Nord-Trøndelag - Vikna: Rørvik / Måneset

Dieses Thema im Forum "Nord-Trøndelag" wurde erstellt von FM Henry, 3. September 2006.

  1. FM Henry

    FM Henry Super-Profi-Petrijünger

    Registriert am:
    8. November 2004
    Beiträge:
    2.001
    Likes erhalten:
    11.768
    Geschlecht:
    männlich
    Ort:
    Berlin, Germany
    Tipps und Infos ( ohne Gewähr )

    Angelreisen E. Kienitz & I. Noelte
    Adlergestell 129
    12439 Berlin

    www.angelreisen-k-n.de


    Angelgebiet

    in der Kommune Vikna.


    Das Königreich Norwegen - auch „ Land der Fjorde, Trolle und Wikinger“ genannt - erhebt sich wie eine einzigartige Felsenbastion und fasziniert mit seinem atemberaubenden Charme. Warmherzig und freundlich bietet Ihnen die landschaftliche Vielfalt des dünn besiedelten Festlandes und der vielen Inseln eine unschätzbar reiche Erlebnisfülle.
    2.650 km lang ist die norwegische Küstenlinie ohne Fjorde und Buchten. 54.000 km beträgt die Uferlinie, Fjorde, Buchten und Inseln eingeschlossen. Dazu kommen ca. 200.000 große und kleine Seen sowie unzählige Flüsse.
    Diese wenigen Fakten sprechen für sich und sind ausschlaggebend für die große Beliebtheit dieses herrlichen Landes bei Anglern und Naturfreunden aus aller Welt. Natürlich spielen der Fischreichtum und die das ganze Jahr über bestehenden guten Fangaussichten eine wesentliche Rolle, sind aber nicht alleiniger Grund dafür, das es Norwegenurlauber Jahr für Jahr wieder in dieses wunderschöne Land zieht.

    Das deutsch-norwegische Ehepaar Liselotte und Guttorm Østevik begann in den 70-er Jahren mit dem Aufbau einer kleinen Ferienhausanlage.
    1972 konnten die ersten Gäste begrüßt werden und ein äußerst interessantes und erfolgreiches Angelgebiet wurde erschlossen.

    Die Nachfrage nach Ferienhäusern wuchs von Jahr zu Jahr. Immer mehr Angler und ihre Familien lernten dieses schöne Fleckchen Erde und vor allem den Fischreichtum sowie die Fangerfolge zu schätzen

    Heute gibt es insgesamt 15 in die Natur eingebettete Ferienhäuser bzw. Wohnungen als Ausgangspunkt für vielfältige Angelerlebnisse.
    Fischen vom Feinsten ist angesagt, wenn Sie Ihr nächster Angelurlaub nach Måneset führt.
    Die stabilen 16-Fuß-Boote mit leistungsstarken Motoren liegen im geschützten Hafen mit Servicegebäude und Fischreinigungsplatz.

    Direkt am Hafen können Sie mit dem Fischen beginnen, wobei sehr gute Fanggründe bereits nach 10 min. erreicht werden.

    Ein außergewöhnlich vielfältiges Angelrevier erwartet Sie. Unzählige kleine und größere Inseln, sich rasch ändernde Wassertiefen, aber auch relativ flache Bodenstrukturen sind vorhanden.

    Geangelt wird in Tiefen zwischen 20 und 120 m. Die größte Tiefe im Angelgebiet beträgt 238 m. Gefangen werden alle üblichen Arten von Meeresfischen, allerdings sind die Durchschnittsgewichte hier wesentlich höher als in Süd- und Südwestnorwegen.

    Hervorheben möchten wir, dass Liebhaber der äußerst schmackhaften Rotbarsche voll auf Ihre Kosten kommen. Durchschnittsgrößen liegen zwischen 30 und 40 cm. Der Fang von Lumb, Steinbeisser und dem einen oder anderen Heilbutt gehört hier zum Alltag.

