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Petition gegen Wasserkraftwerke

Dieses Thema im Forum "- Gesetze, Verbands- und Vereinsnachrichten" wurde erstellt von RolandT, 8. Oktober 2011.

  1. schweyer

    schweyer .

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    Hallo Gewässerwart,

    auch ich glaube nicht, dass es durch diese Petition zu einem Beschluss kommt, aber vielleicht regt es den einen oder anderen, der sich damit zwangsläufig befassen muss etwas zum Nachdenken an.

    Was wäre die Alternative? Kopf in Sand?

    Grüße Thomas
     
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  2. döbel-peter

    döbel-peter Profi-Petrijünger

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    Servus an alle.
    natürlich habe ich auch unterschrieben!
    Auch wenn ein Sieg sehr unwahrscheinlich ist ,aber ich habe nicht Tatenlos zugesehen.
    Was mich aber viel mehr erschreckt und sehr nachdenklich macht ist folgendes ,warum wird immer wieder versucht persönliche Differenzen
    auf dem Rücken solcher Anliegen auszutragen ???
    Sollten diese nicht besser per PN geklärt werden ?
    Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen können wir etwas erreichen.
    So werden wir wahrscheinlich nur belächelt und nicht ernst genommen.
    Denkt mal darüber nach
    :prost
    LG an alle von Döbel-Peter

    ps:ich kann auch Menschen akzeptieren welche aus verschiedenen Gründen nicht unterschreiben :)
     
  3. Lachsmaus

    Lachsmaus Neuer Petrijünger

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    Versuch einer Versachlichung

    Ich versuchs mal ohne Philosophie.
    Meine Quelle: http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/4644/4592/
    Der Anteil der Wasserkraft an der deutschen Stromerzeugung beträgt 3,4%. Neben den Großkraftwerken gibt es 7.300 kleine Wasserkraftanlagen. Diese wiederum sind mit 8 - 10% an den vorgenannten 3,4% sprich: mit etwa 0,3% beteiligt. Daher fordert die Petition keinen Bau weiterer kleiner WKAs. (Weshalb nur 0,3%? Weil sich wegen Zunahme von Windkraft und Bio-Energie der Anteil aus Wasserkraft weiterhin in Richtung 3,1% bewegt hat).
    Zu den Großen Anlagen: Es ist in Deutschland keine Anlage bekannt an der es eine funktionierende Auf- oder Abstiegsanlage gibt. Es fällt mir schwer zu glauben, dass EON, Vattenfall und RWE zu arm sind, um fischschonende Pässe zu finanzieren. Immerhin zahlen wir ALLE über das Energie-Einspeisungsgesetz, z. Zt. 3,53 ct/KWH mit steigender Tendenz.
    Daher fordert die Petition funktionierende Fisch Auf- und Abstiegsanlagen an allen WKAs. Nicht mehr und nicht weniger.
    Der Punkt, an dem sich der Petitionsausschuss die Zähne ausbeißen darf ist Art. 20a Grundgesetz. Tierschutz darf sich nicht auf die Batterie-Haltung von Legehennen und den unsachgemäßen Tiertransport beschränken, sondern sollte auch für die zerstückelten Fische in den Turbinen gelten. Verlust bei Aalen laut Bundesregierung, Drucksache 15/2873: 30% /Turbine.
    Kurt Dietl
    (Petent)
     
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  4. Flossenjäger

    Flossenjäger Allround-Angler

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    Darauf möchte ich nur antworten: Ich (oder auch wir) schauen eben über den Tellerrand! Mit solch einer Meinung wie deiner, bewegst du rein gar nichts! Dieses ewige Stammtischgemeckere, aber keinen ***** in der Hose um was zu bewegen, ist leider typisch für den deutschen Michel. Mich wundert das auch nicht! "Geht nicht, können wir nicht, bringt sowieso nichts....alles Mist, sollen die anderen mal, die da oben sind Schuld...." Immerhin haben wir hier eine Demokratie und das sollte man auch nutzen, statt ewig alles in Frage zu stellen!
    Gute Nacht, den ewigen Nörglern und Zweiflern.... Wie kommst du eigentlich auf "diese Petition war"? Sicher hast du beim Lesen schon mit allem abgeschlossen!
    Mich wundert nur, dass ausgerechnet in diesem Forum solche Meinungen herrschen, wo wir Angler (und ich meine jetzt nicht die reinen FoPu-Angler, denen sowas egal zu sein scheint), uns mit dieser Problematik am meisten auseinandersetzen sollten.
    Was soll dann die Diskussion über den stark rückläufigen Aalbestand, der Artenvielfalt, wie wir sie vor hundert Jahren mal in Deutschland hatten, etc.?
    Wer in Tiefschlaf verfällt, bewegt auch nichts.
    Übrigens habe ichbei der Gelegenheit auch noch diese Petition unterschrieben: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=19781
    nur so nebenbei, tut ja nichts zur Sache....
    Gruß!
     
