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Afrika - Angeln im Murchison Falls Nationalpark

Dieses Thema im Forum "Außereuropäische Gewässer" wurde erstellt von Matue, 25. Oktober 2018.

  1. Matue

    Matue Profi-Petrijünger

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    Zwischen den Murchison-Wasserfällen und der Mündung des Albertsees, durch welchen auch die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo verläuft, befindet sich ein Angelrevier, welches hervorragende Fischgründe bietet. Neben verschiedenen Welsarten und Tigerfischen haben es Angler vor allen Dingen auf den Nilbarsch (Lates niloticus) abgesehen. Dieser, auch häufig als Viktoriabarsch bezeichnete, Süßwasserräuber ist neben den Krokodilen der Top-Prädator des Nils und kann in Ausnahmefällen bis zu zwei Meter lang werden und Gewichte im dreistelligen Bereich erreichen! Nicht nur als kampfstarke Anglertrophäe, sondern auch als schmackhafter Speisefisch wird der Nilbarsch bis weit über die Landesgrenzen Ugandas hinaus geschätzt.

    Der Nilbarsch zeichnet sich durch sein aggressives Verhalten aus, mit dem er auch den ihm angebotenen Köder attackiert, sodass man als Angler schnell einmal das Gefühl bekommt, dass es einem die Rute aus der Hand schlägt! Im Drill stellt er sich klugerweise in die Strömung und öffnet dabei sein riesiges Maul, um dem Wasser eine größere Angriffsfläche zu bieten und damit den Wasserwiderstand zu erhöhen. So kann sich der Angler auf einen unvergesslich harten Drill freuen, der nicht nur den Angler, sondern auch das Material extrem fordert. Dementsprechend stark müssen Angelrute, Angelrolle, Schnur, Köder und sämtliche Verbindungen sein. Da eine Kette immer nur so stark ist, wie ihr schwächstes Glied, muss man das Material auch ständig auf Beschädigungen, Abriebstellen etc. überprüfen. Der gut vorbereitete Sportangler sollte mit stabilem Welsgerät anreisen, welches den Fluchten der großen Räuber ausreichend Rückgrat entgegensetzen kann. Einige Angler vertrauen diesbezüglich gar auf ihr schweres Pilkgeschirr bis 50 lbs. Empfehlenswert ist es auch, die an den Ködern von Werk aus angebrachten Springringe und Drillinge gegen eine extrastarke Ausführung auszutauschen. Wenn ein Nilbarsch im Drill aus dem Wasser springt und seinen mächtigen Kopf hin und her wirft, ist ein Bruch zu schwacher Kleinteile vorprogrammiert und es wäre doch zu schade, wenn der Fisch des Lebens im Drill verloren geht, weil das Material plötzlich nachgibt…

    Einen solch kampfstarken Giganten inmitten der ursprünglichen Wildnis Ugandas fangen zu dürfen, ist wahrlich ein spannendes und einprägendes Erlebnis. Dadurch, dass im Nationalpark ausschließlich Catch & Release betrieben wird, kann man sich sicher sein, auf einen hervorragenden Bestand der majestätisch anmutenden Stachelträger zu stoßen.

    Wenn man es mit der Spinnrute auf die Nilbarsche abgesehen hat, dann ist der Bereich rund um die Wasserfälle am aussichtsreichsten. Da hier das Wasser besser mit Sauerstoff durchflutet wird und die Strömung immer Nahrung mit sich bringt, sind hier die Fangaussichten am besten. Als besonders gut funktionierende Köderfarben haben sich Gelb- und Grüntöne erwiesen, die von den Räubern anscheinend ganz besonders geschätzt werden. Hiervon sollten auf jeden Fall genügend in der Köderbox vorhanden sein. Beim Naturköderangeln empfiehlt es sich, die ruhigeren Buchten aufzusuchen und hier den Köder bei weit geöffneter Rollenbremse abzulegen. Doch nicht immer, wenn man vom Kreischen der Bremse aufgeschreckt wird, hat man einen Nilbarsch am Haken. Auch die dort vorkommenden Welse interessieren sich für die angebotenen Köder und bilden eine gelungene Abwechslung beim Angeltag.

    Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung, gerade, wenn man sich auf dem Wasser befindet, empfiehlt es sich, lange Kleidung beim Angeln anzuziehen. Auch trittfestes Schuhwerk sollte unbedingt eingepackt werden. Ebenso sind eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille sowie Sonnenschutzmittel für die frei liegenden Hautpartien Pflicht. Einzig in den frühen Morgenstunden, wenn die Kraft der Sonne noch nicht so stark ist, kann man sich den Luxus gönnen, auch mal für wenige Stunden hierauf zu verzichten.

    Kontakt:

    Da Uganda noch weit mehr als grandiose Landschaften und hervorragende Angelmöglichkeiten zu bieten hat, bietet Uganda Trails Ltd. neben verschiedenen Angel- und Safari-Touren dem Interessierten auch Wander- und Radtouren durch dieses einmalige Land an sowie Exkursionen zu den letzten freilebenden Berggorillas, die in über 3000 Meter hohen Gebirgszüge im Westen des Landes ein letztes Refugium gefunden haben. Neben Camping ist auch die Übernachtung in einer Lodge im Nationalpark möglich.

    Uganda Trails Ltd.
    Entebbe – Municipality, Uganda
    P.O. BOX 702
    Tel.: +256 793382481
    Tel.: +256 780292327
    http://www.uganda-trails.com/deutsch/
    info@uganda-trails.com
     

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