    Ausgesprochenes Glück hatte Claudia Liß, die an ihrem Geburtstag, gemeinsam mit Ihrem Partner Kay Konrad, nach langem, strapaziösen Drill, einen Heilbutt von 45 kg in ihr Angelboot hieven konnten.
    In Gesprächen mit erfahrenen Norwegenanglern wurde uns immer wieder gesagt, ein tolles Angelrevier, besser ist es auf den Lofoten auch nicht. Neben der Meeresfischerei haben Sie die Möglichkeit, in den umliegenden Seen und Flüssen Ihr Glück auf Bachforelle, Meerforelle und Lachs zu versuchen.

    Urlaub in Måneset muss nicht nur Urlaub für den Angelprofi sein. Einsame Inseln, romantische Fjorde, schroffe Felsen und ausgedehnte Wälder lassen das Herz eines jeden Naturfreundes höher schlagen. Frühling und Sommer bieten Mitternachtssonne mit taghellen Nächten, verbreiten aber auch einen lieblichen Duft nach frischen Wiesen, Wald und Meer. Der Spätsommer und Herbst mit seinem überreichen Angebot an Blaubeeren, Himbeeren, Preiselbeeren und mancherlei Pilzen ist für viele die schönste Jahreszeit.
    Ihre Gastgeber informieren Sie bei Ankunft über alles Wissenswerte, auch darüber, dass Sie marinierten oder Räucherlachs aus eigener Räucherei oder auch Elch- und Rentierfleisch bestellen können. Herr Østevik hält in der Rezeption außerdem ein Angebot gern gekaufter, fängiger Pilker und Beifänger sowie weiteres Angelgerät bereit.

    Nach Måneset fahren Sie vorteilhaft mit dem eigenen PKW. Von Oslo müssen Sie mit ca. 10 bis 12 Stunden Fahrzeit rechnen, die sich aber in jedem Fall lohnen. Die Straßenverhältnisse sind gut, so dass Sie zügig an Ihren Angelplatz gelangen. Möchten Sie mit dem Flugzeug schnell Ihr Reiseziel erreichen, fliegen Sie über Oslo und Trondheim nach Rørvik. Von dort sichern wir den Transfer. Haben Sie Fragen zur Anreise, rufen Sie uns bitte an.

    Kinder unter 16 Jahren dürfen bis zum 20. August ohne Lizenz in norwegischen Binnengewässern angeln.

    Für alle Angler als auch für Berufsfischer gilt in Norwegen ein absolutes Fangverbot für Aale.

    Interaktive Gewässerkarte / Tiefenkarte für ganz Norwegen

    Staatliche Angellizenz online bestellen - wird nur gebraucht für das Angeln auf Lachse, Meerforellen und Saiblinge im Innland

    Hauptfischarten: alle hier vorkommenden Salzwasserfischarten

    Gewässertipps melden



     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 3. September 2015
    Maik Siegert gefällt das.
  2. Kampfknoedel

    Kampfknoedel Petrijünger

    Registriert am:
    18. August 2009
    Beiträge:
    5
    Likes erhalten:
    2
    Ort:
    38820
    nene Freunde - ganz so ist es nicht. Meine Bericht anbei

