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IG Fischereibiologie Themen

IG Fischereibiologie

    Aalschreck
  1. Aalschreck
    Hallo.

    An die Wasserwerte bin ich leider nicht mehr gekommen, habe sogar den Kreisfischereibeauftragten angerufen, der bei solchen Veranstaltungen immer mit dabei ist. Was ich in Erfahrung bringen konnte ist, dass es sich tatsächlich um die Phosphatfällung mit Eisen-3-Chlorid handelte. Diese Fällung wurde von einem Gewässerbiologen berechnet und auch durchgeführt.

    MfG
    Markus
    17. August 2008
  2. Thomas II
  3. Thomas II
    Gruppenbesitzer
    Markus, sind denn noch andere Fischarten zu Schaden gekommen? Oder betraf es 'nur' ältere Semester von Aalen?
    17. August 2008
  4. Aalschreck
  5. Aalschreck
    Hallo Thomas.

    Es hat nur die größeren Aale ab 70cm aufwärts betroffen. Die kleineren Aale sind alle ohne Ausnahme weiter putzmunter. Der Biologe, der die Fällung durchgeführt hat war nach der Einbringung des Eisen-3-Chlorids noch 3-4mal da, um die Wasserwerte zu kontrollieren und laut unseres Kreisfischereibeauftragten waren sie auch im absolut Grünenbereich! Die genauen Werte sind aber nicht bekannt sonst hätte ich sie mal eingestellt.

    MfG
    Markus
    19. August 2008
  6. Thomas II
  7. Thomas II
    Gruppenbesitzer
    Ohne Wasserwerte sind wir auf reine Spekulationen angewiesen, Markus.

    Einen Dosierungsfehler des Gewässerbiologen meine ich ausschließen zu können, da anscheinend nur ältere Aale (nicht einmal andere Arten) mit Mortalität reagierten.

    Warum aber gerade größere und somit ältere Aale? Meines Erachtens sind die aufgrund ihres Lebensraumes und ihrer Verhaltensweisen gegenüber anderen Arten nicht exponiert gefährdet.

    Wie wäre es mit einer Kombination von Gründen? Schwächung aufgrund der chemischen Exposition im Einhergang mit Schwimmblasenwürmern z.B.?
    Da sollten ältere Exemplare doch durchaus mehr Parasiten beherbergen, oder?

    Habt ihr bei eurer inneren Begutachtung die Schwimmblase eröffnet, Markus?
    Fällt einem IG-Kollegen noch eine intelligentere Spekulation ein?
    20. August 2008
  8. Aalschreck
  9. Aalschreck
    Hallo.

    Ich gebe Dir natürlich Recht, dass ohne genaue Wasserwerte alles andere nur Mutmaßungen sind aber die Werte konnte ich leider nicht bekommen.

    Unser Verein ist mit 750 aktiven Mitgliedern in Nordhessen einer der größten und sehr professionell organisiert. Diese Phosphatfällung sollte eine positive Werbung für andere Vereine werden. Ich kann mir nicht vorstellen, das sich der Durchführende so einen Kapitalfehler erlaubt!? Man weiß aber nie! Die Wasserwerte die der durchführenden Biologen genommen hat, wurden an die Fischereibehörde und den Kreisfischereibeauftragten (der bei der Aktion auch dabei war) weitergeleitet. Die ständige Beobachtung der Wasserwerte war eine strenge Auflage der Behörden, ohne wäre diese Fällung nie genehmigt worden!

    Wenn der Biologe sich verkalkuliert hätte, würde unser Verein da 100%ig rechtliche Schritte gegen einleiten und Schadenersatz fordern. Da dies nicht der Fall ist, gehe ich stark davon aus, dass alles i.O. war und ist.

    Die Aale wurden in Anwesenheit von mir und anderen Vereinsmitgliedern, ebenfalls durch einen Fischereibiologen, der in unserem Verein Mitglied ist, untersucht. Nur 5% der Aale waren durch den Schwimmblasenwurm befallen. Es wurden auch Aale gefunden, die in den letzten Zuckungen lagen. Bei der Obduktion dieser Tiere war ebenfalls alles in Ordnung (Kiemen, Leber, Schwimmblase, Herz usw.). Auf die anderen Befunde (toxikologische) wartet unser Verein noch. Bin mal gespannt!

    MfG
    Markus
    21. August 2008
  10. Andreas_s
  11. Andreas_s
    Hallo, Du könntest uns ja die Fällungsmittelart und g/m3 zukommen lassen. Zumindest diese Angaben sollten ja dokumentiert sein.
    1. September 2008
  12. Thomas II
  13. Thomas II
    Gruppenbesitzer
    Hi Andreas,

    Fällmittel war Fe-III-Chlorid, das schrieb Markus weiter unten.

    Hast Du selbst eine maximale Dosierung (Anwendung eutropher See/Teich) dafür parat?
    9. September 2008
  14. Andreas_s
  15. Andreas_s
    Hallo,
    hab leider gerade erst den zweiten Link von Dir gelesen, danke. Die in dem Artikel beschriebene externe Methode (ähnlich der Abwassertechnik) scheint mir als einzige sinnvoll/beherrschbar.
    Ich versuche aber noch die Bücher in der Literaturliste zu bekommen, hoffe da wird auch intensiver auf mögliche Risiken eingegangen.
    13. September 2008
  16. albigud
  17. albigud
    Hallo,
    hab mich hier angeschlossen,bin Gewässerwart und möchte mal in die Runde fragen,
    ob Ihr einen oder mehrere Links über Kreuzungen (Bastarde) von Weißfischen habt,
    wo man sich genauer belesen/informieren kann.
    @Thomas : habe das Foto von dem mir unbekannten Fisch Aland,Hasel ...? der Uni Jena zukommen lassen(F.R.Fischbiologie) ,welche auf Kreuzung Hasel,.... tippen.

    Danke im Voraus
    Albert
    7. Oktober 2008
  18. Fischpaule
  19. Fischpaule
    Ha, das ist ja lustig - typisch Uni - wenn es mal schwierig wird, wird einfach Bastard oder Südsee gesagt ;-) - was aber nicht heißen soll, das es keine Kreuzung sein kann - es ist sehr oft so, daß nicht so einfach bestimmbare Fische einfach nur Kreuzungen sind...
    Wichtig ist eben, sich mit der Bestimmungsliteratur genauer auseinander zu setzen und dann auch wirklich aussagekräftige Fotos zu machen, bei denen man alle Flossen gespreitzt sieht und die möglichst auf einer ebenen Unterlage liegen - wenn es sich em einen wirklich schwierigen Fisch handelt, ist es auch durchaus legitim diesen zu entnehmen und nach einer Präparation unter der entsprechenden Optik genauer zu bestimmen....

    Schau mal z.B. hier
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    - durch die unachtsam gemachten Fotos schwer bestimmbar - und dabei so einfach :-)
    8. Oktober 2008