Conger

Conger - Fänger: Andreas Klaja
Conger - Fänger: Andreas Klaja

Der Congeraal (Conger conger), auch Meeraal genannt, ist eine Art aus der Familie der Meeraale mit ungefähr 150 Arten. Im Vergleich zum Europäischen Aal ist der Conger deutlich größer und schwerer.

Vorkommen

Der Lebensraum des Conger liegt im Mittelmeer, im östlichen Atlantik vom Golf von Biskaya bis Westafrika und in der Nordsee, in Südnorwegen und an den Färör Inseln und seltener auch an der dänischen Nordseeküste. Beliebte Habitate sind Felsen und Wracks, wo sich der Conger tagsüber gut verstecken kann, bevor er nachts auf Raubzug geht. Congeraale präferieren ufernahe Gebiete mit bis zu 100 Metern Wassertiefe.

Aussehen

Der Conger hat eine dunkle, gräulich braune Körperfärbung, die manchmal ins Blaue hineingeht und keine Schuppen. Das Maul ist unterständig und verfügt über viele kleine Zähne. Die Augen sind groß. Conger Aale haben eine lange Rückenflosse, die bereits auf Höhe der Brustflossen anfängt.

Größe

Die Rogner können bis zu 3 Meter lang werden und erreichen dabei ein Gewicht von bis zu 100 kg. Die MIlchner bleiben deutliich kleiner und sind im Schnitt meist nur um einen Meter lang. Conger haben einen für Aale hohen Körperdurchmesser von bis zu 20 Zentimeter. Die Fische können ein Alter von 15 bis 20 Jahren erreichen. Conger Aale wachsen sehr schnell, bereits im Alter von 2 Jahren erreichen sie eine Länge von 50 Zentimetern.

Vermehrung

Conger Aaale erreichen im Alter von etwa 5 Jahren die Geschlechtsreife. Zur Paarungszeit im Sommer ziehen die Conger Aale in sehr tiefe Gebiete weit in den Atlantik hinaus. Areale zwischen den Azoren und der Straße von Gibraltar wurden als Laichgebiete ermittelt. Auch im Mittelmeer konnte eine Reproduktion beobachtet werden. Die Conger Aale stecken so viel Energie wie möglich in die Eiproduktion und resorbieren diverse Organe, ähnlich dem Lachs. Entsprechend viel Anteil am Gewicht haben die voll entwickelten Gonaden. Bis zu 8 Milionen Eier können abgelaicht werden. Im Anschluss sterben die Congeraale, da sie aufgrund der Resorption und dem Energieverlust nicht mehr lebensfähig sind. Sobald die Larven geschlüpft sind, treiben sie zur Oberfläche, wo sie sich verteilen und von Plankton ernähren.

Ernährung

Conger Aale fressen vor allem Fische, wie Dorsch oder Pollack und Plattfische. Aber auch Bodengetier wie Tintenfische, Hummer, Krabben sowie Kopffüßler stehen auf der Speisekarte. Selbst Meeraale schmecken dem kannibalistischen Räuber.

Besondere Eigenschaften

Der Conger hat giftiges Blut, das aber bei Erhitzen seine Toxizität verliert. Außerdem ist er ein schlechter Schwimmer und meidet Strömungen.

Angeln auf Conger

Conger werden eigentlich nur mit Naturködern gefangen. Gut geeignet sind Fischfetzen diverser Fischarten wie Makrele oder Stücke von Tintenfischen. Dabei sollten idealerweise größere Filetstücke angeboten werden. Entsprechend ist die Montage zu gestalten. Sehr große Einzelhaken der Größe 5/0 und größer sind hier an der Tagesordnung. Diese müssen außerdem an einem Stahlvorfach oder sehr dickem Mono montiert werden. Die Qualität ist von enormer Bedutung. beim Conger Angeln muss man sich auf das Material verlassen können.

Klassische Angelmethode ist das Driftangeln vom Boot, bei der der Köder langsam über den heißen Bereichen, oft Wracks, präsentiert wird. Sobald sich ein Conger meldet, sollte dieser etwas Schnur abziehen können. Als Montage eignen sich also Durchlaufmontagen am besten. Sobald sich der Conger energisch in Bewegung setzt heißt es Fühlung aufzunehmen und einen kräftigen Anhieb zu setzen. Allzulang sollte man aber nicht warten, da sich der Conger sonst in seine Verstecke zurückzieht. Ist der Haken gesetzt heißt es, den Fisch schnell vom Grund ins Freiwasserzu bekommen. Als Hardware dienen deswegen vor allem kräftige Meeresruten und -rollen. meist Multirollen mit starker geflochtener Schnur, die über eine kompromisslos eingestellte Bremse verfügen.

Auch das Uferangeln auf Conger ist möglich, meist fängt man dabei aber die kleinen Exemplare. Trotzdem sind das noch starke Fisch, die entsprechendes Gerät voraussetzen. Vor allem felsige Küsten mit tieferem Wasser oder Molen eignen sich gut für das Conger Angeln vom Ufer.

Reviere zum Conger Angeln

Wer kapitale Fische fangen will, muss sich auf das Wrackangeln konzentrieren. Vor allem England oder Wales finden sich tolle Conger Reviere. Dazu zählen Adressen wie Plymouth, Torquay-Brixham, Newhaven, Chesil Beach, Portland Bill

Conger in der Küche

Der Conger ist ein mittelmäßig beliebter Speisefisch, da er durchaus viele Gräten hat. Conger Aale können allerdings gut geräuchert werden. Andere Zubereitungsmethoden sind auch möglich.

Alle Infos kurz und knapp

Merkmale:
schlangenähnlicher Körper, große Augen, Maul reicht bis hinter die Augen, Kiefer stark bezahnt, Rücken-, After- u. Schwanzflosse bilden einen Saum, keine Bauchflossen, Haut schuppenlos mit starker Schleimschicht

Größe:
Milchner bis 1,5 m, Rogner bis 3 m und 110 kg Gewicht

Geschlechterunterscheidung:
Größe: Exemplare über 1,5 m sind weiblich

Flossenformel:
D 270-300, A 205-230, P 17-19

Schuppenzahl Seitenlinie:
schuppenlos

Verwechslungsgefahr mit:
keine

Besonderes:
geschätzter Speisefisch, speichert Fett vorwiegend in den Muskeln ab, Nahrung: Fische, Krebse und Weichtiere

Verbreitung:
Nordostatlantik von Skandinavien bis zu den Kanarischen Inseln, Nordsee u. Mittelmeer

Fortpflanzungsbiologie:
Tiefwasserlaicher, Eltern sterben warscheinlich nach dem Laichakt, Rogner geben 3-8 Mio. Eier ab, die Weidenblattlarven wandeln sich ab einer Länge von 14-16 cm in bodenorientierte Jungconger um, Geschlechtsreife nach 5-15 Jahren

Laichzeit:
Sommer

Familie:
Congridae, Meeraale

Conger (Meeraal) Übersetzung:
lateinisch: Conger conger 
dänisch: Havål 
englisch: Conger 
französisch: Congre 
italienisch: Conger /Grongo 
norwegisch: Havaal 
polnisch: Bothus 
portugisisch: Congro 
rumänisch: Conger 
slowakisch: úhor morský 
spanisch: Congrio 
tschechisch: úhoř mořský 

natürliche Nahrung: 
Tintenfische, Krebse, Fische, Plankton