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    Resolution des Deutschen Fischereiverbandes

    RESOLUTION DES DEUTSCHEN FISCHEREIVERBANDES AUF DEM DEUTSCHEN FISCHEREITAG VOM 7-9. JUNI 2006 IN SCHWERIN

    Auf der Präsidiumssitzung des Deutschen Fischereiverbandes anlässlich des Fischereitages, an dem aus dem Land Brandenburg die Präsidiumsmitglieder Dr. Eberhard Renner (Landesfischereiverband) UND Eberhard Weichenhan (DAV) teilnahmen, wurde eine Resolution zur Reduzierung der Kormoranbestände einstimmig beschlossen und an die Bundesregierung weitergeleitet.

    Resolution des Deutschen Fischereiverbandes:

    KORMORANBESTÄNDE MÜSSEN EUROPAWEIT REDUZIERT WERDEN.

    Der Deutsche Fischereitag fordert die Bundesregierung auf, sich nicht weiter einem Europäischen Bestandsmanagement des Kormorans zu verschließen.

    Zahlreiche sorgfältige flächendeckende Untersuchungen an Gewässern aller Art haben eindeutig ergeben, dass die gegenwärtigen Überbestände an Kormoranen die Fischfauna nachhaltig schädigen. Der extrem gestiegene Bestand des Kormorans führt jedes Jahr dazu, dass der mehrfache jährliche Ertrag der deutschen Berufs- und Angelfischerei durch Kormorane vernichtet wird.

    Dies führt zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden und extremen Eingriffen in den Artenschutz. Dadurch wird die Umsetzung der Natura 2000 und FFH – Richtlinie konterkariert.

    Der Deutsche Fischereitag ist angesichts dieser dramatischen Lage verwundert über die jüngste Antwort der Bundesregierung auf eine diesbezügliche parlamentarische Anfrage zu dieser Problematik.

    Die Bundesregierung macht darin deutlich, dass sie trotz der inzwischen gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse über erhebliche Schäden in den Arten der Fluss-, Teich- und Küstengewässerfauna ein Kormoranmanagement weder für erforderlich noch ethisch und wirtschaftlich vertretbar hält. Diese Aussage ist sachlich falsch.
    Artenschutz umfasst alle Arten!

    Über nachhaltige Schäden im Artenschutz und in der Fischerei kann ernsthaft keinerlei Zweifel bestehen. Die Einsicht der Bundesregierung, dass der Kormoran in seiner Art nicht mehr bedroht ist, erfordert geradezu das Eingreifen der Bundesregierung zum Schutz der nunmehr bedrohten Arten.

    Der Deutsche Fischereitag fordert im Namen aller Berufs- und Angelfischer Deutschlands die Bundesregierung auf, ihre offenkundig sachlich und wissenschaftlich nicht fundierte Haltung zu korrigieren.

    Um weitere Schäden und Folgeschäden zu vermeiden, fordern wir die Bundesregierung dringend auf, zur Umsetzung der Natura 2000 und FFH – Richtlinie sich umgehend für ein europaweites Kormoranmanagement einzusetzen.

    NUR MIT EINEM SOLCHEN MANAGEMENT IST ES MÖGLICH, DIE NACHHALTIGEN SCHÄDEN ZU BEGRENZEN.

    ZIELSETZUNG MUSS DIE HALBIERUNG DES GEGEWÄRTIGEN EUROPÄISCHEN BESTANDES DES KORMORANS SEIN.


    In diesem Sinne Petri Heil FM Henry

    Quelle:Märkischer Angler

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  3. #2
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Zahlreiche sorgfältige flächendeckende Untersuchungen an Gewässern aller Art haben eindeutig ergeben, dass die gegenwärtigen Überbestände an Kormoranen die Fischfauna nachhaltig schädigen.

    Eine Behauptung, die aktuell durch keine unumstrittene (lobbyferne) Studie gestützt werden kann ...

    Der extrem gestiegene Bestand des Kormorans führt jedes Jahr dazu, dass der mehrfache jährliche Ertrag der deutschen Berufs- und Angelfischerei durch Kormorane vernichtet wird.

    Fortsetzung der Märchenstunde, selbst dann, wenn nur die deutsche Binnenfischerei betrachtet würde ...

    Die Bundesregierung macht darin deutlich, dass sie trotz der 'inzwischen gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse' über erhebliche Schäden in den Arten der Fluss-, Teich- und Küstengewässerfauna ein Kormoranmanagement weder für erforderlich noch ethisch und wirtschaftlich vertretbar hält.

