Catch & Release.....

Dieses Thema im Forum "- Allgemeines" wurde erstellt von Angelspezialist, 4. September 2004.

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Wie steht Ihr zu dem Thema "catch and release"?

  1. Ich bin dafür

    721 Stimme(n)
    41,1%
  2. Ich bin dagegen

    154 Stimme(n)
    8,8%
  3. Es kommt auf die Situation drauf an

    872 Stimme(n)
    49,7%
  4. Keine Ahnung

    6 Stimme(n)
    0,3%
  1. Timchilli88

    Timchilli88 Oberster Fischereimeister

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    finde es schade das jeder auf seiner meinung beharrt und die andere seite immer nur nieder gemacht wird.

    Sollen doch dienjenigen weiterhin denken das der Besatz nur zum Gewässer intakt halten besetzt werden, ihr Heiligen Samariter!!!
    Warum fangt ihr die dann raus?
    und die wo sagen die gehen wegen der Natur hin, Tsss dann setzt euch in den Wald ohne Rute.
    Und zum Thema Fische darf man nicht quälen, ja warum angelt ihr dann?

    Sinnlos,Sinnlos, ich zumindest betreibe dieses Hobby weil es mir Spaß m,acht einen Großen Fisch zu überlisten und ihn dann eben wieder schwimmen zulassen aber selbstverständlich kann man auch fische mit nehmen zum essen aber mit Verstand.
     
  2. Chris88

    Chris88 Super-Profi-Petrijünger

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    Wenn man Fische nicht quälen soll, wieso angelt man dann ohne Verwertungsabsicht rein aus Spaß?
    Nur mal so rein provokativ auf deine komische Argumentation.
    Ich bezweifle, dass wegen mir irgendein Karpfen besetzt werden muss. Die fange ich nämlich gar nicht.
    Und ich bezweifle auch, dass sehr viele Angler dem Fischbestand in Gewässersystemen durch sinnvolle Entnahme etwas anhaben können. Dazu gibt es unter anderem auch Fangbegrenzungen.

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  3. Brahma27

    Brahma27 Gast

    Ich wollte " einfach" oder " simpel " vermeiden.
    Über die exzessive Karpfenangelei habe ich meine Meinung!
     
  4. jürgen W. aus T.

    jürgen W. aus T. Profi-Petrijünger

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    Wie ihr evtl. aus meinen Post lesen könnt bin ich verantwortlich für den Besatz. Zudem bin ich seit über 30 Jahren Angler.

    Entnahme und Besatz haben sich in den letzten 3 Jahrzehnten extrem geändert. Haben wir daher mehr natürliche Reproduktion in den Gewässern?
    Ich sage ganz klar nein!
    Haben wir größere Fische - im besonderen Karpfen und Welse?
    Ein ganz klares ja! Aber woher kommt das? Sicher nicht weil die Angler rücksichtsvoller mit der Kreatur Fisch umgehen, sondern eher im Gegenteil! Es wird in großen Mengen Anfutter in die die Gewässer gedonnert - ohne Rücksicht auf das ökologische System - hauptsache ich fange den großen Fisch!
    Ein Karpfenspezi, in meinem Alter, der schon ewig mit Boilis angelt sagt ganz klar, diese Größen die man heute fängt waren früher unmöglich.
    Früher hat man jeden Karpfen mitgenommen - und natürlich vwerwertet.

    Ob diese Entwicklung für unsere Gewässe positiv ist - wage ich extrem zu bezweifeln.
     
  5. Regulator87

    Regulator87 Allroundschneider

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    Was hat die zunehmende Welsgröße mit der Futtermenge zu tun die für z.B. Karpfen eingesetzt wird?
    In nicht kommerziellen (deutschen) Gewässern wird seltenst mit Pellets gezielt auf Wels geangelt.
    Klar gibt es Boiliediebe...aber das gelegentliche Naschen ist sicher nicht verantwortlich für Anzahl und Größe dieser Fische.


    Der Trend geht in Richtung C&R, ob das gefällt oder nicht, da kann keiner was dagegen machen, auch kein Gesetzgeber.

