Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    Rückkehrer
    Registriert seit
    18.03.2008
    Ort
    8
    Beiträge
    498
    Abgegebene Danke
    1.395
    Erhielt 1.126 Danke für 285 Beiträge

    Sinn und Zweck der Fettflosse

    Guten Abend,

    gibt's neue Erkenntnisse über den Zweck der Fettflossen bei einigen Fischarten?
    Wie lauten Eure eigenen (oder eigenwilligen) Spekulationen zur Thematik?

    Die aktuellen Ansätze reichen von Strömungssensorik, hormoneller
    Steuerung, Stabilisation bis zur Hydrodynamik.

    Was meinen die Biologen an Bo(a)rd?

    Grüße an Alle.

  2. #2
    Karpfendompteur
    Registriert seit
    02.07.2008
    Ort
    03044
    Beiträge
    119
    Abgegebene Danke
    33
    Erhielt 185 Danke für 68 Beiträge
    Moin
    Da ich keine Lust habe, alles abzuschreiben und als meine eigenen Geistesergüsse zu deklarieren , schaust du am besten gleich hier: http://www.fsbio-hannover.de/oftheweek/138.htm

    da ist alles super zusammengefasst...


  3. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei Fischpaule für den nützlichen Beitrag:


  4. #3
    Rückkehrer
    Registriert seit
    18.03.2008
    Ort
    8
    Beiträge
    498
    Abgegebene Danke
    1.395
    Erhielt 1.126 Danke für 285 Beiträge
    Zitat Zitat von Fischpaule Beitrag anzeigen
    Moin
    Da ich keine Lust habe, alles abzuschreiben und als meine eigenen Geistesergüsse zu deklarieren , schaust du am besten gleich hier: http://www.fsbio-hannover.de/oftheweek/138.htm

    da ist alles super zusammengefasst...


    Die Seite kannte ich bereits. Trotzdem Danke für Deinen Hinweis und vor allem für Deine Ehrlichkeit.

    Mich würden eben auch "andere" Ansätze interessieren.
    Ich bin der Meinung, daß es in der Fauna (und Flora) keine überflüssigen oder nutzlosen "Anhängsel" gibt. Und die Fettflosse der Salmoniden ist mir schon seit geraumer Zeit "ein Dorn im Auge".

    Grüße

  5. #4
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Thunfisch
    Registriert seit
    06.12.2005
    Ort
    64625
    Alter
    56
    Beiträge
    2.295
    Abgegebene Danke
    7.999
    Erhielt 5.609 Danke für 1.635 Beiträge
    Zitat Zitat von CasaGrande Beitrag anzeigen
    Ich bin der Meinung, daß es in der Fauna (und Flora) keine überflüssigen oder nutzlosen "Anhängsel" gibt.
    moin,

    doch, es gibt diese überflüssigen und nutzlosen Anhängsel, Bspw. bei Zuchtformen, die das ästhetische "Bedürftnis" einiger Menschen befriedigen. Das sowas nicht (oder doch nur sehr selten) in freier Wildbahn auftritt und sich da auch wieder ganz schnell "wegmendeln" würde, ist klar. Bei der Fettflosse betrachten wir aber einen langen Zeitraum (70 Mio. Jahre) und die Verbreitung über Artgrenzen hinweg. Das alleine spricht schon gegen Nutzlosigkeit.

    In dem von Fischpaule verlinkten Artikel steht doch ein ganz vernünftiger Erklärungsansatz:

    Diese Fische benutzen ihre Flössel, um damit die turbulente Strömung über die Schwanzflosse beim Schwimmen zu beeinflussen. Auf diese Weise können sie die Effektivität des Schwanzflossenschlages im Hinblick auf den erzeugten Vortrieb erhöhen.
    Gruß Thorsten

  6. #5
    Gesperrt Avatar von Thomsen
    Registriert seit
    08.03.2005
    Ort
    10713
    Alter
    50
    Beiträge
    4.629
    Abgegebene Danke
    1.933
    Erhielt 3.515 Danke für 1.616 Beiträge
    Hallo Maestro CasaGrande,

    eine gebildete Struktur muss evolutiv nicht grundsätzlich einen Zweck oder eine Funktion haben, dieser Ansatz ist mir eindeutig zu 'funktionalistisch'.

    Genetisch gibt es zwar Merkmale, die in die Kategorie Ein Gen-ein Phän (bspw. Augenfarbe des Menschen) einzuordnen sind.

    Die Biologie kennt aber auch
    - Polygenie (ein Phän, Merkmal, wird von mehreren Genen in seiner Ausprägung gesteuert)
    - Polyphänie (mehrere Merkmale werden von einem Gen gesteuert).

    Merkmale können äußere (sog. eidonomische) als auch innere (z.B. physiologische) sein.

    Wenn die Fettflosse also durch pleiotrope (=polyphäne) Genwirkung gesteuert wird, muss sie keinen Sinn, Zweck, keine Funktion haben.
    Beispiel: nach Mutation des Gens gab es 2 Auswirkungen ... zum einen wurde äußerlich die Fettflosse gebildet, zum anderen innerlich ein Protein verbessert, das höhere physiologische Fitness gewährleistet.

    Solange kein negativer Selektionsdruck auf die Fettflosse einwirkt oder aber der positive Selektionsdruck auf die Proteinmutation den leicht negativen Selektionsdruck der Fettflosse überwiegt ... bleibt sie erhalten.

    Das aber nur nebenher ... denn eine eigene, neue Funktions-/Zweckhypothese vermag ich auch nicht aufzustellen.


    PS: Bei Lachsen wurde festgestellt, dass ein Entfernen der Fettflosse ihre Schwimmfähigkeit in keiner Weise beeinträchtigt. Somit wird die Entfernung der Fettflosse wissenschaftlich zum Markern genutzt ...
    Geändert von Thomsen (17.07.2008 um 17:35 Uhr)

  7. Folgende 4 Petrijünger bedanken sich bei Thomsen für den nützlichen Beitrag:


  8. #6
    Superprofi Petrijünger Avatar von Goderich
    Registriert seit
    03.10.2005
    Ort
    51067
    Alter
    35
    Beiträge
    1.129
    Abgegebene Danke
    955
    Erhielt 1.342 Danke für 506 Beiträge
    Könnte es nicht sein, dass die fettflosse einfach nur ein Überbleibsel einer volltändigen Flosse ist, die sich immer weiter zurückbildet? Wir betrachten immerhin nur das hier und jetzt und wissen nicht wirklich wie die Forelle vor mehreren Hundert oder tausend Jahren ausgesehen hat.

    Solche Phänomene gibts doch ziemlich häufig in der Natur (siehe Steissbein des Menschen, das auf einen Schwanz zurück zu führen sein könnte)?
    ...sagt Steffen

  9. Der folgende Petrijünger sagt danke an Goderich für diesen nützlichen Beitrag:


Foren-Regeln Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
HTML-Code ist aus.

Lesezeichen