Möhnetalsperre

Am berühmten Möhnesee angeln

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Möhnetalsperre
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Möhnetalsperre - Fangbild von unserem User MarcS
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Wer die besten Raubfischgewässer Deutschlands auflisten will, wird um die Möhnetalsperre nicht herumkommen. Ähnlich wie am Edersee in Hessen, hat auch der etwa zehn Quadratkilometer große Möhnestausee absolutes Rekordfischpotential und zieht darum Angler aus der gesamten Bundesrepublik an. Natürlich hat der Möhnesee einige Besonderheiten, die es auf der Jagd nach den begehrten Hechten und Großbarschen zu beachten gilt. Dazu zählt beispielsweise das Fehlen jeglicher Struktur am Gewässergrund, das Bootsangeln ohne Echolot zum Glücksspiel macht. Dafür haben hier auch Ufer- und Friedfischangler gute Chancen auf einen großen Fang. Nicht zuletzt warten in der Möhnetalsperre einige unerwartete anglerische Überraschungen. Mehr als genug Gründe also, um sich das Angeln am Möhnesee einmal genauer anzuschauen.

Die Geschichte der Möhnetalsperre

Die Möhnetalsperre liegt im Nordrhein-Westfälischen Landkreis Soest und ist eine der größten Talsperren des Bundeslandes. Seit ihrer Fertigstellung im Jahre 1913 sorgt eine 40 Meter hohe und 650 Meter lange Staumauer für die Existenz des Möhnesees. Den Großteil seines Wassers erhält der Stausee von der namensgebenden Möhne, einem kleinen Zufluss der Ruhr. Neben der Stromerzeugung dient die Möhnetalsperre vor allem der Wasserversorgung der Ruhr bei Niedrigwasser und stellt damit eine ausreichende Wasserversorgung für das nahe Ruhrgebiet sicher. Die Nähe zu diesem industriellen Zentrum machte den Stausee im zweiten Weltkrieg zum Ziel alliierter Bomber und endete in der fast vollständigen Zerstörung der Staumauer. Dies hatte katastrophale Folgen für die direkte Umgebung. Der erhoffte Effekt auf die Industrie des Ruhrgebietes blieb jedoch aus und die Staumauer der Möhnetalsperre wurde noch vor Kriegsende wieder repariert. 

Der Stausee wie man ihn heute sehen und beangeln kann, besteht seit einer umfangreichen Restaurierung im Jahre 1979 und fügt sich malerisch in die umgebende Landschaft ein. Seine Lage am Nordwest Ende des Naturparkes Arnsberger Wald macht den See zu einem beliebten Erholungsgebiet für die Bewohner des Ruhrgebietes und einem noch beliebteren Stopp für zahlreiche Zugvögel. Das hat zur Folge, dass einige Teile der Möhnetalsperre heute unter besonderem Schutz stehen. Gute Stellen zum Angeln gibt es aber noch reichlich und eng wird es in diesem Revier nur selten. Die Möhnetalsperre besteht in ihrer Gesamtheit aus dem Hauptbecken und dem Wamel Vorbecken. Die beiden Becken sind durch einen Damm getrennt, zählen aus anglerischer Sicht jedoch als ein Gewässer. Der tiefste Punkt des Stausees befindet sich im letzten Drittel kurz vor der Staumauer am sogenannten Linkturm und beträgt bei Vollstau 36 Meter.

Rund um die Möhnetalsperre

Der See ist recht gut erreichbar und besitzt mit der Autobahnausfahrt Soest/Möhnesee sogar seine eigene Abfahrt auf der Autobahn A44. In der direkten Umgebung des Gewässers findet man ein recht umfangreiches Straßennetz vor und wer die Talsperre nicht mit dem Auto umrunden will, um auf die andere Seite zu kommen, kann über zwei Brücken schnell vom Nord- zum Südufer wechseln. Kleinere Ortschaften liegen hauptsächlich am Nordufer und bieten allesamt eine gute Infrastruktur für Touristen im Allgemeinen und Angeltouristen im Besonderen. Hervorzuheben sind hier die Niederlassungen von Flyfishing Europe und dem Fachgeschäft des bekannten Anglers Uli Beyer. Kombiniert sollte das Angebot dieser beiden Fachgeschäfte wirklich keinen Tackle-Wunsch mehr offen lassen. Am bewaldeten Südufer geht es deutlich ruhiger zu und so finden sich hier hauptsächlich Ferienwohnungen direkt am See und ein gut ausgebautes Netz an Wanderwegen. Parkplätze sind rund um die Möhnetalsperre in ausreichendem Maß vorhanden, allerdings meist kostenpflichtig. 

