Rutenaktion Wurf

Ruten in Aktion: Die Kraft der Rute in den Wurf übertragen

Die Aktion einer Angelrute beschreibt ihr Verhalten unter Belastung. Dabei wird die Biegekurve der Rute beschrieben. Bei der Spitzenaktion biegt sich die Rute beispielsweise im Spitzenbereich, während bei einer Parabolischen Aktion die gesamte Rute eine parabolische Kurve bildet, die bis bis zum Handteil reicht.

Die Aktion der Rute ist vor allem im Drill gut zu beobachten, weil hier starker Druck für längere Zeit ausgeübt wird. Doch auch beim Werfen hat die Rutenaktion einen Einfluss, der Aufgrund der kurzfristigen Belastung oftmals unbemerkt bleibt. Wie Du die Rutenaktion beim Werfen optimal nutzen kannst erfährst Du in diesem Beitrag.

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Beim Fliegenfischen kann man am besten beobachten welche Rolle die Rutenaktion beim werfen spielt. Um die leichte Fliegenschnüre in der Luft zu halten, muss die Rute für jeden Wurf aufgeladen werden. Dabei wird die Aktion der Rute deutlich und mit jedem Wurf kann man beobachten wie sich das Blank durchbiegt, um anschließend die aufgebaute Spannung auf die Flugschnur zu übertragen.

Genau das gleiche passiert auch beim Werfen mit allen anderen Ruten und dieser Effekt kann sich positiv auf deinen Wurf ausüben, wenn du ihn Richtig zu nutzen weist. Als erstes gilt es natürlich das Wurfgewicht der Rute zu beachten, denn egal wie straff dir die Angel erscheint, Sie kann nur innerhalb ihres Wurfgewichtes gut arbeiten. Werden Köder unterhalb des Wurfgewichtes genutzt, dann kann sich die Rute beim Wurf nicht Aufladen und somit keine kraft auf den Köder übertragen. Dadurch kannst du keine Distanzen erreichen und wird deine Montage im hohen Bogen durch die Gegend werfen, was besonders unter Bäumen zu einer hängerträchtigen Angelegenheit werden kann. Liegt das Ködergewicht oberhalb des Wurfgewichtes dann biegt sich das Blank beim Werfen zu stark, sodass der Köder nur über das Rückgrat der Rute geworfen wird. Die Spannung im Blank entlädt sich anschließend in der schlaffen Schnur. Dadurch kannst Du keinerlei Wurfdistanz erreichen und der Blank kann dabei stark geschädigt werden.

Beim Werfen gilt es die Rute möglichst gut aufladen, um die Rutenaktion voll in den Wurf zu übertragen. Dafür sollte der Köder beim abwerfen zügig beschleunigt werden. Durch die Trägheit der Masse des Köders wird dabei zuerst das Blank bis zum Rückgrat durch gebogen. Sobald der Köder in Bewegung kommt entlädt sich die Energie vom Blank auf den Köder und schießt ihn mit voller Wucht in die Luft. Dabei solltest Du darauf achten die Wurfbewegung rechtzeitig zu stoppen und die Schnur freizugeben, da die Rutenspitze die Zielrichtung vorgibt. Wenn der Wurf erst bei horizontaler Rutenlage freigegeben wird, dann wird der Köder mit voller Wucht auf den Boden geknallt. Wird der Abwurf zu früh ausgeführt dann fliegt der Köder mehr oder weniger Senkrecht in die Höhe. Deshalb sind Abwurfpositionen zwischen 10 und 12 Uhr empfehlenswert.

Brandungsangler nutzen ebenfalls gezielt die Rutenaktion, um ihre Köder möglichst weit zu werfen. Dafür wird der Köder vor dem Werfen über den Boden geschliffen, um zusätzliche Reibungsenergie in den Wurf zu bringen. Eine andere Taktik ist das Pendeln. Dabei wird der Köder in Abwurfposition zum Pendeln gebracht. Dadurch kann ebenfalls zusätzlich Energie in den Wurf gebracht werden und die Rute kann sich beim auswerfen stärker aufladen. Genau diese Technik kann auch beim Spinnfischen oder Friedfischangeln eingesetzt werden, um den Köder noch etwas weiter hinaus zu katapultieren.

Werfen ist eine der wichtigsten Grundlagen beim angeln und trotzdem gibt es viele Angler, die sich kaum damit beschäftigen, wie sich ihre Ruten beim werfen Verhalten. Doch wenn man die oben genannten Techniken berücksichtigt kann ganz leicht mehr Wurfdistanz erreichen aber auch viel präziser Werfen und vor allem weniger Kraft dafür aufwenden. Probiere es einfach aus, schließlich verbringt man bei jeder Angelsession viel Zeit mit dem werfen und mit etwas Übung hast Du sicherlich schnell die grundlegenden Prinzipien Verstanden.



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