    Hallo Bordies,
    eins vorweg – es war ein enttäuschender Angeltrip mangels Fisch! Es war kaum Fisch unter
    Land und reichlich Wind ließ ein Angeln in den fischreichen Plätzen ca. 20 km vor den
    Schären nicht zu ….doch nun zum detaillierten Bericht:
    Die Buchung
    Wie immer zu spät, entschied sich unsere Truppe Anfang des Jahres zur Angelfahrt weiter
    nördlich in das gelobte Land zu reisen. Da wir in Bessacker letztes Jahr erfolgreich waren,
    zogen wir unser Augenmerk auf das nördlich von Bessacker gelegende Vikna. Eine eigentlich
    fischreiche Insel ca. 350 km südwestlich der Lofoten. Zitat: „ Neben den Lofoten ist der
    Schärengarten um Vikna das zweitgrößte Laichgebiet“. Na wenn da nix geht – so unser
    Gedanke- also auf zur Reisevorbereitung.
    Über Kienitz und Nölte landeten wir letztes Jahr in Bessacker einen Volltreffer (wenn auch
    überschattet wegen des tragischen Unfalls von 4 Angelkameraden aus Sachsen Anhalt) und so
    lag es nahe, selben Anbieter auch wieder ins nähere Kalkül einzubeziehen.
    Wie immer war die Beratung freundlich und sehr zuvorkommend – wenngleich auch im
    Statement am Ende des Berichtes, es doch einiges zu bemängeln gibt. Die Damen haben auf
    jeden Fall Ihren Job gemacht – deshalb von mir und meinen Kameraden nochmals und trotz
    alledem ein herzliches Dankeschön.
    Harpune und Gaff wurden angesichts der zu erwartenden Fänge schnellstens beschafft. Von
    Vivtek natürlich - um den Platten volles Paroli zu bieten. Ebenso wurde ein GPS mit
    Kartenplotter geordert (Garmin GPSMAP 276C)
    Im Nachhinein muss ich darüber lachen denn die Fische die wir ins Boot hieften, starben
    Angesichts der Kampfausrüstung vermutlich an plötzlichen Herzinfakt. Einzigst der
    Kartenplotter war eine lohnenswerte Anschaffung denn ohne den wäre es, angesichts der
    Vielzahl von Untiefen, glatter Selbstmord gewesen den Schärengarten zu erkunden.
    Die Anfahrt
    Die Anfahrt erfolgte am 14.05. mit dem Auto und ohne Zollkontrolle über die E6 bis Stören –
    einem schönen Ort ca. 50 km südlich von Trondheim. Für die Salmonidenunkundigen unter
    Euch: In den Staub mit Jenen die die Hauptstadt der Lachsangelei nicht kennen ( kannte ich
    bis dato auch nicht)! Das Hotel ist für den passionierten Lachsangler vermutlich der heilige
    Gral. Beim Anblick der ausgestellten Fänge und der Fliegen vergisst man schnell die Zeit.
    Dazu ist der Inhaber ein waschechter Sachsen- Anhaltiner und wie sich beim Gespräch heraus
    stellte, hatte Jens seine Agentur in Magdeburg einen Steinwurf von unseren Büro entfernt. Tja
    Kinners – so klein ist die Welt.
    By the Way – wir lagen preislich ungefähr bei der Hälfte dessen, was man in Norge für
    vergleichbare Hotelunterkünfte bezahlt.
    Für Interessenten welche auf dem Weg nach Mittelnorwegen eine günstige (nur außerhalb der
    Lachssaison) Unterkunft suchen, hier die Emailanschrift.: roehlingerj@web.de
    @ Jens: Danke nochmals für die hervorragende Betreuung.
    Am nächsten Tag ging es weiter über die E6 und die 770. Leute – das war Abenteuer pur.
    Vorbei an malerischen Bergkämmen und Wasserfällen – einspurig mit Ausfallbuchten.
    Wahnsinnige Steigungen und Abfahrten die eher an eine Achterbahn erinnern, ließen keine
    Müdigkeit aufkommen. Ich bin nicht so sehr der Naturbegeisterte (Kunstrasen sieht auch
    schick aus) aber da kam auch ich nicht umhin, ein bisschen rumzuwundern.
    Für die letzten ca. 300 km haben wir dann auch 8 Stunden benötigt und mit der Ankunft
    begann zunächst etwas Ärger…
    Die Ankunft
    Endlich da, jetzt auspacken und losangeln. Nix da – der norwegische Kollege hatte das
    falsche Haus für uns reserviert. Haus ist übertrieben – Baumarktschuppen mit Dusche und
