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  1. #1
    Petrijünger
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    Meeresanfänger braucht ein paar elementare Tipps

    Hallo liebe Mitangler,

    ich habe zwar dreißig Jahre Erfahrung im Süßwasser, aber leider so gut wie gar keine im salzigen Element (außer einem 1-wöchigen Ausflug nach Norwegen). Daher vertraue ich jetzt voll und ganz auf eure Mithilfe

    Ich werde Anfang Februar zum ersten Mal eine Kutter Tour mitmachen, und zwar auf der MS Wismar. Das Schiff ist auch schon komplett gebucht für "unsere" Gruppe. Die besteht aus mir derzeit noch unbekannten Anglern, die sich im gleichen Angelladen wie ich für die Tour angemeldet haben.
    Es wird eine sehr kleine Gruppe sein, da die MS Wismar wohl nur Platz für rund 12 Personen bietet. Ist mir aber auch ganz lieb, ich hoffe, dadurch herrscht nicht so ein unnötiger Angeldruck an Bord.

    Ich wüßte gerne, was ich für ein Gerät benötige, um dort gut vor Ort mit Wassertiefen unsw. zurecht zu kommen. Also, was für eine Rute (Wurfgewicht)ist angesagt!? Ich hätte sowohl eine schwere Karpfenrute (3lbs) als auch eine 20lbs Rute aus Norwegen anzubieten. Dann die Frage nach der Schnur, einige sagen ja, Monofil wäre besser (40mm - 50mm), andere wiederrum schwören auf Geflochtene (wie dick sollte die dann sein!?). Wäre beides kein Thema. Was nimmt man für Köder!? Beifänger "Ja" oder "Nein"!? Und welche Farben sind die gängigsten an der Ostsee!?
    Wie schwer sollten die Pilker sein!? Wie tief ist überhaupt die Ostsee vor Wismar!? Und kann man bei den Kuttern vor Ort auch keschern oder werden alle Dorsche gegafft!?
    Ach ja, ein Bekannter (der nicht mitfährt) wollte mir weismachen, daß man mit 2 Ruten gleichzeitig angeln kann. Kann ich mir so nicht vorstellen! Wenn ich da an meinen Norwegenurlaub denke, stelle ich mir das nahezu unmöglich vor (und unnötig noch dazu, ehrlich gesagt).
    Ich weiß, sehr viele Fragen

    Aber ich fände es toll ,wenn der ein oder andere von euch sich ein wenig Zeit zur Beantwortung nehmen würde

    Ich wünsche allen Boardusern und ihren Familien einen guten Rutsch und ein fischreiches Jahr 2007!!!

    Gruß TK-2902

  2. #2
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    Ich habe gerade Zeit also fange ich mal ein bissl an.


    Die Norwegen-Rute lass mal zu Hause, die Karpfenrute dürfte reichen, wäre mir persönlich aber zu schwer und zu weich.
    Am Besten geht da auf der Ostsee eine Soft-Pilkrute mit einer feinen Spitzenaktion.
    In meinem Angeleckchen befindet sich dafür eine schwere Spin-Rute, die für so etwas wie gemacht ist.
    Werde aber ggf. noch mal Nachrüsten wollen, denn ich sprach auch schon Angler am Wasser, die auf eine Soft-Pilkrute beim Karpfenfischen schwörten.

    Der Vorteil dieser Ruten ist einfach das bessere Köderfeeling und -kontrolle.
    Ich würde bei Plusgraden immer die geflochtene Schnur vorziehen, würde dann aber ein Stück Monofile als Puffer und Sollbruchstelle bei einem Hänger, vorschalten.
    Hat man noch Minusgrade, so sollte es eine Monofile sein.
    0,35er - 0,40er reichen locker.
    Bei geflochtener Schnur reichen Schnüre mit einer Tragkraft von 15 Kilo locker aus.