    Ich schließe mich der Begründung der Bundesregierung an ... hoffentlich haben 'unsere Neuen' in anderen Themenkomplexen auch so ein gutes Händchen.

    Und hoffentlich setzen sich in unseren Verbänden endlich einmal kompetente und unvoreingenommene Personen durch, die nicht nur vordergründige Lobbyarbeit unter dem dünnen Deckmantel sog. 'Wissenschaftlichkeit' betreiben (lassen)... sondern wirklich imstande sind, wissenschaftlich und logisch zu denken.
    Dies erscheint mir seit längerer Zeit schon bedauerlich unterrepräsentiert ...


    Thomas

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  5. #3
    Admin Avatar von FM Henry
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    Hallo Thomas

    Deiner Argumentation möchte ich mich nicht anschließen und auch Deine Einstellung als Angler, der Du ja bist kann ich nicht verstehen.
    Versuche doch einfach mal als Angler 10 Jahre nach vorne zu denken.
    Dann wirst Du feststellen müssen, dass bei der explosionsartigen Vermehrung der Kormorane bis dahin kein Fisch mehr für Dich übrig bleibt und Du Dein Hobby an den Nagel hängen kannst.
    Ich war persönlich anwesend als die Kormorane ( ca.250 Stück ) vor 3 Jahren einen wunderschönen kl.Waldsee leergeräumt haben.
    Die Hechte die wir in der Saison gefangen haben hatten zu zwei Drittel Bissspuren die vom Kormoran waren.Als sich die Vögel durch unsere Anwesenheit gestört fühlten und wegflogen haben wir uns gewundert,warum ständig Reiher mitten auf dem See gelandet sind und gefressen haben.
    Als wir den Jagdplatz erreichten schwamm mein Boot in hunderten von ca.10-25 cm langen Friedfischen die alle frische Bissspuren der Kormorane aufwiesen.Die Hälfte der Fische war noch am Leben und wir mussten zusehen wie sie langsam an der Wasseroberfläche ausgeblutet sind.
    Seit dieser Zeit ist aus dem wunderschönen See ein fast TOTES Gewässer entstanden woran der Kormoran mit viel Erfolg mittlerweile brütet.
    Wir haben in den letzten 3 Jahren immer wieder versucht dort Aale und Hechte zu fangen und wurden immer herber enttäuscht.

    Aale seit 3 Jahren Null

    Hechte seit 3 Jahren 5

    Barsche seit 3 Jahren 1

    Was ich eigentlich mit dieser Statistik versuche zum Ausdruck zu bringen ist:

    Kleinfisch weg- Raubfisch weg- Angler weg- und der Kormoran freut sich weil er noch ungestörter seine eigene Brut aufziehen kann.

    Möchtest Du in naher Zukunft Deinen Kindern erzählen das Du die Kormorane geschützt hast weil Du nicht mehr angeln wolltest?

    Denn,sei mir nicht böse, genau darauf läuft es hinaus wenn wir nichts dagegen unternehmen denn Du wehrst Dich ja auch gegen Mücken,Zecken und anderes Getier.

    Ich dachte eigentlich das die Resolution unkommentiert bleibt da sie ja eigentlich nur als Info gedacht war.

    Gruß FM Henry

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  7. #4
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von D@nny
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    Ein sehr schweres Thema,was angeschnitten worden ist.Aus der Sicht unseres Biologen kann ich es verstehen, aber auch aus der Sicht der sogenannten Lobby.
    Mein Onkel lebt schon seid jahrzenten aus der aktiven Fischzucht auf über 400ha Wasserfläche,Brotfisch ist der Karpfen.Man mag sich nicht vorstellen welchen Schaden es animmt,wenn ebendmal einige zig Paare Kormorane sich am grossen Teich niederlassen.
    Ganze jahrgänge sind schon platt gemacht worden,wer da noch versucht irgend etwas zu begründen oder erklären hat verdammt schlechte Karten.

    Auf der anderen Seite kann ich auch wiederrum Thomas verstehen,der Gedanke jeglicher Kreatur den gar aus zu machen,die man als Konkurenten ansieht,ist auch nicht die feine und gesunde Art.Man gehe einfach mal nicht nur von den Kormoranen aus,was würde als nächstes folgen,Delphine,Seelöwen,Robben oder Wale.

