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Weiße Schicht auf Angelblei

Dieses Thema im Forum "- Angelgeräte und Zubehör" wurde erstellt von Max_Power, 17. Mai 2015.

  1. Max_Power

    Max_Power Profi-Petrijünger

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    Hallo,

    mir ist aufgefallen dass sich auf meinem Angelblei teilweise eine weiße Schicht gebildet hat. Aber nur bei altem Blei dass schon einige Jahre alt ist. Die Schicht sieht aus wie Kalk, lässt sich aber leichter wieder entfernen. Sie riecht auch irgendwie modrig. Man kann sie wegschaben oder abbröckeln.

    Ich frage mich wie das kommt und was es damit auf sich hat.
     
  2. I am AB

    I am AB Profi-Petrijünger

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    Das sind Bleisalze die sich lösen! Das Blei Oxidiert quasi! Kannst versuchen die Bleie mal kurz in Essig zu tauchen und danach mit wasser gut abwaschen und vor allem gut trocknen, dann hast du noch ne Weile davon!
     
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  3. Max_Power

    Max_Power Profi-Petrijünger

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    danke für die Info. Es ist ja weiter nicht schlimm, außer dass es komisch riecht...
     
  4. Tommy80

    Tommy80 Blechschwinger

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    ..doch, das Zeug ist hoch giftig. Festes Blei ist nur in Staubform ein Problem für die Gesundheit.
     
  5. Max_Power

    Max_Power Profi-Petrijünger

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    achso, hmm wie giftig ist es denn?

    und wieso taucht es nur bei sehr altem Blei auf? ich hab es nur bei Bleiköpfen beobachtet die einige Jahre in einer dunklen Ecke lagerten...
     
  6. Tommy80

    Tommy80 Blechschwinger

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    Frisches Blei, direkt nach dem gießen, glänzt silbrig. Die normale Oxidation mit Sauerstoff färbt es dunkel bis matt (so wird es i.d.R. verkauft), in dem festen Zustand ist es für Menschen nicht gefährlich (außer man pulverisiert es).
    Das weiße Pulver kommt von der Reaktion mit Wasser (evtl. auch saurem Wasser) und Sauerstoff: Das Blei löst sich dabei, wenn auch langsam, auf. Gefährlich ist Blei in dieser Form, weil man es unbewusst einatmen oder in den Mund bekommen kann.
     
  7. Max_Power

    Max_Power Profi-Petrijünger

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    gut aber was heißt gefährlich? ist es gefährlich wenn ich es berühre od. den Staub einatme?
     
  8. dendrobaten2000

    dendrobaten2000 Wobblerjunkie

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    15 minuten in cola einlegen...wirkt wunder..
    gruss
    michael
     
  9. Tommy80

    Tommy80 Blechschwinger

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    Das Problem ist, den Staub siehst du kaum und wenn du es dann angefasst hast, solltest du dir gründlich die Hände waschen, um Kontakt mit Nahrungsmitteln Nase und Mund zu vermeiden. Eine Bleivergiftung bekommst du nicht wenn du das Zeug einmal in den Mund oder in die Lunge bekommst, die Dosis macht auch hier das Gift. Krebserregend ist es trotzdem.

    Cola halte ich auch für keine gute Idee, die Säure löst das Blei nämlich auch ;)
    Vielleicht ist abwaschen, trocknen und anschließendes einschmelzen eine Lösung.. keine Ahnung.
    Lack schützt Blei vor der Zersetzung, ein Überzug aus Kunststoff kann vor dem Staub schützen.
     
  10. Brucki

    Brucki Profi-Petrijünger

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  11. theduke

    theduke Dackel Fischer

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    @Tommy
    Hier muß es aber anscheinend Unterschiede der Zusammensetzung geben.
    Ob die weiße Schicht wirklich eine Bleioxidation ist, weiß ich nicht, habe aber so meine Zweifel.
    Ich besitze 6 Arten von Blei.
    1."Deutsches" Klemmblei, das extrem weißgrau wird.
    2.CZ Klemmblei, das langsam oxidiert, und härter ist.
    3.CZ Wurfblei, welches auch hart ist, und auch beschlägt.
    4. Eigenguss aus Auswuchtblei. Kaum Weißrost.
    5. Eigenguss aus gekauftem Gießblei. Kein Belag.
    6. Gekauftes Wurfblei das einfach nur Grau bleibt.

    Hier dürften 2 Faktoren eine Rolle spielen.
    1. die Legierung
    2. Wie man seine Bleie lagert.
    Als Beispiel, feuerverzinktes Blech kann nicht rosten. Stimmt, und stimmt nicht.
    Es kann rosten, wenn 2 Bleche aufeinander liegen, und Feuchtigkeit im Spiel ist.
    Denke das ist die Ursache für solche Bleirostbeläge.
    Man nennt das Weißrost. Somit dürfte nicht Blei, sondern Zink die Ursache für den weißen Belag sein.
    Giftigkeit über das einatmen, laut >Internet< nein, doch in 10 Jahren sagt man sicher genau das Gegenteil. 100_8849.JPG
     
  12. Tommy80

    Tommy80 Blechschwinger

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    Ich ergänze:
    3. wo man es einsetzt.
    Früher haben wir immer mit Sargbleien an der Küste geangelt (und anschließend nie mit Süßwasser abgewaschen), Ergebnis: Manche Bleie haben bis heute keine Auffälligkeiten, andere wurden regelrecht zerfressen (weißer Belag inklusive), wiederum andere fingen an zu rosten (kein Witz: Eisenrost, schön rot) und zu oxidieren (weißer Belag).
    Bleischrot, bzw. Kugelblei wird nach Jahren im Boden auch angegriffen und dabei grauweiß inklusive sehr rauer Oberfläche.
    Die Legierung ist natürlich das Hauptkriterium, wie du richtig schreibst. Du kannst z.B. Zinn beimischen, dann tritt das selten zu Tage.
    Ob Zink überhaupt verwendet wird, weiß ich nicht.
     
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  13. gecko03

    gecko03 Profi-Petrijünger

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    ich hatte das Problem bei einer Dose Klemmblei die feucht wurde und nicht richtig getrocknet wurden.
    Durch die Feuchtigkeit sahen die Klemmbleie aus wie wenn man diese mit Puderzucker bestreut hätte...
     

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