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  5. perikles

    perikles Super-Profi-Petrijünger Gesperrte(r) User(in)

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    also ich meckere nicht nur, ich wähle auch "protest (total dummer ausdruck für eine richtige wahlentscheidung) und das schon seitdem ich wählen kann, nur, ist es so, dass nicht jeder so wählt, desweiteren ist unsere demokratie so aufgebaut, das sämtliche energie in vielen hürden einfach verpufft, sprich, die grosskopferten finden schon wege und gesetze, das sich eben nix ändert,

    peter ramsauer aus der csu war z.B präsident des Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke, stellt euch mal vor irgendwer würde sich gegen die kleinwasserkraft werke stark machen (unterschriften demonstrationen etc...) dann würden gewisse leute bestimmt irgendwas finden, um diese ganzen aktionen ins leere verlaufen zu lassen, bei 20 millionen rentnern und einer mehrzahl von wählern die die 30 schon überschritten haben, kann man ja keine veränderung des wahlverhaltens erwarten, egal welches thema, bei uns gilt: wirtschaft, wirtschaft über alles,




    http://www.fliegenfischer-forum.de/ffotos4/eeg.pdf
    und das für die leute die den ausbau der wasserkraft befürworten,


    ein kleines zahlen beispiel: 10% der bevölkerung besitzen 61% des netto vermögens. nicht wenige davon besitzen wasserrechte und aktien bei grossen energie konzernen

    sau cooles video^^
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2011
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  6. Flossenjäger

    Flossenjäger Allround-Angler

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    @perikles;

    Ich gebe dir dahingehend schon Recht, andererseits sollte man seiner Meinung Ausdruck verleihen, auch wenn es manchmal aufgrund der Trägheit mühseelig oder gar Sinnlos erscheint. Besser ich gebe meine Stimme ab, als wenn ich schon im Vorhinein alles wieder in Frage stelle und "die anderen machen lasse". Bestes Beispiel für ein Ergebnis demokratischen Einflusses per Mehrheit ist die Wahl der Piratenpartei (auch wenn ich pers. nicht mit denen sympathisiere), die sogar die Liberalen in den Schatten gestellt hat! Anderes Beispiel ist die Durchsetzung des Rauchverbotes in Gasthäusern (ohne dies nun bewerten zu wollen). Volksabstimmungen wie in der Schweiz und Dänemark, davor fürchten sich ja offensichtlich unsere Politiker. Was wird denn von denen verlangt, die den Bau neuer Wasserkraftwerke ablehnen? Niemand muss sich irgendwo anketten, mit der Polizei rumprügeln oder von der Presse denunzieren lassen. Ganz bequem per Mausklick abzeichnen. Das war´s. Natürlich muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden, welche Argumente für ihn zählen. Ich möchte diese Chance aber nicht vertun. Viele mühevolle Projekte (Aal, Lachs, Stör) wären dann zum Scheitern verurteilt.
    Gruß!
     
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  7. Mattes.

    Mattes. Suchender

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    Guten Abend Herr Dietl,

    allem vorweg, darf ich meinen Hut ziehen, vor Ihrem Engagement eine solche Petition ins Leben gerufen zu haben. Ich glaube mittlerweile leider nicht mehr an die nötigen Stimmen, dennoch haben sie sich und ihren Mitstreitern ordentlich Gehör verschafft und eine Diskussion zu diesem wichtigen Thema geschaffen.

    Dieses Thema gehört in den Fokus der Angler. Hier sollten Ihre Unterstützer sitzen. Aber sogar unter den Anglern herrscht Zwiespalt.

