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  1. #1
    Home on the Rock Avatar von Icefischer
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    Pendelwurftechnik

    hi folk,

    kennt sich jemand von Euch mit der Pendelwurftechnik aus, und kann sie mir naeher beschreiben?

    gruesse
    icefischer
    MEÐ KVEÐJU FRÁ
    Íslandi
    Óli

  2. #2
    ddominik
    Gastangler
    Ich weiß nicht ob das das ist, was ich kenne, aber vom logischen her müsste es das sein.

    Du nimmst deine Rute und lässt die Schnur auf länge deiner Rute baumeln.
    Anschließend beginnst du mit Pendelartigen Bewegungen (vor-zurück) soviel Bewegung in deine Schnur zu bekommen um deinen Köder zu der bevorzugten Stelle hinzuwerfen.

    Ich benutze diese Technk bspw., wenn ein Baum über einer Angelstelle hängt und ich nicht über den Rücken oder quer werfen kann.

    Grüße
    Dominik

  3. Der folgende Petrijünger sagt danke an ddominik für diesen nützlichen Beitrag:


  4. #3
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Holtenser
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    Hallo

    Ich lasse die Schnur bis zur Rolle aus, dann mit ein zwei Pendelbewegungen ( passendes Ködergewicht vorausgesetzt) nach vorne wegschnalzen lassen.
    In der letzten Wurfphase mit dem Handgelenk noch etwas Druck machen damit die Rute sich gut auflädt.
    Bei modernen Kohlefaserruten bringen zuviele Pendlbewegungen nicht allzuviel. ( Mein pers. Eindruck)

    Gruss
    Olli

  5. Der folgende Petrijünger sagt danke an Holtenser für diesen nützlichen Beitrag:


  6. #4
    Allroundangler
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    Hallo Icefischer!

    Meintest Du evtl. die Pendelwurftechnik fürs Brandungsangeln?

    Wenn ja, schau hier nach: http://www.surfcaster.de/Iz_Seiten02/turtech.html
    Flüsse, Seen und ihre Bewohner wurden zur Erholung weiser Menschen gemacht
    und für Dummköpfe, damit sie unbedacht daran vorbeilaufen.
    (f. n. Izaak Walton)

  7. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Fliegenpeitsche für den nützlichen Beitrag:


  8. #5
    angler-glueck
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    Die Kunst für weite Würfe besteht in der optimalen Aufladung einer Angel, die durch ihre Schnellkraft den eingesetzten Hebel auf das Wurfgewicht überträgt.
    Ein kurzes Reißen mit der Angel ist keine Aufladung, und die vergeudete Energie lässt lediglich die Angelrute nachschwingen.
    Ein abgelegtes Wurfgewicht sorgt für null Vorspannung in der Rute. Die Trägheit der Masse verhindert ebenfalls ein schnelles Aufladen. Solche Würfe bezeichne ich persönlich als "Holzhackerstil".

    Lassen wir doch einfach das benutzte Wurfgewicht dafür sorgen, dass eine Angel schon leicht vorgeladen ist. Durch den Schwung nach hinten sorgt die Fliehkraft des Gewichtes schon für eine leichte Aufladung, die lediglich progressiv beschleunigt werden muss. Dafür muß der eigene Körper sich ebenfalls wie eine gespannte Feder strecken, um einen möglichst langen Weg der Beschleunigung zu haben.

    Pendel nicht in Wurfrichtung, sondern bei gleicher Körperhaltung parallel zum Ufer. Gehe mit der Rutenspitze dem hintersten Pendelschwung nach, bis sich die Rutenspitze in Kopfhöhe befindet.
    Jetzt ziehst Du an, indem Du die Rutenspitze 50cm über den Erdboden, beschleunigst.
    Ja, Du reißt die Flugrichtung nach unten. Wenn die Angelspitze genau in der Flucht zur Wurfrichtung ist, ziehst Du den Überkopfwurf so nach oben durch, als wenn Du den Horizont treffen willst. Du wirst schon merken, wie das Blei am Wurffinger zerrt und es kostet etwas Gewöhnung, nicht zu früh die Schnur frei zu geben.

    Es geht aber noch weiter
    Und nun: Fingerschutz aufsetzen.
    Du stellst Dich wie immer an den Strand, linker Fuß schräg nach vorne rechter Fuß parallel zum Ufer, verdrehst aber den Oberkörper im Uhrzeigersinn, dass Du Dich wie eine Spirale gewunden fühlst. Du bist mit der Brust in entgegengesetzter Richtung vom Wasser. Die Rute hältst Du steil auf der rechten Körperseite mit locker gestreckten Armen. Also auf der anderen Körperseite, als beim normalen Wurf. Rolle in Augenhöhe. Nun pendelst Du auf der anderen Körperseite in einer gedachten Linie, die 45° nach links von der Wurfrichtung abweicht. Lass die Rute nicht unter 30° Anstellwinkel absinken. Beschleunigt wird, wenn das Wurfgewicht deutlich über der Augenhöhe pendelt. Kommt das Pendelbewicht am obersten Punkt zur Ruhe, wird der Rutengriff angezogen, der Schwung geht auf das Blei, das in Richtung Wasser auf den höchsten Punkt pendelt.

    Hier eine Anmerkung. Bedenke, dass die Kraftentfaltung erst wesentlich später einsetzt. Der "Fluß" würde gestört, wenn in das Pendeln mit zu früh einsetzender Kraft eigewirkt wird. Das Blei würde mitten im Wurf auf den Boden klatschen. Drehe den Oberkörper rechtzeitig in Wurfrichtung und richte es so ein, dass die Rute von hinten über die Schulter kommt.

    In dieser höchsten Zerrung des gependelten Gewichts wird die Rute abwärts geschwungen, bis ca. 20cm über den Erdboden. Jetzt jedoch ist die Rute bereits gespannt und das Blei folgt der richtigen Bahn, die die Rutenspitze vorgibt. Weder Rutenspitze noch Blei berühren den Erdboden, so unglaublich es auch klingt. Wenn die Entfernung zwischen Rutenspitze und Blei groß genug ist (2/3).
    Jetzt spürst Du den Zug und es reißt im Finger. Nix mit Pause. Jetzt schwingst Du die Rute durch, in den Speer-Stil-Zug und mit Druck in Wurfrichtung. Wenn Du jetzt den richtigen Loslasspunkt für die Schnur erwischt hast, landet das Blei bei über 130m.
    Das war der Pendelwurf.


    Auch wenn jetzt der Schädel von der Theorie brummt : Es klingt schlimmer als es ist. Nach ein wenig Übung wirkt alles leichter und es fügt sich fast von selbst aneinander.
    Am Ende ist es wie Tanzen : Harmonie und Rhytmus.
    Geändert von Rumpelrudi (14.10.2008 um 01:42 Uhr)

  9. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei Rumpelrudi für den nützlichen Beitrag:


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