Angelhaken

Ohne den fängt Niemand ...

Karpfenhaken an einer Haar-Montage

Moderne Angelhaken sind leicht zu bekommen – online oder im Einzelhandel des Vertrauens finden wir eine Auswahl unterschiedlicher Haken. Das war nicht immer so. Um Euch den Ursprung des ersten Hakens näher zu bringen, wagen wir einen kurzen Abstecher in die Vergangenheit. Den ältesten Vorreiter moderner Angelhaken entdeckten Forscher vor ein paar Jahren in einer Höhle in Osttimor. Hergestellt wurde der primitive Angelhaken aus der Schale einer großen Schnecke. Das Alter des Objekts wird auf etwa 20.000 Jahre geschätzt.

Heute haben sich sowohl die Methoden als auch das Material bei der Hakenherstellung verändert. Die heutigen Haken bestehen in der Regel aus (Carbon-) Stahl und werden sekundenschnell hergestellt. Um Korrosion und Rost zu verhindern, werden sie oft während des Herstellungsprozesses vergoldet (Meeresangeln), vernickelt oder brüniert (Süßwasserangeln). Haken mit mehreren Greifern nennt man je nach deren Anzahl Zwillinge oder Drillinge.

Die wesentlichen Teile eines Angelhakens sind:

1. Hakenspitze
2. Widerhaken
3. Hakenbogen
4. Hakenschenkel
5. Öhr oder Plättchen

Haken und Greifer gibt es in vielen Größen. Für die Einordnung sind sie mit Zahlen versehen. Diese zeigen an, um welche Hakengröße es sich handelt. Stellt Euch hierzu eine Zahlenskala vor. Je größer die Zahl, desto kleiner der Haken (1 bedeutet groß, 18 bedeutet sehr klein). Doch aufgepasst: Befindet sich bei der Größenangabe der Zusatz „/0“, gilt: Je größer die Zahl, desto größer der Haken (7/0 bedeutet sehr groß, 1/0 bedeutet vergleichsweise klein). Ob ein großer oder kleiner Greifer zum Einsatz kommt, hängt vom Zielfisch, aber auch von der Methode ab. Kleinere Haken wirken unauffälliger und lassen sich im Köder verstecken. Wählt Ihr sie jedoch zu klein, können sie im Fischmaul schlecht greifen. Experimentiert ruhig mit verschiedenen Größen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!