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Gewässerschutz - Wenn Lebensräume in Seen verschwinden

Dieses Thema im Forum "- Natur- und Gewässerschutz" wurde erstellt von FHP Redaktion, 11. Juni 2021.

  1. FHP Redaktion

    FHP Redaktion Super-Profi-Petrijünger Mitarbeiter

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    Der Klimawandel sorgt für eine Erhöhung der Temperatur von Seen. Doch wie kommen die Lebewesen im Gewässer damit klar? Internationale Forscher haben weltweit 139 Seen untersucht und langfristige Temperaturanstiege festgestellt. Daran müssen sich empfindliche Wasserorganismen durch Ausweichen auf tiefere Wasserschichten oder Veränderung des saisonales Vorkommen anpassen. Doch wird dies allen gelingen?

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    Welche unserer heimischen Fischarten könnte unter einer Veränderung des Temperaturlebensraumes leiden, welche gar stark zurückgehen? Und welche Fischarten – einheimisch oder invasiv – profitieren davon? Diskutiere mit!
     
  2. c@fish

    c@fish Profi-Petrijünger Gutachter-Kollegium

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    Naturgemäß sollten davon zuerst die Cypriniden profitieren allen voran wahrscheinlich der Karpfen, der jetzt bessere Vermehrungschancen hat. Kälte- und Sauerstoffliebende Fischarten wie Forellen werden wahrscheinlich stärker darunter leiden.

    Ich frage mich ob hierzulande der Temperaturanstieg des Wassers so entscheidend ist oder ob der allgemeine Wassermangel das größere Problem ist.

    Auch zahlreiche Brandenburger Seen leiden unter enormen Wassermangel -> MAZ: Wassermangel im Seddiner See
    Deshalb wird zur Zeit über Regelungen zur Wasserentnahme diskutiert. Letztes Jahr wurde auch schon ein Entnahme-Verbot im Raum Potsdam verhängt.

    Natürlich beeinflussen diese Faktoren sich gegenseitig, denn ein kleinerer Wasserkörper kann sich schneller erwärmen. Dann steigt natürlich die Verdunstung und das ganze bekommt einen exponentiellen Verlauf. Vor allem wenn noch große Wasserverbraucher daneben sind, wie am Seddiner See.
    Da wir keine tropischen Bedingungen haben unterliegt die Wassertemperatur ohnehin stärkeren jahreszeitlichen Schwankungen. Somit können schlechte Bedingungen auch mal überdauert werden. Aber wenn das Wasser verschwindet, dann verschwinden sämtliche Fischarten.
     
  3. BIG OMA

    BIG OMA Maisbademeisterin

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    och ....... hier verschwinden die Gewässer gleich mit :/
     
  4. Fuerstenwalder

    Fuerstenwalder gesperrt

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    Man konnte es schon vor Jahren in den Zeitungen lesen: Das meiste Wasser aus den Berliner Gewässern stammt nicht aus Havel, Panke oder Spree sondern den Kläranlagen.
     
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  5. Jens_FHP

    Jens_FHP Super-Profi-Petrijünger Moderator Gutachter-Kollegium

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    Ja, aber davor wurde es zumindest teilweise auch aus Spree, Havel und Co entnommen (zusätzlich zu Grundwasser), gereinigt, verschmutzt, erneut gereinigt und wieder eingeleitet. Zum Glück funktioniert die Reinigung sehr gut.
     
  6. Fuerstenwalder

    Fuerstenwalder gesperrt

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    Die Berliner Wasserbetriebe benutzen ausschließlich Grundwasser. "Berliner Trinkwasser ist ein reines Naturprodukt, das wir vollständig aus unserem regionalen Grundwasser gewinnen."
    Aus dem Pipibach Spree noch Wasser zu entnehmen und zu Trinkwasser zu verarbeiten halte ich nicht unmöglich, aber unsinnig. So viel führt die Spree nicht.
     
  7. Jens_FHP

    Jens_FHP Super-Profi-Petrijünger Moderator Gutachter-Kollegium

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    "Rund 60 Prozent des Trinkwassers wird durch Uferfiltration aus Havel und Spree sowie den angeschlossenen Seen gewonnen."

    Quelle: Freie Universität Berlin 2019
    https://www.fu-berlin.de/campuslebe.../20190806-Ausflug-in-den-Grunewald/index.html


    "In manchen Gebieten, in denen sich das Grundwasser nicht ausreichend auffüllen kann, versorgen wir es mit vorgereinigtem Wasser aus Flüssen und Seen. Dazu wird es in flachen Erdbecken oder in Teichen und Gräben gestaut."

    Quelle: Berliner Wasserbetriebe
    https://www.bwb.de/de/wasserkreislauf.php
     
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  8. Fuerstenwalder

    Fuerstenwalder gesperrt

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    Uferfiltration sind Brunnen, die sich in der Nähe des Gewässers befinden. Es handelt sich hierbei um Oberflächenfiltrat nach Bodenpassage, keine direkte Entnahme aus einem Gewässer. Es kann deswegen auch genauso hangseitig einströmendes Wasser sein.

    Dort wird zusätzlich Wasser zugeführt, in dem man dafür sorgt, dass der Grundwasserspiegel künstlich angehoben bzw. gehalten wird. Auch keine direkte Entnahme aus Gewässern. Und sicher nur die Ausnahme. Bei anhaltender Trockenheit z.B.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2021
  9. kkorbi

    kkorbi Petrijünger

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    Der Aspekt biologischer Invasionen ist meiner Einschätzung nach einer der größten Bedrohungen für unsere Ökosysteme. Oft wird nicht bedacht, dass einheimische Arten durch höhere Temperaturen zwar weiter existieren können, jedoch gegenüber eingewanderten Arten kaum konkurenzstark sind. Hier können oft schon ein paar grad im Winter den Unterschied machen, ob sich neue Arten etablieren können und wenn das erstmal geschehen ist, gibt es oft keinerlei Möglichkeiten mehr diese zu entfernen!
     
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