Recherche, was man da so fängt, bin ich allerdings auf Fotos von 15kg und schwereren Red Snappern und ähnlichem gestoßen. Das wäre natürlich der Horror. Abgesehen davon dass ein so großer und starker Fisch mich bestimmt mit dem Kajak kentern lässt, hab ich auch keine Verwendung für so viel Fisch auf einmal. Ich dachte das beste wäre wohl, möglichst weit vorne im System eine Sollbruchstelle vorzusehen, so dass eben nur Fische bis sagen wir 5kg überhaupt gedrillt werden können. Wie stelle ich das am Fisch-schonensten und einfachsten an? So dass ein evtl. angehakter schwerer Fisch möglichst wenig Schaden nimmt und ich dabei möglichst wenig Material verliere?

    Gibt es Sprengringe mit so geringer Haltekraft? Oder gibt es Haken, die bei einer bestimmten Last aufbiegen/aufbrechen? Überlebt der Fisch diese Verletzung?

    Habt ihr sonst noch andere Tipps zum Salzwasserfischen für einen Laien im nördlichen Inselgewirr der neuseeländischen Südinsel?

    Bin für alle Tipps und Anregungen dankbar, schöne Grüße an alle die gerne draußen sind und dass ihr immer das fangt, wonach ihr angelt

  2. #2
    Profi-Petrijünger Avatar von bonobo
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    Angel mit Vorfach und Wirbel

    Ziehe ein Gewicht auf die Hauptschnur. Knote einen Wirbel am Ende Deiner Hauptschnur. Dann nehme ein Stück dünnere Schnur von ca. 0,5 bis 1 m Länge und hänge diese am anderen Ende des Wirbels ein => nennt man dann Vorfach und stellt Deine Sollbruchstelle dar. Dann – ganz wichtig - verwende bitte einen Einzelhaken und versuche Dein Glück mit Naturködern (Muscheln, Kleinfische, Krebse etc.). Bei Verlust des Fisches, kann der Einzelhaken verdaut bzw. zersetzt werden. Würdest Du mit einem Zwilling oder Drilling einen Fisch verlieren, kann es vorkommen, dass sich ein Haken im Unterkiefer und ein weiterer im Oberkiefer festhakt -> das führt unweigerlich zum Verhungern!!
    Auf das Angeln mit Pilker und allem was ein oder mehrere Drillinge hat, solltest Du verzichten.

    Noch etwas zur Stärke der Vorfachsehne:
    Du kannst selbst entscheiden, welche Tragkraft diese Sehne haben soll. Wobei zu beachten ist, dass erfahrene Angler durchaus bei Vorfächern(=Sehne) mit einer Tragkraft von z.B. 5 kg auch Fische mit 10 kg aus dem Wasser befördern können. Unter Tragkraft versteht man die absolute Kraft. Rute (schwingt mit), monofile Sehne (Dehnung) und gegebenenfalls Rolle (bei eingestellter Knarre) mindern die Krafteinwirkung auf Dein Vorfach.

    Eine Empfehlung der Vorfachstärke ist schwer. Doch wenn Du mich festnageln willst, empfehle ich Dir eine Vorfachstärke von 0,20 mm = Tragkraft i. d. R. bei etwa 4 kg.

    Aber bedenke, dass sich mit schwächerer Sehne auch Deine Abrissquote bei Hängern vergrößert.

    Viel Erfolg und Spaß in Neuseeland.

    Berichte doch mal hier im Bord von Deinen Angelerfolgen.

    Gruß
    Bono

    PS. In Norwegen schwimmen auch Fische von über 5 kg herum!!
    Geändert von bonobo (30.12.2008 um 12:09 Uhr)

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  4. #3
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Thunfisch
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    Hi Franky,

    erstmal herzlich willkommen im Board!

    Eine tolle Photostrecke hast du da hingelegt. Beeindruckende Bilder vom Kajaken - WW III-IV oder?