    WC trifft es eher. Klärendes Gespräch mit „deutsch sprechender Betreuung vor Ort“ erwies
    sich als mit „Hand und Fuß“ Klärung eines Betreuers, der nur norwegisch und ein ganz klein
    wenig Englisch verstand. Der etwas deutsch sprechende Master war bis auf einen Tag nur tel.
    zu erreichen! Nach endlosen Debatten wurde festgestellt, dass wegen Buchungsfehler eben
    unsere Unterkunft erst am nächsten Tag frei wurde. Tolle Wurst aber was soll’s. Der Abend
    wurde so gemütlich wie möglich gestaltet – was man allerdings vom Inventar nicht behaupten
    kann. Die Sitzmöbel hatten die besten Jahre vermutlich schon in den 90-ern hinter sich , dafür
    waren Rückenschmerzen fast garantiert.
    Bei meinem Augenlicht: Das war die sparsamste Unterkunft die ich je in Norge gesehen habe.
    Versteht mich bitte nicht falsch, das Haus war sonst sauber aber der Wohnkomfort tendierte
    gegen Null.
    Shit happens – mit Alk, Tabletten und einer Selbsthilfegruppe schafften wir den Abend
    irgendwie und am nächsten Tag war unsere Unterkunft gegen Mittag bezogen.
    Hier war die Einrichtung bedeutend wohnlicher und eine Spülmaschine gab es auch.
    Für Interessierte: Es war die Wohnung direkt über dem Kühlhaus. Mag sein dass ich etwas
    nörgelnd rüber komme – aber bei den Preisen darf man doch nahezu adäquaten Komfort
    erwarten oder sehe ich das falsch?
    Die Anlage:
    Eigentlich ein Zeltplatz…ergänzt mit Holzbauten für Angler. Die Betreuung vor Ort war in
    Person eines Angestellter mit kaum Deutsch/Englisch Kenntnissen, so dass eine
    Verständigung nur mit Hand und Fuß möglich war. Hat auch was – so haben wir das
    Gastgeschenk selbst gesoffen. Einweisung der Boote erfolgte mit Fingerzeig und
    norwegischen Dialekt. Guggst du hier, schaltest Motor ein und da ist Ausfahrt – vermute ich
    mal, dass uns das gesagt wurde. Da ich der norwegischen Sprache nicht mächtig bin, kann es
    auch ein Rezept für Moltebeerstrudel gewesen sein was der Zeltplatzbetreuer vor Ort uns
    vorbetete. Irgendwie wussten wir aber was zu tun war denn die Boote waren uns nicht fremd.
    18 Fuß Hansvik Boote mit und ohne Reeling – echt Klasse Teile und sehr gutmütig in der
    Welle. Man hat sofort Vertrauen in das Boot. Bestückt mit einen Eagle Cuda 128 – mit
    Abstand das schlechteste Echolot was ich je bedient habe. Keine Tiefenanzeige die tatsächlich
    stimmte – dafür Niedrigwasseralarm bei 90 m Tiefe. Auch nicht schlecht! Ich habe mich dann
    grundsätzlich an meinen GPS mit Kartenplotter orientiert (Garmin GPSmap 276c) und das
    Mäusekino von Kartenplotter ausgeschaltet.
    Sprit konnte man vor Ort kaufen – mit 20 Kronen/l nicht gerade ein Schnäppchen aber dafür
    bequem. Wir Sparfüchse fuhren jedoch in einem 6 km gelegenen Ort und tankten dort für 12
    Kr/l. Das soll keine Kritik sein – wer es halt bequem haben will, muss auch dafür zahlen. Der
    Motor mit 30 PS ist für viele Gegenden ausreichend, hier jedoch absolut untermotorisiert!
    Mehr dazu im nächsten Kapitel.
    Der Schärengarten
    Ein absolut anspruchsvolles und gefährliches Angelrevier. Die Ausfahrt auf das offene Meer
    kann nicht direkt erfolgen sondern muss wohl überlegt sein. Der Grund sind die Schären mit
    Tiefen von unter 5 Metern. Dort entstehen Wellenbrecher aus dem Nichts - auch bei
    Windstille.
    Eine Erklärung wie man raus fährt und was man meiden sollte bekommt man, ohne der
    norwegischen Sprache mächtig zu sein, natürlich nicht. Der Weg ist das Ziel – aber mit
    einigermaßen geübtem Auge und der mitgeführten Technik ist das auch zu machen. Ich hatte
    mein Notebook mit und die Bluecharts von Garmin studiert. Nur mit GPS und Kartenplotter
    findet man durch den Schärengarten. Unsere selbst gebastelte Seekarte konnte ich die ersten
