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Hecht - Tipps und Tricks für Hechteinsteiger

Dieses Thema im Forum "- Raubfischangeln" wurde erstellt von Barbenangler, 4. Januar 2012.

  1. Barbenangler

    Barbenangler Fishing - What else ?

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    Hallo an alle angehenden Raubfischfreunde ! :klatsch

    In diesem Thread möchte ich die meist gestellten Fragen über das Hechtangeln zusammenfassen und erklären.
    Darin inbegriffen sind Fragen zur geeigneten Ausrüstung, richtigen Stellenwahl, korrekter Köderauswahl dessen Führungsmethoden und der Landung.

    Die Ausrüstung :

    Rute :
    • 2,40m - 2,70m je nach persöhnlicher Vorliebe und Angelmethode
    • 40-100 Gramm Wurfgewicht je nach Köderauswahl und Angelmethode
    • sollte relativ steif sein, um den Köder gut führen zu können und den Anschlag richtig setzten zu können
    • eine Semi-Parabolische Aktion eignet sich am besten

    Rolle :
    • Größe 4000
    • gute Schnurverlegung
    • gut funktionierende Bremse

    Schnur :
    • geflochten
    • 9-12 Kg Tragkraft
    • durch nicht vorhandene Dehnung bessere Köderkontrolle und Anhieb sitzt im harten Hechtmaul
    Empfehlungen :Stroft GTP, Tuf-Line, Power Pro, Gigafish Powerline

    Zubehör :
    • langes Stahlvorfach ca. 70cm
    • kräftiger Wirbel 9-12Kg Tragkraft

    Köder :
    • große Wobbler ab 10cm
    • große Spinner ab Größe 4
    • große Blinker
    • Popper (Oberflächenköder der durch kurze Rucke eingeholt wird. Jeder Ruck erzeugt ein Ploppgeräusch)
    • Stickbaits (Oberflächenköder die durch kurze Rutenschläge Zick Zack laufen)
    • Gummifische
    Im Sommer sind kleine flachlaufende Wobbler vom Vorteil, da sie die junge Fischbrut imitieren. Im Winter größere und tieflaufende Wobbler.

    Flachlaufende Wobbler haben eine vertikale kurze Tauchschaufel, tieflaufende Wobbler im Gegensatz eine lange vertikale Tauchschaufel.

    Die Köderführung :

    Beim Spinnfischen mit Kunstködern ist die Köderführung sehr wichtig.

    Da wären zum Beispiel: Das Twitchen. Twitchen bedeutet, dass ein Wobbler mit kurzen Rucken und Pausen durchs Wasser gezogen wird, und er dadurch ein krankes Fischchen imitiert.

    Dann wäre das noch das Jiggen bzw. das Faulenzen. Diese Methoden werden für das Angeln mit dem Gummifisch eingesetzt. Beim Jiggen wird der Gummifisch zu allererst eingeworfen, dann wird die Schnur gestrafft und es wird gewartet, bis der Köder am grund angekommen ist. Dies macht sich durch ein ''Tock'' in der Rute bemerkbar. Dann wird die Rute aus der ''10 Uhr Stellung '' zügig nach oben angehoben. Die schlaffe Schnur wird eingekurbelt und die Rute wieder in die Ausgangsposition geführt. Dies wiederholt man dann bis zum Ufer. Das aufsetzten des Gummifisches macht sich, wie gesagt, durch ein ''Tock'' in der Rute bemerkbar. Der Köder hüpft durch diese Führung über den Grund.

    Bei der ''Faulenzer-Methode'' geht man ähnlich vor. Die Rute wird in der 10 Uhr Stellung gehalten, und der Köder wird durch 2-3 schnelle kurbelumdrehungen beschleunigt. Dann wird wieder gewartet, bis der Gummifisch am Grund ist, und der Vorgang wird wiederholt.

    Spinner erfordern keine großartige Köderführung.
    Diese werden einfach ausgeworfen und monoton eingekurbelt.
    Man sollte nicht zu langsam kurbeln, damit der Spinner sich auch vernünftig dreht und genügend Druckwellen erzeugt.

    Die Stellenwahl :

    Auch wichtig ist die Stellenwahl.
    Man sollte immer nach sogenannten Hot-Spots suchen, wo sich die Raubfische meistens aufhalten.
    Dies sind paar Beispiele für Hot-Spots :
    • Seerosenfelder
    • Krautbänke
    • Überhängende und ins Wasser gestürzte Bäume und Äste

    Die Landung :

    Endlich!

