Edersee

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Der Edersee ist unter Raubfischanglern berüchtigt und so zieht es Petrijünger aus der gesamten Bundesrepublik an die Ufer des zweitgrößten Stausees Deutschlands. Mit einer Länge von 28 Kilometern und einer Gesamtwasserfläche von 11,8 Quadratkilometern bei Vollstau ist ordentlich Platz zum Angeln am Edersee vorhanden und wie immer ist die Suche nach dem Fisch die größte Herausforderung. Dazu wandelt sich das Gesicht des Edersees im Jahresverlauf mit der Wassermenge, so dass zu Beginn der Saison oft gänzlich andere Bedingungen herrschen, als an deren Anfang. Kapitale Hechte, Zander und ein Barschbestand, der in Deutschland seines gleichen sucht, sind jedoch Argumente genug, um den Edersee auf die Karte jedes ambitionierten Raubfischanglers zu setzen. 

Der Edersee: Angeln an Deutschlands zweitgrößtem Stausee

Eine fulminante Mauer von 48 Metern Höhe nahe der Ortschaft Waldeck in Nordhessen staut seit ihrer Fertigstellung im Jahre 1914 die Eder, einen Zufluss der Fulda, zum Ederstausee auf. Tatsächlich existiert der Edersee aber nicht ohne Unterbrechungen, denn im zweiten Weltkrieg wurde die Staumauer zum Ziel alliierter Bomber und der See verlor 80 Prozent seines Wassers in die umliegende Landschaft. Mittlerweile ist die Staumauer jedoch wieder vollständig saniert und Angler müssen sich auf dem Edersee keine Sorgen zu machen, sich plötzlich mitsamt Boot im nahen Ruhrgebiet wiederzufinden. Gerade bei niedrigem Wasserstand ist das Angeln im Schatten der gigantischen Staumauer jedoch ein ganz besonderes Erlebnis.

Neben seiner Funktion als Wasserbereitsteller für die Bundeswasserstraßen Oberweser und Mittellandkanal ist er heute, nicht zuletzt durch seine reizvolle Lage im Nationalpark Kellerwald Edersee, ein beliebtes Naherholungsgebiet. Entsprechend ist die touristische Infrastruktur ringsum den Edersee sehr ausgeprägt. Es gibt zahlreiche Segelclubs, die jährlich viele Regatten veranstalten, Tretbootverleiher, Cafes, Gaststätten, Hotels und Pensionen. Berühmt ist der See auch für die Ruinen der versunkenen Dörfer, die bei der Flutung geopfert werden mussten und gerne von Tauchern erkundet werden. Der Wasserstand im Edersee wechselt zyklisch über das Jahr verteilt. Sein volles Volumen hat er meist direkt nach der Schneeschmelze, wenn der See als Hochwasserschutz dient. Über das jahr sinkt der Zustrom fast auf Null und die Wasserabgabe an den Mittellandkanal lässt den Pegel dramatisch sinken. Unterschiede von 20 Metern und mehr zwischen Frühjahr und Herbst sind keine Seltenheit und so kann der Edersee mit gutem Grund als See mit zwei Gesichtern bezeichnet werden.

Wie komme ich zum Edersee?

Als beliebtes Naherholungsgebiet, das noch dazu in der geographischen Mitte von Deutschland liegt, ist die Anreise zum Edersee aus allen Richtungen möglich. Die nächste größere Stadt ist Kassel, etwa 45 Autominuten entfernt. Direkt am See liegt die Stadt Waldeck, von der vor allem das beliebte Angelgebiet rund um die Staumauer gut zu erreichen ist. hier findet sich auch anglerische Infrastruktur in Hülle und Fülle, vom Bootsverleih über Fachhändler bis hin zu Unterkünften speziell für Angeltouristen. Wer es etwas abgelegener mag, findet rund um die Seeufer jedoch auch Campingplätze, die oft über Leihboote verfügen. Wer ohne PKW anreist, steuert am besten den Nationalparkbahnhof Vöhl-Herzhausen ganz am westlichen Seeende an. Von hier aus erfolgt die Weiterreise mit dem öffentlichen Linienbus oder dem Sammeltaxi in die gesamte Umgebung des Edersees. 

