Ruten - Die richtigen Ruten für: Karpfen, große Friedfische

Dieses Thema im Forum "- Angelgeräte und Zubehör" wurde erstellt von BoiboBaggins, 6. Juli 2019.

  1. BoiboBaggins

    BoiboBaggins Neuer Petrijünger

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    Guten Morgen liebe Community,

    ich habe mich hier angemeldet, weil ich etwas Beratung bezüglich einer neuen Ausrüstung benötige. Und vielleicht kann ich ja zukünftig auch mal etwas Wissen zurückgeben.
    Ich war bislang mit einer Match- und mit einer Feederrute unterwegs. Die Matchrute "nervt" mich etwas bzgl. der extrem feinen Schnüre in Kombination mit meinen dicken, ungeschickten Fingern. Die Feederrute wiederum verwende ich nicht mehr gern, weil ich sie unangenehm zu überwachen finde. Eine Pose ist in meinem Empfinden sehr viel angenehmer. Zu guter Letzt nervt mich der Transport der unterschiedlich langen Ruten...

    Jammern auf hohem Niveau... ;-)

    In den letzten Wochen habe ich mein Glück viel auf (kleinere) Karpfen versucht und mangels Alternativen meine Hechtruten mit 80g Wurfgewicht und einer 0,35er Schnur verwendet. Noch konnte ich zwar keinen Karpfen in den Kescher bringen, aber mir gefällt die Einheitlichkeit der Ruten, der Transport und die steifere Aktion im Vergleich zur Matchrute.

    Daher habe ich mir überlegt, mir einen Satz neuer Ruten zu gönnen. Ziel ist es, am (eher kleinen) Baggersee mit der Pose auf (kleinere) Karpfen, Brassen und Schleien zu fischen. Aber gleichzeitig würde ich gern die Ruten auch einfach einmal mit dem Method Feeder und elektrischem Bissanzeiger auslegen, um in Ruhe ein Buch lesen oder die Natur beobachten zu können.
    Zwischenzeitlich wurde ich außerdem im örtlichen Angelverein aufgenommen - quasi eine Erweiterung des Jahresscheins - und darf daher nun auch an einem kleinen Fluß sowie einem Graben fischen. Im Fluß kommen Barben vor, im Graben Karpfen und Schleien. Beide sind recht schwer zugänglich und stark mit Bäumen bewachsen und an beiden würde ich ggf. auch einmal mein Glück versuchen wollen.
    Sehr spannend finde ich - als überwiegender Spinnfischer - außerdem das "stalken" auf Karpfen mit Schwimmbrot oder auch mit der Pose.

    Langer Text, viele Wünsche. Ich habe mir natürlich selbst schon Gedanken dazu gemacht und im Moment würde ich zu Stalkerruten in 10ft mit 2lbs tendieren. Nach allem, was ich bislang im Internet und im örtlichen Fachgeschäft recherchiert habe, würde ich denken, dass diese Ruten "schwach" genug sind, um damit Spaß im Drill kleinerer Fische zu haben. Gleichzeitg sollten sie aber "stark" genug sein, um auch mal einen verirrten größeren Karpfen sicher landen zu können. Die Rutenlänge würde mir an den genannten Fließgewässern aber auch an den Baggerseen entgegen kommen, weil es überall sehr viele Bäume gibt.

    Was denkt ihr über meinen Plan? Passen die Ruten? Oder sollte ich vielleicht doch eher zu 12ft Float- oder Specimenruten greifen?
     
  2. theduke

    theduke Dackel Fischer

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    Du hast soviel Info geliefert, benennst aber keine einzige Rute die du besitzt, sondern immer nur den Überbegriff der Ruten. Egal ob im Besitz, oder bei deinen Kaufvorhaben, dazu keine Längenangaben.
    Du sagst deine Feederrute ist dir zu anstrengend, weil man sie überwachen muß, sagst aber gleichzeitig, die Posenangelei wäre dir angenehmer. Also richtiges Posenfischen kann bei einem gewissen Sonnenwinkel, Wellengang oder im Fluss auch anstrengend sein, zb. wenn man Waggler oder sehr feine Posen benutzt.
    Das bewegte Wasser macht die Augen müde, zudem täuscht die Bewegung das Auge nach einer gewissen Zeit und man denkt die Pose zieht.
    Ok, ich gehe abermals nur von mir aus. Was nervt da? In einem Rutenfutteral wo 3 oder 6 Ruten reinpassen, stört eine unterschiedliche Länge nicht. Sollte die Tasche länger als die Ruten sein, stört das auch wenig, denn gute Transporttaschen haben im Scheitel entweder einen festen Längensteg, oder eine Führung für den Kescherstiel, der die Tasche stabilisiert.
    Zu deiner Rutenfrage. Ich habe 2 Feederruten ( Winkelpicker) die ich wirklich nur zum feinen Fischen benutze und klar muß man auf die Spitze achten. Finde das aber auch erholsam. Buch kannst du auch mit einer Pose kaum lesen. Biss bleibt Biss, Zupfer bleibt Zupfer. Zudem kann man auch normale Ruten zu einer Art Feeder umrüsten, und zwar in dem man vorne den Endring gegen ein Endring mit Innengewinde austauscht um dort eine Swinger Endspitze aufzuschrauben. Ohne ohne den Endring zu tauschen, einen manuellen Swinger einhängt.

