Allgemeine Fragen Azoren

Dieses Thema im Forum "Gewässerdiskussion und Gewässersuche allgemein zu " wurde erstellt von prate99, 13. Januar 2020.

  1. prate99

    prate99 Neuer Petrijünger

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    hallo liebe user,

    im februar bin ich auf den azoren, nun möchte ich mein glück von der küste aus versuchen, hat jemand erfahrungen? welche köder sollte ich unbedingt einpacken?
    die lizenz gibt es bei der hafenverwaltung?!

    vielen dank für eure hilfe!
     
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  2.  
  3. Jack the Knife

    Jack the Knife Schnitzeltechniker/Rebell

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    Servus,

    diese Links sollten dir weiterhelfen.

    https://angelurlaubtipps.de/die-besten-angelstellen/portugal.html

    https://www.portugalismo.de/angeln-in-portugal-angellizenz/


    Wie es aktuell aussieht kann ich nicht sagen, ist bei mir leider schon paar Tage her, früher konnte man, wie in Spanien auch , die Lizenzen fürs Meeresangeln und zum Süßwasserangeln auch bei der Hafenmeisterei, in Touristenbüros, teilweise auch bei der Polizei und der Gemeindeverwaltung usw erwerben, heute geht´s aber auch per E-Mail über das Internet einfacher.

    In Portugal vor Ort, die Azoren gehören zu Portugal, ist es manchmal schwieriger, da man als Deutscher keine Residenznummer/Steuernummer(NIF-Nummer) und kein Konto besitzt, da hätte man so die Lizenz direkt am Bankautomaten ziehen können, egal ob nun zum Meeres-oder Süßwasserangeln.

    Da ich selbst mehr auf den Kanaren unterwegs war, als auf den Azoren, die Fischarten aber dieselben sind, würde ich beim Spinnfischen vom Ufer mit verschiedenen stabilen/robusten Kunstködern (Blinkern, Pilker, stabile Popper, Gummiköder diverse Längen und Modelle(da günstig) mit und ohne Bleiköpfe etc) am Stahlvorfach angeln, oder was mir persönlich auch gut gefallen hat, mit Naturködern, wie Tintenfisch,Köderfisch, Krebs-und Muschelfleisch zu angeln, meist am Paternoster angeboten oder auch an freier Leine mit Pose oder anderen Auftriebsködern 1-2m unter der Wasseroberfläche.
    Beim direkten Grundangeln mit denselben Ködern wurden vorallem Rochen , kleine Haie und diverse andere Fische gefangen.

    Egal ob im Hafen, wo erlaubt , oder an felsigen Küstenabschnitten konnte man sich so sehr schnell eine passable Mahlzeit erangeln. Gefangen wurden viele Doraden, kleine Haie, Petermännchen, Muränen, kleine Barracudas, Meeräschen,kleinere Thunfischarten, Wolfsbarsche und viele andere Fische.

    P.S.: Tausche die handelsüblich verbauten Drillinge gegen stabilere Meereshaken aus, die gängigen Haken werden sonst schnell aufgebogen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Januar 2020
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  4. t-low

    t-low Profi-Petrijünger Gutachter-Kollegium

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    Moin Moin,

    ich war im August 2019 auf Sao Miguel und Terceira und habe dort ausschließlich vom Ufer geangelt. Ich wollte das Geld für die Charterboote sparen und wollte mir meinen Fisch auch selbst erarbeiten und etwas Ruhe. Durch dverse YouTube Kanäle und auch Erzählungen eines Freundes war ich voll angefixt und mit Erwartung "aufgepumpt". Ich hatte mir eine Sportex Neptoon Reiserute mit 80 Gramm und 2,7 m gekauft. Das kann vom Ufer schon kurz sein, spart aber wiederum Exttragepäck. Dazu eine salzwasserfeste 6000er mit geflochtener Schnur. Ein Freund von mir, der kurz vorher dort war, hatte vor allem mit blauen Wobblern (wie Illex Mag Squad) Erfolg, was auch bei mir zwischen den Steinen das Fängigste war. Ich hatte auch Köderfischsysteme mit Posen, diverse schwere Topwater Köder wie GT Ice Cream Poppern aber auch Jigs fürs Uferangeln im Freiwasser (ähnlich Pilkern) am Start.

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    Das Angeln auf dem Lavagestein ist nicht immer einfach und hier empfehle ich dir auf jeden Fall gute Bergschuhe mit fester Sohle, damit du nicht umknickst, von Felsen zu Felsen klettern kannst und auch beim Fischen immer einen sicheren Stand hast. Solltest du aufgrund einer höheren Welle mal einen Schritt zurück machen wollen ist das auch voll wichtig. Von diversen Hafenanlagen oder Mohlen kann man bestimmt auch fischen, das habe ich aber nicht so viel gemacht. Hier könnte man ggf auch schon mal weggeschickt werden, wie ich gelesen habe. Aber jeder Versuch macht kluch. Daneben gibt es auch flache Felsformationen und Sandstrände bzw. Steinstrände, wo das Fischen natürlich einfacher ist.

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    Da die Inseln vulkanisch sind und die Ufer teils steil abfallen, braucht man einen fahrbaren Untersatz, um die wenigen aber immer wieder eingestreuten Zugänge zum Meer zu finden. Neben Städten und Häfen habe ich hier immer wieder Wege nach unten zum Wasser gefunden. Für einige muss man aber wohl Einheimische kennen. Die sind zu versteckt.

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    Was meine Fänge angeht, wurde meine aufgeputschte Stimmung nach und nach gebremst. Wider Erwarten habe ich nur spärlich vom Ufer aus gefangen und konnte mit meinen Kunstködern nur einen Zackenbarsch, einen Bluefish und ein paar Drückerfische begeistern. Barrakudas, kleine Thune und sonstiges habe ich leider nicht gefangen. Es soll die beste Jahreszeit gewesen sein, was mich überrascht hat. Wahrscheinlich hat man mal Pech und mal läuft es, Aber ich habe etwas verstanden, warum die Einheimischen vorwiegend mit Naturködern fischen. Weniger Hänger und durchschnittlich mehr Fangerfolg. Dabei angeln viele jedoch nicht auf Raubfische, sondern gehen oft gezielt auf kleine bis kleinste Arten. Die Angelei hat mir viel Freude gemacht weil auch die Kulisse einfach traumhaft ist aber am Rest muss ich noch arbeiten.

    Zum Schluss konnte ich mit einem Fischer, bei dem ich gewohnt und dem ich beim Netzfischen geholfen habe, auch noch einmal rausfahren, wo wir unweit der Hafeneinfahrt auf 100 m im Handumdrehen und bei jedem Ablassen einen bis zwei Fische auf Tintenfischstücke fingen. Die verwenden dazu hauptsächlich Handleinen, das geht bei den schweren Gewichten auch um einiges schneller und leichter. Aber mit der Rute geht's natürlich auch. Das hat dann einfach mal gut getan. Nächstes Mal werde ich bestimmt auch etwas mehr vom Boot aus gehen aber vom Ufer aus rockt total.

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    Ich wünsche dir Petri Heil!
     

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