    Beide Seiten akzeptieren und die releasenden Anglerkollegen leben lassen! :lach
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2014
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  6. Timchilli88

    Timchilli88 Oberster Fischereimeister

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    Ja ich angel aus Spaß ansonsten könnt eich ja auch was anderes machen in der Zeit wenn es keine Freude bereiten würde.
    Richtig, Du fängst keine Karpfen aber eventuell eine andere Fischart!?
    Klar gibt es Fangbegrenzungen aber die Aussage das die Angler dem Fischbestand nichts anhaben wirft doch die Frage auf WARUM wird dann besetzt? wenn doch alles im gleichgewicht ist da muss ja dann rein rechnerisch irgendwann das gewässer voller Fisch sein!!??
     
  7. theduke

    theduke Dackel Fischer

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    @Jürgen das komische bei Vereinen ist oft sogar folgendes.
    Vereinsmitglieder faken manchmal sogar ihre Fangtabellen, denn sie sind der Meinung wenn sie ihre Liste schriftlich aufwerten und das max. Fanglimit eintragen, wird am Jahresende auch mehr besetzt.
    Nur wurde das bei einer Versammlung offen angesprochen weil solche "Fälschungen" aufgedeckt wurden und seit dem wird bei uns nur noch ein Mittelwert der Fangstatistik besetzt.

    Das bei uns vor einigen Jahren größere 70er + Karpfen besetzt wurden, habe ich ja schon mal geschrieben, diese Karpfen dürfen nicht entnommen werden ( Vereinsgesetz ) .
    Nur hat dieser Besatz und diese Regel leider auch 2 Seiten, denn seit Jahren beschweren sich nun die älteren Angler das nur noch die Großen an den Haken gehen und man Probleme hat einen der Speisekarpfen zu erwischen.
    Das ist keine Fantasie sondern echt ein Problem was mir des öfteren auch schon passierte.

    Ohne Big Fish Besatz, nimmt die Größe aber trotzdem seit Jahren zu, denn als ich vor über 20 Jahren angefangen hatte, war der Futtereintrag in Gewässern noch lange nicht so hoch wie es seit Jahren der Fall ist.
    Ok weg vom Karpfen.
    Große Zander waren in den 60er, 70 und 80er Jahren noch relativ selten, denke das trifft auch auf den Hecht usw zu.
    Seit der Zeit gibt es aber mehr renaturierte Tagebaulöcher, somit auch mehr Gewässerflächen in Deutschland und die Qualität des Wassers ist angestiegen.
    Durch steigende Anzahl der Angler wurde auch mehr besetzt, das CR hat zugenommen, die Durchschnittstemp im Jahr stieg an, somit nahmen Fische auch mehr Gewicht zu.
    Die Riege der reinen CR Angler stieg aber auch an, und diese gesamte Mischung (Futter, Besatzdruck durch Angler,Klimawandel und Proteinfutter) dürfte es sein warum die Fischgröße enorm zugenommen haben.
    Kritisch betrachte ich aber Angler die nur C&R betreiben.

    @Regulator
    Gegen ein normales Maß an C&R hat keiner was einzuwenden, verstehe aber Angler nicht die keine Fische essen wollen, aber Angeln gehen. Seltsam auch das es bei Rotaugen, Lauben, Rotfedern, Aale, Rutten, oder Karauschen kein Hardcore C&R gibt. :confused:
    Stelle mir das bei der Laube lustig vor.
    30cm Abhakmatte, Fotosession, gezielt ausgelegte Ruten, und richtige Drills. :)
     
  8. angelhoschi76

    angelhoschi76 Tinca-Fan Gutachter-Kollegium

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    Hallo Zusammen,

    Zu dem niemals endenen Thema habe ich mich schon geäußert und daran hat sich nichts geändert, wen es interessiert: https://www.fisch-hitparade.de/showpost.php?p=492064&postcount=1819

    Aber dafür:

    gibt es ein fettes extra Danke an Wolfi! :klatsch
    Der Satz bringt es so was von auf den Punkt!
     
  9. Thunfisch

    Thunfisch Super-Profi-Petrijünger Gutachter-Kollegium

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    Moin,

    ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass hier das Hauptproblem in der "Diskussion" liegt: dem gegenseitigen nicht verstehen (wollen/können?).
    Das Problem ist nicht auf eine Seite (Verfechter oder Gegner von c&r) beschränkt - im gleichen Maß wie "Hardcorereleaser" den "Kochtopfangler" nicht verstehen (können oder wollen), geht es den Alles-totknüppeln-Anglern mit den reinen Spaßanglern. Paart man das gegenseitige Unverständnis mit absoluter Toleranzverweigerung und dem beharren darauf, dass nur die eigene Sicht richtig, allein ethisch vertretbar oder juristisch gedeckelt ist, kommt es zu einer niemals endenden "Diskussion".

