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  1. #1
    Weißfischfan Avatar von Peter85
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    Zu welcher Fischart gehören diese Schlundzähne?

    Hallo Zusammen,

    ich habe letztes Wochenende auf dem Flohmarkt eine Kiste mit Angelutensilien erworben. Unter Anderem befanden sich darin auch die Schlundzähne, die Ihr in der angehängten pdf bewundern könnt.

    Auf die Frage nach dem einstigen Träger dieser Beißerchen antwortete der Vorbesitzer, es hätte sich um einen gut 6 Pfund schweren Weißfisch gehandelt, den er vor etwa 10 Jahren in einem kleinen Fluß gefangen hätte. Er meinte es hätte sich um eine Nase gehandelt, war sich aber nicht sicher.

    Mir erscheint eine 6-pfündige Nase auch etwas mehr als Rekordverdächtig, wenngleich die Größe der Knochen durchaus zu einem Fisch dieser Größe passen würden. Karpfen ist´s zumindest keiner gewesen, deren Knochen sehen anders aus. Wenn es ein Weißfisch war - das denke ich steht ausser Frage - dann muss es ein wahrer Methusalem gewesen sein. Kann mir bei der Bestimmung jemand weiterhelfen?

    Gruss,

    Peter
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  2. #2
    Rutenbauer Avatar von Revilo
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    Da wirst du dich wohl an einen Biologen wenden müssen.
    Bitte verschont mich mit PN's in denen ihr mich nach (m)einer Meinung über Wobbler etc. fragt!
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  3. #3
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Angelspezialist
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    Das sieht mir ganz nach den Schlundzähnen eines Döbels aus. Ich habe eine kleine Sammlung aus meiner Jugendzeit und die sehen genau so aus - drauf wetten würde ich aber nicht.
    Schöne Anglergrüße
    Spezi

    *Du wirst keine neuen Meere entdecken, solange du nicht den Mut hast, die Küste aus den Augen zu verlieren.*

  4. Der folgende Petrijünger sagt danke an Angelspezialist für diesen nützlichen Beitrag:


  5. #4
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Der Döbel steht auf jeden Fall in der engeren Wahl, nur die gesägten Zähne sind nicht so gängig.

    eine Güster, das Hasel oder die Laube haben z.B. gesägte Schlundzähne.

    Bei der Güster stimmt auch die Anzahl.

    Nase fällt aus wegen einreihig.

    Grüße
    Stephan

  6. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Stephan Wolfschaffner für den nützlichen Beitrag:


  7. #5
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Zu sehen sind zweireihige Schlundzähne nach der Formel
    2.5-5.2

    Passende Fischarten:
    Gründling
    Hasel
    Döbel
    Güster
    Laube/Ukelei
    und (noch vergessen) Ziege und Mairenke

    Zwar sind die Schlundzähne gesägt (was eigentlich für ein zeitweiliges Verkosten pflanzlicher Nahrung spricht, aber am oberen Ende spitzer zulaufend, Merkmal zunehmend räuberischer Lebensweise im Alter).

    Döbel oder Güster?

    Es bleibt wohl nur ein Döbel übrig ... zumal das Gewicht des Fisches mit 6 Pfd. angegeben war (die Güster möchte ich gerne sehen ).
    Geändert von Thomsen (05.03.2007 um 17:14 Uhr)

  8. Folgende 5 Petrijünger bedanken sich bei Thomsen für den nützlichen Beitrag:


  9. #6
    Weißfischfan Avatar von Peter85
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    Molto grazie für Eure Antworten. Na, der war aber denn auch nicht von schlechten Eltern!

    Petri,
    Peter

  10. #7
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    Meiner Meinung nach handelt es sich um eine Rußnase, die ist normalerweise aber
    nur im Donaueinzugsgebiet heimisch und heute auch dort sehr selten.
    Die gesägten Schlundzähne sprechen dafür.
    Hauptnahrung: Algen die sie mit dem harten unterständigen Maul von den Steinen
    schaben.

  11. #8
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Das kann nicht sein, Andreas ... die Schlundzahnformel für Zährten (somit auch einer Rußnase) ist einreihig 5-5.

  12. #9
    Weißfischfan Avatar von Peter85
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    Ergänzung

    Ich war mir eigentlich sicher dass Thomson richtig liegt, bis mir ein Vereinsspezi Schlundzähne gezeigt hat, die er angeblich von einem Döbel hat.

    Sie haben eine identische Zahnformel, aber ohne die Säge. Die einzelnen Zähne laufen am Ende dolchartig spitz zu. Ich habe die beiden Präparate zum direkten Vergleich mal auf einem Bild verewigt. Sie unterscheiden sich doch ziemlich deutlich. Wenn das Exemplar mit den Dolchspitzen wirklich von nem Döbel stammt, dann gibt´s wohl nach wie vor einen Mister Unbekannt.