    Für deinen Neuseeland-Trip würde ich mich an die Empfehlung von Bono halten. Mit Naturködern am Einzelhaken in den dortigen Fjorden keinen Fisch zu fangen, wird verdammt schwer.

    Du kannst es genauso halten wie in den norwegischen Fjorden. Ganz offensichtlich hast du ja ein "Händchen" für die Angelei. Die Köder, die dir die Makrele und den Seelachs beschert haben, werden in NZ auch ihre Fische fangen, da mußt du dir keine großen Gedanken machen.
    Aus Erfahrung weißt du ja auch schon, dass man an Ersatzködern nicht sparen sollte. Auch Ersatzhaken sind ein Muß. Blei läßt sich gerne mal durch geeignete Steine ersetzen - spart Gewicht.
    Wenn ich nur einen einzigen Köder auf so eine Reise mitnehmen dürfte, dann würde ich mich für einen Bleikopfspinner entscheiden. Falls du nicht weißt, was das ist, in jedem Angelgeschäft wird dir weitergeholfen. Vor Ort einfach mal schauen, was andere Angler so machen. Gibt es da, wo du rumpaddelst grade keine anderen Menschen, dann versuch es einfach mal so: paddel ein wenig raus, bis du etwas tieferes Wasser erreichst, häng einen schlanken Blinker an die Leine und gib ca. 20-30 Meter Schnur. Zieh das Blech einfach hinter deinem Boot her, die Geschwindigkeit sollte so gewählt werden, dass der Köder nicht zu sehr in die Nähe des Meeresgrunds kommt - zu schnell kannst du gar nicht paddeln... Gaaanz wichtig: bitte die Bremse so weit öffnen, dass du ohne große Anstrengung Schnur von der Rolle ziehen kannst. Das könnte dir die ein oder andere unangenehme Überraschung ersparen.

    Und vergiß nicht uns nach deinem Trip mit weiteren Fotos zu quälen.

    Gruß Thorsten

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  6. #4
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    Tolle Fotos, Franky!

    Viel Spass noch bei euren Outdoor-Aktionen und gute Erfolge beim Fischfang...

  7. #5
    Petrijünger
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    Einzelhaken

    Hallo und Danke für alle Infos.
    Natürlich werd ich auch hier ganz speziell von den Fischerfolgen berichten. Für Rekordeinträge wird es hoffentlich nicht reichen

    Der Wasserfall auf den Fotos dürfte wohl als WW IV durchgehen, hab auch schon den einen oder anderen Wuchtwasser Ver gepaddelt, aber eher ganz unten im Ver Bereich, weiter oben wird mir dann die Steigerung der Gefahr bei gleichzeitig nur noch geringer Steigerung des Spassfaktors zu groß. Schön dass Euch die Fotos gefallen und Ihr so offen seid, Angler und Paddler sind sehr klassische Beispiele für Interessenskonflikte und nicht alle sind da immer an Kompromissen interessiert. Ist halt zum Großteil auch unserer dichten Besiedelung geschuldet, im Norden Norwegens würde kein Angler auf die Idee kommen, Kajakfahrer könntem ihm die Fische vertreiben. Dort gibt es allerdings andere Konflikte, da es Probleme mit Lachsschädlingen gibt, die auch per Kajak von einem zum anderen Fluß verbreitet werden können, während die Lachse selbst wohl immer nur in ihren eigenen Fluß zurückkehren.
    Zum Glück konnte dort eine Lösung für alle gefunden werden, es gibt öffentliche Desinfektionsbecken, in denen die Kajaker und Angler ihre Ausrüstung desinfizieren können.

    Aber zurück zum Thema, ein paar konkrete Fragen hätte ich noch:
    Einzelhaken, ok. Welche Größe würdet ihr dabei empfehlen? Gibt es spezielle Modelle zur Verwendung von Naturködern?
    Ich hab z.B. günstige Titanhaken gesehen. Die zersetzen sich natürlich nicht. Was sollt ich da für Material wählen?

