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  1. #1
    Neuer Petrijünger
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    Kalken eines Teiches im Wald

    Hallo liebe Comunity

    Da ich von meiner Arbeit her an einem Teich im Wald gekommen bin und ihn "bewirtschaften" darf, hätte ich ein paar Fragen an euch bzw. an Leuten, die Erfahrung mit sowas haben. Ich hab diese nicht

    Der Teich ist etwa 200-300 qm groß und etwa 50cm bis 2,5m tief, ich wollt ca. 100 Forellen darin groß werden lassen zum schlachten.

    Da im Herbst aber viel Laub in den Teich gelangt, wird das Wasser vermutlich zu sauer sein.

    Soll ich den Teich ablassen und dann Kalken und wenn ja, wieviel Kalk ist von nöten und schmeisst man den Kalk einfach rein oder wie macht man das?

    lg HotSaw

  2. #2
    Super-Profi-Petrijünger
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    hier gabs das Thema schon mal:

    http://www.fisch-hitparade.de/thread...8-Teich-Kalken

    Habe meinen ca. 800qm Teich letztes Jahr mal so gekalkt. Scheint einiges an Schlammreduzierung gebracht zu haben.
    Muss da aber zur Kontrolle mal reinlatschen da kein Boot vorhanden.

    Gruß Jörg
    Geändert von Koalabaer (12.03.2017 um 20:06 Uhr)
    über Gewässermeldungen mit tatsächlichen Bestand an Karauschen,speziell Elbe/Elster-Kreis, wäre ich euch sehr dankbar.

  3. #3
    Profi-Petrijünger Avatar von Heidechopper
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    HotSaw: Ich würde erstmal eine Untersuchung auf PH-Wert und die Parameter Gesamthärte, Nitrat, Nitrit und Ammonium machen. Die Kalkgabe ist zwar eine gute Idee, sollte aber auf die anderen Parameter abgestimmt sein.
    Gruß
    Rolf

  4. Der folgende Petrijünger sagt danke an Heidechopper für diesen nützlichen Beitrag:


  5. #4
    Moderator / Tinca-Fan Avatar von angelhoschi76
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    Hallo HotSaw,

    Nimm Dir den Rat von Heidechopper zu Herzen. Ohne Kenntniss der Werte ist Kalken nicht unbedingt an zu raten.

    Allgemein gibt 2 Arten des Kalkens:

    -Kalken mit Branntkalk (ungelöschter Kalk, CaO): Branntkalk wird immer auf den Teichboden direkt aufgebracht. Hauptziel ist die Desinfektion des Teichbodens, Nebeneffekt ist dass der Schlamm im Teichboden besser abgebaut wird. Nach Befüllen des Teichs sollte einige Wochen gewartet und vor Besatz der PH-Wert konttrolliert werden. Branntkalk wird in der Teichwirtschaft regelmäßig eingesetzt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Fischgesundheit und der Ertragsfähigkeit eines Gewässers

    -Kalken mit Kohlesaurem Kalk (CaCO3): Kohlesauerer Kalk dient zur Pufferung des Teichwassers. Oft kommt es gerade im Sommer zu starken PH-Wertschwankungen, die durch Algen und Wasserpflanzen verursacht werden. Tagsüber wird durch die Pflanzen Kohlensäure für die Photosynthese verbraucht und der PH-Wert steigt. Nachts findet keine Photosynthese statt und Kohlensäure wird durch die Pflanzen ans Wasser abgegeben, die den PH-Wert wieder in saure Werte fallen lässt. Diese Schwannkungen lassen sich durch die Gabe von Kohlesaurem Kalk puffern. Kohlesaurer Kalk wird als Wasserkalkung auf den gefüllten Teich gegeben, der Kalk wird dabei "vernebelt". Größere Teichwirtschaften setzen dafür spezielle Boote ein, ich kalke meine Teiche bei viel Wind. Alternativ kann auch eine größere Menge Kohlesauerer Kalk im Zulauf Deines Teiches gelagert werden. Das Zulaufwasser löst nur geringe Mengen des Kalks, wodurch ein langanhaltender Effekt erreicht wird.

    Aber wie schon gesagt: Zu aller erst gilt es Deine Werte zu messen, analysieren und erst dann würde ich ans Kalken gehen.
    Geändert von angelhoschi76 (12.03.2017 um 10:24 Uhr)
    Viele Grüße
    Angelhoschi76


    Heute ist Angelwetter... denn angeln kann man bei jedem Wetter!

  6. Der folgende Petrijünger sagt danke an angelhoschi76 für diesen nützlichen Beitrag:


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