    Auch muss ich mich entschuldigen und etwas richtig stellen: Auf den ersten Bildern ist etwas schwer zu erkennen, dass eine der zwei Gebisshälften fünf, die andere aber nur vier große Zähne trägt. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, so würde die Zahnformel also 2-4, 5-2 lauten, oder liege ich da falsch? Kurioser Weise ist das bei dem anderen Gebiss, das laut meinem Vereinskollegen von einem Döbel stammen soll, allerdings das selbe

    Was die Russnase betrifft: Aufgrund der Zahnformel glaub ich auch nicht, dass es eine war, wenngleich das genannte Flüsschen (die Paar = Äschen/Barben-Region) tatsächlich bei Ingolstadt in die Donau mündet.

    Habe Euch nochmal zwei Fotos rangehängt, auf denen man das alles etwas besser sieht. Was meint Ihr?

    Gruss,
    Peter
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  13. #10
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von Achim P.
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    Zitat Zitat von Thomsen
    Das kann nicht sein, Andreas ... die Schlundzahnformel für Zährten (somit auch einer Rußnase) ist einreihig 5-5.

    Kann mich den Ausführungen, nach Sichtung der Schlundzahnformeln u. Bildern, Stephan u. Thomas anschließen, es handelt sich aller "Wahrscheinlichkeit" um die "Schlundzähne" eines Döbel´s !!!
    In diesem Sinne...

    Viele Petrigrüße
    Achim


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  14. Der folgende Petrijünger sagt danke an Achim P. für diesen nützlichen Beitrag:


  15. #11
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Hallo Peter,

    prima, dass Du nochmal ein paar andere Photos eingestellt hast ... dadurch kommen wir nun doch noch darauf.

    Aber der Reihe nach ...

    Zuerst einmal zur Schlundzahnformel ... nach Betrachten der ersten Photos aus der pdf-Datei habe ich die Arbeitshypothese gebildet, dass auf der einen der beiden Seiten ein Schlundzahn verschwunden (ausgebrochen o.ä.) ist ... sie somit korrekt 2.5-5.2 lautet.

    Über die neue Photoserie lässt sich nun aber deutlich erkennen, dass diese Arbeitshypothese falsch war und somit verworfen werden muss ... die korrekte Formel lautet tatsächlich 2.4-5.2.

    Damit fallen alle von mir/uns oben genannten Fischarten plötzlich aus ...

    Von Beginn an hat mir die Sägung der Schlundzähne nicht so recht in's Konzept gepasst und gefallen, da sie klar für die Aufnahme pflanzlicher Kost spricht. Damit ist's bei einem Döbel nicht weit her ...

    Also habe ich meine Nase nochmal in die Bücher gesteckt und nur einen einzigen Karpfenfisch gefunden, der nun noch passen könnte (eine Elritze fällt wegen der Größe ganz sicher aus):

    (1)2.(4)5.-5(4).2 Schlundzähne sägeförmig und seitlich abgeschliffen

    Lesart zur Schlundzahnformel: Schlundzähne zweireihig
    1. Seite: erste Reihe mit 1 oder 2, zweite Reihe mit 4 oder 5 Zähnen
    2. Seite: Reihen mit 5 oder 4 sowie 2 Zähnen

    Damit war Mister Unbekannt längere Zeit unbekannt: die Schlundzähne gehören zu einem Graskarpfen ...

    Sehr schön nun also im 1. neuen Bildanhang von Peter zu erkennen (Gegenüberstellung):
    - links die gesägten Schlundzähne des Pflanzenfressers Graskarpfen
    - rechts die schlank-dolchartigen Schlundzähne des vorwiegenden Räubers Döbel (dort muss bei 2.4-5.2 aber einer fehlen, zu sehen ist die unversehrte Seite)

    Spannende Fragestellung, Peter ... und anhand der Photos recht schwierig zu klären.
    Der zweiten Photoserie und Deinem Hinweis zur Zählung ist der Durchbruch zu verdanken ...
    Geändert von Thomsen (05.03.2007 um 17:57 Uhr)

  16. Folgende 3 Petrijünger bedanken sich bei Thomsen für den nützlichen Beitrag:


  17. #12
    Weißfischfan Avatar von Peter85
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    Prima, danke! Dann wäre das Rätsel ja doch noch geklärt.

    Übrigens: Im Netz habe ich eine Abbildung gefunden, wie die Schlundknochen hinter den Kiemenbögen zu liegen kommen, nämlich so:
    (Beispiel: Barbe)
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  18. #13
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Schönes Beispiel für die Barbe, Peter ...

    Wir können uns nun alle gemeinsam miteinander bemühen, auf dem Photo dreireihige Schlundzähne, der Formel
    2.3.5-5.3.2
    gehorchend, zu erkennen.

    Aber, Peter: es gibt keine zusätzlichen 'Schlundknochen' ... die Schlundzähne liegen immer auf der Innenseite des 5. Kiemenbogens.

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