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  1. #1
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    Frühlingsfischen...

    Auf meinem Rechner schlummerte noch was...

    Vom Eis befreit sind Strom und Bäche,
    durch des Frühlings....
    Endlich die Befreiung, der Urknall, es zwitschert an allen Ecken und Kanten und man hört die Knospen förmlich explodieren...
    und ich durfte heute Fischen!

    Der Angeltag fängt wie immer schon einen Abend vorher an. Futter begutachten, den Komposthaufen von einem Freund plündern (der übrigens eine Wurmzucht aufmachen könnte), Maden kaufen, Haken begutachten und passende Feederkörbe raussortieren.
    Dann kommt die Nachtruhe und es ist wie immer, die Träume der großen Fänge verfolgen mich die ganze Nacht. Doch bevor es zum Träumen kommt, geht das Gehirn automatisch nochmal alles durch. Haste?...ja hab ich!....bevor ich Einschlafen kann, vergehn bestimmt 2 Stunden!
    Am nächsten Morgen, der erste Gang ab zum Fenster, wie ist das Wetter. Gesten war es noch ein Wetter zum Helden zeugen. Aber was ist das?
    Bewölkung, Nieselregen und bestimmt 5 Grad kälter als Gestern und das im gerade gewonnenen Frühling. Die Stimmung fängt an zu sinken.
    Trotzdem...ein Kännchen Tee gekocht, in die Thermoskanne gefüllt, alle erdenklichen Köder geschnappt, etwas zu Essen eingepackt und ab ans Wasser.
    Am Wasser angekommen, die nächste Enttäuschung. Das was ein kleinerer, ruhig dahinfließender Dahme-Umflut-Kanal war entpuppt sich als schnell fließendes, hochwasserführendes Gewässer.
    Schock...
    Egal wir angeln heute, denke ich. Als erstes, Futter anrühren, nicht so viel sagt man und wir beherzigen es. Ein halber Liter Futter wird mit Maden aufgepeppt, die vorher von ihren Sägespänen und dem Maden-Fit befreit werden.
    Danach kommen die Erdspieße in die Erde und die beiden Feederruten werden montiert. Zum Glück habe ich nicht auf mein Inneres gehört und nur die leichten Körbe eingepackt. Gott sei Dank sind die richtigen Körbe dabei...dachte ich!
    Ein Drahtkorb mit 50 Gramm extra Gewicht bekam seine erste Füllung und wurde an eine "nur mir bekannte" Stelle versenkt. Natürlich ohne Haken, die Stelle wird von mir immer etwas vorgefüttert.
    Nachdem der Korb eine schöne Drift hingelegt hat, senkte sich mein Adrenalin-Spiegel deutlich.
    Also erstmal hinsetzen, eine schöne heiße Tasse Tee trinken und die Gedanken kreisen lassen.
    Erste Lösung, das Futter muß schwerer werden. Einige Maulwurfshügel kommen mir gerade recht. Also Verlängerung und Einfärbung des Futters und im Nu hatte ich fast einen 3/4 Liter schweres Futter.
    Zweite Lösung, ich muß schauen, wo die Strömung meinen "leichten" Korb nicht gleich nach Berlin abdriftet. Aha, eine kleine Strömungskante mit Verwirbelungen, dort sollte doch der Korb liegen bleiben.
    Die ersten Fütterungen zeigten mir, daß ich es dort versuchen könnte. Aber was ist mit den Fischen, bei solch einer ungewohnt harten Strömung? Ob sie mein Futter finden werden? Probieren geht über Studieren und mein Adrenalin-Spiegel steigt wieder.
    Einige Körbe später und mehreren Wechseln der Köder, zuckt zum ersten Mal in diesem Jahr, verdächtig die Spitze. War es nun der starke Wind der einsetzte oder waren tatsächlich Schuppenträger auf meinen Futterplatz aufmerksam geworden.
    Wie immer der erste Biss, wird vor Aufregung nicht verwandelt. Ich bemerke auch, daß heute Rotwürmer nicht so auf dem Speiseplan stehen.
    Also 2-3 Maden auf einem 16er Haken, 70cm Vorfach und ab in den Strudel.
    Es kommt wie es kommen mußte, der erste dicke goldene Brassen kämpft verbissen gegen den Druck den ich in der Strömung ausüben muß.
    Er hat verloren aber nicht sein Leben, denn abgehakt wird er noch im Wasser, ohne Anfassen.
    Dabei verbiegt sich mein Haken, der sogleich ausgewechselt wird.
    Jawoll, da ist er endlich der erste Fisch nach der langen Eisperiode und ich setz mich erstmal zum Teetrinken. Nun aber los, der Blei ist ein Schwarmfisch. Und schon zittert die Spitze der zweiten Rute. Ist das vielleicht der gleiche Fisch wie eben der Andere. Beide gleichen sich fast im Gewicht und im Aussehen. Nein doch nicht, der hier hat ein Mal an der Schwanzwurzel. Na vielleicht sehen wir uns mal wieder, wenn es wärmer wird!
    Der Himmel wird immer trüber, der Wind frischt immer mehr auf und es fängt stark zu regnen an. Ich ertappe mich bei den Gedanken ans warme Zuhause.
    Beim Einpacken höre ich mich sagen:" was für ein Aufwand für zwei Fische, aber schön wars trotzdem!"
    Willi

  2. Der folgende Petrijünger sagt danke an Jungpionier für diesen nützlichen Beitrag:


  3. #2
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