    Ich hab gehört dass Fischhaut wohl auch sehr gut funktioniert, das wäre ja praktisch, die hat man vom Vorabend ja eh noch übrig, dann muss man keine Kleintiere aufspießen. Wie bekommt man das beim Haken fixiert, so dass das alles schön beisammen bleibt? Gibt es dazu spezielle Lösungen, oder reicht es das ganze ganz klassisch auf den Haken aufzuspießen?

    War mit den Fangerfolgen mit den bunten Pilkern und Drillingen eigentlich recht happy. Es sollte dann doch ok sein, wenn ich die vorhandenen Drillinge an den Pilkern abzwicke und durch Einzelhaken an Sprengringen ersetze, bzw. Pilker ohne Drillinge kaufe. Oder funktionieren Einzelhaken an Pilkern nicht so gut?

    So, ne schöne Zeit Euch, bin in Gedanken schon längst auf der Südhalbkugel, auch wenn ich erstmal noch vier Wochen arbeiten muss.
    Geändert von outdoorFranky (04.01.2009 um 14:56 Uhr)

  8. Der folgende Petrijünger sagt danke an outdoorFranky für diesen nützlichen Beitrag:


  9. #6
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    Hi Franky,

    bei den Haken für die Naturköder würde ich glatt die Großen bevorzugen. Zu kleine Haken bringen im Meer nur Verdruß und Fischverlust, vor allem wenn sich die Großen auf deine Köder stürzen. Allso von Größe 4-1, was du hier so im Laden kaufen kannst und dann natürlich speziell für die Meeresangelei 1/0 bis 3/0. Wie bereits geschrieben, gehe zu einem Zubehördealer deines Vertrauens, erzähl dem, wo und wie du angeln möchtest und der wird dir das richtige Material in die Hand drücken.

    Fetzen von Fischhaut sind auch mein Favorit. Du kannst im Angelgeschäft eine kleine Rolle dünnes Gummiband kaufen, damit fixierst du deine Fetzen am Haken.

    Warum du bei Pilkern (mag ich nicht so) die Drillinge durch Einzelhaken ersetzen willst, verstehe ich nicht. Erklär das mal.

    Ja ja, Paddler und Angler, auch so ein Thema. Da ich beides bin, kenne ich auch beide Positionen. Da sind so manche festgefahrenen Vorurteile dabei, da können sich einem die Nackenhaare streuben. Wenn du beim paddeln an so einem Angelidioten (das Wasser gehört mir!)vorbeifährst, einfach freundlich bleiben und dir deinen Teil denken. Wenn du am Wasser stehst und angelst und dann kommen ein paar Boote vorbei, einfach auf dich aufmerksam machen und um Rücksichtnahme bitten. Bei Menschen mit Verstand funktioniert das. Mit den Anderen kannst du "Schiffe versenken" spielen.

    Gruß Thorsten

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  11. #7
    Profi-Petrijünger Avatar von bonobo
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    Zitat Zitat von Thunfisch Beitrag anzeigen
    Warum du bei Pilkern (mag ich nicht so) die Drillinge durch Einzelhaken ersetzen willst, verstehe ich nicht. Erklär das mal.
    Ich empfahl das Angeln ohne Drillinge - vermutlich kam Franky dadurch auf die Idee, zwei Haken vom Pilkerdrilling abzukneifen! Allerdings bezog sich meine Empfehlung - das Angeln mit Einzelhaken - lediglich auf das Angeln mit Naturködern.
    Beim Naturköderangeln kannst Du auch Haut vom Fisch anködern, ebenfalls nicht schlecht sind Teile von Innereien. Um so mehr es nach Fisch riecht, desto besser Deine Erfolgschancen.

    Franky; da Du nur Fische bis 5 kg fangen willst, und ich Dir eine entsprechend feine Montage mit Sollbruchstelle empfohlen habe, rate ich Dir, Pilker nicht zu verwenden! Es wäre nicht waidgerecht mit solch feinem Geschirr einen Fisch zu verlieren, der dann entweder einen Drilling im Maul hat oder mit einem glänzenden Pilker Freßfeinde anlockt!