    Dies liegt vermutlich an der nicht für Jedermann zugängigen Formulierung, der von Ihnen eingereichten Petition.

    Lese ich die Teil hanebüchenen Ablehnungsgründe im Forum des Bundestages, offenbart sich, warum hier die Unterstützung der breiten Masse fehlt, die nötig gewesen wäre, um das Ziel zu erreichen.

    Als Freund des Aals, hätte ich mir ein größeres Echo aus der Bevölkerung gewünscht. Es ist und bleibt das Problem, dass der Tod still, leise und unauffällig unter der Wasseroberfläche stattfindet, bzw. eine nicht stattfindende Reproduktion niemanden zu interessieren scheint.

    Meinen tiefen Dank an sie und ihre Weggefährten, dafür dass sie unseren diadromen Lieblingen Gehör verschafft haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2011
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  8. MiChElLe

    MiChElLe Flyfishing Lady

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    Und wieso kommt selbst aus den Reihen der Angler keine grossartige Unterstützung zu solchen Petitionen ?
    Ja wieso denn auch drum kümmern, es wird doch schön besetzt und man fängt seinen Fisch. Aber wie es um die wild lebenden Arten bestellt ist interessiert ja auch kaum jemanden. Die Fischerei wird noch viel zu oft als reiner Sport abgetan. Da muss man sich um Hintergründe ja nicht scheren....
     
  9. Unruhestifter

    Unruhestifter Profi-Petrijünger

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    Was schlagt ihr vor anstelle der Wasserkraftwerke?!
    Weil sicherlich hier auch einige meckern werden , wenn die Wasserkraftwerke abgeschafft sind, und die Strompreise weiter steigen ......

    Einfach mal Nachdenken :-)
     
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  10. Eberhard Schulte

    Eberhard Schulte Flyfisher

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    Hallo Michelle,
    ja, warum kommt auch aus den Reihen der Angler für diese Petition recht wenig Unterstützung ? Weil es auch unter den Anglern Leute gibt, die einsehen, daß auch morgen noch der Strom aus der Steckdose kommen muß. Ich will nicht nochmals alles aufzählen, aber jede Form der Energiegewinnung wird ja abgelehnt. Wenn die Wasserkraft unter Ausnutzung sämtlicher Möglichkeiten des Natur - und Tierschutzes genutzt wird, kann ich mit bestem Willen nicht erkennen, warum auch das abgelehnt wird. Stellen wie z. B. das Virgental einmal ausgenommen. Eine Petition, WKWs nur noch mit den entsprechenden Auflagen zu genehmigen, würde ich sofort unterschreiben, aber die generelle Ablehnung werde ich nicht unterstützen.
    @ Döbel-Peter
    Und diese meine Auffassung hat absolut nichts mit der Austragung persönlicher Differenzen zu tun.
    Gruß
    Eberhard
     


  11. schweyer

    schweyer .

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    Sogar ich will meinen Strom auch morgen noch aus der Steckdose beziehen und ich mach mir da überhaupt keine Sorgen.

    Die installierte Leistung aller Kraftwerke lag 2009 bei knappen 152 GW, der höchste Verbrauch bei max. 80 GW. Dies ist auch die Leistung, die immer zur Verfügung stehen muss.
    Folglich kann auf die 21 GW der Kernkraftwerke locker verzichtet werden und die Leistung der Wasserkraftwerke spielt nun überhaupt keine tragende Rolle und sie könnten theoretisch sofort vom Netz genommen werden.

    Dass der größte Teil aus Kohlekraftwerken kommt, ist eine unbestrittene Tatsache, dass dieser Anteil reduziert werden muss auch.....wie, wird sich in nächster Zeit zeigen. Nur dürfte klar sein....auf umweltverträgliche Weise.

    Desweiteren verweise ich nochmals auf ein riesen Einsparpotenzial.....hier kann sogar der einzelne Angler etwas bewirken....auch für seinen Geldbeutel.