    Für mich ist es enttäuschend, dass hier nur ganz wenige bereit sind auch nur für einen kurzen Moment mal von der reinen Lehre abzulassen und sich mit den Gedanken der Gegenseite zu beschäftigen, oder über den schmalen Tellerrand des eigenen (in Granit gemeißelten) Standpunkt hinaus zu denken. Man kann ja danach zu dem Schluss kommen, man hatte schon immer Recht - aber sich selbst das Fremddenken zu verbieten, weil es der eigene Standpunkt verbietet, ist fundamentalistisch und erinnert fatal an religiöse Fanatiker.

    Gruß Thorsten
     
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  10. Chris88

    Chris88 Super-Profi-Petrijünger

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    Sorry Thorsten, aber ich versuche ernsthaft den Standpunkt der reinen Spaßangler nachzuvollziehen. Es gelingt mir leider überhaupt nicht. Dies liegt nicht zuletzt aber auch daran, dass bis jetzt kein ernsthaftes Argument dafür bzw. für die Legitimation des Angelns mit der Priorität Spaß kam. Ich bezweifle auch, dass es den Fischen Spaß macht.
    Vielleicht liegt es aber auch nur daran, das in meiner Wertevorstellung das Wort Spaß in Verbindung mit dem Tierfang sehr belastet ist. Der Jäger stellt auch nicht nur aus Spaß eine Falle auf und lässt das Tier wieder frei. Geht ihm ein falsches Tier in die Falle (Hauskatze o.ä.), lässt er es frei, aber primär ist die Hege und Pflege der Fauna sowie die Verwertungsabsicht.
    Ich kann einfach nicht verstehen, weshalb man ohne ernsthafte Absicht nur zur Befriedigung eigener sekundärer Gelüste einem Tier nachstellt?
    Wer erklärt es mir?
    Darauf läuft auch det Kernpunkt der Diskussion hinaus. Und ja, es ist eine endlose Diskussion und wird es immer bleiben...aber wieso sollte man dann nicht darüber diskutieren?;)
    Ein kräftiges Petri Heil auch den Spaß-Anglern;)
    Liebe Grüße Chris


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  11. zeefix

    zeefix Gast

    Das ist mal richtig treffend...danke Thunfisch!

    Ich lese zwar etwas mit, aber es wiederholt sich alle paar Seiten immer das selbe...

    Die einen so, die anderen so...hin und her.

    Es gibt sicherlich für beide Seiten wirklich sinnvolle Argumente und wenn wir mal ehrlich sind, sind Extreme, egal in welcher Richtung nie gut!

    Und zum Thema das Gesetz besagt...ich glaube diese Argumentation ist nur fiktiv!! Ich bin der Meinung das wäre dann wohl eines der wenigen Gesetze an die man sich zu 100% hält,bzw versucht dies als einzige Argumentation zu nehmen.

    Bsp: Ich muss den Hecht mitnehmen, da er 50cm hat! Steht ja auch so im Gesetz und daran muss ich mich halten!!

    Wie sieht es bei anderen Dingen aus? Noch nie beim Autofahren telefoniert? Noch nie mal verboten geparkt? Das könnte man unendlich weiterführen....

    Finde es eben sehr scheinheilig, wenn man nur dieses Argument bringt. Zum Allestotklopfer steht natürlich der extrem C+R Fanat! Wie oben schon erwähnt bringen uns beide Seiten nicht weiter, sondern ein gesundes Mittelmaß.

    Aber es wurde in diesem Thread ja auch schon mehrfach alles geschrieben, aber ich verliere die Hoffnung nicht, dieses leidige Thema mal zu beenden...wobei ich da spätestens zur Schonzeit schwarz sehe ;-)
     
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  12. jürgen W. aus T.

    jürgen W. aus T. Profi-Petrijünger

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    Sicher habe ich schon mal ein Gesetz oder eine Verordnung nicht beachtet aber, um bei deinem Beispiel Autofahren zu bleiben, ich setze mich nicht grundsätzlich extra ins Auto zum telefoniern und dabei mit überhöhter Geschwindigkeit falschrum durch die Einbahnstraße zu fahren.

    Es geht nicht darum selektiv zu entnehmen, es geht darum ob Angeln nur zum Spass ohne jegliche Verwertungsabsicht in Ordnung ist - das ist es sicher nach Gesetz nicht.
     