Mehr als nur kapitale Räuber: Angeln am Möhnesee

Die intensive fischereiliche Nutzung der Möhnetalsperre endete im Jahr 1990 und seitdem erfolgt die Hege des Fischbestandes durch den bewirtschaftenden Ruhrverband unter der Gesichtspunkten einer naturnahen Artengemeinschaft. Trotzdem finden sich im Möhnesee noch zahlreiche Überbleibsel aus der Zeit der Berufsfischerei. Hier zu nennen sind vor allem die beiden Renken Arten, die sich auch heute noch im See wohlfühlen. Gerade der hohe Bestand der kleinen Maräne ist als Futterfisch Nummer eins für die zahlreichen Räuber zumindest indirekt von höchster Relevanz für das Angeln am Möhnesee. Dazu kommt die deutlich größer werdende Bodenrenke, die durchaus schonmal 80 Zentimeter lang werden kann und sowohl bei Friedfisch- als auch bei Raubfischanglern als äußerst beliebter Beifang gilt. Zu Zeiten der Berufsfischerei am Möhnesee war der Zander neben den Renken, eine beliebte Delikatesse in der Region und wurde dementsprechend intensiv besetzt. Heute sind die Stachelritter deutlich seltener als Hecht und Barsch. Wenn jedoch ein Zander gefangen wird, ist es fast immer ein kapitales Exemplar.

In Sachen Friedfisch kommen vor allem Brasse, Schleie und Karpfen vor. Entgegen dem Ruf großer Talsperren als schwieriges Pflaster für Friedfischangler, stehen die Chance auf einen kapitalen Karpfen an der Möhnetalsperre überraschend gut. Dazu kommen zahlreiche kleinere Weißfischarten. Auch die Seeforelle ist vertreten, allerdings äußerst selten und kaum gezielt zu beangeln. Dafür scheint der Wels jedoch im Vormarsch zu sein. 

Fisch finden: Die Tücken der Möhnetalsperre

Im Gegensatz zu anderen großen Stauseen, die mit versunken Klippen, Teichen oder gar Dörfern aufwarten können, ist die Möhnetalsperre unter der Wasseroberfläche extrem arm an Struktur. Dementsprechend ist die größte Herausforderung beim Raubfischangeln auf dem Möhnesee, die dicken Barsche und Hechte zu finden. Gerade zum Barschangeln ist ein Echolot unverzichtbar, um die Schwärme der begehrten Ü40 Fische zu finden. Eine Ausnahme sind hier die frühen Morgenstunden, wenn die Räuber die Renken-Schwärme an die Oberfläche treiben und auch ohne Echolot gut erspäht werden können. Dementsprechend ist genau dann auch die Zeit für Topwater Action oder flach laufende Wobbler! Sobald die Sonne jedoch höher steigt, ist es mit der Beisszeit an der Möhnetalsperre oft schlagartig vorbei und das Suchen geht los. Ein guter erster Anlaufpunkt sind dann die Pfeiler der Delecker Brücke. 

Dort angekommen heißt es, die Topwater Köder gegen eine Drop-Shot Montage zu tauschen. Anstatt der schnell geführten Hardbaits sollten dann filigrane Gummifische zum Einsatz kommen. Je ähnlicher diese den silbrigen kleinen Maränen sehen, desto besser. Die Montage sollte grundnah angeboten und eher bedächtig geführt werden. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel. Neben den erhofften Großbarschen besteht hier auch immer die Chance auf Zander oder eine große Bodenrenke. Sollte an der Brücke nichts gehen, heißt es weitersuchen und unterwegs das Schleppen auf Hecht nicht vergessen. In der Mitte des Hauptbeckens liegt das ehemalige Flussbett der Möhne. Gerade bei Niedrigstau im Herbst besteht hier absolute Großhecht Gefahr. Auch hier ist ein Echolot von Vorteil, um tagsüber die großen Friedfischschwärme zu finden, denen die Großhechte im Freiwasser auflauern. Mit großen Ködern sind Exemplare über 1,20 Metern beim Angeln am Möhnesee absolut möglich.

Mehr als nur einen Versuch wert: Uferangeln an der Möhnetalsperre

Auch in dieser Hinsicht unterscheidet sich die Möhnetalsperre von anderen großen Stauseen: Das Uferangeln ist hier nicht nur möglich, sondern sogar äußerst vielversprechend. Zwar sinkt im Laufe des Jahres auch hier der Pegelstand, so dass es mit einigen Spots am Ufer ab dem Sommer schwierig wird, allerdings sind die Voraussetzungen auch dann kaum mit anderen Talsperren zu vergleichen. Die besten Adressen für das Uferangeln auf Raub- und Friedfische ist das Wamel Vorbecken. Hier liegen einige Rinnen in Wurfreichweite, an denen sich Boilie- und Feedermontagen gut anbieten lassen. Im Wamel Vorbecken ist das Wasser durch die eingeschwämmten Sedimente der Möhne noch recht trüb, weswegen sich hier auch Zander mit einer Köderfischmontage fangen lassen. Eine Tour mit der Spinnrute am Ufer der Möhnetalsperre ist dagegen besonders im Frühjahr überaus vielversprechend.