    Tja und den Rest, den mußt du vor Ort sehen. Fängt ein Beifänger bei einem Mitfahrer, so montiere selber auch einen.
    Manchmal spielen die Dorsche verrückt, dann kannst du mit zwei Beifängern fischen und fangen
    Es kommt aber auch vor, daß nur leichte Pilker ohne Beifänger fangen.
    Man sollte jedenfalls nicht unvorbereitet antanzen.
    Gerade das macht ja die Pilker Eimer auch so schwer.
    So ich werde mal Raum lassen für andere User, die für dich auch noch ein bischen Zeit haben
    Jedenfalls reicht eine Rute zum Fischen vollkommen, die Zweite wird nur als Reserverute mitgeführt, falls etwas kaputt gehen sollte.

    Willi

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  4. #3
    Allroundangler Avatar von Cliffhänger
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    ...Willi hat Dir ja schon eine Menge Tips gegeben - ich bin auch schon öfter auf Dorschkuttern gefahren und hoffe, dass ich Dir noch einige zusätzliche Tips geben kann.

    Also, man pilkt mit einer Rute und hat möglichst noch ´ne Reserverute mit, das ist schon besser (bei meinem "Nachbarn" brach die Spitze der Rute ab!). Die Ruten sollten zwischen 2,70 m und 3,00 m lang sein. Die Wurfgewichte (WG) sind heute, wie Willi schon richtig sagte, nicht mehr so hoch, ich habe eine PENN Charisma in 3 m Länge mit einem WG von 50 - 190 Gramm, eine DAM Steel Power mit 3 m Länge mit WG vbon 60 - 120 Gramm oder z.B. eine Cormaoran Carbo-Star in 3 m Länge mit einem WG 50 - 100 Gramm, eine ziemlich leichte Pilkrute. Die Zeit ist vorbei, dass man mit "Besenstielen" auf dem Kutterdeck stand.......Auf dem Boot im Fjord hat man meistens kürzere Ruten mit höheren WG!

    Die Rollengröße sollte bei 50 liegen, d.h. 100m Mono-Schnur 0,50 mm stark auf der Spule, möglichst mit Frontbremse (haben fast alle Mitangler). Die Mono-Schnur kann wie bereits von Willi angeführt auch 0,35 - 0,40 mm sein, möglichst gelb, dann sieht man besser, wo der Pilker ins Wasser hinsaust. Bei geflochtener Schbnur reicht 0,18 - 0,20 mm völlig aus. Probleme mit ganz dünner Schnur gibt es immer dann, wenn ein Pilker durch die nächsten Schnüre der Mitangler gesaust ist und man muss alles auseinander "tüdeln" - bei Mono-Schnüre geht das einfacher!

    Wenn die Drift nicht allzu stark ist, werden nur Pilker mit einem WG von max. 100 Gramm eingesetzt, auch ein Beifänger reicht meist. Wenn mit einer bestimmten Farbe (Pilker oder Beifänger)Dorsche gefangen werden, dann auch umdisponiren, denn fangen Pilker mit dieser Farbe einfach besser. (Ein bißchen Glaube gehört auch dazu!)

    Kauf Dir bitte einigermaßen gutes Geschirr, das gibt es schon ziemlich günstig, sonst ärgerst Du Dich nur an Bord - na dann viele Dorsche, und nicht zu heftig pilken, die Dorsche sind im Winter etwas träger!

    Munter bleiben
    CLIFF, der sich schon einen lahmen Arm vom vielen Pilken geholt hat!
    .................................................. .................................................. .......................



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  6. #4
    Profi-Petrijünger Avatar von Angelhaken
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    Da geb ich dann mal auch noch meinen Senf hinzu.....