Mehr als nur Räuber: Der Fischbestand im Edersee

Auch wenn der Edersee ein ausgemachtes Raubfischrevier ist, bedeutet das jedoch nicht, dass es hier keine anderen Fischarten gibt. So kommen im Edersee neben den beliebten Barschen, Zandern, Hechten, Welsen und Rapfen auch zahlreiche Friedfische und sogar Salmoniden vor. Besonders Weißfische machen geschätzt etwa 80 Prozent der Fischbiomasse im See aus, wobei Rotfeder, Rotauge, Brasse, Güster und Ukelei hier dominieren. Allesamt sind äußerst beliebte Futterfische und die Basis für den guten Raubfischbestand im Edersee. Aus der Eder wandern auch zahlreiche Flußfische ein und so gibt es zumindest theoretisch auch Regenbogenforellen, Bachforellen, Äschen, Döbel und Barben im See. Das Angeln auf diese Arten lohnt sich in der Regel jedoch nicht. Zusätzlich gibt es auch Karpfen, Schleie und Aal, die jedoch allesamt schwer zu finden und kaum zu erwischen sind. Noch dazu pflanzen sich gerade Karpfen und Schleien nur recht zaghaft im Edersee fort und so ist der Bestand dieser Fischarten kaum mit den der Raubfische und ihrer Hauptbeute zu vergleichen. Friedfischangler, die gerne auf kapitale Weißfische angeln, können am Edersee jedoch durchaus erfolgreiche Stunden erleben.

Video: HNA

Die großen Drei: Barsch, Hecht und Zander im Edersee

Wie bereits mehrmals erwähnt, dreht sich im Edersee alles um die kapitalen Räuber. Während früher regelmäßig Hechte jenseits der 30 Pfund gefangen wurden, hat sich das Gleichgewicht in Sachen Rekordfische nun mehr in Richtung Stachelritter verschoben. Hier werden immer wieder Zander von über 20 Pfund gefangen und Barsche unter 40 Zentimeter sind unter eingefleischten Edersee Anglern eigentlich kaum eine Erwähnung wert. Tatsächlich gilt der Edersee als eines der besten Gewässer für den Fang richtig dicker Barsche in ganz Deutschland. Dadurch, dass mittlerweile mehr auf Barsch und Zander geangelt wird, hat auch das Vertikalangeln vom Boot, das Schleppangeln als beliebteste Angelmethode am Edersee abgelöst. Doch auch das Schleppen auf die Großhechte bringt nach wie vor Erfolge, besonders kurz nach der Schonzeit, wenn der See noch viel Wasser hat und die zahlreichen ufernahen Klippen und Steilkanten, die dann noch unter Wasser liegen, abgeschleppt werden können.

Bootsangeln am Edersee: Wo anfangen?

Eines ist am Edersee klar: Bootsangler sind deutlich im Vorteil. Dieser Vorteil kommt um so mehr zum tragen, je weiter der Wasserstand des Sees im Jahresverlauf fällt. Doch auch mit dem besten Angelboot bleibt die Fische zu finden eine Herausforderung. Ein guter Start ist hier sehr früh auf dem Wasser zu sein und die Oberfläche genau zu beobachten. Gerade die großen Barsche rauben bei Tagesanbruch überall im Edersee recht oberflächennah und lassen sich so gut ausmachen. Oft markieren auch Seevögel die Anwesenheit eines Schwarmes Kleinfische, in dessen Nähe sich im tieferen Wasser auch Zander und Barsch tummeln. Am Grund des Edersees befinden sich zahlreiche interessante Strukturen in Form von Plateaus, Steilkanten und den berühmten versunkenen Gebäuden. Diese lassen sich bei hohem Wasserstand vor allem mit dem Echolot aufspüren und sind wahre Zander Magneten. 

Generell gilt aber: Kapitale Räuber gibt es im ganzen See und wer zäh bleibt, wird irgendwann Erfolg haben. Welcher Spot nach dem Ende der morgendlichen Beisszeit angesteuert wird, hängt vom Startpunkt ab. Bewährt haben sich hier die Niederwerber Bucht bei Herzhausen, die Bettenhagen Bucht und der Weiße Stein, etwa in der Mitte der Außenkurve der ersten großen Seeschleife. Teilweise werden die Wege zwischen den Spots schnell unterschätzt und auch wenn Elektromotoren erlaubt sind, ist man oft lange unterwegs. Das große Hauptbecken bei Waldeck ist besonders für das Angeln im Herbst gut geeignet, wenn sich die Fische aufgrund des niedrigen Pegels im tieferen Wasser konzentrieren. Wem wenig Zeit bleibt das Gewässer kennenzulernen, kann im voraus ein Guiding buchen. Im Waldeck und rund um den See gibt es dabei viele Anbieter, die den See und damit die besten Spots für jeden Wasserstand wie die Westentasche kennen.

Uferangeln am Edersee

Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht anders aussieht, ist auch das Uferangeln am Edersee eine gute Alternative. Allerdings nur dann, wenn der Wasserstand es zulässt, sprich im Frühling und am Anfang des Sommers. Hier hat sich vor allem das Angeln mit Naturködern bewährt. Große Barsche rauben in den Morgenstunden oft erstaunlich nah am Ufer und können hier mit einer Köderfischmontage beangelt werden. Das gleiche gilt für Zander in der Dämmerung. Dazwischen macht man am besten Strecke mit der Spinnrute oder versucht bei einem gemütlichen Ansitz große Brassen und Rotaugen zu fangen. Sobald der Pegel jedoch auf einen bestimmten Stand gefallen ist, wird das Angeln vom Ufer aus fast unmöglich. Dann bleibt am Edersee nur noch das Boot.