Ein Paradies für Gastangler: Bestimmungen, Boote und Unterkünfte am Möhnesee

Wer mit dem eigenen Boot anreist, kann dieses an den in der Karte eingezeichneten Slipstellen zu Wasser lassen. Ansonsten finden sich rund um den See verschiedenste Leihboote, die auf Wunsch sogar komplett mit Tackle und ortskundigem Guide ausgestattet sind. Das gleiche gilt für Übernachtungsmöglichkeiten, die es rund um die Talsperre zuhauf und für jeden Geldbeutel gibt. Das Bootsangeln ist auf der Möhnetalsperre ganzjährig von einer Stunde vor bis eine Stunde nach Sonnenuntergang erlaubt. In der Zeit zwischen Juli und September ist für Uferangler zusätzlich das Nachtangeln gestattet. Für das Angeln von der Staumauer aus gelten allerdings besondere Bestimmungen. Das Heve Becken am südwestlichen Teil der Staumauer ist als ganzjähriges Schongebiet ausgewiesen. Sobald an der Möhnetalsperre mit Kunstköder geangelt wird, ist ein hechtsicheres Vorfach vorgeschrieben. Gastkarten sind rund um den See erhältlich und generell sind die örtlichen Angler recht freigebig, wenn es um Informationen rund um das Angeln an der Möhnetalsperre geht. Somit kann man an der Unterkunft, am örtlichen Angelladen oder am Bootsverleih immer gute Tipps abgreifen. Denn eines ist am Möhnesee sicher: Hier gibt es genug Fisch für alle Angler!

Größe: 
1 037.00 Hektar
Maximale Tiefe: 
32.00 m
Untergrund: 
sandig
Länge: 
8,00km
Wassertyp: 
Geodata: 
RegionNordrhein-Westfalen
Verboten: 
Nachtfischen
Fischerboote mit Benzinmotor
Natureservate oder andere geschütze Orte vorhanden: 
Naturschutzgebiete beachten
Angelverein

Ruhrverband

Seestraße 48
59519
Möhnesee
02924 879568 0
Angelhändler

Angelsport de Koning

Amecker Str.13
59846
Sundern
02393 170605

Angel Ussat Fichtenweg

Fichtenweg 1
59149
Möhnesee - Südufer
02924 808201

Specimen Fishing Tackle

Brandheide 2
58730
Fröndenberg
02373 398524

Angelservice Peter Pillach

Bismarckstraße 85
59558
Lippstadt
02941 64506

Flyfishing Europe

Linkstraße 27
59519
Möhnesee
02924 87430

AngelSpezi XXL Soest

Coesterweg 39
59494
Soest
02921 344050

Angel Ussat Wittbräucker Straße

Wittbräucker Str. 18a
44287
Dortmund
0231 445647
Bootsverleih

Angelbootvermietung Möhnesee

Möhnestraße 4
59494
Soest - OT Ampen
0176 64996552

Angelbootvermietung Luenen

Wilhelm-Löbbe-Allee 1
44534
Lünen
0152 08309849

Campingplatz Möhnesee

Arnsbergerstr. 8
59519
Möhnesee
02924 8784210

Segelschule Möhnesee e.K.

Südufer 45
59519
Möhnesee
02924 5555

ADAC Yachtschule Möhnesee

Brückenstr. 27-29
59519
Möhnesee-Körbecke
02924 7744
Unterkunft

Pension Thiele

Soester Straße 20
59519
Möhnesee
02924 409

Ferienwohnung Schladör

Am Mühlenberg 1 A
59519
Möhnesee
02924 1896

Ferienhaus Wilmes

Am Zuckerberg 30
59519
Möhnesee
02924 5442

Ferienwohnung Kammerherrnweg

Kammerherrnweg 3
59519
Möhnesee
0173 4529120

Ferienwohnung Andrea und Henning Blum

Wickenkamp 10 a
59519
Möhnesee
02924 9749925

Strandhof Möhnesee

Bahnhofstraße 26
59519
Möhnesee - Wamel
02924 322

Ferienwohnung Körbecke In den Haargärten

In den Haargärten 4
59519
Möhnesee
02924 5884

Campingplatz Möhnesee

Arnsberger Straße 8
59519
Möhnesee-Delecke
02924 8784210

Ferienwohnungen Bechthold

Am Berghof 14
59519
Möhnesee - Wamel
02924 1853
Guiding

Angel Guiding Robin Grompe

Fuchsweg 18
44267
Dortmund
0176 31635321

Angelguiding Möhnesee

Wittbräuckerstraße 18a
44287
Dortmund
0231 445647
Freizeit
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