    Für meine Vorstellung bräuchte es eine Art Fond und verschiedene Versicherungen,die im Falle eines grossen Schadens,dafür aufkommen.So oder so,sind so einige die vom Fischerwerb leben,früher oder später dem Untergang geweiht.Durch ein anderen Onkel,der bis vor zwei Jahren noch mit einem Kutter an der Ostsee sein lebensunterhalt verdient hatte,weiss ich sehr genau wie schwer und komplieziert es ist,seine Familie zu ernähren.Die Einschränkungen die wirklich nötig sind,schnürrt den Fischer und all den anderen die mit unserer liebsten Beute ihre Lebensunterhalt bestritten haben,immer mehr die Luft ab.

    Ein gemeinsames Projekt ist nötig,an die sich alle halten.Schon jetzt sind die zahlen und die population so der massen überfischt,das jeder weitere Tag mit dem Kutter auf der Ostsee, einer perversion ähnelt,so der massen die Natur zur vergewaltigen.Das Kernproblem ist und bleibt die Schuldzuweiseung,angefangen bei den Naturschützern,Anglern,Fischer und anderen Interessenvertretern.

    Man kann nur hoffen das das ganze ein sinnvolles ende nimmt.

    Um auf das Thema Kormoran zurück zu kommen,an manchen Gewässern finde ich persönlich den schaden durch die Reissangler,schwarzfischer oder Pottangler bei weitem höher,als durch die Vögel selbst.Nichts desto trotz bedarf es einer gesunden Entscheidung,jeden zufrieden zu stellen,die Fischer,die Angler,die Industrie sowie die Natur in Form von Kormoranen.

    Gruss D@nny.
    Geändert von D@nny (11.07.2006 um 21:03 Uhr)

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  9. #5
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Seit dieser Zeit ist aus dem wunderschönen See ein fast TOTES Gewässer entstanden woran der Kormoran mit viel Erfolg mittlerweile brütet.

    Nu, mein Alter, wir führen solche Diskussionen ja auch beim Angeln auf dem Boot ... weisste ja selbst. Gefällt Dir ja auch nicht immer

    Warum sollte diese Resolution aber unkommentiert verbleiben, wenn ich eine andere Meinung habe?

    Frage 1)
    Warum sollten Kormorane an 'toten' Gewässern brüten?

    Frage 2)
    Warum ist dann der Nachbarsee (na, die beiden), an dem/denen wir unsere 'Hechtfang-Clips' gedreht haben so übervoll mit Raub- wie Friedfisch?

    Weil die Kormorane sich nicht trauen, ohne Angelkarte zu 'fischen'?

    Frage 3)
    Sitzt ein Fischer (menschlich) auf dem See?


    Ich bleibe dabei. Die Verbände betreiben Mummenschanz ... die Kormorane sind willkommene Sündenböcke, dagegen wehre ich mich.


    Thomas

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  11. #6
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    Um Gottes Willen Thomas....du bist im Begriff deinen Status als angelnder Biologe selbst zu untergraben.
    Weinende Fischzüchter und wütende Fischer haben aber auch rein gar nichts mit Lobbyisten zu tun.
    Warum schützt man die schwarze Pest und nicht die betroffenen Opfer.
    Denk mal selber zurück, an deine eigenen Erlebnisse beim Fischen in ganz Deutschland.
    Nie gab es soviele Brutpaare und Kolonien!
    Noch nie wurden ganze Gewässerabschnitte leergefischt.... Betonung liegt auf LE E R!

    Eine Behauptung, die aktuell durch keine unumstrittene (lobbyferne) Studie gestützt werden kann ...
    Hier muß ich leider sagen...völlig unpassend in einem Anglerforum solche Sachen zu behaupten! Dann gehst du nicht mit offenen Augen ans Gewässer.
    Zerhackte Fische, vom Vogelkot völlig zerfressene Bäume und und und.
    Ich plädiere hier eindeutig für einen Eingriff durch Menschenhand. Erst war es die schützende Hand, jetzt muß leider, wie so oft falsch verstandene Tierliebe wieder gerade gerückt werden.
    Dazu eine Begebenheit aus meiner langjährigen Angelpraxis (die ich mir nicht vorm Computer hole sondern in der richtigen Natur).
    Bei einem Besuch des schönen Bundeslandes Thüringen mit seinen Salmonidengewässern sollte auch ein Besuch der Saale anstehen.
    Die Fliegengerte war im Gepäck und ein Besuch des örtlichen Angellädchens sollte Gewissheit über den dort vorherrschenden Bestand bringen.
    Der Ladenbesitzer stellte sich als Experte der Bindekunst und Vorsitzender des dortigen Angelvereins raus.
    Bei meiner Nachfrage nach den dort aus meinen Unterlagen hervorgehenden Äschenbeständen, bekam der Mann feuchte Augen und mußte sich setzen.
    Über Jahre hinweg bemühten sich Angler, das aus DDR Zeiten belastete Gewässer (sicher nicht uneigennützig) wieder zu besetzen. Alte ursprünglich beheimatete Arten sollen wieder heimisch werden.

