Allgemein - Grundeln aus Rache eingesetzt?!

Dieses Thema im Forum "- Angelalltag" wurde erstellt von Dietmar, 29. August 2014.

  1. ...andreas.b...

    ...andreas.b... in dubio pro lucio Gutachter-Kollegium

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    [​IMG][​IMG] Aber man könnte es probieren. HIER [​IMG]

    Das ist doch ein Vorschlag nach dem Geschmack unseres doppelten Jägermeisters. Äääh, ich meine obersten Fischermeisters. :grins :grins :grins
     
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  2. Dietmar

    Dietmar El Barscho©

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    Zur Klärung

    Der See hat meines Wissens nicht einen Stein drinnen. Es ist eine ehemalige Kiesgrube aus der feinkörniger Sand gefördert wurde. Als Kinder waren wir dort schwimmen. Man konnte zusehen was die da rausgeholt haben. Reinster Sand. Der See ist sowohl von einem starken Raubfisch- (Barsch, Forelle, Hecht, Zander, Wels, (Erstbestand vor ca 50 Jahren)), als auch von einem ebenso starken Friedfischbestand beherrscht. Die Grundeln nehmen aber rapide zu. Soviel dazu.

    Verhaltensweise der Angler dort:
    Der ein- oder andere ist dazu übergegangen die Angel erst dann wieder rauszuholen wenn ein "anständiger Biss" zu verzeichnen ist, sprich, man lässt die Grundel einfach drann und behauptet anschliessend dass man das nicht bemerkt habe dass da was gebissen hätte.
    Das stell ich jetzt hier mal zusätzlich zur diskussion.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. November 2014
  3. Fuerstenwalder

    Fuerstenwalder gesperrt

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    Das würde bedeuten, dass diese Leute mit einem lebendigem KöFi angeln. Wissentlich. Ich würde mich an deiner Stelle sofort von allen Anglern klar distanzieren!
    Ich persönlich sehe keinen Diskussionsgrund.
     
  4. Neutzel

    Neutzel Gummizuppler

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    Sehe ich genauso, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
    Schade das man diejenigen nicht behoerdlich belangen kann, das mit den Staatsgewalten ist ja bei euch sone Sache, ne?!
    Grundeln einsetzten, Woelfe&Luchse schießen..is aber au gut wasblos bei euch, alter Freund.
     
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  5. BudhaBreze

    BudhaBreze Profi-Petrijünger

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    Moinsen allerseits,

    am konstruktivsten als Gegenmassnahme finde ich den Vorschlag sog. "Hegefischen" durchzuführen, ob jetzt mit oder ohne Linsensuppe.

    Allerdings los werdet ihr die Grundeln nicht mehr, wage ich zu behaupten.

    Grüsse und Petri
    Stefan
     
  6. Pablo

    Pablo Einfach nur Angler

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    :klatschKlasse Geschichte:klatsch
     
  7. Fuerstenwalder

    Fuerstenwalder gesperrt

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    Das kommt ganz auf den Koch der Linsensuppe an ..
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. November 2014
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  8. Bleikopf

    Bleikopf Allrounder

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    Also das mit dem Aussetzen aus einem anderen Gewässer halte ich doch für sehr unwahrscheinlich (mal abgesehen davon, dass es wohl in allen Bundesländern verboten ist).
    Klar sind Grundeln sehr reproduktionsfreudig und stellen keine hohen Ansprüche an die Beschaffenheit ihres Lebensraumes. Aber so einfach ist die Sache mit dem Aussetzen dennoch nicht.
    Wir kennen die genauen Umstände zwar nicht, aber nehmen wir doch beispielsweise mal an, dass jemand 5 Grundeln als Köderfische mitgenommen hat. Davon verangelt er 2. Die restlichen 3 wirft er unüberlegt in einen meinetwegen nur 5ha großen See.
    So, jetzt besteht allein schon mal ne 25%ige Wahrscheinlichkeit, dass er 3 Individuen des selben Geschlechtes ausgesetzt hat und diese 3 Fische somit schon mal gar nicht reproduktionsfähig sind.
    Doch selbst wenn beide Geschlechter unter den ausgesetzten Fischen vorhanden waren, müssen sich die 3 Fische in dem 5ha großen See erstmal über den Weg geschwommen sein, und zwar nicht irgend wann, sondern auch noch passend zur Laichzeit.
    Erschwert wird das ganze durch die Tatsache, dass die meisten Grundelarten keine Schwimmblase haben und somit sehr schlechte Schwimmer sind, weswegen sie den großen Teil ihres Lebens auf dem Grund ruhend verbringen und ihr Territorium kaum wechseln. Sie sind standorttreue Fische, die sich nicht viel außerhalb ihrer Höhlen/Löcher bewegen und kaum wandern.
    In dem von mir aufgestellten Beispiel stellt es sich für die einzelne Grundel also als sehr unwahrscheinlich dar, den anderen 2 Grundeln im See überhaupt jemals in ihrem Leben zu begegnen.
    Wie ich schon sagte, wissen wir natürlich nicht, wieviele Grundeln tatsächlich ausgesetzt wurden (eventuell auch auf mehrere Male verteilt) und wie groß das Gewässer ist.
    Mein rekonstruiertes Beispiel soll nur verdeutlichen, dass man es sich zu einfach macht, wenn man voreilig behauptet, dass das Aussetzen von ein paar Grundeln den automatischen Erhalt der Art in dem Gewässer zur Folge hat.
    In Wirklichkeit sind es, wie oben beschrieben, nämlich viel mehr Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen.

    Für viel wahrscheinlicher halte ich es, dass der Bestand durch Wasservögel übertragen wurde.

    Auch hierzu ein Beispiel:
    In einem Laichgelege einer Grundel befinden sich mehrere Tausend Eier.
    Angenommen, während der Laichzeit werden über mehrere Wochen verteilt von 20 Vögeln jeweils 1000 befruchtete Eier aus dem Gelege gerissen und in den betroffenen See eingeführt.
    Das sind insgesamt 20000 Eier.
    Selbst wenn davon nur ein Zehntel schlüpft, befinden sich 2000 Grundeln im neuen Gewässer.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass sich aus diesen 2000 Individuen eine beständige Population im Gewässer entwickelt, ist bedrohlich hoch bzw. geht wohl sogar gegen 100%.

    Ein paar ausgesetzte Grundeln sind nix dagegen.

    Das erschwert die Übertragung durch Wasservögel mit Sicherheit, aber komplett auszuschließen ist es definitv nicht!

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    Zuletzt bearbeitet: 14. Oktober 2016

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