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  13. BudhaBreze

    BudhaBreze Profi-Petrijünger

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    Moisnen allerseits,

    Ich auch nicht!

    ...die Gesetze mal kurz aussen vor gelassen (Jürgen hat hier mMn sicherlich Recht) gibt es ja auch noch sowas wie Moral oder ehtische Grundsätze...welche natürlich jeder wiederum auslegen kann wie es ihm beliebt...die in einem alten, mMn sehr weisen Sprüchlein wiedergegeben wird:

    "Quäle nie ein Tier zum Scherz - denn es fühlt wie Du den Schmerz"

    Vlt schaltet ja der eine oder andere Hardcore C&R Verfechter mal in seiner Festplatte ein Partition frei und lässt Oma´s Weisheit auf sich wirken...

    Und wie schon oft erwähnt: JEDER von uns ist selbst dafür verantwortlich was er in und mit der Natur und ihren Lebewesen, in unserem Falle den Fischen, treibt und wie er mit ihnen umgeht!

    justmy2cents

    Grüsse & Petri
    Stefan

    P.S. mMn = meiner Meinung nach (sonst unterstellt mir wieder jemand ich würde das Statement als "Allgemeingültig" verkaufen wollen...;))
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juni 2014
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  14. Timchilli88

    Timchilli88 Oberster Fischereimeister

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    Nur zum Spaß ist es nicht da gebe ich dir recht, aber Spaß muss es doch auch machen ansonsten würden WIR ALLE doch nicht in unserer Freizeit Angeln gehen.
    Wie gesagt ich steh dazu die großen wieder frei zulassen und mal den ein oder anderen kleinen Fisch mitzunehmen. (Bezieht dich nicht nur auf Karpfen)

    Natürlich sollte man auch bedenken das ein Wels bis er die 2m Marke erreicht schon an die 500kg Fisch verspeist hat und das dieser Fisch dann vielleicht nicht so sinnvoll ist verstehe ich denn bei dieser Größe steht doch nur der Spaß im Vordergrund am drill

    Siehe auch hier württembergischer Angel verein:
    Es wird davon ausgegangen dass der Fisch über seine Lebenszeit pro 1 kg Körpergewicht 6 Kilo Fisch fressen muss. Mit dieser Ausgangslage werden dann die 41 Gramm errechnet. Im Beispiel hat dann ein Fisch mit 30 Kilo Gewicht in 12 Jahren 180 Kilo Fisch gefressen.

    Allgemein wird in der Natur von einem Futterquotient von 10 ausgegangen, das heißt der Fisch braucht pro Kilo Körpergewicht und Jahr ca. 10 Kilo Futter um am Leben zu bleiben und weiter zu wachsen.

    Damit hat dann der Musterwels dann 1170 Kilo Fisch gefressen bis er 12 Jahre alt und 30 Kilo schwer wurde, beziehungsweise 266 Gramm pro Tag.

    Der Futterfaktor kann in einer Fischzucht in konstant warmem Wasser und Kraftfutter (!!!) auf den Faktor 1,0 -1,1 gesenkt werden. Die Zuchtfische werden allerdings nur bis ca. 1,5 Kilo gemästet und dann geschlachtet. Dadurch geht nahezu keine Futterenergie für Futtersuche und Gewichtserhaltung verloren. (Quelle : http://www.lfl.bayern.de/publikationen/daten/informationen_url_1_1.pdf).

    In dem Buch "Moderne Fischwirtschaft" (Steffens 1981, Moderne Fischwirtschaft) und dem "Lehrbuch der Teichwirtschaft" (Schäperclaus & von Lukowicz 1998) wird von einem Futterquotienten von 1,2 bis 2,5 berichtet.

    In Deutschland, wo die Fische eine Winterruhe halten und im Winter eher Reserven abbauen wird der Wels in der Natur eher an die 10/Kilo/Jahr
    herankommen.

    Und das ist dann schon krass und verstehe somit auch die wo sagen der große muss raus denn das steht ja fast nicht in Relation
     
  15. zeefix

    zeefix Gast

    ...auch kein Problem, wir können ja auch beim Autofahren bleiben.

    Wieviele Leiden werden u.a. Fischen wegen dem Autofahren zugefügt, Autofahren macht vielen auch nur Spaß ohne direkten Nutzen. Da kommen sicher mehr Tiere um als beim Zurücksetzen.

