Fischbestimmung -  Petermännchen!!!!!

Shimano-Fan1

Petrijünger
Hallo Leute! Ich finde es toll das es jetzt so ein forum gibt! Anfänger können hier fragen, welche Fische sie in den Händen halten(werden). Ich möchte euch und alle anderen beim Brandungsangeln in der westlichen Ostsee warnen! Ich habe dort mit meinem Vater schon öfters geangelt, und immer ein Petermännchen(lat.nicht bekannt) als Beifang gehabt. Die Merkmale sind: 15-bis 20cm, die maximale Länge beträgt40cm. Färbung: sandgelb bis grünbraum. Besitzt an der Rückenflosse und an den Kiemen Giftstacheln, die sehr schmerzhafte und nur schlecht abheilende Wunden verursachen können. Das Petermänchen gräbt sich tagsüber in den Sand ein, nur die Stacheln schauen heraus! Beim Hakenlösen bitte vorsichtig sein( Handschuhe anziehen)und eine Zange zum lösen des Hakens benutzen. Falls ihr doch gestochen worden seit, sofort die Wunde ins heiße Wasser tauchen! Der Stich ist sehr schmerzhaft(habe ich am eigenen Leib gespürt). Falls ihr zufällig Allergisch darauf reagiert, muss man in ein Krankenhaus fahren, da auch schon todesfälle bekann sind! Doch ich will euch hier keine Angst machen, die Fische leben nur in der westlichen Ostsee, und sind in Kiel z.B sehr selten! In der Bratpfanne macht der Fisch sich gut, und auf der Zunge auch!
 
Hi Shimano,
hab noch ne kleine Ergänzung zu deinem Beitrag:

Petermännchen (Trachinus draco, Tr. vipera)

Vorkommen/Verbreitung:
Entlang der Atlantik-Küste (vom Senegal bis Norwegen, Großbritannien), in der Nordsee, im Mittelmeer und Schwarzen Meer.
Vor allem zur Laichzeit (Frühjahr, Sommer) suchen Petermännchen flache Gewässer auf. Sie graben sich in Sand und Schlamm ein, so daß nur die Augen sichtbar sind.

Typische Merkmale:
Die Färbung ist oft dem Bodengrund angepaßt, der Körper langgestreckt (bis max. 50 cm) und seitlich abgeflacht. Augen und Mundspalt sind nach oben gerichtet. Der Kiemendeckel hat je einen nach unten gerichteten Dorn, die vordere Rückenflosse ist kurz und mit fünf bis acht Giftdrüsen enthaltenden Knochenstrahlen versehen, die hintere Rückenflosse ist langgestreckt.

Giftige Organe:
Drüsenpakete am Dorn des Kiemendeckels bzw. an den Knochenstrahlen der vorderen Rückenflosse.

Giftig durch:
Hitzeempfindliche Eiweiße als Träger der Giftigkeit, außerdem gefäßaktive Substanzen.

Kritische Dosis:
Petermännchen gehören zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren. Jeder Kontakt mit den giftigen Organen ist zu vermeiden, weil schon geringste Mengen des Giftes schwerwiegende Symptome hervorrufen können.

Symptome:
Das Gift der Petermännchen enthält Komponenten, die heftigste Schmerzen und lokale Gewebsreaktionen hervorrufen können. Der Schmerz setzt sofort ein und breitet sich auf benachbarte Körperregionen aus. Meist entwickelt sich eine starke Gewebeschwellung, eventuell bilden sich flüssigkeitsgefüllte Blasen. Nach 24 Stunden erscheint die Wunde oft taub und gefühllos. Allgemeine Symptome wie Brechreiz, Kreislaufkollaps oder Temperaturerhöhung sind selten.

Erste Hilfe:
Wunde von Stacheln oder Geweberesten befreien und desinfizieren. Falls nicht sofort ärztliche Hilfe erreicht werden kann, Eintauchen der betroffenen Extremität in tolerierbar heißes Wasser (ca. 45 °C). Um dabei Verbrennungen zu vermeiden, Kontrolle der Wassertemperatur durch gesunde Extremität oder Begleitperson.
Weitere Therapie der Symptome und Tetanusprophylaxe durch Arzt.

Vorsichtsmaßnahmen:
In gefährdeten Regionen Vorsicht beim Schwimmen bzw. Waten in flachem Gewässer (Strandschuhe tragen).
Angler sollten Handschuhe tragen, um zappelnde Petermännchen von der Angel bzw. aus dem Netz zu nehmen.
Tauchern wird empfohlen, Abstand zu halten, da aufgeschreckte Petermännchen plötzlich angreifen können. Da Petermännchen als Speisefisch sehr geschätzt sind, sollte beim Kauf respektive Verzehr darauf geachet werden, daß sämtliche Dornen und Stacheln entfernt wurden.
(Quelle:http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/peterm.html)


Mfg
Pike
 

Anhänge

  • peterm.gif
    0 Bytes · Aufrufe: 225
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Petri-Freunde!

Habe vor ein paar Wochen ebenfalls einen Bericht über's Petermännchen gelesen.
Trotzdem guter Beitrag !i! ;-)

Tschau und viele Petri-Grüße!!!
 
Zurück
Oben