Ergebnis 1 bis 13 von 13
  1. #1
    Allrounder/Norgefan Avatar von Aalete
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    Alle Jahre wieder: Fischsterben im Sommer

    Moin!
    In unserem kleinen Fluß, der direkt durch die Stadt fließt, kommt es (fast) jedes Jahr im Sommer zu einem mehr oder weniger großen Fischsterben. Das Komische an der ganzen Sache ist aber, das sich das Drama nur auf einen Abschnitt von ~ 1000m Länge abspielt,auf diesem sich aber gleich drei (angeblich Kühlwasser) Einleiter eines großen hier ansässigen Sodawerkes befinden. Von den Behörden kommt immer nur die lapidare Auskunft:Wasser zu warm, Sauerstoffmangel. Ein absoluter Witz, zumal sich ein paar hundert Meter vor dem 'Todesabschnitt' ein Wehr mit Wasserfall befindet,und Sauerstoff ins Wasser einbringt.

    Aber lest mal selber , und vielleicht habt Ihr ja ein paar Vorschläge, wie man diese ganze Schweinerei endlich auch mal über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machen und endlich beenden kann.


    Hier der Link zum Bericht in unserer Lokalzeitung:



    http://www.volksstimme.de/vsm/nachri...em_cnt=1131197


    Bei dem Zeitungsbild handelt es sich natürlich um einen der Einleiter, nicht um den Fluß selber, wie manch einer mißverstehen könnte!


    MfG. Aal-Ete
    Geändert von Aalete (12.08.2008 um 20:53 Uhr)
    Nicht jeder Angeltag ist auch ein Fangtag!

  2. Der folgende Petrijünger sagt danke an Aalete für diesen nützlichen Beitrag:


  3. #2
    --------------------- Avatar von Fairbanks
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    Hallo,

    habt ihr keine Grünen bei Euch in der Gegend?
    Meine sowohl die Ökos wie auch die Polizei. Die einen informieren und die letzteren mit einer Anzeige gegen Unbekannt auf den Plan bringen. Bei einem solchen Schaden müssen die ermitteln. Ist ja nun wirklich keine Bagatelle mehr.

    Gruß Fairbanks

  4. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei Fairbanks für den nützlichen Beitrag:


  5. #3
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Holtenser
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    Hallo

    Wasserproben nehmen (Zeuge dabei ist hilfreich) versiegeln und an ein unabhängiges Labor schicken.
    Greenpeace betreibt welche vielleicht können die Dir weiterhelfen,evtl. die Proben sogar selber ziehen.


    Gruss
    Olli

  6. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Holtenser für den nützlichen Beitrag:


  7. #4
    Petrijünger Avatar von jontschi
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    Soda
    Welche soda etwa die die in Getränke kommt,
    die setzt doch Kohlenseure ins Wasser das wiederum das Sauerstoff verdrengt
    und den Algenwachstum antreibt.
    Nor so eine Schlusfolgerung.

    Grus Jontschi

  8. Der folgende Petrijünger sagt danke an jontschi für diesen nützlichen Beitrag:


  9. #5
    In ewiger Erinnerung Avatar von Alter Däne
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    Das ist doch mal ein Thema für unsere Interessengemeinschaft
    "Fischereibiologie".
    Bestimmt können die Sportfreunde Hinweise geben, wie in solchen Fällen zu verfahren ist.
    Den Vorschlag mit den Wasserproben und einem unabhängigen Labor finde ich gut.

    Gruß

    Detlef

  10. Der folgende Petrijünger sagt danke an Alter Däne für diesen nützlichen Beitrag:


  11. #6
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    Hi,

    wenn man den Artikel liest und sich die Wassertemperaturen anschaut, ist das Fischsterben eigentlich nicht verwunderlich. Das zufliessende Kühlwasser des Sodawerkes erwärmt den Fluss auf 30°C und mehr? Demnach ist es selbst noch deutlich wärmer? Dieses Kühlwasser käme dann mit sehr geringen Sauerstoffgehalten in den Fluss. Es wäre deshalb sinnvoll, vor Ort den Sauerstoffgehalt und die Temperatur des Flusswassers vor und hinter dem Zuleiter, so wie des Kühlwassers zu messen.

    Viele Grüsse

    Lars

  12. #7
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    Zitat Zitat von jontschi Beitrag anzeigen
    Soda
    Welche soda etwa die die in Getränke kommt,
    die setzt doch Kohlenseure ins Wasser das wiederum das Sauerstoff verdrengt
    und den Algenwachstum antreibt.
    Nor so eine Schlusfolgerung.