    Aber ich verstehe dich schon auch. Ich versuche es dir mal aus meiner Sicht zu erklären. Ich bin zwar kein Fanat, der alles zurücksetzt, aber sehr viel wandert wieder in das Wasser zurück.

    Ich gehe angeln, weil ich die Natur und die Ruhe auf dem See liebe! Es gibt für mich nicht viel schönere Sachen, als mit meinem Boot auf dem See zu sein und die Natur zu genießen. Zur Natur gehört auch der Fisch, dem ich eine Menge Respekt zolle, da es für mich sehr interessante Tiere sind! Angeln weckt bei mir ebenfalls den "Jagdtrieb", das ganze gepaart mit etwas Ehrgeiz und dem einzigartigen Erlebnis des Bisses (bin ausschließlich Gummifischangler) macht einen schon süchtig! Das ist der Grund warum ich angeln gehe.

    Der Grund warum ich viele Fische wieder frei lasse, bzw sie sich OHNE Foto oder Landgang im Wasser befreien ist ein anderer. Ich weiß, dass ein Zander mit ca 100cm ungefähr 15-18 Jahre alt ist, einer mit 75 ist 8 Jahre alt. Allein diese Tatsache finde ich faszinierend. Und ein Exemplar wie dieses, das sich 12 Jahre durchgekämpft hat, sollte lieber für den Bestand oder Nachwuchs sorgen, anstatt für einen vollen Bauch in Mitteleuropa. Das hat nämlich niemand mehr nötig! Trotzdem ist ein schönes Zanderfilet ein Genuß, auf das ich mich auch manmal freue.

    Deshalb kommen bei mir Fische ab einer gewissen Größe nicht in die Pfanne. Sondern zurück in den See!!

    Ich habe leider in dem Forum einige Bilder mit 6-9 Hechten in der Wiese gesehen, da frag ich mich, ob das sein muss?!? 1 oder 2 Ok, die kann ich essen, aber so viele? Der Rest wandert in den Freezer und wird irgendwann weggeschmissen....das ist schade. Und das hat auch nichts mit Verwerten sondern eher mit Verschwendung zu tun...

    Ausserdem kann ich jeden toten Fisch nicht mehr fangen, da ich aber noch länger mein Hobby betreiben will, kommt auch die Nachhaltigkeit in die Runde :-)

    Vielleicht verstehst du ja meinen Beweggrund ;-)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Juni 2014
  16. Privatepaula

    Privatepaula Sonderschule

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    Macht dir das Angeln denn keinen Spass? Wenn nicht, solltest du deinen Fisch unbedingt beim Fischhändler kaufen, sonst verträgt sich das nicht mit dem Anspruch Fischen kein unnötiges Leid antun zu wollen.




    Von welchem Gesetz sprichst du? Bitte einen Link, damit wir das alle nachlesen können.
     
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  17. Jack the Knife

    Jack the Knife Schnitzeltechniker/Rebell

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    Vom Bayerischen Fischereigesetz.
    http://www.lfvbayern.de/media/files/AVBayFiG_200710.pdf

    Nachzulesen in der Ausführungsverordnung §11 Absatz 8
    http://www.lfvbayern.de/media/files/AVBayFiG_200710.pdf


    Stimmt so auch nicht ganz, zur Erfüllung des Hegeziels darf ich diesen maßigen Fisch auch zurücksetzen ohne Probleme, also völlig Regelkonform.

    Zum Glück wurde das vor ein paar Jahren erlassene Gesetz, daß jeder maßige Fisch entnommen werden muß durch diesen § wieder relativiert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juni 2014
  18. Privatepaula

    Privatepaula Sonderschule

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    Es geht also wieder um das Bay. Landesfischreigesetz.
    Ich habe es glaube ich bereits tausendmal geschrieben. Das Tschg, welches ein Bundesgesetz ist und über den Landesgesetzen steht erlaubt es nicht einen Fisch ohne vernünftigen Grund zu töten. Fehlt also dem Fänger der vernünftige Grund, demnach die Absicht zur Verwertung, greift das TschG und der Fisch muss zurück. Völlig egal was das Bay. Lfg sagt!
    Der vernünftige Grund ist nicht weiter definiert, ebenso gibt es kein Gesetz das den Angler zwingen kann einen Fisch gegen seinen Willen zu verwerten.
    Solange dem Angler kein Vorsatz nachzuweisen ist (Carphunter), und es kein Gesetz gibt was den Verzehr vorschreibt, ist jeder Angler frei in der Entscheidung was er Verzehren bzw mitnehmen möchte.
    Das Bay Lfg dient der Legitimation des Angelns!
     
