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  1. #1
    Dackel Fischer Avatar von theduke
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    Bleiguß in Gipsform

    Kevin seine Frage wegen Blei gießen, brachte mich dazu, einmal eine Billigvariante zu posten.

    Im Angelladen , wenn man die Bleiart nicht schon besitzt, besorgt man sich Flügelbleie bzw Flugbleie in Gewichten von 20 bis 80 Gr.
    Je Gew 1 Blei.

    Man suche sich aus dem Keller eine ausgediente Plasikbox ( oder Holzschachtel ) , die ca 15 x 15 x 7 cm - L x B x H . Maße können ruhig abweichen.

    Dann besorgt man sich Gips. Rühre diesen dick an, ohne das Klumpen entstehen. Diesen Gipsbrei streicht man dann in die Box und klopft diese immer wieder auf den Tisch , damit Luftblasen nach oben steigen und entweichen. Danach lasse man den Gips ruhen, bis er anfängt zu binden, aber noch etwas weich ist. Nun drücke man alle Bleie in den Gips und lasse sie drinnen liegen.
    Nun wartet man 3 Tage bis der Gips ausgehärtet ist, entferne die Bleie und klopfe Vorsichtig den Gips aus der Box. Nun lässt man diesen noch eine Woche trocknen . ( Bitte nicht aufieHeizung oder i.d. Sonne legen, da er sonst Risse bekommt )

    Sollte die eingedrückte Form der Bleie noch unebenheiten aufweißen, schleift man diese entweder mit feinem Sandpapier eben, oder gleicht evtl Löcher mit frischen etwas flüssigem Gips aus ( am besten mit einem Pinsel )

    Jetzt geht man zum nächsten Reifenhändler oder KFZ Werkstatt und fragt nach alten Auswuchtblei, das man meißt sogar umsonst bekommt, aber ein kleiner Obulus in die Kaffeekasse erleichtert einem vieles....
    Dazu noch im Baumarkt einen kleinen Bunsenbrenner der im Angebot echt billig ist. Und von Mutti, Ehefrau oder Oma noch eine Soßenkelle, wo man sich ( wenn sie keinen Schnabel hat ) vorne einen Ausguß biegt.
    Dazu noch vom Dachdecker oder Abrisshaus einen Dachziegel oder Schieferplatte, zum ablegen der heißen Kelle.

    Mal Papa oder Bekannte nach einem verzinkten Wickeldraht fragen, mit dem man sich kleine 1 cm Ösen biegt.
    Die Ösen in die Gipsformen der jeweiligen Bleie klemmen, die Auswuchtbleie in die Kelle, mit dem Löt oder Bunsenbrenner erhitzen, evtl mit einer alten kleinen Gabel die gebildete Schlacke entfernen, und los geht es.
    Vorsichtig jede Form eingießen, 1 Min warten und die Gipsform auf die Schieferplatte stürzen. Und auf für die nächsten Bleie......
    Vorsicht nach 2 bis 3 Runden, die Gußform abkühlen lassen, da sie sonst wegen der Hitze reißt.

    Für Flußfischen nehme ich Kieselsteine und drücke sie in den weichen Gips als Form, oder einen Esslöffel.

    Mit Spraydose oder Farblack lassen sich die Bleie auch dem Gewässeruntergrund anpassen.

    Bitte das Gießen nur im Freien oder Balkon. Und bitte auf dem Bunsenbrenner aufpassen.
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    Gruß Wolfi
    http://wolfsangler.de.tl/
    Das Angeln macht aber nur soviel Spass, solange die Natur auch passt.

  2. Folgende 8 Petrijünger bedanken sich bei theduke für den nützlichen Beitrag:


  3. #2
    Gesperrt Avatar von nepomuk
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    Warum ersparst Du Dir nicht die ganze Arbeit mit der Schmelzerei.
    Auswuchtblei in den Schraubstock, Klammer abflexen, Loch bohren
    und an ein anti tagle-Röhrchen hängen.

    Vorteil: Keine giftigen Dämpfe, Gewichtangabe eingeprägt, kaum Hänger durch die Bananenform, schnelle Herstellung.

    Nachteil: Bis ca 150 gr, Abwaschen in Seifenlauge oder Kaltreiniger,
    amateurhaftes Aussehen.

    Gruß, Swen

  4. #3
    Profi-Petrijünger Avatar von Blaukorn
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    Meine Norwegen-Grundbleie gieße ich doch lieber selbst. Hauptsächlich aus Kostengründen. Mit dem manchmal amateurhaften Aussehen kann ich gut leben. Es ist schließlich Verbrauchsware.
    Bleie der 300 – 500gr. Klasse sind im Angelgeschäft nicht so häufig zu bekommen und im Versandgeschäft werden ordentliche Versandkosten fällig.

    Da ich in 14 Tagen wieder nach Norden aufbreche habe ich vorhin noch wieder einige „Schwergewichte“ gegossen. Geht ganz fix. Voraussetzung ist natürlich ausreichender Bleivorrat.

    Ich wickele eine alte Batterie (Monozelle) in einen Streifen Alufolie (6-7 Umwicklungen). Unten wird die Folie eingeschlagen und mit der Batterie kräftig aufgestaucht. Dann wird die Batterie vorsichtig aus der Folie geschüttelt und fertig ist die Form. 10 x wiederholt und mein Vorrat ist fertig.
    Aus Nirodraht habe ich vorher schon Krampen gebogen die mit einer Zange nach dem Einfüllen des Bleis in die Form, ins Blei gehalten werden. Nach kurzer Zeit in kaltes Wasser getaucht. Fertig
    Hilsen
    Peter
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    Geändert von Blaukorn (01.09.2008 um 09:56 Uhr)
    hjertelig hilsen


    "Einer tausendfach gehörten Lüge glaubt man eher als einer zum ersten mal gehörten Wahrheit".
    Robert Lynd

  5. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Blaukorn für den nützlichen Beitrag:


  6. #4
    Schnitzeltechniker/Rebell Avatar von Jack the Knife
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    Hi Leute ,

    diese Methode habe ich hier im Forum schon lange beschrieben .
    Das ist ein alter Hut .

    Aber egal , wenn er meint abschreiben zu müssen , soll er halt !

    mfg Jacky1

  7. #5
    Profi-Petrijünger Avatar von Blaukorn
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    @Jacky1


    1. Wen meinst Du? Etwa mich?
    2. Schon dreist von Dir andere des Plagiats zu beschuldigen.
    3. Bei der Menge der Beiträge gibt es immer....... Alter Hut

    Wenn hier im Laufe der Zeit mal eine Neubeschreibung (Deiner) einer altbekannten Methode wiederholt wird, solltest du nicht für Dich in Anspruch nehmen, der Erfinder zu sein und uns unterstellen wir hätten von DIR abgeschrieben. Dein Wissen stammt auch größtenteils aus der Erfahrung anderer Angler.
    Hilsen
    Peter
    hjertelig hilsen


    "Einer tausendfach gehörten Lüge glaubt man eher als einer zum ersten mal gehörten Wahrheit".
    Robert Lynd

  8. #6
    Schnitzeltechniker/Rebell Avatar von Jack the Knife
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    Dich hat keiner gemeint , sondern den Verfasser des ganzen hier .

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