    Zur Rute....Ich fische auf 'm Kutter eine 2,70m Rute WG 60-120g...vollkommen ausreichend...Rolle sollte 100m 0,30 Mono fassen...fische selber mit 'ner 0,32er Mono-Schnur, da ich das in diesen Tiefen von eigentlich 10-20m, und den zu erwartenden Fängen (kg), für vollkommen ausreichend halte...Die Wahl zwischen monofil oder geflochten ist natürlich auch immer eine Gefühlssache....der eine kann besser mit mono, der andere mit geflochtener....wenn geflochtene benutzt wird, empfehle ich auf jeden Fall, ein "paar" Meter mono als Puffer vorne dran, sonst hat man eventuell viele "Aussteiger"...Pilker von 50 bis 100g, bei starker Drift bis 150g sind, sind erste Wahl...ich fische meist 70-90g...Beifänger (Twister) sollte man eigentlich nur einen dran haben....am besten fertige Vorfächer mit Twister kaufen.....zu den Farben...Pilker fische ich meist in Orange-Grün-Gelb....aber auch mal in Blau, Rot oder Schwarz.....da gilt dann ausprobieren, oder bei den anderen abgucken....Beifänger in Japan-Rot oder zusammen Japan-Rot/Schwarz gehen eigentlich (fast) immer.....

    Nun mal zu den 2 Ruten....das funktioniert höchstens beim Naturköder-Fischen...beim Pilken kannst du nur mit einer Rute, es sei denn du hast mindestens 3 Arme.....



    Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte....wünsche dir ein dickes Petri Heil...

    Daniel
    Gruss, Daniel

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  8. #5
    ALLROUNDER
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    Ich hätte auch noch eine Kleinigkeit beizutragen:

    Es ist fast alles Wichtige gesagt, die Aussagen zu Ruten und Rollen treffen i. d. R. zu. Ich allerdings bevorzuge bei frostrfreier Witterung eine Rolle der Gr. 30 bis 40 bespult mit max. 0,12 er guter geflochtener Schnur.

    Das bringt den Vorteil, dass auch ein sehr leichter Pilker (z. B. 60 Gramm) gefischt werden kann, weil er auch bei Strömung noch den Grund erreicht. Wegen des dünnen Schnurquerschnittes lastet kaum Strömungsdruck auf der Leine und somit auf dem Pilker, was ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist: Leicht fängt nämlich fast immer besser.
    Deshalb unbedingt ein paar leichte Pilker von 50 bis 80 Gramm einpacken!
    Und wo wir bei den Ködern sind: Besorg dir noch einige Ostseevorfächer aus dem Handel. Gemeint sind die mit Twistern und 2 x durchbohrter Perle. Gibt es mit einem oder 2 Seitenarmen. Nimm verschiedne Farben mit.
    Manchmal gehen die Dorsche nur auf die Twister. Dann mach den Drilling vom Pilker ab und vertrau auf die Beifänger.
    Das beugt auch Hängern vor!

    Das wars von mir! Nun viel Erfolg und dicke Dorsche!
    Geändert von KOP (04.01.2007 um 17:56 Uhr)
    Gruß von Herby

    ...und immer einen guten Fisch am Band!!

  9. Der folgende Petrijünger sagt danke an KOP für diesen nützlichen Beitrag:


  10. #6
    Petrijünger
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    Ihr werdet es nicht glauben
    Ich war noch nicht mal auf dem Kutter und habe schon die nächsten zwei Mal Angeln an der Ostsee gesichert
    Dieses Mal werde ich jedoch vom Strand von der Seebrücke mein Glück versuchen. Und zwar vom Schönberger Strand, da haben wir uns über über Ostern (Anfang April) und dann noch mal Mitte Juli für vieer-fünf Tage eine Ferienwohnung genommen. Jetzt wollte ich euch fragen, was man denn in dieser Jahreszeit da wohl so für Fische fangen kann
    Wäre euch wie immer sehr verbunden für Tipps und Tricks
    Gruß aus Kölle, Markus

  11. #7
    Profi-Petrijünger Avatar von Angelhaken
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    Thumbs up Den kenn ich leider nicht....

    aber ich wünsch Dir trotzdem ein dickes Petri für die Tage.....und immer dran denken....auch wenn "Mann" keinen Fisch fängt....der Nervenkitzel bleibt, und man war wenigstens mal draußen...
    Gruss, Daniel

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