    Grüße Thomas
     
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  12. MiChElLe

    MiChElLe Flyfishing Lady

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    Hallo Eberhard

    sind wir mal ehrlich.. ein direktes Verbot zum Bau der WKW`s wird man sowieso nicht erreichen können. Aber vielleicht hilft es die Verantwortlichen anzutreiben, sich genau zu überlegen wo man ein solches hinstellt und mit welchen Massnahmen um unsere Wasserwelt ebenfalls sachgerecht zu schützen und nicht nur mit Fischtreppchen.
     
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  13. Jack the Knife

    Jack the Knife Schnitzeltechniker/Rebell

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    Zuletzt bearbeitet: 13. Oktober 2011
  14. Eberhard Schulte

    Eberhard Schulte Flyfisher

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    Moin!
    Danke, Jacky, das war ein sehr interessantes Video, das aber doch beweist, daß auch die Länder und die Betreiber der WKWs langsam anfangen, über die Pobleme der Nutzung von Wasserkraft nachzudenken. Das ist doch schon als ein gewisser Erfolg zu verbuchen.
    Wie ich schon in anderen Beiträgen schrieb: WKWs dürften nur noch mit sämtlichen Auflagen genehmigt werden, die dazu dienen können, Natur u. Fische zu schützen. Und da ist man, wenn man dem Video glauben kann, scheinbar doch allmählich auf dem richtigen Weg. Die Wasserkraft ebenso wie die Wind - und Sonnenenergie sind Quellen, die man m. E. nicht einfach in Bausch und Bogen ablehnen kann, weil nahezu alle anderen Quellen entweder zu gefährlich (Atomenergie) oder in anderer Weise zu umweltschädlich sind (Beispiel: Kohlekraftwerke). Die Energiegewinnung aus Biomasse ist ebenfalls bedenklich, wenn man sich überlegt, daß anderswo Menschen verhungern, während hier Mais zur Energiegewinnung zermanscht wird. Wirklich interessant für die Zukunft sind demnach die Wasser-, Wind- und Sonnenenergie. Auch die Windenergie ist bisher sehr bedenklich, wie ich gestern aus einem Beitrag hier erfuhr: die Gewinnung von Neodym, das für den Bau von Windparks verwendet wird, ist offenbar in hohem Maße umweltschädlich. Nur eines sollte man bedenken: es wird ja ständig weiter geforscht. Aber, um als Besipiel beim Thema Wasserenergie zu bleiben: wenn man es wirklich schaffen sollte, die Energiegewinnung aus Wasserkraft komplett verbieten zu lassen, wird mit Sicherheit auch nicht mehr in dieser Richtung geforscht, so daß auch keine Chance mehr besteht, diese Energiequelle in Zukunft umweltverträglich nutzbar zu machen. Ebenso ist es bei anderen Quellen, wie Wind oder Sonne. Es kann sich im Laufe der Zeit noch manches zum Besseren wenden. Man darf nur nicht die Möglichkeiten im Keim ersticken.
    Ich respektiere jede andere Meinung, aber das ist nunmal die meine, auch wenn mir hier nun bereits von 2 Usern vorgeworfen wurde, daß ich mit meinen diesbezüglichen Beiträgen persönliche Differenzen hier austrüge.
    Gruß
    Eberhard
     
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  15. Flossenjäger

    Flossenjäger Allround-Angler

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    Eben drum, einfach mal LESEN und dann auch NACHDENKEN! Man brauch nichts vorzuschlagen, denn es gibt effizientere Alternativen! Hab keine Lust wieder alles Gesagte einschl. der hier veröffentlichten Links zu Aufwand/Nutzen und dem prozentualen Anteil der Energiegewinnung durch Wasserkraft etc, etc, vorzuwürgen. Entweder nichts verstanden oder nur die letzte Seite des Threads gelesen? Wieder diese Oberflächlichkeit einiger beim Mitdiskutieren.

    Gruß!
     
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  16. Flossenjäger

    Flossenjäger Allround-Angler

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    Für Glaubensfragen ist die Kirche zuständig! Die Praxis beweist zu oft etwas anderes! Im Vordergrund stehen Naturgemäß die Gewinne der Betreiber.


    Hat niemand angezweifelt, nur die Effizienz solcher Anlagen im Verhältnis zum Eingriff in Natur und Landschaft. Dabei sind Kohlekraftwerke immer noch die Effizienteren. Auch haben die mittlerweile sehr hohe Umweltauflagen, was keiner wahrnehmen will. Wenn du die abschaltest, wird´s tatsächlich duster!

