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  1. #1
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    Angeln an der Costa Vicentina

    Die stellenweise bis 120 m hohe Felsenküste Südportugals erstreckt sich an der Südküste westlich von Lagos (Algarve) bis zum Cabo de São Vicente, und weiter an der Westküste nach Norden etwa bis Sines in der Region Alentejo. Dieser Küstenstreifen mit dem Namen Costa Vicentina wird hier und da unterbrochen von kleinen oder größeren Sandstränden.

    Diese Strände sind zwar nicht alle ohne Boot oder ohne halsbrecherische Kletteraktion erreichbar, aber sie bieten hervorragende Möglichkeiten zum Brandungsangeln.






    Im Wasser liegende Felsen können sehr gute Angelplätze zum Posenangeln auf z. B. Meerbrassen und Hornhechte und zum Spinnfischen auf z. B. Wolfsbarsche sein, hier ist darauf zu achten mit steigendem Wasser nicht vom Rückweg abgeschnitten zu werden. Die Folge könnte, nach meiner eigenen Erfahrung, eine sehr ungemütliche Übernachtung auf einem schroffen Felsen sein...

    Und die Brandung der Westküste ist erheblich wilder als an der Südküste.





    Das typische Klippenangeln, also entweder ganz oben von der Kante oder das Einsteigen in die Wand um dort geeignete Plätze anzuklettern ist bei den dort heimischen Anglern gang und gäbe. Wie oft habe ich Angler beobachtet, wie sie mit Badelatschen bekleidet und bepackt mit meterlangen montierten Ruten, Taschen und Eimern in den Steilwänden herumgeklettert sind...




    Für Angeltouristen ist dies mit höchster Vorsicht zu genießen, da das Gestein oft locker ist, und mit böigen Winden zu rechnen ist. Und jedes Jahr gibt es Meldungen über Abstürze.

    Aber es gibt sie, die Stellen an denen man relativ gefahrlos, auch als Ungeübter, gute Plätze anklettern kann. Man muß sie halt suchen und finden. Gute Indikatoren dafür sind geparkte Autos oben an der Kante. Wenn dann noch Trampelpfade in die Wand hinein führen ist dies ein ziemlich sicherer Hinweis auf Angelplätze.

    Geangelt wird hier mit langen kräftigen Grundruten und Posenmontagen. Gute Köder sind Fischfetzen (vom Fischmarkt), Muschelfleisch, Camarão und Wattwürmer. Für die Bergung der Fänge aus der Höhe wird ein sogenanntes "Cesto" eingesetzt.

    Siehe auch dieses Video:






    Videotipp: Küstenangelei in Portugal
    Geändert von Pescador (18.07.2009 um 23:32 Uhr) Grund: aktualisiert

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  3. #2
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    Hi Stefan,

    ich habe mir das Video zweimal angeschaut und melde mal erste Zweifel an. Mir scheint es doch einigermaßen unmöglich unter den Bedingungen mit einem Korb - zumal mit derart kleiner Öffnung - aus der Brandung einen sich wehrenden Fisch zu "keschern". Meine Zweifel werden noch dadurch genährt, dass der Fisch sich aber auch überhaupt nicht bewegt. Hast du mit diesem Gerät persönliche Erfahrungen gemacht?
    Tatsächlich völlig unbrauchbar scheint mir die Methode, wenn man Angel und "Cesto" gleichzeitig bedienen muß.
    Die Aufnahmen von der Küste sind brillant. Genau so liebe ich das - Angeln als Ganzkörpererfahrung
    Die Geschichte, wo du die Nacht in den Felsen verbringen mußtest, läßt du noch folgen, oder?

    Gruß Thorsten

  4. #3
    Super-Profi-Petrijünger
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    Doch Thorsten, das mit dem "Cesto" oder auch "Rabeca" ist eine altbewährte Sache dort. Fische die zu groß oder zu schwer sind um sie hochzuziehen werden auf diese Weise geborgen, und es funktioniert gut. Weiß ich auch aus eigener Erfahrung. Diese Körbe lassen sich seitlich öffnen und werden so über die Schnur gezogen und dann an einer eigenen Kordel herab gelassen. Er stülpt sich quasi über den Fisch wenn er unten angekommen ist. Gut ist es wenn man zu zweit ist, so kann einer den Korb hochziehen wärend der andere die Angel bedient...

    Mit etwas Übung geht`s aber auch alleine.

    Hier noch ein anderes Bild von dem Ding.

    Die Geschichte mit der Nacht auf dem Felsen lasse ich hier besser, zu peinlich .
    Dazu nur dies, wir waren zu zweit und hatten eine (5 Liter) Garrafão de Vinho tinto dabei, daher wurde es nicht allzu langweilig...
    Geändert von Pescador (13.04.2008 um 19:35 Uhr)

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