    Tage knicken weil ich von Kienitz und Nölte die falschen Angaben erhielt. Es hieß: Ausfahrt
    ist Richtung Südwest und auch das Kartenmaterial wurde mir für diese Gegend zugesandt. Ich
    habe mir dann in mühevoller Heimarbeit eine größere Karte für das Gebiet erstellt – die
    konnte ich natürlich erstmal ignorieren. Das Boot lag nämlich im nördlichen Hafen. Wir
    konnten jedoch in der Wochenmitte den Betreiber bitten, das Boot in den südlichen Hafen zu
    bringen. Stellt Euch das so vor: Der Fjord zieht sich durch die Insel von Nordost nach
    Südwest – allerdings in der Mitte unterbrochen durch 300 m Land. Und so muss man halt das
    Boot aus den Wasser holen und versetzen wenn man das gegenüberliegende Angelgebiet
    erkunden will. Wo es möglich war, hat der Betreuer vor Ort sich auch Mühe gegeben.
    Ich bin mir sicher, dass man den Angestellten vor Ort keinen Vorwurf machen kann. Er hat
    geholfen wo er konnte aber mal Hand aufs Herz. Das Revier ist saugefährlich für uns
    Flachlandtiroler und wer kein gescheites Equipment mitbringt und minimale Einweisung
    erfährt…kann schnell in gefährliche Situationen geraten. Wenn da nicht bald nachgebessert
    wird, habe ich da ganz schlimme Befürchtungen für die Zukunft. Profitmaximierung ist okey -
    aber nicht auf Kosten der Sicherheit.
    Das es auch anders geht, zeigt das Beispiel Bessacker. Ein ähnliches Revier aber Ausstattung,
    Betreuung und Sicherheit wird dort groß geschrieben. Angesichts dieses Umstandes kann
    man momentan eigentlich nur den professionellen Angler welcher umfassendes eigenes
    Equipment mitbringt so ein Revier wie Skjärgard anraten. Achja und norwegisch sollte man
    auch können. Wettervorhersage gab es nur nach Anfrage und auch nur, wenn Betreuung vor
    Ort war (was nicht immer der Fall war). Ansonsten galt halt probieren.
    Internet gab es, wegen fehlenden DSL, nur aus den hauseigenen Rechner mit
    Modemanschluss – wer also die Wetterdaten haben will, sollte eine halbe Stunde vor Ausfahrt
    anfragen was jedoch kein Problem sein sollte.
    Fisch..
    Fisch war kaum unter Land. Wir haben fast nur Dorsche gefangen und von 10 Fängen konnte
    man getrost 9 Fische wieder dem Meer entlassen weil der Fang kleiner war als der
    angebotene Pilker. Angesicht der Tatsache, dass man eigentlich in der Babystube fischte war
    es ein trauriges Angeln. Es hieß: wir müssen rausfahren! Knappe 30 km war es zu den
    Fischerinseln aber mit dem Boot und den 30 PS Motor? Gegen die Dünung schaffte man ca. 8
    km/h. Wir haben in der Nordpassage geangelt bei 2-3 Beaufort als plötzlich Dünungswellen
    von über 3 m entstanden ! Man möge mir verzeihen, dass ich auf weitere Erkundungen in
    Richtung offene See und unbestimmten Wetter keinen Wert legte. Wäre bei der Betreuung
    auch nicht möglich gewesen weil der etwas deutsch sprechende Master nicht immer tel.
    erreichbar war.
    So zogen sich die Tage hin und der Wind frischte bis 5 Beaufort auf. Eine Kutterbuchung
    wäre mit 6000 Kronen möglich gewesen – aber bei 4 Anglern in der Anlage entschieden wir
    uns gegen dieses Vorhaben.
    Gut – wer auf eine Insel fährt trägt halt das Wetterrisiko. Jahrelang ging es gut – nun waren
    wir mal dran den Krug bis zur Neige zu trinken. Ich sehe es sportlich- es war ein Stresstest für
    unsere Truppe und wir haben mit Bravour bestanden.
    Frage an Euch? Ist es im Juni bis August ev. Günstiger derartige Reviere ab Mittelnorwegen
    zu beangeln? Ich hörte schon oft dass eben der Februar bis März der Bringer ist weil dann die
    Atlantikdorsche zum laichen erscheinen (weshalb für mich diese Monate ausfallen) und dann
    wieder ab Juni auch Schwarmfisch und somit auch der große Fisch unter Land ist. Könnt Ihr
