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    Raubfisch-Freak Avatar von steffen(cm)
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    Gefüllter Hecht -eine Schlemmerei

    Ein kanadisches Rezept, das den Sport- zum Kochtopfangler werden läßt
    Ein gut maßiger Hecht ist weder anglerisch noch kulinarisch von besonderer Bedeutung. Der anglerische Wert läßt sich kaum verbessern, doch die Kunst der Hausfrau oder des Hausmannes können aus ihm eine Köstlichkeit zaubern.

    Zutaten:
    1 Hecht (1.5-2 kg)
    3-4 Eßlöffel Butter
    2 Zwiebeln
    300 g frische Champignons
    200 g Schweinemett (darf auch schon gewürzt sein)
    1/8 l saure und 1/8 l süße Sahne
    1 Bund Petersilie, etwas frischen oder eingefrorenen Salbei, Estragon
    2-3 Eßlöffel Semmelbrösel
    4-6 Scheiben gräucherten magern Bauchspeck
    Etwas Zitronensaft , Salz und Pfeffer

    Der Hecht wird zunächst geschuppt (den Bauch nicht vergessen!) und ausgenommen. Der Kopf bleibt dran, seine Kiemenbögen werden entfernt. Von der Bauchseite her fährt man mit dem Filetiermesser unter die Bauchgräten, löst sie von den Bauchlappen und löst mit Schnitten entlang der Rückengräten die Mittelgräte in ganzer Länge aus, ohne die Rückenhaut zu durchtrennen. Das ist einfacher, als es sich beschreiben läßt. Ohne Mittelgräte ist der Hecht nun beweglich wie ein Aal und kann gefüllt werden.
    Für die Fülle werden zwei gehackte Zwiebeln in einem Eßlöffel Butter angedünstet. 200 g frische blättrig geschnittene Champignons werden angebraten und 200 g Schweinemett hinzugefügt. Dazu kommen ein achtel Liter saure Sahne, ein Bund Petersilie, Salbei, Estragon, Salz und Pfeffer. Von den Kräutern etwas für die Sauce zurück behalten. Mit zwei bis drei Eßlöffeln Semmelbröseln wird die Masse gebunden. Die Fülle riecht und schmeckt schon so gut, daß man es sich verkneifen muß, mehr als zum Abschmecken erforderlich davon zu naschen.
    Der von innen mit Salz und Pfeffer gewürzte Hecht wird nun mit der erkalteten Masse gefüllt. Am besten macht man das zu zweit, weil man eigentlich vier Hände für das Füllen und Zunähen braucht. Am Kopf beginnend wird die Fülle eingebracht und gleichzeitig der Fisch mit Küchengarn zugenäht.
    Nun ist der Hecht wieder prall und rund. Er wird auch von außen mit Salz und Pfeffer eingerieben und seine Haut auf beiden Seiten ca. viermal eingeritzt,
    damit er beim Braten nicht platzt.Dann wird der Fisch in eine entsprechende Form oder die Fettpfanne gesetzt und mit
    Bauchspeckscheiben belegt.
    Im vorgeheizten Backofen bei 225 Grad ca. 15 Minuten braten und dabei öfter mit flüssiger Butter begießen, dann 100 g. geschnittene Champipnons dazu tun und weitere 40 Minuten bei etwa 200 Grad garen. Bevor der Fisch auf den Tisch kommt, ihn mit 1/8 l süßer Sahne übergießen und die restlichen gehackten Kräuter dazugeben. Den Fisch im ausgeschalteten Backofen noch 5-10 Minuten ziehen lassen, ihn auf eine vorgewärmte Platte heben und die Sauce auch mit etwas Zitronensaft abschmecken.
    Zugegeben, eine Menge Arbeit mit dem Hecht, aber das Ergebnis rechtfertigt sie. Der nächste Hecht wird von der Familie sehr viel ehrfurchtsvoller begrüßt werden. Natürlich kann man so auch einen größeren Hecht zubereiten, wenn der Backofen und der Appetit reicht...
    Mit freundlichen Grüßen CM

  2. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei steffen(cm) für den nützlichen Beitrag:


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