Nord Ostsee Kanal bei Rendsburg

Gesamter Kanal von Brunsbüttel bis Kiel

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Gewässer Info
Nord Ostsee Kanal - Fangbild von Marvin Jessen
Nord Ostsee Kanal - Fangbild von Thomas Zimmer

Der Nord Ostsee Kanal kurz NOK, ist eine künstliche Wasserstraße die, wie der Name schon sagt, seit über 150 Jahren Nord- und Ostsee verbindet. Als meistbefahrendste Wasserstraße weltweit ist Angeln in diesem Kanal allein schon wegen der riesigen Tanker, die ihn manchmal im Stundentakt passieren, ein Erlebnis.
Bei Brunsbüttel mündet der Kanal in den Elbtrichter und damit in die Nordsee, anschließend durchquert er Schleswig Holstein bis er in der Kieler Förde erneut das Meer erreicht. In der Landesmitte wird er zum Teil von der Eider gespeist, was zu einem geringeren Salzgehalt des brackigen Gewässers im Mittellauf führt. Dies ist nötig, da durch die starken Gezeitenströme der Elbmündung das befahren der Wasserstraße zeitweise nicht möglich wäre und hat weitreichenden gewässerökologische Konsequenzen für den Fluss Eider durch Verlandung aufgrund eingeschwemmter Sedimente aus Nord- und Ostsee. Dies gilt ebenso für weitere kleine Flüsse die der NOK auf seinem Weg durchtrennt.
Der Kanal ist stellenweise bis zu 160 Meter breit und in der Fahrrinne nie seichter als 11 Meter. Die Ufer sind unterwasser durchgängig befestigt, meist mit speziellen Steinen, um einer Verlandung entgegenzuwirken. Unter den Zahlreichen Brücken sind häufig Spundwände angebracht. Die Ufer sind stehts gut erreichbar und teilweise direkt mit dem Auto erreichbar.
An der Diversität der Fischfauna gemessen zählt der NOK zu den artenreichsten Gewässern Deutschlands, zweifelsohne weil er drei Ökosysteme miteinander verbindet: Die Brackwasserzone der Elbmündung in die Nordsee, den Flusslauf der Eider und die Ostsee. Nahezu alle Brackwassertoleranten Arten kommen hier vor, die Zusammensetzung unterscheidet sich jedoch entlang des Kanals. Im östlichen Lauf ziehen saisonal Heringe, Ostseeschnäpel und Meerforellen weit in den Kanal, direkt an der Mündung gibt es gute Bestände von Hornhecht, Dorsch und Makrele. Im Mittellauf nimmt die Salzkonzentration ab und es dominieren Weißfische wie Brasse und Rapfen, hier kommen auch Hecht und Karpfen vor. In westliche Richtung werden Meeresarten wieder häufiger, insbesondere Plattfische schwimmen aus den Wattgebieten der Nordsee weite Strecken in den Kanal. Anglerisch ist am bekanntesten sind im Nord-Ostsee Kanal jedoch sicher Aal und Zander, die Wasserstraße ist eines der besten Gewässer Deutschlands für diese beiden Fischarten. Während Aale aufgrund ihres außergewöhnlichen Vermehrungszyklus eine Verbindung zum Meer haben und deswegen in so großer Zahl vorkommen, schätzen Zander das reichhaltige Nahrungsangebot aus Weißfischen und Stinten, die sie an den zahlreichen Steilwänden im trüben Kanalwasser hervorragend Jagen können. Natürlich finden sich noch zahlreiche andere Arten im Gewässer: Barsche, Lachse und Regenbogenforellen um nur einige zu nennen.
Bei einem Gewässer dieser Länge ist es nicht einfach gute Angelstellen zu benennen, jedoch stellen die engen Brückengebiete im eintönigen Verlauf des Kanals so gut wie immer Hotspots dar, gerade wer dicke Zander überlisten will, kann hier sogar tagsüber Erfolge feiern. Sofern erlaubt lohnt sich auch das Angeln um die Schleusen und auf den zahlreichen Kais. Besonders bei Meeresarten ist der Fangerfolg sehr Jahreszeitabhängig, so wird Hering praktisch nur im Frühling gefangen, dann aber in Massen, da er den Kanal zum Laichen aufsucht, während der Dorsch zur Laichzeit von der Küste weg ins Meer wandert und dann gar nicht mehr im Bereich des NOK anzutreffen ist. Aalfänge sind das ganze Jahr über gut, natürlich lohnt sich wie überall das Angeln in den Nachtstunden wenn man die Schlängler überlisten will. Sicher erhält man gute Auskünfte wenn man ortsansässige Angler nach guten Stellen und Zeiten für den Wunschfisch fragt, da die Angelplätze auf über 200 Kilometern Ufer selten knapp werden.
Der Nord-Ostsee-Kanal wird in fischereilicher Hinsicht vom Landesportfischereiverband Schleswig Holstein bewirtschaftet, der sich momentan Besatzmaßnahmen und damit die Erhaltung des Aalbestandes auf die Fahne geschrieben hat. Es gilt eine Gastkarte für den gesamten Kanal, der kürzeste erhältliche Zeitraum ist ein Erlaubnisschein für drei Tage. Es gilt die Fischereiordnung für Bundeswasserstraßen, die örtlichen Ausgabestellen geben gerne Auskunft über die gesperrten Uferbereiche in ihrer Region.

Maximale Tiefe: 
12.00 m
Untergrund: 
sandig
Durchschnittstiefe: 
11.00 m
Länge: 
100,00km
Wassertyp: 
Geodata: 
Verboten: 
Fischen mit Boot
Angelverein
Angelhändler

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24806
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04335 921563

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