Tackle, Bestimmungen und Gastkarten für den Edersee

Bewirtschaftet wird der Edersee von der Verwaltung des Naturparks Kellerwald-Edersee in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Edersee. Da die Angelgäste eine wichtige Säule des örtlichen Tourismus darstellen, findet man zahlreiche Angebote für jede Art von Angelaufenthalt. Das beginnt bereits mit den Erlaubnisscheinen, die als Ein- bis Sechstages-, Wochen- und Jahreskarten an zahlreichen Stellen rund um den See oder Online verfügbar sind. Das Bootsangeln ist in jeder Karte mit inbegriffen. Schleppangeln ist vom 16. April bis zum 31. Januar erlaubt, allerdings darf erst ab 01. Oktober mit Elektromotor geschleppt werden. Während der Hechtschonzeit von Februar bis Mitte April sind sämtliche Arten des Raubfischangelns verboten. Das gilt insbesondere für den toten Köderfisch, der erst mit Beginn der Zandersaison im Juni wieder erlaubt ist. In dieser Zeit ist der Wurm ein fängiger Barschköder. 

Pro Angeltag dürfen zwei Zander und ein Hecht entnommen werden. Nachtangeln ist nicht gestattet. Ein Angelverbot gilt darüber hinaus von allen Brücken und Bauwerken und in den in der Karte eingezeichneten Schongebieten. Die besten Köder für den Edersee zu benennen ist wie überall nicht ganz einfach, allerdings scheinen Swimbaits für das Schleppangeln auf Hecht ungeschlagen. Viele einheimische Angler schwören dazu auf tote Köderfische am System, egal ob geschleppt oder zum Vertikalangeln. Diese scheinen besonders an Tagen, an denen es recht zäh läuft, das Eis zu brechen. Am besten deckt man sich bevor man das Boot betritt also mit ausreichend Köderfischen ein. Der Bewirtschafter erlaubt dazu die Nutzung einer Senke.

Größe: 
1 200.00 Hektar
Maximale Tiefe: 
43.00 m
Untergrund: 
sandig
Länge: 
27,00km
Wassertyp: 
Geodata: 
RegionHessen
Verboten: 
Nachtfischen
Fischerboote mit Benzinmotor
Natureservate oder andere geschütze Orte vorhanden: 
Naturschutzgebiet beachten
Angelverein

Zweckverband Naturpark Kellerwald Edersee

Laustraße 8
Bad Wildungen
34537
05621 969460
Angelhändler

Lohof Angelshop am Edersee

Ittestr. 11
34516
Vöhl-Herzhausen
05635 328

Angelshop Hamm in Lahntal

Am Biegen 17
35094
Gossfelden
06423 76 96

Zoo und Angelgeräte Lepper

Raiffeisenstraße 2
34590
Wabern
05683 1558

Angelshop Arolsen

Bahnhofstr. 67
34454
Bad Arolsen
05691 50720
Bootsverleih

SunSeaBar Bootsverleih

Seestrasse 1
34549
Edertal - Bringhausen
0176 31689176

Bootsverleih Andree

Ederseerandstr. 6
34513
Waldeck
05623 6297

Wassersportcenter Sun&Fun

Randstraße 3
34549
Edertal
05623 4901

Segelschule Edersee Frank Rudolph

Ederseerandstraße 10
34513
Waldeck
05623 6060

Monis Bootsverleih

Randstraße 9
34549
Edertal
05623 4708

Bootsverleih Edership

Randstraße 7
34549
Edertal
05623 1666
Unterkunft

Haus Schloßblick Edersee

Kleeacker 4
34549
Edertal-Bringhausen
0151 46710876

DKV Campingplatz Edersee

Fürstental
34516
Vöhl-Basdorf
05635 202

Casa Verde Vöhl

Arolser Straße 12
34516
Vöhl
05635 7489061

Ferienhof Stracke

Arolserstr. 11
34516
Vöhl
05635 275

Ferienhaus Pfeil

Uferstraße 13
34513
Waldeck
05634 866

Camping Rehbach

Strandweg 9
34549
Edertal-Rehbach
05623 2049

Camping am Linge

Bringhauserstraße
34549
Edertal-Bringhausen
05623 930653

Campingplatz Bettenhagen

Am Bettenhagen 1
34513
Waldeck-Scheid
05634 7883

Campingplatz Pferdekoppel

Ederseestraße 9
34513
Waldeck-Scheid
05634 995035

Campingplatz Seemannsheim

Ederseestr. 5
34513
Waldeck-Scheid
05634 993417

Campingplatz an der Bringhäuser Bucht

Seestraße 3
34549
Edertal
05623 930575
Guiding
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Freizeit

Wildpark Ederse

34549
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05623 973030

Sommerrodelbahn Edersee

Unter dem Hagen 1
34513
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05634 6646