    Stalkerruten. Warum? Ich pers. halte nicht davon, für jede Angelart eine Spezialrute zu kaufen. Zum anwerfen von Fischen die an der Oberfläche gerade fressen, eignen sich , je nach Gewässer auch Spinruten, oder bei weit überhängenden Bäumen oder Ästen bzw Sträuchern sind auch Karpfenruten mal von Vorteil. Warum also Stalker Ruten?
    Auch normale Feeder.- Karpfen oder Spinnruten eigenen sich dafür, um diese Ruten für die Method Feederart zu verwenden. Klar kommt es auch die Wurfweite und auf das Gewicht des Futterkorbes an.

    So wie ich dein Beitrag lese, willst du Ruten für relativ alle Fischarten. Ich wiederhole mich nun abermals. Spinnruten, solltest du Karpfenruten besitzen und deine vorhandenen Feederruten reichen vollkommen aus, um grob alles abzudecken.
     
  3. Jack the Knife

    Jack the Knife Schnitzeltechniker/Rebell

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    Zu den 10ft Stalkern kann ich persönlich nur soviel sagen, daß sie auf alle Fälle besser zu handeln sind als die normlen 3,60-420m-Karpfenruten, auch ist die Transportlänge viel angenehmer.

    Was ich allerdings nicht machen würde, ich würde mir die Stalkerruten nur in 3lbs holen, nicht geringer.
    Da ein Freund von mir solche hat, diese Dinger sind wahre Allroundruten, er nimmt die 3m-Stecken, genauso wie ich meine 3,60m-Stecken zum Hechtansitz, zum Aalangeln usw etc her.
    Kann solche Ruten eigentlich nur empfehlen, wenn man nicht zu weit vom Ufer angeln muß oder weite Würfe benötigt.

    Dann ist aber das Feedern allgemein , auch mit dem Method, nichts für dich!
    Denn an einem Gewässer mit Karpfen, Schleien Brassen/Brachsen und anderen Weissfischen dürfte dies mehr in Arbeit ausarten, als in Erholung.
    Dann lieber Festbleimontage mit nem Boilie rausfeuern und kucken, bzw hören was so geht.

    Das wäre bei mir ein Fall für die Feederrute oder auch für eine schwere Matchrute mit Wagglerpose!
    Gutes Grundfutter mit vielen Maden, paar Minipellets (2-3mm) und gekochten oder gequollenen Mais und Weizen oder sonstigen Partikelmixen.
    Und das beim "Stalken" so lernt man die neuen Gewässer am Besten kennen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2019
  4. BoiboBaggins

    BoiboBaggins Neuer Petrijünger

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    So, endlich finde ich wieder Zeit, hier vorbeizuschauen. Erst einmal vielen Dank für eure Antworten.

    Diese Ruten besitze ich aktuell im Friedfisch Bereich und habe dazu folgende persönliche Anmerkungen:

    - Eine uralte Stippe von Shakespeare, definitiv nur etwas zum Köfi stippen.

    - Matchrute: MS Range Pro Match Light bis 20g. Die Rute macht Spaß auf Barsch, (dicke) Rotaugen und Forellen. Einen Karpfen kann sie erfahrungsgemäß nicht halten - oder ich drille einfach zu schlecht. Es mag aber auch am Gewässer liegen. Seerosen, Wurzeln, alte Betonfundamente vom Saugbagger usw. Also viele Hindernisse.

    - Feeder: Preston Competition Pro Light-Medium. Eine WG Angabe hat sie auf dem Blank nicht, das Datenblatt im Netz spricht aber von 50 (oder 60?) Gramm. Bisher habe ich mit ihr keinen größeren Fisch haken können, ich denke aber sie könnte mit einigem klar kommen. Was ich am Feedern im Vergleich zur Pose unangenehm finde ist die Spitze direkt vor der Nase. Ich kriege da einen Tunnelblick auf einen winzigen Fleck Wasseroberfläche / Uferfläche und ziemlich schnell "Biss-Halluzinationen" und werde gestresst. Es ist einfach nicht mein Ding. Die Pose hingegen finde ich sehr entspannend und spannend zugleich. Und ich kriege viel mehr von meiner Umgebung mit. Das ist einfach eine persönliche Vorliebe, nicht mehr.

    - 2x 30g-80g, 3,60m Ruten. Die sind schon ziemlich alt, von meinem Vater geerbt und bislang eher für das (leichte) Naturköder-Angeln auf Hecht im Einsatz. Prinzipiell sind sie wohl auch für das Posen-Angeln auf Karpfen in Ordnung. Leider wackeln aber mittlerweile die Rollenhalter ziemlich und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis sie ausgetauscht werden ;-)

    @Jack the Knife: Ich muss/will (naja.. je nach Gewässer) weder allzu weit vom Ufer weg, noch habe ich allzu große Lust auf "Monsterfische". Es geht mir wirklich eher um das ufernahe Angeln mit der Pose oder das "Stalken" auf kleinere Karpfen und Schleien.
    Was mir einfach noch Kopfzerbrechen bereitet, ist die Testkurve (oder das Wurfgewicht, wenn es eine andere "Art" Rute wird). 2 lbs ist nach meinem Kenntnisstand eine übliche Empfehlung für das Posenangeln auf Karpfen, mit 3 lbs wird es wohl auch gut funktionieren. Beim Posenangeln auf Schleie ist aber immer eher von 1 - 1,5 lbs die Rede. Daher möchte ich es mit der Härte der Ruten aber eben auch nicht übertreiben.



    Ja, ich weiß. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht, aber vielleicht gibt es ja einen guten Kompromiss...
     

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