    Petri
    Bono

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  13. #8
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    Ok, danke nochmal. Hast schon recht, einen Plastikfisch mit Drillingen dran zu verfüttern und dann den Fisch nicht zu wollen und das Zeug an ihm zu lassen, ist nicht in Ordnung.
    Deshalb ja auch meine Frage ob es Haken gibt, die nicht so stabil sind, oder sich aufbiegen können, so dass der zu große Fisch eben nicht mein Vorfach mitnimmt, sondern nur 'ne kleine Verletzung davonträgt. Diese Idee war nicht auf Geiz begründet.

    Hab eh schon von mehreren Stellen gehört, dass viele der Seefische lieber auf was essbares als auf was buntes gehen, werd also mit Einzelhaken und Fischbestandteilen mein Glück versuchen. Gummiringe klingt gut, ist notiert

    Innereien? Klingt jetzt nicht besonders gut aufzuspießen. Werd mal bisschen Stoffreste mitnehmen um das zu fixieren.

  14. #9
    Petrijünger
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    Giftige Fische?

    Jetzt ist mir nochwas eingefallen: Gibt es eigentlich (überhaupt, und vor allem da unten) Fische deren Muskelfleisch man lieber nicht essen sollte? Also jetzt nicht so à la "der Thunfisch ist Aasfresser und sammelt Schadstoffe an", sondern tatsächlich von sich aus giftige Fische, oder solche die aus anderen Gründen nicht zum Verzehr geeignet sind?

    Ich hab mir ein wenig Literatur zur Fischbestimmung besorgt, aber wegen dem Flug und weil ich alles im Rucksack durch die Pampa schleppen muss, werd ich maximal ein ganz kleines Büchlein davon mitnehmen, da sind nur die gängigsten Fische drin.

  15. #10
    Profi-Petrijünger Avatar von Steff-Peff
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    Hi,
    hast Du schon mal versucht, mit Gleichgesinnten in NZ Kontakt zu bekommen ?
    Ich habe im Google mit den Begriffen "fishing nz community forum" u.a. die Seite von
    Australian & New Zealand Kayak Fishing - Forum By Kayak Fishing Stuff gefunden.

    Es gibt aber noch viel mehr hilfreiche Seiten. Ansprechpartner sollten in den Foren auf
    jeden Fall zu finden sein.

    Viel Glück bei der Recherche und viel Spass in NZ !

    Steff-Peff

  16. #11
    Petrijünger
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    Haken möglichst schonend entfernen

    Hallo,
    bei meinen weiteren Reisevorbereitungen bin ich noch auf einige Regularien gestoßen, was das Angeln in dem von mir geplanten Reisegebiet betrifft. Es gibt dort eine Liste der Minimalgröße pro Fischsorte. Wenn man einen kleineren angelt, muss man den so schonend wie möglich freilassen.

    Da diese Größen zum Teil bei über 40cm liegen, befürchte ich, werde ich wohl 'ne ganze Menge Fische wieder freilassen müssen. Da ist mir natürlich wichtig dass die das dann auch möglichst schadlos überleben. Die Behörden dort empfehlen dazu die Widerhaken am Haken zu entfernen, da dadurch die Verletzung schon geringer ausfällt und man den Haken auch einfacher wieder entfernt bekommt. Natürlich auf die Gefahr hin den ein oder anderen Fisch zu verlieren, insbesondere wenn man mal kurz nicht auf Spannung ist.

    Ich habe auch schon so Hakenentferner gesehen. Wie funkionieren denn die und sind die für das lebend Freilassen geeignet?

    In Norwegen hab ich die Fische schon vorher getötet und wollte sie ja eh auf den Grill hauen, da hab ich den Haken erst zuletzt immer mehr oder weniger brutal entfernt. Deshalb hab ich mit dem vorsichtig Entfernen noch keine Übung/Erfahrung.