    Wie bitte? Für diese Art der Energiegewinnung werden nicht extra Felder bestellt, sondern landwirtschaftliche als auch forstwirtschaftliche Abfälle genutzt, die ansonsten auf dem Feld bzw. der Deponie verfaulen (und somit auch wieder die Umwelt belasten) Selbst Gülle wird dafür verwendet. Wem willst du das zu essen schicken? Zuviel verallgemeinert und Panikmache!

    Auch nicht recht...

    Für Glaubensfragen ist die Kirche zuständig! Die Praxis beweist etwas anderes!






    Hat niemand angezweifelt, nur die Effizienz solcher Anlagen im Verhältnis zum Eingriff in Natur und Landschaft. Dabei sind Kohlekraftwerke immer noch die Effizienteren. Auch haben die mittlerweile sehr hohe Umweltauflagen, was keiner wahrnehmen will.





    Wie bitte? Für diese Art der Energiegewinnung werden nicht extra Felder bestellt, sondern landwirtschaftliche als auch forstwirtschaftliche Abfälle genutzt, die ansonsten auf dem Feld oder der Deponie verfaulen (und somit auch wieder die Umwelt belasten) Selbst Gülle wird dafür verwendet. Wem willst du das zu essen schicken? Zuviel verallgemeinert und Panikmache!

    Auch nicht recht...

    Was erhoffst du dir bei der Forschung bezüglich der WKW in Deutschland(!), die es ja nicht erst seit Gestern gibt? Bisherige Ergebnisse sind überwiegend negativ, das beweisen genügend wissenschaftliche und wirtschaftliche Studien. Wie lange soll da experimentiert werden, wo auf dem Sektor anderer Alternativenergieen bereits große wirtschaftliche wie auch umweltverträgliche Fortschritte gemacht werden?! Wer zahlt das letztendlich? Bis dahin wird der Aal ganz sicher ausgerottet sein. Hier tun einige so, als wenn morgen das Licht ausgeht, wenn ein WKW abgeschaltet wird.

    Gruß!
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Oktober 2011
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  17. Alter Däne