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  19. Thunfisch

    Thunfisch Super-Profi-Petrijünger Gutachter-Kollegium

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    Hi Chris,

    "den Standpunkt der reinen Spaßangler nachzuvollziehen" sollte doch nicht so schwer fallen. Es geht um den Spaß beim Angeln.
    Eher habe ich Schwierigkeiten mir einen Angler vorzustellen, der ohne Spaß am Angeln rein aus dem Motiv des "Fleisch machens" dem Hobby nachgeht.

    Kommt darauf an, was du als "ernsthafte Absicht" akzeptierst. Und erzähle mir nicht, dass du nie Dinge tust, die deine sekundären Gelüste befriedigen - und zwar ohne ernsthafte Absichten... :augen
    Weise Sprüchlein wie "Quäle nie ein Tier zum Scherz - denn es fühlt wie Du den Schmerz" sind hier auch völlig deplaziert - es sei denn, du unterstellst den Fischen ein Schmerzempfinden und daraus resultierend ein bewusstes Erleben von Qual.
    Allerdings: auch wenn wir "nur" von Stressempfinden bei Fischen ausgehen, das kann man als Argument gegen reines c&r gelten lassen.

    Dann verstehe ich aber nicht, warum dieses Argument nur beim Angeln aus dem Hut gezaubert wird. Fast jede Haus- und Nutztierhaltung wird bei dem betroffenen Tier Stress verursachen. Das liegt in der Natur der Dinge und wird folglich auch von Tierrechtstaliban wie Petra entsprechend thematisiert und angeprangert. Es gibt aber keinen Aufschrei der moralischen Mehrheit wenn es um den Kauf eines Hamsters, Kaninchens oder sonstiger eigentlich wild lebenden Tiere geht. Deren Stress und Leiden lässt sich nicht in Minuten messen, sondern dauert in der Regel lebenslänglich. Hinz und Kunz können sich jederzeit ohne Sachkundenachweis oder ohne nachzuweisen, dass die Haltung (halbwegs) Artgerecht geschieht, in jedem Baumarkt mit "Tierabteilung" ein Tier mit nachgewiesenem Schmerzempfinden kaufen. Warum eigentlich?

    Vielleicht ist die Antwort auf diese Frage auch eine mögliche Erklärung für das Angeln ohne Verwertungsabsicht. Ganz offensichtlich wird der Wunsch eines Menschen nach der Gesellschaft eines Wellensittich höher bewertet, als das "Recht" des Vogels sich natürlich bewegen zu können. Warum eigentlich?

    Wenn wir heute eine Umgehungsstraße bauen, obwohl dadurch der Lebensraum für den Feldhamster oder versch. Amphibienarten schrumpft, tun wir das aus rationalen, vernünftigem Grund. Bis auf wenige Ausnahmen werden die meisten Menschen (insbesondere die Anlieger der verstopften Durchgangsstraßen) das vor sich und der menschlichen Gemeinschaft rechtfertigen können. Selbstverständlich kann man mit fast den gleichen Argumenten wie in der c&r-Debatte gegen den Bau argumentieren - ethische und moralische Bedenken gegen die rücksichtslose Ignoranz der Interessen betroffener Tiere - diese Diskussion wird aber nur in sehr überschaubarem Rahmen geführt. Warum eigentlich?

    Ich fürchte die Antwort auf die Fragen ist immer die Gleiche. Wenn wir die Antwort für uns akzeptieren, dann müssen wir im Fall des Angelns keine künstliche Ausnahme konstruieren. Alles andere ist geheuchelt und wird auch in der Regel so verstanden.

    Ach so, besser ich schreibe zum xten Mal, dass ich kein c&r-Angler bin. Ich betreibe c&d - mit Spaß an der Sache und hoffentlich angewendetem Verstand und Verantwortungsbewußtsein...

    Gruß Thorsten
     
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  20. Privatepaula

    Privatepaula Sonderschule

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    Ich bin ebenfalls kein Hardcore C&R Angler. (Nur falls das einer denkt)
    Ansonsten stimme ich dir, Thorsten, absolut zu, gut geschrieben, Danke!
     

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