    Grus Jontschi

    So einfach ist es dann doch nicht
    Co2 wird sehr schnell durch die Wasserbewegung.... verdrängt und mit nem hohen Co2-Gehalt kann man Algen ehr eindämmen !
    Trotz allem kann es natürlich bei einem zu hohen Co2 -Gehalt auch zu einem Sauerstoffmangel kommen was ich in einem Fließgewässer aber bezweifle zumal die Löslichkeit von Co2 auch von der Karbonhärte abhängig ist,umso weicher das Wasser umso mehr Co2 ist löslich !
    Der Co2 -Gehalt läßt sich auch grob anhand der Kh und des Ph ermitteln und bedenklich wird es für die Fische erst ab 30-40 mg/l

    MfG Nico

  13. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Barschfreak für den nützlichen Beitrag:


  14. #8
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    Hi Nico,

    Zitat Zitat von Barschfreak Beitrag anzeigen
    Trotz allem kann es natürlich bei einem zu hohen Co2 -Gehalt auch zu einem Sauerstoffmangel kommen was ich in einem Fließgewässer aber bezweifle zumal die Löslichkeit von Co2 auch von der Karbonhärte abhängig ist,umso weicher das Wasser umso mehr Co2 ist löslich !
    wenn es nur Kühlwasser ist, was da eingeleitet wird, dürfte das keine abnormalen CO2-Gehalte mitbringen. Davon abgesehen hat die Karbonathärte keinen messbaren Einfluss auf die Löslichkeit von CO2.

    Viele Grüsse

    Lars

  15. #9
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    Mehr wollte ich damit ja auch nicht sagen !
    Wenn die Kh keinen messbaren Einfluß auf die Co2-Löslichkeit hat Versuche mal den Co2 -Gehalt in nem Wasser mit ner Kh 1 und ner Kh 10 durch Co2 Zugabe zu erhöhen
    Das die Kh nicht im Zusammenhang mit dem Co2-Gehalt steht ist einfach falsch,hab auch noch kein saures Wasser mit ner hohen kh gesehen

    MfG Nico

  16. #10
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    Hi,

    nach Rücksprache mit dem Landesfischereiverband Sachsen-Anhalt e.V. folgender Sachstand: Es gibt Hinweise auf mögliche illegale Einleitungen, weswegen Anzeigen gegen Unbekannt erstattet wurden. Die entsprechenden Ermittlungen laufen gegenwärtig noch und weitere Infos wird es wohl erst geben, wenn ein Abschlussbericht vorliegt.

    @Nico: Du sitzt da einer alten und falschen Aquarianer"weisheit" auf. Das Einmischen von CO2 klappt unabhängig von der "kH". Die "kH" beeinflusst lediglich das resultierende Niveau des pH-Wertes. Deshalb ist ein eher hartes Wasser mit entsprechend hoher "kH" beim gleichen CO2-Gehalt nicht so sauer, wie ein weicheres Wasser beim gleichen CO2-Gehalt.

    Viele Grüsse

    Lars

  17. Der folgende Petrijünger sagt danke an Bollmann für diesen nützlichen Beitrag:


  18. #11
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    Hallo,
    im Prinzip stimmt es schon,ist schon bißchen Schwachsinn was ich geschrieben hab
    um genau zu sein ist in hartem Wasser mehr Co2 löslich aber der Ph wird durch die Kh gepuffert und so kommt der Ph nicht so schnell in die Gegend wo es für Fische gefährlich wird,wobei im weichem Wasser (unwahrscheinlich das nen Fließgewässer so eine niedrige Kh besitzt) weniger Co2 nötig ist um den Ph in den sauren Bereich zu treiben,so jetzt bin ich bei dem was ich eigentlich sagen wollte,Hände waren schneller wie der Kopf
    und das solch eine hohe Co2-Konzentration in einem natürlichen Fließgewässer stattfindet halte ich trotzdem für sehr unwahrscheinlich,wenn die Kh nicht durch irgendwas zerstört wird !

    MfG Nico
    Geändert von Barschfreak (13.08.2008 um 10:57 Uhr)

  19. #12
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    Hallo Nico,

    eigentlich müsste es jetzt dann verbale Schläge geben, weil wir völlig off Topic sind ...