    @Steff-Peff: Leider nur ein freundliches Hallo, aber keine Infos von den Kayak-Anglern. Wahrscheinlich hab ich sie mit zu langen Beiträgen abgeschreckt

  17. #12
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    Hi Franky,

    überflieg mal die Liste mit den Schonmaßen und poste mal, wie viele von den Fischen die dort aufgeführt sind, tatsächlich Meerfische sind.

    Der einfachste (und für die Fische am schonendsten) Tip ist: fange nur so viel Fisch, wie du auch verwerten kannst. Wie man einem untermaßigen Fisch am besten den Haken entfernt, solltest du allerdings wissen. Das hier in ein paar Sätzen zu beschreiben wird wohl eher schwierig. Laß deinen gesunden Menschenverstand spielen und versuche den Vorgang so kurz wie möglich zu halten. Selbstverständlich kannst du unabhängig davon an deinen Haken die Widerhaken andrücken, das Entfernen geht dann deutlich leichter

    Gruß Thorsten

  18. #13
    Petrijünger
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    Die Liste ist bereiz spezifisch für das Salzwassergebiet in dem ich mich aufhalten werde, sind so 12 Fische drauf, die alle wohl recht spezifisch für die Südhalbkugel sind. Die Mindestgrößen liegen so zwischen 25cm und 40cm. Hab mir mitlerweile aus dem Netz ein Dokument mit Fotos und den wichtigsten Infos zu den häufigsten Fischen die da so vorkommen sollen gebastelt, damit ich sie auch erkenne. Eigentlich wollt ich nur einen Fisch pro Tag, vielleicht maximal zwei oder drei, wenn ganz kleine anbeißen sollten. Habe nicht vor mehr als für den sofortigen Gerbauch zu fangen und so ganz leuchtet mir auch noch nicht ein, wieso es für den Bestand schonender sein soll, wenn ich fünf Fische fang und vier wieder frei lasse, bis ich einen großen erwische. Die Logik mag bei Viel-Fischern zwar hinhauen, die dann einen großen statt 10 kleine mitnehmen, aber ich will ja nur einen und wenn mir der kleine reicht???

    Naja, die Mindestmaße betreffen aber nur einen geringen Teil der vorhandenen Fischarten und wenn sie so schützenswert sind, hoffe ich einfach mal dass ich nicht zu oft einen (zu kleinen) von denen erwische. Man kann da wohl auch durch die Köder und die Tiefe in der man fischt recht stark Einfluss nehmen. Laut dem Ministerium dort reicht es schon große Haken mit bauchiger Form zu nehmen (> 4er) um die allermeisten der zu kleinen gar nicht mehr zu bekommen. Ich lass mich dann mal überraschen.

    Werde zunächst mal probeweise ohne Widerhaken angeln und nur wenn ich dabei zu viele verliere wieder die Haken mit verwenden.

    Aber nochmal zum Haken entfernen: Ich hab jetzt schon öfters von recht bissigen Fischsorten gelesen, die einem beim Versorgen recht zu Schaffen machen können. Wie bitte soll ich so einem möglichst schonend den Haken aus der Lippe holen, ohne meine Finger zu riskieren?
    Werd wohl auf jeden Fall auch ne Arterienklemme mitnehmen für so Fälle. Zur Not bei ganz schweren Fällen den Haken auf der Außenseite in der Beuge durchzwicken?

    Ansonsten gab es dazu auch wieder von dem Ministerium tipps, von wegen mit nassen Baumwollhandschuhen anfassen und nicht an bestimmten Stellen drücken, möglichst nicht ins Wasser werfen, sondern unter Wasser aussetzen...

    Hier habe ich noch eine sehr ausführliche Anleitung gefunden, Fische waidgerecht zu versorgen.
    http://www.alpines-angeln.de/viewtopic.php?p=24109
    Geändert von outdoorFranky (17.01.2009 um 16:31 Uhr) Grund: Ergänzung

  19. Der folgende Petrijünger sagt danke an outdoorFranky für diesen nützlichen Beitrag:


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