    Dazu war nur ein Winter mit der schwarzen Pest nötig, um den kompletten Äschenbestand des Abschnittes auszurotten!!!

    Weitere Beispiele könnten folgen...

    Dazu muß man keine statistischen Erhebungen beauftragen, oder wissenschaftliche Erkenntnisse über Jahre hinaus analysieren.
    Seid ihr fertig mit dem Analysieren, isses zu spät!
    ...der Mensch ist hier das eigentliche Problem (siehe Australien)

    Willi

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  13. #7
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    Zitat Zitat von Jungpionier
    Dazu muß man keine statistischen Erhebungen beauftragen, oder wissenschaftliche Erkenntnisse über Jahre hinaus analysieren.
    Seid ihr fertig mit dem Analysieren, isses zu spät!
    ...der Mensch ist hier das eigentliche Problem (siehe Australien)

    Willi
    Willi, dann sind wir uns doch wieder einmal einig, hast Du schön analysiert ... erscheint dann ein Abschießen des Kormorans gerechtfertigt?

    Getreu dem Motto: wachsen uns die eigenen Probleme über den Kopf, rotten wir erstmal wieder ein paar Tierarten aus ... Flinte statt Hirn. Und dann bestehen unsere Probleme trotzdem munter fort ...

    Tiere unterscheiden nicht zwischen Gut und Böse, wenn sie sich am künstlichem Fischbestand unserer weitgehend unnatürlichen Gewässer vergreifen ... Straftatbestand: bestenfalls Mundraub ...
    Die Vergehen für eine Todesstrafe sollten andere sein ...


    Thomas

  14. Der folgende Petrijünger sagt danke an Thomsen für diesen nützlichen Beitrag:


  15. #8
    Gesperrt
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    erscheint dann ein Abschießen des Kormorans gerechtfertigt?

    Getreu dem Motto: wachsen uns die eigenen Probleme über den Kopf, rotten wir erstmal wieder ein paar Tierarten aus ... Flinte statt Hirn. Und dann bestehen unsere Probleme trotzdem munter fort ...
    Wußte ich, daß das kommt...bitte lese gründlich!
    Wo steht was von Flinte?
    Vergrämen durch Böller ist eine zeitlich begrenzte Alternative...oder man geht an die Gelege!
    Jedenfalls ist eines Fakt! Es muß was geschehen...dazu sind auch Hirne von Biologen nötig!

    Meine Meinung...........auch der Kormoran ist schmackhaft und sein Balg kann gut in der Fliegenfischerei vermarktet werden.
    Willi

  16. #9
    Super-Profi-Petrijünger Avatar von D@nny
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    Getreu dem Motto: wachsen uns die eigenen Probleme über den Kopf, rotten wir erstmal wieder ein paar Tierarten aus ... Flinte statt Hirn. Und dann bestehen unsere Probleme trotzdem munter fort ........

    Wenn eine Population sich so weit ausbreitet,wie es in Australien die Kaninchen sind,in Afrika die Heuschrecken und wo anders vielleicht die Ochsenfrösche........................dadurch andere Populationen und Tierarten gefährdet sind,was soll man denn noch machen,tatenlos zu schauen und das ganze dem Schicksal überlassen??????????

    Welche Art und Regelung die beste ist,keine Ahnung jedem seine Meinung.Der ein fordert das abschiessen,doch was forderst du Thomas,gemäss deinem Zitat oben ,Flinte statt Hirn???????????????

  17. #10
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    Das Kormoran Thema hatten wir doch erst.
    Da sind andere " Vögel " schlimmer.
    Hexenverbrennungen
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    Wir wissen wie man feiert

    Ihre Kirche

  18. #11
    Admin Avatar von FM Henry
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    Zitat Zitat von Thomsen
    Seit dieser Zeit ist aus dem wunderschönen See ein fast TOTES Gewässer entstanden woran der Kormoran mit viel Erfolg mittlerweile brütet.