    Der Hecht hat gebissen und ist ausgedrillt. :)

    Nun müssen wir ihn landen. Dafür kann man entweder einen gummierten Kescher oder einen Lip Grip verwenden.
    Die Handlandung sollte von Anfängern allgemein gemieden werden, da diese schnell zu Verletzungen führen kann. Mit einwenig Übung klappt diese aber auch. (siehe Bild im Anhang)

    Der Kescher kann ruhig etwas größer ausfallen.
    Ausserdem sollte man mit dem Kescher nicht hinter dem Hecht hergehen sondern ihn langsam dort hineinziehen, da er sonst schnell ausschlitzen kann.

    So das wars !

    Ergänzungen sind selbstverständlich erwünscht. :)

    Empfehlungen von Ruten, Rollen und Köder hab ich aus gewissen Gründen ausgelassen.

    Wer Empfehlungen haben will → PN ;)
     

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  2. tomekk0992

    tomekk0992 Petrijünger

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    Eine Frage hätte ich. Und zwar wofür sollte das Stahlvorfach 70 cm lang sein? Hat das irgendwelche Vorteile? Ich fische nämlich mit Vorfächern zwischen 10 und 40 cm und finde das es reicht. :)

    Gruß Thomas
     
  3. TeamBockwurst

    TeamBockwurst aka Dr.Esox

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    ...weil ein Hecht bis zu 150cm groß werden kann?

    Allein der Maulumfang eines Meterhechtes ist größer als dein Vorfach lang ist. Dreht sich der Fisch in deine Schnur ist schnell Schluß mit lustig- für den Hecht! Der verreckt dann mit Köder und Vorfach im Maul...
     
  4. Störfan

    Störfan Carpfishing 4 life

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    So ist es. Das Vorfach solltest Du deshalb länger wählen, also um die 70 cm, weil sich Hechte im Drill manchmal eindrehen. Wenn das Vorfach zu kurz ist, wickeln sie sich kurz ein und kommen mit der Hauptschnur in Berührung...
     
  5. tomekk0992

    tomekk0992 Petrijünger

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    Jo hmm...wo du das sagst.
    Ist bei mir noch nie passiert aber werd die dann wohl ab jetzt ne Länge länger bauen ;-)
     
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  6. Störfan

    Störfan Carpfishing 4 life

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    ...Die Hechte werden es Dir danken
     
  7. fwmachine

    fwmachine Spinner

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    Schoen geschrieben.

    Auch die Erklaerung, weshalb ein Vorfach die Laenge....logisch. Aber so habe ich nicht gedacht. Hatte immer die Maullaenge hei der Wahl im Hinterkopf.....schaem.....
     
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  8. tomekk0992

    tomekk0992 Petrijünger

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    Naja man lernt nie aus :-D
     
  9. Spengler

    Spengler Profi-Petrijünger Gesperrte(r) User(in)

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    @ Barbenangler das hast du sehr gut beschrieben. :)
     
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  10. Barbenangler

    Barbenangler Fishing - What else ?

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    So ist es.

    Danke für das Feedback. :)
     
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  11. trizzy

    trizzy Profi-Petrijünger

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    geil beschrieben nur das mit den Vorfach hat halt gefehlt :-)

    evtl. noch ein Tipp von mir. Wo einer gefangen wurde, ist es relativ oft der Fall, dass ein paar Tage später sich ein 2. Hecht dort eingenistet hat. Ich selbst fange Hecht immer an bestimmten stellen. Bin zwar kein Profi, ist aber meine persönliche Einschätzung
     
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  12. kappi1974

    kappi1974 Petrijünger

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    Mich würde interressieren wie ihr mit Köfi auf Hecht geht.Besonders die Köfi Art und größe sind für mich interressant.Nutzt ihr auch einen Lockstoff??
    Wie bietet ihr den Köder an??

    Seit neuesten versuche ich mich als Raubfischangler deshalb frag ich nach.Gummifisch und Co sind nicht so mein Ding :(
     
  13. Störfan

    Störfan Carpfishing 4 life

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    Einfach mit ner ca. 15 g laufpose, dann nen Laufblei das du auf Pose und KöFi abstimmst, dann Wirbel mit Stahlvorfach, ca. 80-100 cm lang, daran endweder nen Einzelhaken, nen Drilling oder 2 drillinge, je nach dem. Dann halt nen KöFi, am besten versuchste es erstmal mit nem Rotauge, 15-25 cm lang.
     
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  14. Lorenz89

    Lorenz89 .