    Zitat Zitat von Barschfreak Beitrag anzeigen
    im Prinzip stimmt es schon,ist schon bißchen Schwachsinn was ich geschrieben hab
    Nein! Der selben "Logik" bin ich auch mal gefolgt und kann nur zu gut nachvollziehen, was Du beim lesen meiner Widersprüche denkst ...

    um genau zu sein ist in hartem Wasser mehr Co2 löslich aber der Ph wird durch die Kh gepuffert und so kommt der Ph nicht so schnell in die Gegend wo es für Fische gefährlich wird,wobei im weichem Wasser (unwahrscheinlich das nen Fließgewässer so eine niedrige Kh besitzt) weniger Co2 nötig ist um den Ph in den sauren Bereich zu treiben
    Widerspruch auf der ganzen Linie.

    - die "kH" hat keinen messbaren Einfluss auf die Löslichkeit von CO2,
    - die "kH" puffert gegen alle möglichen und unmöglichen Säuren, nur nicht gegen Kohlensäure,
    - wenn ich in einem Wasser mit dem CO2-Gehalt X diesen auf den Wert Y bringe, verändert das den pH-Wert unabhängig von der "kH" um genau den gleichen Wert

    Das Ganze jetzt hier zu erklären, bringt mir ganz sicher einen Rüffel ein und kostet zudem mehr Zeit, als ich im Moment habe. Bei Rückfragen einfach Telefonnummer per PN und wir machen einen Crashkurs in Wasserchemie ...

    und das solch eine hohe Co2-Konzentration in einem natürlichen Fließgewässer stattfindet halte ich trotzdem für sehr unwahrscheinlich,wenn die Kh nicht durch irgendwas zerstört wird !
    Jepp! Zur Abwechslung mal Zustimmung. Bei der Einleitung von sauren Wässern in ein Fliessgewässer mit hoher "kH" wären solche Werte durch die dann erfolgende Zerstörung der "kH" durchaus möglich, würden sich aber durch den intensiven Luftkontakt recht schnell wieder relativieren. Es sieht in dem konkreten Fall zudem nicht danach aus, als wäre CO2 auch nur im Ansatz das Problem für die Fische gewesen.

    Viele Grüsse

    Lars

  20. #13
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    Zitat Zitat von Bollmann Beitrag anzeigen
    Hi,

    wenn man den Artikel liest und sich die Wassertemperaturen anschaut, ist das Fischsterben eigentlich nicht verwunderlich. Das zufliessende Kühlwasser des Sodawerkes erwärmt den Fluss auf 30°C und mehr? Demnach ist es selbst noch deutlich wärmer? Dieses Kühlwasser käme dann mit sehr geringen Sauerstoffgehalten in den Fluss. Es wäre deshalb sinnvoll, vor Ort den Sauerstoffgehalt und die Temperatur des Flusswassers vor und hinter dem Zuleiter, so wie des Kühlwassers zu messen.

    Viele Grüsse

    Lars


    Hi Lars!


    Der gesamte Fluß erwärmt sich nicht auf 30°, das Betrifft nur den unmittelbaren Bereich der Warmwasserfahne.Es geht darum, das nicht immer nur Kühlwasser in den Fluß läuft,sondern ab und an giftige Substanzen (z.B. Amoniak) in den Fluß gelangen müssen!! Dieser Einleiter ist die meiste Zeit ein wahrer Fischmagnet,selbst bei noch viel höheren Außentemperaturen als in diesem Sommer stehen Hunderte von Fischen direkt !!!!! 1m vor der Ausströmöffnung in der Warmwasserfahne, es sind dabei auch außer Quappe und Aal alle in der Bode vorkommenden Fischarten darunter.
    Also, wenn man nur Fische gucken will, ist das immer die beste Adresse, besonders die riesigen Karpfen bieten ein tolles Bild. Auch im Winter ist das ein Hotspot. Leider bringt dieser Einleiter ab und an auch den Tod in diesen Flußabschnitt. Bloß, wer soll sich dort hinstellen, wochen, monatelang, und aufpassen, wann mal wieder was passiert? Es scheint immer nur ein kurzer Schwapp mit irgendwelchem Zeugs zu sein, nach ein paar Minuten ist alles weggespült,und die toten Fische bleiben dann viel weiter unterhalb im Kraut hängen. Ich kenne Kollegen, die haben früher mal in diesem Werk gearbeitet, die wissen, was für Gifte dort schon einfach mit dem Schlauch in den Kanal gespült wurden (z.B.nach Leckagen,Wartungsarbeiten, daher auch der Tipp auf Ammoniak). Aber wie im Zeitungsartikel schon steht, der Beweis dafür ist auf normalem Wege nicht zu erbringen.Auch das mangelnde Interesse der Behörden steht dem im Weg.


    MfG. Sven
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