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  1. #1
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Talking Tipps zum Angeln mit dem Belly Boat

    Hier einige Informationen für alle angehenden BB-Kapitäne und diejenigen, die über eine solche Anschaffung nachdenken.

    Egal ob Spinn-, Schlepp- oder Fliegenfischen, das BB kann hat ein breites Einsatzgebiet und die Fische haben bekanntermaßen keine Scheu vor der „Riesenente“.

    Wenn nicht gerade starker Wind über das Wasser weht, dann ist das Fahren mit den Flossen nicht besonders ansträngend. Ganz anders ist es da mit dem Aufpumpen . Statt mit der Doppelhubpumpe, fülle ich mein U-Boot mit einer billigen 12 V Volumenpumpe und bis das Boot voll ist, bin ich in der Wathose.
    siehe dazu auch: BellyBoat - besser sitzen und Zubehör

    Beim Befüllen der Luftkammern sollte die Lufttemperatur berücksichtigt werden (z. B. nicht bei starker Hitze das Boot prall aufpumpen)

    Anker mit ausreichender Leine und Handy sollten nie fehlen! Beides könnte Leben retten.

    Das Ein- und Aussteigen mit Flossen geht rückwärts am besten, das Boot unter das Gesäß geschoben und setzen, meine Schuhe hab ich immer in der Rückenlehne (beim Transport die Flossen).

    Durch die starke Nylon Außenhaut ist der Luftkörper ausreichend gut geschützt und eine Verstärkung ist meiner Meinung nach nicht nötig.

    Die größten Feinde eines BB´s sind Haken und Dornen.
    Mit einem Sekundenkleber zur Sofortreperatur kl. Löcher (einfach ein kl. Stück PVC auf das Loch im Luftkörper kleben) und mit „AquaShure“ o.ä. ist eigentlich alles zu flicken.

    Ungewohnt ist anfänglich der „Infight“, kurz vor der Landung springen gerade Forellen und Hechte gerne direkt neben dem Boot und das kann feucht werden.

    Das Steuern geht sehr einfach und wer mal mit Flossen geschwommen ist, bei dem läuft es wie automatisch.

    Der Anker ist gerade bei Wind oder Drift sehr wichtig, er hilft uns Kraft zu sparen, eine Pause zu machen und wirklich am Spot zu bleiben. Ich benutze ein 0,750 kg Modell und das hat bisher immer genügt. Schwerere Modelle sinken zu tief ein und das Heben des Ankers wird zum Problem.

    Man sollte grundsätzlich langsam ankern und den Grund „abtasten“ – verhängt sich der Anker, dann hilft meist nur noch „Leine kappen“.

    Von einem BB aus kann man relativ wenig Zugkraft umsetzen, sonst zieht man sich selbst unter Wasser.

    Wenn das Gewässer mit Booten befahren wird, gibt es die Möglichkeit eine Boje zu setzen (z.B. Plastiktüte mit Luft) und den Anker später selbst oder von einem Kollegen heben lassen.

    Zum Befestigen der Ankerleine knote ich eine einfache Schlaufe und hänge diese mit einem Karabiner seitlich in einen der D-Ringe ein, die restliche Leine wird in der Seitentasche verstaut.



    Fast immer habe ich eine zweite Rute dabei, diese lässt sich problemlos und trocken an der Seite mit Klettband befestigen.

    Zum Schleppfischen oder schnellen Wechseln, kann man eine Rute seitlich im Sitz ablegen.



    Brot statt Blinker
    !
    Bei längeren Exkursionen empfehle ich eine kleine Brotzeit. - Der Tisch ist schnell gedeckt und am Wasser es besonders schmeckt.

    Wie voll man sein BB bepackt ist davon abhängig wie viel geschleppt (getragen) : werden kann und wie weit der zu gehende Weg ans Wasser (und zurück!) ist.
    Das sollte vorher getestet werden, damit man vor der ersten Wanderung mit der Handhabung vertraut ist.

    Apropos Wanderung, da erinnere ich mich an einen mühsam erreichten Waldsee mit so dunklem Wasser, dass ich keinen Fisch sehen konnte. Ich fischte das Ufer von der Seeseite aus ab, ohne Erfolg. Nach einigen weiteren erfolglosen Versuchen hab ich einen schweren Streamer über 8 Meter zum Grund sinken lassen und in der Winddrift „mithüpfen“ lassen –

    …. das Ergebnis war dieser Saibling


    …einige andere konnte ich auf die gleiche Art auch noch zum Biss verleiten, und das Abendessen war gerettet.

    An jeden meiner Bootsausflüge denke ich gerne zurück, sind es doch immer außerordentlich naturnahe Erlebnisse in einem anderen Element gewesen, begleitet von Barschen, Döbeln, Forellen, Hechten, Karpfen und Saiblingen.

    Zu guter Letzt möchte ich jetzt noch etwas zur Sicherheit sagen, es muss jedem bewusst sein, dass man hierbei auch in Situationen kommen kann in denen man sich durch falsche Reaktionen in Gefahr bringt. Eine gute Portion Eigenverantwortlichkeit ist Pflicht.

    Eine Schwimmweste ist unter Umständen Ermessenssache, aber im Meer oder bei Strömung unerlässlich.

    In diesem Sinne
    Ahoi,
    Petri Heil



  2. #2
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    Stephan...vielen lieben Dank, das du dir die Mühe gemacht hast

    Willi

  3. #3
    Ex Avatar von Stephan Wolfschaffner
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    Thumbs up

    @ Willi

    .....ist doch gern geschehen


    stephan

  4. #4
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    Wäre es sinnvoll das Boot mit Bauschaum zu füllen zwecks sicherheit?

  5. #5
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    Der Bauschaum hat war einen guten Auftrieb, ist aber sehr instabil.
    Bringt also kaum Vorteile, wenn Dein ausgeschäumtes U oder V in mehrere Einzelteile zerbricht.
    Bleib besser bei den altbewährten Schläuchen!
    Flüsse, Seen und ihre Bewohner wurden zur Erholung weiser Menschen gemacht
    und für Dummköpfe, damit sie unbedacht daran vorbeilaufen.
    (f. n. Izaak Walton)

  6. Folgende 2 Petrijünger bedanken sich bei Fliegenpeitsche für den nützlichen Beitrag:


  7. #6
    Neuer Petrijünger
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    hallo stephan, bin nun schon eine weile mit dem belly unterwegs und bin schnell mit allem klar gekommen. nur die frage nach der richtigen angelist noch nicht richig geklärt. ich werfe
    z,Z. mit 2,70m mit ca. 70gr. wg und das ist mir auf die dauer doch zu unhandlich. meinst du mit max 2,10m komme ich besser zurecht? und kann mir evtl jemand eine rute empfehlen
    ( habe mir schon ein wenig in die hart poizon verguckt )weil meine gewässser hier in der umgebung öfter den einen oder anderen starken hecht ans band bringen sollte die rute aber gutes rückrad haben
    bis dahin petri heil

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