    Nu, mein Alter, wir führen solche Diskussionen ja auch beim Angeln auf dem Boot ... weisste ja selbst. Gefällt Dir ja auch nicht immer

    Warum sollte diese Resolution aber unkommentiert verbleiben, wenn ich eine andere Meinung habe?

    Frage 1)
    Warum sollten Kormorane an 'toten' Gewässern brüten?

    Frage 2)
    Warum ist dann der Nachbarsee (na, die beiden), an dem/denen wir unsere 'Hechtfang-Clips' gedreht haben so übervoll mit Raub- wie Friedfisch?

    Weil die Kormorane sich nicht trauen, ohne Angelkarte zu 'fischen'?

    Frage 3)
    Sitzt ein Fischer (menschlich) auf dem See?


    Ich bleibe dabei. Die Verbände betreiben Mummenschanz ... die Kormorane sind willkommene Sündenböcke, dagegen wehre ich mich.


    Thomas
    Zu 1.Weil sie dort nicht durch Angler mit ihren Booten gestört werden

    Zu 2.Dort werden die Vögel ständig durch den Bootsverkehr der Frischluftschnapper und Angler gestört

    Zu 3.Kein Fischer vorhanden

    Da die Vögel ja sehr scheu sind lassen sie sich dort nieder wo sie ungestört sind.
    Wenn Du Dir ein Haus bauen möchtest und Du hast die Wahl zwischen ungestörter Natur und Autobahn wo baust Du dann?

  19. #12
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Zitat Zitat von Jungpionier
    Wußte ich, daß das kommt...bitte lese gründlich!
    Wo steht was von Flinte?
    Ich las gründlich ... das 'Bestandsmanagement' beruht auf Abschuss, nicht lediglich auf Vergrämung.
    Falls es Dir entgangen sein sollte: es wird für eine Eingliederung des Kormorans in die durch Abschuss niederzuhaltenden Arten plädiert.

    Wenn Dir das nicht sofort gegenwärtig ist .... besorge Dir ein paar Hintergrundinformationen, dann reden wir gerne weiter ... so macht es echt keinen Sinn, Willi.

    @Henry

    2) Kormoran-Treibjagden finden bevorzugt in den Morgenstunden statt ... Tagesanbruch .... da fährt dort wohl kaum ein Boot.
    Sie sitzen am Nachbarsee ... aber der Bestand an den anderen Seen stimmt weiterhin.

    Und da sitzt sogar noch ein Fischer ... erklär mir das.
    Hast Du nicht letztens noch gewettert, dass der Fischer jetzt anscheinend den gesamten See plattmachen will, nachdem dieser in den DAV eingeliedert wurde (Pflichtbesatz...) ...?


    Thomas
    Geändert von Thomsen (11.07.2006 um 22:45 Uhr)

  20. #13
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    ich schrieb:
    ...aus meiner langjährigen Angelpraxis (die ich mir nicht vorm Computer hole sondern in der richtigen Natur).
    Der Schwarze ist schon clever. Auf dem Krakower See gibt es einen Naturschutzbereich. Dreimal darfst du raten wo die Kolonie jagt?
    Jedenfalls nicht in dem Bereich wo sich Fischer und Angler aufhalten!
    Wenn Dir das nicht sofort gegenwärtig ist .... besorge Dir ein paar Hintergrundinformationen, dann reden wir gerne weiter ... so macht es echt keinen Sinn, Willi.

    So ein Humburg...Mecklenburg nimmt auch die Option wahr, ins Gelege der schwarzen Pest einzugreifen.
    Wo hast du denn eigentlich deine Hintergrundinformationen her? Von Lobbyisten?
    Übrigens... wie wäre es denn wenn du mal Fragen beantwortest ?

    Willi

  21. #14
    Gesperrt Avatar von Thomsen
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    Zitat Zitat von Jungpionier
    Wo hast du denn eigentlich deine Hintergrundinformationen her? Von Lobbyisten?
    Übrigens... wie wäre es denn wenn du mal Fragen beantwortest ?

    Willi
    Welche Frage? Wo etwas von Flinte stand?

    Fischer- u. Anglerverbände haben immer den Abschuss der Kormorane gefordert ... Problemgewässer sollen sogar solche sein, an denen noch nicht einmal Kormorane gesichtet wurden.

    Beim Wort 'Bestandsmanagement' schaudert es mir bereits ... bei Dorschen und Aalen betreiben Fischer u. Angler auch Bestandsmanagement.
    Du weisst selbst, Willi, wie es diesen Beständen geht ...