    Alter Däne In ewiger Erinnerung

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    Hallo Herr Dietl

    Auch wenn ich mit „Eifer, in ihren Augen auch wenig Sachverständnis“ (ihre gemachte Zusatzaussage in einem anderen Forum, haben sie hier leider vergessen) meine Meinung vertrete, hoffe ich doch eine Nachfrage auf ihren Beitrag stellen zu dürfen?
    Ich fühle mich auch keinesfalls berufen die Bemühungen der Petition in den „Dreck“ zu ziehen, was aber gerne von Anglern behauptet wird, die in einigen oder besser wie in meinem Fall, einem Punkt anderer Auffassung sind!
    Nun zu meiner Frage.
    In ihrer Petition wird ein Verbot weiterer WKA gefordert! (ausschließlich)
    Jetzt kommt in ihrer Aussage, die sie „immer verwenden bei kritischen oder differenzierten Aussagen anderer Angler“ auf ihre Petition (ihre Aussage) folgende Mitteilung vor:
    „Daher fordert die Petition keinen Bau „weiterer“ kleiner WKAs“
    Ja was denn nun, gar keine weiteren Anlagen oder nur keine weiteren kleinen Anlagen?
    Überlese ich etwas in der offiziellen Petition?
    Oder drücken sie sich jetzt differenzierter aus entgegen dem offiziellen Petitionstext?
    Welche Aussage ist nun richtig?
    Ich stimme wie zuvor schon gepostet der Petition in fast allen Punkten zu!
    Lediglich das ausschließliche Verbot der Wasserkraftnutzung, bereitet mir Kopfzerbrechen.
    Ein generelles Verbot schließt jede Möglichkeit der Forschung in bessere Nutzung und jede Umsetzung auch bei künftiger ökologischer Vertretbarkeit aus.
    Es sei denn Sie wissen heute schon, dass es keine Lösung geben wird die ökologisch vertretbar ist.
    Mit Ihrer endgültigen Forderung bremsen Sie jede Forschung und bei positivem Erfolg auch jede Umsetzung aus.
    Nicht nur heute sondern auch in Zukunft für unsere Kinder, Enkelkinder und deren Kinder!
    Bedeutet also, die Tür für die Entwicklung neuer Technologien in diese Richtung wird endgültig zugeschlagen, denn warum in eine Richtung forschen, Gelder ausgeben, wenn eine eventuell ökologisch brauchbarer Lösung ausgeschlossen wird!
    Treten wir also auf der Stelle und hoffen auf andere Lösungen! Nach dem Motto: Irgendwie wird irgendwer eine Lösung finden mit dem Strom.
    Bestrebungen in eine vielleicht machbare Richtung gibt es ja, wenn auch mit Sicherheit noch nicht ausgegoren und verbesserbar.
    http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/wasserkraft_neu_gedacht_1.12591937.html
    Soll ich jede Forschung in eine vielleicht akzeptable Lösung ausbremsen und von vornherein für die Zukunft generell ausschließen?
    Nein, in diesem Punkt kann ich auch als Angler nicht mitgehen, dem stringenten Verweigern, Ausschließen von eventuellen Möglichkeiten, die evtl. ökologisch vertretbarer sind.
    Mir ist völlig klar, dass fossile Brennstoffe (z.B. Kohle) endlich sind, die Umweltschäden auch die soziale/menschliche Komponente heute eigentlich nicht mehr vertretbar ist.
    Wer das nicht glaubt, kann sich gerne die Mondlandschaft in Braunkohlelandschaften ansehen und mit ehemaligen heimischen Bürgern/ganzen Dörfern/Ortschaften unterhalten die Zwangsverlegt wurden.
    Und wer über neu entstandene Gewässer jubelt, sollte sich auch über die ökologischen Folgen klar werden.
    Der gesamte Spreewald lässt grüßen, übrigens die Spree bis Berlin auch.
    Wenn aber keine Kohle mehr da ist(zumindest ist Kohleenergie genauso fragwürdig, in meinen Augen noch fragwürdiger), Gas und Öl ist auch endlich, was dann?
    Windenergie, besonders Offshore, ist ja auch nicht der Heilsbringer.
    Fragt mal die Fischwelt in diesen Gebieten, betrachtet aber auch die ökologischen Folgen, die Fauna/Flora reagiert nicht sonderlich positiv darauf.
    Sollte man eigentlich ablehnen. Kompromisslos und endgültig! Oder?
    Aber was bleibt noch übrig, was völlig schadlos, ökologisch unbedenklich ist, gleichzeitig aber unsere benötigte Energie liefert, heute, in zwei, drei Generationen auch noch?
    Sollte Stand heute jede Energielösung kompromisslos gesperrt werden, weil ökologische Nebenerscheinungen nicht kompromisslos auszuschließen sind, haben wir keine Energiequelle mehr in der Zukunft.
    Deshalb bin ich gegen den generellen Ausschluss von Wasserkraft. Das fordert aber unter anderem die Petition.
    Wir leben im Land der Forscher und Denker.
    Warum sollte es in einigen Jahren nicht eine ökologisch vertretbare Lösung geben?
    Die gibt es aber nur, wenn ich nicht konsequent jede Forschung und Umsetzung mit einem pauschalen Verbot unterbinde.
    Wie gesagt, ich stimme allen Punkten zu und befürworte sie auch, bis auf diesen einen, endgültigen!

    Detlef
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Oktober 2011
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  18. schweyer

    schweyer .

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    http://www.oekosystem-erde.de/html/bioenergie.html

    Meiner Meinung nach ein ganz interessanter Link zu diesem Problem, welches sich relativ einfach lösen liese.

    Ein weiterer Vorteil dieser Art der Energiegewinnung wäre auch eine Bestandssicherung kleinerer landwirtschaftlicher Betriebe, die in sehr großem Maße zum Erhalt unserer Kulturlandschaft beitragen. Keine Milchproduktion mehr auf "Teufel komm raus" zu einem Preis, der nicht mal die Produktionskosten deckt, sondern einen Erlös, der die Arbeit wieder lohnend macht.