    das bestätigen?
    Die Rückreise
    Die Rückreise erfolgte einen Tag früher da wir Sturm hatten und nicht raus konnten. Da die
    Betreuung nicht zu erreichen war, hinterließen wir eine Nachricht auf den Anrufbeantworter
    nachdem wir die Boote gereinigt und die Benzintanks aufgefüllt, das Haus geräumt und alle
    Zimmer durchgewischt hatten. Den Rest des Benzins, welcher nicht mehr in den Tank passte,
    haben wir einfach im Kanister auf dem Boot abgestellt.
    Die Abreise erfolgte nonstop indem ich mich mit Andy abwechselte. Ich kann es nur jeden
    abraten das Gleiche zu tun. Es ist einfach zu ermüdend. Das nächste Mal wird eine
    Übernachtung auch auf der Rückreise eingeplant oder man wechselt sich mindestens zu Dritt
    ab. Zollkontrolle habe ich mir diesmal gewünscht – aber Fehlanzeige. Ich hätte den Jungs
    gern schmunzelnd meine ca. 20 Filets gezeigt! Diese hätten auch in eine isolierte
    Damenhandtasche gepasst ☺
    Fazit:
    Anbieter:
    Kienitz und Nölte sei verziehen weil Sie das Revier erst kurzfristig in das Angebot genommen
    haben – eine wirkliche Entschuldigung ist das aber nicht. Die Betreuung vor und auch nach
    Buchung war hervorragend was sich u.a. in der Bemühung zeigte, für einen erkrankten
    Kameraden die Unterlagen zur Reiserücktrittsversicherung zusammen zu stellen. Danke
    nochmals!
    Revier:
    Gefährlich aber sicherlich interessant wenn das Wetter oder die Jahreszeit mitspielt. Ein paar
    deutsche Angler die in unseren ersten beiden Tagen noch dort waren, bestätigten uns mehrere
    Fänge von über einen Meter in 2008. Wir waren zur falschen Zeit am vermutlich richtigen Ort
    - da kann man halt nix machen.
    Betreung:
    Hier bin ich „zwischen Fell und Fleisch“. Ich denke wir hatten den falschen Anspruch. Ich
    hatte das Gefühl dass die Jungs nicht wirklich auf Angler eingerichtet sind. Man sah oft einen
    zeltenden Wikinger wie er auf Sichtweite auf einen Dorsch pilkte der mit Kopf und Schwanz
    der Länge nach in die Bratpfanne passte und dann wieder heim fuhr. Dagegen spricht
    natürlich das Kühlhaus denn für Camper müsste man so ein Monstrum nicht errichten. Wie
    dem auch sei, die Sicherheit der Angler ist dort nicht gewährleistet! Hier muss auf jeden Fall
    nachgebessert werden wenn man spätere Unglücke vermeiden will
    Ausrüstung:
    Häuser Note 2 bis 6 je nachdem welches man erwischt.
    Boote sehr gut , Echolot ist Ektronikschrott und die Boote sind ohne GPS ausgestattet. Der
    Motor (30 PS) ist für mein Empfinden zu schwach
    Meine Bewertung:
    Alles in Allem muss man bei diesem Revier nachbessern. Für vergleichbares Geld bekommt
    man anderen Ortes ein Mehr an Leistung, Ausstattung und Ausrüstung. Das Revier an sich ist
    mit Sicherheit fängig wenn man zur richtigen Zeit vor Ort ist. Ich würde es gern noch mal
    probieren – aber den Vorschlag brauche ich meinen Kameraden nicht zu machen. Es wäre
    allerdings falsch, das miese Wetter dem Revier anzulasten. Letztes Jahr waren wir in
    Bessacker zu ähnlichen Zeit – ebenfalls ein Klasse Revier allerdings mind. eine Klasse
    gehobener. Hätten wir damals auch so ein mieses Wetter gehabt, wären wir Schneider nach
    Hause gefahren weil der Fisch eben dort auch nicht unter Land war.
    Dieses Revier in Skjärgard auf Vikna ist meines Erachtens daher nur dem erfahrenen Angler
    mit guter Ausrüstung bedingt zu empfehlen.
    Das war es von uns für dieses Jahr – ich wünsche Euch mehr Erfolg und dicke Fische!
    cu next time - bis dahin verbleibe ich
    m.f.G.
    René

    M.f.G.

    René
     

    Anhänge:

    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. September 2015
    dorschspezi und FM Henry gefällt das.

Diese Seite empfehlen