    Wenn man nicht naiv ist, weiß man, dass es um Abschuss geht ...

    Vergrämungsversuche funktionieren nicht sonderlich gut ... bei Vergrämungen mit Lasern gab es sogar Unfälle, bei denen einige Tiere erblindet sind.

    Letztes Jahr gab es in Brandenburg ein Pilotprojekt: das Aufschrecken von den Gelegen.
    Und zwar in einem NSG, im Heinz Sielmann-Schutzgebiet 'Alter Wochowsee' ... dort sitzt eine große Brutkolonie, die zum Jagen häufig den Wolziger See aufsucht.

    Woher ich das alles weiß?
    - weil ich häufiger auf dem Wolziger war und die Kormorane beobachtet habe
    - weil ich von Angelkollegen Videos erhalte, wenn die Kormorane früh am Morgen mit mehreren Hundert Exemplaren Treibjagden veranstalten
    - weil ich mit dem Kormoran-Experten des NABU Brandenburg, übrigens kein Feind des Angelns und der Angler, die gesamte Sachlage sowie das Pilotprojekt telefonisch durchdiskutiert habe
    - weil ich wissenschaftliche Arbeiten lese, die sich mit dem 'Kormoranproblem' befassen, ich kann Dir sogar mit Mageninhaltsanalysen dienen, wenn Du magst.

    Ich fühle mich ganz gut informiert ... so, und jetzt Du wieder.


    Thomas
    Geändert von Thomsen (20.07.2006 um 10:55 Uhr) Grund: Typo

  22. #15
    Fisch-Hitparade Gutachter-Kollegium Avatar von Thunfisch
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    Hi,

    Zitat: "ich erhöhe hiermit generell die Zugangsvoraussetzungen für einen Beitrag im Unterforum 'Natur- u. Gewässerschutz'."

    Da habe ich ja nochmal Glück, bin selber Dipl.Biol (Diplom kann nachgereicht werden ) Ich werde auch nichts über Populationsdynamik veröffentlichen, dazu bin ich zu schreibfaul.

    Also, was zu diesem Thema bisher geschrieben wurde kann man mal ganz grob in zwei Kategorien einteilen:
    1. da sind die, die glauben, dass sich mit einem "Management" von Menschenhand tatsächlich Gutes anrichten läßt und
    2. die, die der Natur zubilligen, sich selbst helfen zu können.

    Dann beziehe ich mal Stellung:

    Zu Kategorie 1 passt am besten folgendes Zitat:
    "Weinende Fischzüchter und wütende Fischer haben aber auch rein gar nichts mit Lobbyisten zu tun."
    Weinende Fischzüchter und wütende Fischer sind eine Lobby, ob organisiert oder nicht, die natürlich ihre Interessen in den Vordergrund stellen. Da wird dann schnell der Ruf nach "Management" laut. OK, lassen wir doch das "Management" von einer anderen Lobby - sagen wir mal den Ornitologen, durchführen. Wie werden dann erst die Tränen kullern, wenn zukünftig ganze Uferzonen, Gewässer oder Landstriche nicht mehr von Anglern betreten werden dürfen, weil dort möglicherweise eine grade geschützte Vogelart brütet.
    Welchem Umstand haben wir es eigentlich zu verdanken, dass es zu einer "explosionsartigen Vermehrung der Kormorane" kommt? (was so auch nicht stimmt!) Die Antwort darauf ist sicher nicht der permanente Abschuß der "schwarzen Pest" in den vergangenen Jahren. Wenn ich einen Tisch übervoll mit Leckereien decke, muß ich mich nicht wundern, wenn davon genascht wird.

    Zur Kategorie 2:
    Zitat: "Beim Wort 'Bestandsmanagement' schaudert es mir bereits ... bei Dorschen und Aalen betreiben Fischer u. Angler auch Bestandsmanagement.
    Du weisst selbst, Willi, wie es diesen Beständen geht ..."
    dem ist nichts hinzuzufügen.
    Im übrigen ist es so wie von Thomsen bereits erwähnt: "Warum sollten Kormorane an 'toten' Gewässern brüten?"

    Bitte nicht einfach den Kormoran als Feind oder Gegner betrachten, sondern bestenfalls als Konkurrent. Damit müßten wir doch eigentlich fertig werden - auch ohne Flinte, oder?

    Gruß Thorsten

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