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    Muss er garnicht. 1 Platz = 1 Hecht, ist nämlich nicht ganz korrekt. Zumal man ja auch, je nach Köder, einen recht großen Bereich von einer Position aus abfischen kann.
    Hechte bewegen sich auch und sind keineswegs 100% Standorttreu.
     
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  15. ...andreas.b...

    ...andreas.b... in dubio pro lucio Gutachter-Kollegium

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    Jungs, bleibt doch mal ganz unruhig! Ihr habt ja beide recht!

    Im Gegensatz zu Barsch und Zander ist der Hecht nämlich tatsächlich vorwiegend standorttreu. Er fängt seine Beute durch blitzschnelles Hervorschießen aus der Deckung.

    Soweit bekannt und allgemein im Bewußtsein. Das ist der Krauthecht, sehr guten an seiner intensiven, dunklen Färbung erkennbar. Dies Färbung ist im eine perfekte Tarnung in Schilf, Seerosenfeldern oder anderen Unterwasserpflanzen. Diese Form des Hechtes ist den meisten vertraut und besonders beim Spinnangeln vom Ufer der wohl am ehesten zu fangende Hecht.

    Dann gibt es da noch den Freiwasserhecht, der in größeren Seen den umherziehenden Friedfischschwärmen folgt und teilweise sogar in kleinen Gruppen unterwegs ist. Im Freiwasser gibt es natürlich keine Deckung gewährenden Pflanzen. Daher hat der Freiwasserhecht eine wesentlich hellere Färbung entwickelt.

    Ich hab mal zur besseren Veranschaulichung zwei Bilder aus der Hitparade verlinkt.
     
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  16. FREI-Bier

    FREI-Bier catch & grill ;-)

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    ... schaut man sich Unterwasservideos an, so sieht man oft auch zwei Hechte nebeneinander stehen.

    Viel mir oft bei Youtube auf - vorher dachte ich immer die seien strikte Einzelgänger.
     
  17. ...andreas.b...

    ...andreas.b... in dubio pro lucio Gutachter-Kollegium

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    Jüngere Hechte sieht man öfter in Gruppen. Bei größeren Krauthechten ist das Revierverhalten ziemlich stark ausgeprägt. Die beissen auch gern kleinere weg.

    Das kann man sich aber zu Nutze machen. Es ist mir nicht nur einmal passiert das an einer Stelle, wo ich ganz sicher war das dort ein Hecht steht, nix aber auch gar nix passierte. Als ich aber den hier vorbeizog °zack° Biß!
     
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  18. Spaik

    Spaik Super-Profi-Petrijünger

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    Und weil das nun mal so ist, nehme ich die Spinnrute, ein paar Kunstköder und lauf denen hinterher :)
     
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  19. kappi1974

    kappi1974 Petrijünger

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    Was für Köderfisch ist am besten geeignet?? Oder haut der alles weg was kleiner ist als er selber???
    Ich hab mir für den morgigen Angelausflug ein paar Brassen mit der Senke geholt,in der Truhe hab ich noch Sardinen,Makrele und Hering.Hab mir gedacht das ich einfach mal ausprobiere und dann sehen was kommt.

    Bringt ein Lockstoff wie Heringsöl was??
     
  20. TeamBockwurst

    TeamBockwurst aka Dr.Esox

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    Ahoi,

    all das kann nur der Hecht selbst beantworten ;).

    In Kurzform:

    Wirklich festlegen kann man sich nicht- aber man kann sich an der Natur orientieren. Wo es z.b. überdurchschnittlich viele Brassen gibt wird der Hecht den einfachsten Weg wählen und sich die Brassen schnappen. Warum? Was in großer Stückzahl vorhanden ist, ist leichte Beute.

    Es gibt aber auch regelrechte Feinschmeckerhechte die sich in großen Seen ausschließlich auf die "fette" Ware eingeschossen haben- Maränen. Diese Hechte nehmen es in Kauf den ganzen Tag in Bewegung zu sein und folgen stetig den Maränenschwärmen. Hin und wieder lassen sie es sich dann schmecken :).

    Es gibt also nicht die goldene Regel- mitunter nimmt der Hecht sogar zu jeder Jahreszeit andere Fischarten. Je nach dem was ihm gerade am lohnenswertesten erscheint. Und als wäre dies nicht genug kann es sein dass er morgens Brasse frisst und abends eben Rotaugen.


    Wie Du siehst führen viele Wege nach Rom. Biete ihm etwas an- er wird es nehmen ;)


    Grüße
     
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