    Grüße Thomas
     
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  19. Eberhard Schulte

    Eberhard Schulte Flyfisher

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    Moin !
    Scheinbar bin ich mißverstanden worden. Ich habe die Energiegewinnung aus Biomasse nicht in Bausch und Bogen abgelehnt, sondern nur Bedenken geäußert, weil, zumindest häufig, Mais dafür verwendet wurde. Und wenn man dann Fotos aus afrikanischen Notgebieten von halb verhungerten Kindern sieht, kommen einem zwangsläufig Bedenken. Nur bin auch ich nicht grundsätzlich über jeden Stand der Forschung informiert. Wenn man heute alle möglichen Reststoffe aus Land - und Forstwirtschaft dazu verwenden kann, ist dagegen natürlich nichts zu sagen. Lasse mich gern belehren, wenn es stimmt, daß man heute soweit ist. Trotzdem kann man m. E. nicht allein darauf setzen. Man muß sämtliche möglichen Energiequellen - auch die Wsserkraft, um beimThema zu bleiben - für die Zukunft im Auge behalten und man darf nicht jede Forschung von vornherein unterbinden, indem man Verbote anstrebt. Wenn der Neubau von WKWs nur noch und ausschließlich mit sämtlichen Auflagen zur Erhaltung der Natur u. der Wasserfauna genehmigt wird, werden sich die Anträge zum Bau von kleinen WKWs vermutlich von selbst erledigen, da die Kosten dann nicht mehr in günstigem Verhältnis zum erwarteten Gewinn stehen.
    Gruß
    Eberhard
     
  20. Flossenjäger

    Flossenjäger Allround-Angler

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    Hallo nochmal zu später Stunde!
    Mich erschreckt doch die öffentlich vertretene Meinungsmache der Medien, wonach wir nach dem (berechtigten!) Ausstieg aus der Atomenergie nun jede tote Katze zur Benzingewinnung nutzen müssen (diesen Vorschlag gab es tatsächlich!), da wir ansonsten alle bald sterben müssen. Wie bereits erwähnt, haben wir nun bereits einen sich stetig vergrößernden Energiemix. Allerdings gab es die meisten negativen Beurteilungen dazu ausgerechnet zur Energiegewinnung durch Wasserkraft und dabei INSBESONDERE durch kleine Wasserkraftwerke. Diese Berichte sind unpolitisch, sachlich, wissenschaftlich und wurden unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Nutzung im Verhältnis zum Aufwand (inkl. Umbau von Flüssen!!!) von Fachleuten erstellt. Wieso versteifen sich nun ausgerechnet in diesem Forum einige User auf diese Art der Energiegewinnung, wo wir doch nachweislich auf weitere Wasserkraftwerke verzichten können? Selbst die Vorhandenen bringen ja schon Probleme mit sich.
    Wer behauptet denn, dass nicht jede Art der Energiegewinnung irgendwo auch negative Einflüsse auf die Umwelt hat? Die Frage ist doch nach wie vor: Erleben wir eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes? = Atomkraft
    Schränken wir unsere Lebensqualität ein? = "dicke Luft"
    Verschandeln wir unsere Landschaft? = Braunkohle
    ABER diese "Mondlandschaft" haben wir nun schon und es wird mit einem großen Aufwand eine Rekultivierung betrieben. (Nebenbei bemerkt, wird wieder neu gegraben werden, wegen neu entdeckter Kohle- und Kupfervorkommen).
    Warum ignorieren diejenigen, die auf Panik machen, dass Braunkohle immernoch die Nr. 1 bei der Energieerzeugung in Deutschland ist und vorerst bleibt?!
    Warum fährt die Bundesregierung die finanz. Förderung von Solaranlagen zurück? Komisch. Diejenigen, die Wasserkraftwerke für notwendig halten, tanken aber keinen E10-Kraftstoff. Was ist mit dem Ausbau der Wasserstraßen für Super-Frachtschiffe? Ausbaggern, Begradigen, Staustufen....auch notwendig, für unsere Versorgung in der Zukunft.
    Anderes Beispiel: holländische Rinder und Schweinezüchter wollten in Brandenburg eine Großmast aufmachen. Argument: Es entstünden neue Arbeitsplätze! Notwendig? Nichts aus der DDR-Vergangenheit gelernt? Experimenieren? "Sich dem Neuen verschließen"?
    Das waren nur mal einige Beispiele zum Überlegen.
    Gruß!
     
    trietze und schweyer gefällt das.

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